Wirtschaft

Gut verkaufte Gastlichkeit

Unter den Schwierigkeiten, mit denen die Hotellantic, Centralhotel, Baltic, Kranzler, Rolleahagen) im Geschäftsjahr 1961 fertigwerden mußte, stand die Personalfrage, wie der Vorstandsbericht hervorhebt, an- vorderster Stelle.

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DIE ZEIT

Ben Bella marschiert

Der Einmarsch Ben Bellas in die algerische Hauptstadt stand Mitte der Woche unmittelbar bevor. Niemand bezweifelte, daß er mit You-You-Geschrei empfangen werde.

Der Kanzler-Termin

Neben den vordergründigen aktuellen Streitfragen, die den Frieden der Bonner Koalition von Zeit zu Zeit gefährden, gibt es eine, die ständig im Hintergrund Unruhe schafft: Die Frage, ob der Bundeskanzler im Herbst nächsten Jahres zurücktreten werde oder nicht.

Kam Spaak zu spät?

Der belgische Außenminister Paul Henri Spaak hat, um das festgefahrene Gespräch über die politische Union der EWG wieder in Gang zu bringen, einen Vorschlag ausgearbeitet, den er in der vorigen Woche dem Bundeskanzler und Bundesaußenminister Schröder vorlegte.

Norstad-Legenden

Das Dornröschen des deutschen Märchens hatte Glück. Es schlief wohl an die hundert Jahre, aber wie sie schlief der ganze Hofstaat, und als der Bann gebrochen ward, da war die Umwelt unverändert, und das Leben ging lustig weiter – genau dort, wo es aufgehört hatte.

XYZ-Oberländer

Was kann ein Ex-Minister schon machen? Vorträge halten! Also reist auch Theodor Oberländer, der verflossene Bundesvertriebenenminister, einst von Bundeskanzler Adenauer als „tiefbraun“ gekennzeichnet und dennoch im Februar von ihm politisch rehabilitiert, als Vortragskünstler durch die Lande.

Deutsch in dreizehn Sprachen

Seit dem 1. August hat die „Deutsche Welle“ ihre Fremdsprachensendungen erweitert. Bis dahin hat sie in sieben Sprachen gesendet: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Arabisch und Persisch.

Mit dem Rücken an der Mauer

In dem großen „Operationsraum“ der Berlin Task Force auf dem siebten Stockwerk des amerikanischen Außenministeriums haben Arbeiter in der vergangenen Woche letzte Hand an eine neugezogene Mauer gelegt.

Rote Parolen, Tränengas und etwas Prügel

Am Mannerheim-Boulevard war es, der breiten Hauptstraße von Helsinki wo ich abends friedlich unter friedlichen Finnen in einem kleinen Selbstbedienungsrestaurant saß.

wer....was....wo....warum...

Die Holländer haben nachgegeben. Ihre Forderung – Selbstbestimmungsrecht für die Papuas – wird auf dem Papier erfüllt; nach einigen Jahren soll es eine Volksabstimmung geben.

Zeitspiegel

„Ich traf einmal einen befreundeten Botschafter, der mir sagte: Ich habe lange versucht, die Algerier zu verstehen..........

Das New Yorker Schulgebet

Das oberste amerikanische Gericht, der Federal Supreme Court in Washington, hat mit einer Entscheidung vom 25. Juni die alte amerikanische Tradition der radikalen Trennung der Religion und des Kirchenwesens vom Staat auf eine drastische Weise wiederbelebt und viele Gemüter erregt.

Kommt jetzt der Separatfrieden?

Was führt der Kreml an der Berliner Front im Schild? Seit der ergebnislosen Genfer Außenministerbegegnung ist der Westen wieder aufs Rätselraten angewiesen.

Berlin: Der Tod eines „Volkspolizisten“

Das Flugblatt, das man in Ostberlin westdeutschen Besuchern in die Hand drückt, zeigt die Photographie eines toten Volkspolizisten, der im Gestrüpp des nahen Teltow-Kanals liegt.

