Ich bin mir bewußt, daß sich jeder freut, wenn es ihm leidlich gutgeht; daß die Verbände dafür arbeiten, daß es ihren Mitgliedern gutgeht; daß es aber niemand gern hört, wenn man öffentlich ausspricht, daß es einer Berufsgruppe einigermaßen gutgeht.

Dr. G. M. W. Fürst,

Präsident des Statistischen Bundesamtes

Geldkatze aus dem statistischen Sack

Mehr als 4000 Mark im Monat betragen die Einnahmen bei 76 Prozent der Wirtschaftsprüfer, 53 Prozent der freien Ärzte, 46,6 Prozent der Zahnärzte, 46 Prozent der Steuerberater, 43,8 Prozent der Rechtsanwälte, 40 Prozent der Architekten. Unter 1500 Mark monatlich liegen die Durchschnittseinnahmen beiden anderen freien Berufen: bei den Privatgelehrten, bildenden Künstlern, Musikern, Schriftstellern und Journalisten. Diese vom Statistischen Bundesamt ermittelten Zahlen bestätigen viele soziologische Überlegungen und Erfahrungen, wurden jedoch nicht überall mit Beifall aufgenommen.

Pulitzer-Preise 1962

Mit den Pulitzer-Preisen für 1962 wurden ausgezeichnet: der amerikanische Publizist Walter Lippmann für seine internationalen Reportagen; der Schriftsteller Edwin O’Connor für seinen Roman „The Edge of Sadness“ (Am Rand der Traurigkeit); Frank Loesser und Abe Burrows für das Broadway-Musical „Der geschäftliche Erfolg ohne persönliche Anstrengung“ als bestes Bühnenwerk. Alan Dugan bekam den Lyrikpreis für einen Gedichtband, der Musikpreis wurde Robert Ward für seine Oper „The Crucible“ (Die Feuerprobe) zugesprochen. Der Preis für das beste historische Buch ging an Lawrence H. Gipson, den für hervorragende journalistische Arbeit schließlich erhielt die Zeitung „Panama City News Herald für eine Artikelserie gegen Glücksspiel und Alkoholschmuggel. In der preisfreudigen Bundesrepublik gibt es nichts dem Pulitzer-Preis Vergleichbares.