Wirtschaft

Liebe zum elektrischen Strom

Der Elekfrizifäfsverbrauch wird von vielen Beobachtern in erster Linie als Indikator für den Konjunkfurveriauf betrachtet.

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DIE ZEIT

Das kleinere Übel

War das, was wir in diesen Wochen in der Bundesrepublik erlebten, eine Staatskrise oder war es eine zufällige, eine – wie der Bundeskanzler sich ausdrückte – „überflüssige Krise“? Von der Beantwortung dieser Frage hängt die Einstellung zur augenblicklichen Regierungsbildung ab.

Das Strauß-Erbe

Fünf Wochen lang hat Deutschland über nichts anderes geredet als über seinen Verteidigungsminister. Jetzt hat Franz-Josef Strauß das Feld räumen müssen.

Die Bonner Kompaßnadel schwankt

Was noch vor wenigen Tagen unwahrscheinlich, ja fast unmöglich erschien, eine Koalition zwischen der CDU/CSU und der SPD, war am Wochenbeginn ernsthaft im Bonner Gespräch.

Sieg wider die eigene Partei

Wundersame Szenen spielten sich vor genau zwei Wochen in einem verräucherten Schwabinger Bierlokal ab. Liberales und unliberales Volk war – die Wahlen zum Bayerischen Landtag standen bevor – einer FDP-Einladung gefolgt.

Todesurteil für die FDP?

Ich bin für diejenige Koalition, die das Persönlicbkeitswahlrecht bringt.“ Mit dieser Erklärung hat Bundestagsvizepräsident Jaeger wohl sehr vielen seiner Fraktionskollegen in der CDU/CSU aus dem Herzen gesprochen.

wer....was....wo....warum...

Damit ist die Zahl der Inhaftierten auf acht gestiegen: neben Josef und Rudolf Augstein, Verlagsdirektor Becker, die Redakteure Ahlers und Schmelz, die Obersten Wicht und Martin sowie der tunesische Wahlkonsul Conrad.

Zeitspiegel

„Ich habe bis jetzt nur einen Plan: mich ordentlich ausschlafen, einen ausreichenden Urlaub nehmen, mich mehr meiner Familie widmen und darauf achten, daß die von mir verfolgte politische Grundlinie, vor allem in der Verteidigungspolitik, auch weiterhin eingehalten wird.

Algeriens Weg

Fünf Monate nach der algerischen Unabhängigkeitserklärung: Die Zeit ist reif für eine Bestandsaufnahme, zumal der algerische Außenminister Khemisti zu einem ersten offiziellen Besuch in Paris weilt.

Der Kongo – und kein Ende?

Bestärkt durch seine einhellige Wahl zum UN-Generalsekretär, ermutigt auch durch die Hilfestellung Washingtons und die Zusagen Londons und Brüssels, will U Thant es noch einmal versuchen, seinen Plan zur Wiedervereinigung des Kongo durchzusetzen.

Die Chance zur Versöhnung

Im Schatten des indisch-chinesischen Krieges und unter dem Druck der Erfolge Pekings scheint sich die Lösung eines anderen Konfliktes anzubahnen, der die Völker des Subkontinents seit fünfzehn Jahren beunruhigt hat.

Mikojans Mission

Mikojans Mission in Havanna dauerte lange und blieb, was Castro angeht, ohne Erfolg. Dennoch verbreitete der stellvertretende Ministerpräsident der Sowjetunion sowohl in New York wie in Washington eitel Wohlwollen und Optimismus, bevor er nach Moskau zurückflog.

Chruschtschow wirft die Partei an die Front

Die sowjetische Parteiführung hat Ende November einen erstaunlichen Beschluß gefaßt. In der Sowjetunion wird der gesamte Staats- und Parteiapparat in zwei Teile gespalten: ein Teil soll die Landwirtschaft, der andere die Industrie leiten.

Der Fall Willy Kressmann

Der Mann, der Willy Brandt in Berlin die Popularität streitig machen wollte, beendet jetzt seine politische Laufbahn. Es ist Willy Kressmann, zwar nur Bezirksbürgermeister von Kreuzberg, aber in ganz Berlin beliebt wegen seiner zupackenden Art und bekannt als „Volksführer“ par excellence.

Abschied von der Troika

Im Gebäude der Vereinten Nationen in New York herrscht wieder neue Zuversicht. Und dies nicht nur deshalb, weil sich in der Kuba-Krise aufs neue die Bedeutung der Weltorganisation als unentbehrlicher diplomatischer Umschlagplatz zwischen West und Ost erwiesen hat.