Im Büßerhemd

Mit behutsamer Stimme, so sanft, daß sie selbst zartester Lyrik kein Kratzerchen versetzt hätte, las einer der beiden Beisitzer des Hamburger Schöffengerichts fast vierzig Proben aus Notre Dame des Fleurs von Jean Genet im Gerichtssaal vor.

Deutsche Staatssymbole

Im Jahre 1930 stritten vier Fahnen um den Rang der Nationalfahne: Neben Schwarz-Rot-Gold und Schwarz-Weiß-Rot die Hakenkreuzfahne der Nationalsozialisten und die kommunistische rote Fahne mit Hammer und Sichel.

Wolfgang Ebert:: Hedwig die Zweite

In meinem Leben, oder besser gesagt: in unserem Haushalt gab es zwei Mädchen namens Hedwig. Die erste Hedwig war bei meinen Eltern während des Krieges in Stellung, und ich erinnere mich noch gut an die dunklen Flecken, die sie im Gesicht bekam, wenn sie sich sehr erregte.

Zum Lachen oder Weinen?

Es ist fast genau ein Jahrhundert her, seit es zum erstenmal gelang, die Weite des Atlantischen Ozeans fortzuzaubern. Es gelang, als im Juli 1858 die beiden Kabelschiffe, die britische „Agamemnon“ und die amerikanische „Niagara“, in der Mitte des Ozeans zusammentrafen und ihre Kabel vereinigten.

Akt, Tier, Papst oder van Gogh

Es ist eine in hohem Maße aufregende Ausstellung, denn erstens ist Francis Bacon in Deutschland so gut wie unbekannt, zweitens beweist dieser Engländer, daß die Kunst nie am Ende ist und nie eingleisig.

Nr. 31 vom 31. Juli 1952: Europa im Vormarsch

Am 25. Juli sollten Grenzscheine ausgegeben werden, mit denen jedermann, der im Besitz eines gültigen Personalausweises ist, wöchentlich einmal für drei Tage nach Österreich hätte einreisen können.

Kleiner Kunstkalender

Wolff Buchholz zeigt im kürzlich gegründeten Hamburger Kunstkabinett neue Bilder, Zeichnungen und Graphik. Sie sind noch besser, als man nach verschiedenen früheren Talentproben erwarten konnte.

Musik im Widerstreit: Namen tun hier nichts zur Sache

Was soll man da machen? –: ich höre nun wieder solche Sätze wie den mit der wechselnden Windrichtung und dem „immer-auchanders-können“ ausgesprochen gern, so oft (ocer vielmehr so selten) sie mir begegnen.

Zeitmosaik

Von der CDU-Fraktion wurde im Würzburger Stadtrat ein Antrag der SPD abgelehnt, eine Straße nach dem in Würzburg geborenen Dichter und Schriftsteller Leonhard Frank zu benennen, der am 18.

Glanz und Elend des Snobs

Die Frage, wer ein Snob ist, läßt sich zumeist leicht beantworten. Die Frage, was ein Snob ist, erfordert ziemlich viel Scharfsinn.

Jewtuschenko und die anderen

Jewgenij Jewtuschenko ist heute in aller Munde und in allen Spiegeln, er ist jedoch kein Einzelgänger. Sein Name steht stellvertretend für andere junge Dichter in Rußland, deren Vorstellung allmählich fällig geworden ist.

Unser Seller-Teller Juli 1962

Der Seller-Teller dieses Monats schaut beileibe nicht so nach Badetuch und Sonnenöl aus, wie man es im Juli wohl erwartet hätte.

Ivo Andrič - Homer in Bosnien

Zugegeben: auch im Westen hat es eines Tauwetters bedurft. Es begann mit dem „Doktor Schiwago“; man sah, daß ein russischer Autor es gewagt hatte, die Patentformel des sozialistischen Realismus zu sprengen.

Schreiben als Lebensrettung

Man spricht von mir“, heißt es in seinem vorläufig letzten Werk, „der Uralte ohne Ende (sie!), der die ganze Schöpfung begräbt bis zum letzten Lumpen.

