Arbeitskosten in Westeuropa

Aus der Erhöhung des Lohns und der Produktionsergebnisse je Arbeiterstunde errechnet der von der Wirtschaftskommission der UN für Europa herausgegebene „Economic Survey of Europe 1961“ von 1960 auf 1961 eine Steigerung der Arbeiskosten je produzierte Einheit in der Bundesrepublik um 7 %. Nur in Österreich war die Erhöhung mit Wo etwas höher; in Dänemark mit ebenfalls 7 % war sie gleich hoch. In Großbritannien und Schweden war die Zunahme mit 6 %, in Frankreich und den Niederlanden mit 4 %, in Norwegen und Finnland mit 2 % und in Irland mit nur 1 % erheblich niedriger.

Eine Milliarde mehr für Rentner

Die Altrenten aus den sozialen Rentenversicherungen werden mit größter Wahrscheinlichkeit zum 1. Januar 1963 um 6,6 % steigen. Den etwa acht Millionen Altrentnern wird damit im Jahr insgesamt rund eine Milliarde DM mehr ausgezahlt. Diese fünfte Rentenanpassung kommt allen Sozialrentnern zugute, deren Renten erstmals vor dem 1. Januar dieses Jahres festgestellt worden. sind. Ihre Bezüge erreichen, damit nachträglich die gleiche Höhe wie die vergleichbaren Renten aus diesem Jahre. Die Neurenten aus diesem Jahre haben sich auf Grund der gestiegenen Durchschnittseinkommen in den Jahren 1958, 1959 und 1960 automatisch um 6,6 % erhöht.

Blauer Brief für den Chef

Der „Blaue Brief“ mit der Kündigung wird seit 1960 in der Mehrzahl der Fälle nicht mehr vom Arbeitgeber, sondern vom Arbeitnehmer geschrieben. An der Spitze der Kündigungen im Bundesgebiet rangiert nach einer vom Arbeitgeberverband Braunschweig veröffentlichten Statistik die Metallindustrie, in der 1961 von 100 aufgelösten Arbeisverhältnissen 84 durch die Arbeitnehmer gekündigt wurden. Im Baugewerbe haben 70 % der Arbeiter hr Arbeitsverhältnis gelöst und im Bergbau 68 %. Das gleiche Verhältnis zeigt sich nach der Statistik in den Berufssparten Handel und Verkehr.

Frankreich tilgt Schulden

Mit einer Rückzahlung von 293,4 Mill. Dollar an die USA tilgt Frankreich seine Restschuld am Marschallplankredit und trägt vorfristig einen Kredit der Export-Import-Bank aus dem Jahre 1946 ab. Auch nach Kanada geht eine Rückzahlung von 67,6 Mill. Dollar.