Ein Pole reist durch Polen

Der ehemalige polnische Erziehungsminister, Wladyslaw Bienkowski, hat mit einer Artikelserie in der intellektuellen polnischen Wochenzeitschrift Przeglad Kulturalny, die unter dem Titel „Eine Reise durch Polen“ erschien, viel Staub aufgewirbelt.

Macmillan in der Klemme

Känguruhfleisch und Kaninchen in Konservenbüchsen“, so erklärte Harold Wilson bei der letzten EWG-Debatte im britischen Unterhaus, werde dank der Brüsseler Bemühungen vom Lordsiegelbewahrer Heath billiger nach Europa eingeführt werden können.

Reportagen aus dem Alltag: Mit Ben Hur von Tür zu Tür

In der Wochenendausgabe des „General-Anzeigers“ steht unter Kleinanzeigen – Angebotene Vertretungen Ein guter Job für 1200 Mark! Wir bieten: Kostenlose Ausbildung, Garantie-Einkommen, zeitgemäße Umsatzbeteiligung, interessante Arbeit, gutes Betriebsklima, Mitfahrt im Firmenwagen (Führerschein kann erworben werden).

Friedrich Sieburgs Unmut

Friedrich Sieburg liebt es, sich in seinen Kritiken von Zeit zu Zeit grundsätzlich über die deutsche Literatur – und nun auch über die deutsche Kritik – der Gegenwart zu äußern.

Zeitfragen: Ist die deutsche Literaturkritik ein Sprechchor?

In der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 1. Dezember besprach Friedrich Sieburg, unter dem Titel „Freiheit in der Literaturkritik“, Günter Blöckers „Kritisches Lesebuch“, und er benutzte diese Rezension wiederum dazu, allgemeine Behauptungen über die Gegenwartsliteratur und diesmal vor allem auch über die Literaturkritik aufzustellen, die einer Nachprüfung nicht standhalten.

Unsere Sprache: ...um zu verschmelzen

Hans Magnus Enzensberger hat, laut Nachwort, den vergeblichen Versuch unternommen, seine Clemens-Brentano-Dissertation für den Druck aus dem „Germanistischen“ ins Deutsche zu übersetzen.

Wolf gang Ebert:: Mein Spiegel

Leute, die mir allerhand zutrauen, wissen schon lange, daß ich gern ein Nachrichtenmagazin wie den „Spiegel“ ins Leben rufen möchte.

Zweiter Teil einer Übersicht

konkret – Streit-Zeit-Schrift – Rhinozeros – Akzente – Neue Deutsche Hefte – Welt und Wort Sprache im technischen Zeitalter – Das Schönste – Theater heute – Filmkritik

Auf einsamer Wacht

Wo man singt, da laß dich ruhig nieder, sagt das Sprichwort. Wir Deutsche sind, so wird mit Recht von allen Seiten behauptet, eine sangesfreudige Nation.

Die Würfel sind gefallen

Vermutungen hin, Vermutungen her – dieses Mal fiel das volle Licht erst in dem Augenblick auf die Preisträgerin, als die im Restaurant Drouaut versammelte Jury ihre Beratung beendet hatte: Den Prix Goncourt 1962 hatte sie Anna Langfus zuerkannt.

Kleiner Kunstkalender

Der Frankfurter Kunstverein hat ein eigenes Ausstellungshaus bekommen. Ein berühmtes historisches Gebäude, das Steinerne Haus am Römerberg, das heißt, die Rekonstruktion nach dem im Krieg zerstörten Modell.

Zeitmosaik

Im berühmten Debattierclub der Cambridge Union Society wurde der Antrag „Das Haus möge beschließen, daß ein wiederbewaffnetes Deutschland geteilt bleiben soll“ mit 169 gegen 125 Stimmen angenommen.

Die bestrafte Spröde

Die von Stuttgart gebrachte Komödie „Die bestrafte Spröde“ von Lope de Vega ist ein reiner Genuß. Doña Fulvia, eine wunderschöne Dame, verzaubert alle Männer und verachtet sie.

Film

„Die Verdammten der Meere“ (Großbritannien; Verleih: Rank): Eine formal und moralisch ehrgeizige Verfilmung der Melvilleschen Erzählung „Billy Budd“.