Zu empfehlen

ES GEFÄLLT ob des fast konkurrenzlos reichhaltigen Materials, das der Osteuropäer Novak bei soziologischen Forschungsarbeiten in Rußland aus erster Hand beziehen konnte.

Film

„Engel – gibt’s die?“ (Schweden, Verleih: Topas): Ein Admiralstöchterlein, einem so reichen wie faden Reeder anverlobt, gibt ihrem Bräutigam den Laufpaß und wendet sich vorbehaltlos dem schlaksigen jungen Hilfsportier jener Bank zu, in der sie als Schreibkraft ihr Taschengeld verdient.

Funk

Ein Abend mit jungen Hörern (ob ihnen der Aufenthalt im Studio und das brave Klatschen wenigstens irgendwie vergütet wird?) und für junge Hörer (in der guten Stube sitzend, konnten sich diese doch wenigstens des Knopfes bedienen) – und was bietet man einer solchen Ansammlung deutscher Jugend? Nun, das Thema soll ja komisch sein, hat aber glücklicherweise auch seine ernsthafte Seite.

Salzburg ist sich selbst genug

In Salzburg haben die Festspiele mit Mozart und Nestroy eingesetzt. Raimund befindet sich noch vom Vorjahr im Programm. Das Herz der Österreicher kann höher schlagen, die Reaktionäre haben eine Schlacht gewonnen.

Fernsehen: Sommer im Kasten

Sommerpause auf der Bildröhre: Wiederholungen, Belanglosigkeiten, Geschwätzigkeiten. Der Chronist, milde gestimmt, angesichts der überraschenden abendlichen Freizeit, will mit, den Programmdirektionen nicht rechten.

Theater

Die Uraufführung der Bregenzer Festspiele fand diesmal nicht als Schauspiel im Kornmarkttheater, sondern als Operette auf dem Bodensee statt.

Die Schafe des Herrn...

Die den Beamten in den meisten Bundesländern zugestandenen Gehaltserhöhungen haben die Öffentlichkeit aufgeschreckt. Die einen sagen, eine zusätzliche Belastung der Staatskassen sei nicht verantwortbar; man müsse doch maßhalten und es würde jedenfalls der gouvernementalen Doktrin widersprechen, wenn ausgerechnet jetzt die Beamten ihre Einkommen verbessern könnten.

Hamburgische Dramaturgie - aber nicht von Lessing

Was die Zuschauer im deutschen Wirtschaftstheater vor einer Woche noch als Routinestück von nur kaufmännischer Mittelmäßigkeit zu werten wagten, hat sich inzwischen zu einem „kapitalistischen Reißer“ ersten Ranges ausgewachsen.

Steifer Wind aus Nord

Das Falliment Schliekers ist kein Symptom einer Krise des internationalen Schiffbaues oder auch nur des deutschen Schiffbaues, sondern eine Krise der Werften, die das betriebswirtschaftliche (dazu gehört ja auch die finanzwirtschaftliche Seite) Niveau ihrer Wettbewerbsgruppe in der Welt nicht erreicht haben oder nicht zu halten vermögen.

„Erreichen und überholen“

Ein alter wirtschaftlicher Wunschtraum der Sowjets ist in diesen Tagen wenigstens teilweise in Erfüllung gegangen: Nach den jetzt von beider.

Berliner Luft: Ideen liegen in der Luft

"Original Berliner Luft" in Büchsen – das gibt’s tatsächlich. Wie eine Berliner Unternehmerfamilie frische Luft in Büchsen verpackt und sie für 1,50 DM verkauft.

Zeitraffer

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Großbritannien einen Beistandskredit zur Stützung des Pfundes in Höhe von 1 Mrd. Dollar gewährt.

Das Wort hat Bonn

Wer hat denn das Kind mit dem Hammer geweckt? Das sollte man als Vater doch nicht tun“, heißt es in einem alten Berliner Chanson.

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