Fernsehen: Präsentierte und verbannte Dämonen

Dostojewskijs „Dämonen“, ein Buch von unheimlicher und gefährlicher Hellsichtigkeit, sind nicht gerade ein Literaturwerk, das dem Geist der Freiheit und der Zivilisation Sympathie entgegenbringt.

Theater

Ilse Urbach vom Berliner „Kurier“ tat es leid um diese „lockere Lustigkeit“, die beim Schlußapplaus auch Buhrufe erntete. So entrüstete sie sich als Korrespondentin der „Deutschen Zeitung“ (Köln), daß „einige ansässige Kritiker mit Kanonen nach dem quinkelierenden Gebilde schossen“, das nach einem Libretto („Die Schwärmer“) von Edmond Rostand (dem Verfasser des „Cyrano von Bergerac“) gezimmert ward.

Unser Seller-Teller

Damit sind nun die Würfel gefallen: Zumindest „das“ Buch der Saison steht fest, keine der vielen Neuerscheinungen der letzten Wochen konnte ihm seinen Platz streitig machen, das Buch, das in diesem Jahr die Stelle des „Doktor Schiwago“, der „Lolita“, des „Leoparden“, der „Lady Chatterley“, der Böll-Auswahl beansprucht: Klaus Mehnferts „Peking und Moskau“, nun schon im fünften Monat an der Spitze dieser Zusammenstellung.

Vom Nachruhm eines Dichters

Wir sind gewöhnt, daß alles Licht auf die Gestalt des Dichters fällt, während die Leser eine undeutliche Menge bilden, die im Zwielicht verschwimmt.

Wie Kraut und Rüben

Das vergangene Jahrhundert war die große Zeit der Literaturgeschichte; die Deutung einzelner Werke pflegte man der Vision des Geschichtsverlaufes unterzuordnen.

Zu empfehlen

ES GEFÄLLT vorerst als ein Versuch, das zu tun, was man hier einmal mit vollem Recht „einem dringenden Bedürfnis abhelfen“ nennen möchte.

Mein Buch des Monats: Noch einmal die ganze Welt

Vor Jahren, als die Werke Musils zum ersten-, zum zweitenmal erschienen, als Broch postumen Ruhm gewann und die späte Roth-Renaissance begann – vor Jahren sagten die Kenner, mit einem Blick auf die großen austriazensischen Summen: „Das eigentliche Epos Österreichs, Güterslohs Universal-Chronik, steht immer noch aus.

Sechzig von sechs Millionen

Da arbeitet man sich verbissen durch ein rundes Dutzend Augenzeugenberichte zur Judenverfolgung 1933–1945, die Ernte eines Jahres, immer in der Hoffnung, eine wichtige und überzeugende Darstellung zu finden, und muß enttäuscht und schließlich verwundert feststellen, wie wenigen Büchern uneingeschränkt weite Verbreitung zu wünschen ist.

Vier Hörspiele – ein Buch

Für ein Hörspiel ist es ungewöhnlich lang. Vier Abende füllt es; jeder Teil hat einen gewissen Abschluß und fordert doch den nächsten.

Mädchen aus Schweden

Es passiert gar nichts Außergewöhnliches in dem „Tagebuch einer 17jährigen“. Keine Lolita-Enthüllungen. Keine Verbrecherjagd durch Kleinstädte.

Eine überrumpelnde Gewalt der Ansprache

Mit den zwanziger Jahren wird sich unser Literaturbetrieb noch ganz schön blamieren, wenn er es sich nicht beizeiten versagt, sie nach seinem eigenen Bilde zu deuten.

Konzilgeschichte im Bilderbuch

Für den Teil der modernen Menschheit, der das Christentum, allen Gegebenheiten des „pluralistischen“ Weltbildes zum Trotz, nach wie vor als verpflichtende geistige Ordnungsmacht auch unseres Zeitalters empfindet und anerkennt, stellt das gegenwärtig in Rom tagende Zweite Vatikanische Konzil ein Ereignis von zentraler kulturgeschichtlicher Bedeutung dar.

Startzeichen zum Überschallflug

Seit Donnerstag letzter Woche gibt es keinen Zweifel mehr: der zivile Überschallflug wird Wirklichkeit. Englands Luftfahrtminister Julien Amery hat den Vertrag über das britisch-französische Gemeinschaftsprojekt zur Entwicklung der ersten Überschall-Passagiermaschine der Welt unterschrieben.

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