• Ausgabe 12/1963

    Ausgabe 12/1963

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Kritik ist nicht Landesverrat

    Allenthalben in Deutschland wird seit der Spiegel-Affäre die Frage des Landesverrates und die Frage seiner strafgesetzlichen Ahndung aufgeworfen.

    Von Fabian von Sctyabrendorif

  • Schlechter Start in Berlin

    Kaum hatten SPD und FDP den neuen Berliner Senat gebildet, da wurden vier CDU-Senatsdirektoren in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

    Von Theodor Eschenburg

  • „Die Russen sind so reserviert“

    Die bittere Lektion der Krise – Weniger Begeisterung und mehr Nüchternheit in Kuba

    Von Gavin Young

  • Die protestantische Kirche mahnt

    Während es für die politischen Spitzen der Bundesrepublik seit Monaten nur zwei Themen gibt. Kanzlernachfolge und Spiegel-Affäre, hat der Rat der Evangelischen Kirche auf der Synode in Bethel die großen Fragen der Gegenwart angepackt.

  • Absage an die „alten Kämpfer“

    Allabendlich tritt auf einer Bühne in Madrid eine junge, schlanke Schauspielerin auf. Ihr Name: Elena Maria Tejeiro. Das Stück trägt den Titel „Champagne Complex“.

    Von D. St.

  • Ärger mit Röhren

    Noch ungeschickter hätte man das umstrittene Röhrengeschäft kaum anpacken können. Das peinliche Schauspiel, zwischen Vertragsbruch und Verletzung der Allianztreue wählen zu müssen, ging schließlich in aller Öffentlichkeit vor sich.

    Von Robert strobel

  • Der zweite Mann im AA

    In fünf Jahren wurde ein begabter Outsider Staatssekretär / Von Hans Gresmaim

  • Altbadische Träume

    Wieder einmal wurde im Bundestag stundenlange über eine Frage debattiert, die innerhalb Badens nur wenige, außerhalb Badens fast niemand versteht: Ob nämlich das ehemalige Land Baden wiederhergestellt oder in der bestehenden Gemeinschaft mit Württemberg verbleiben solle.

  • Chruschtschow in Schwierigkeiten

    Ist Chruschtschows Position bedroht? Der Kremlherr scheint gegen eine wachsende Flut von Schwierigkeiten kämpfen zu müssen. Nicht genug damit, daß er sich mit den Dogmatikern aus Peking und den nach Liberalisierung drängenden Schriftstellern und Künstlern im eigenen Lande auseinandersetzen muß; neuerdings scheint auch der Widerstand im Wirtschaftsapparat, und in der Armee zu wachsen.

    Von Wolfgang Leonhard

  • Zeitspiegel

    In Afghanistan ist ein Mann Ministerpräsident geworden, der in Göttingen zum Doktor der Physik promovierte: Mohammed Jussuf, der bisherige Industrie- und Bergbauminister.

  • Kanada: US-Satellit oder diplomatische Weltmacht?

    Am 8. April wählen die Kanadier ein neues Parlament. Und wohl zum erstenmal sieht man solchen Wahlen auch außerhalb der kanadischen Grenzen mit Spannung entgegen.

  • „Erfüllt von Hitlers Gegenwart”

    Die täglichen Aufzeichnungen des Kriegsgeschehens, das „Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht“, hat der Göttinger Historiker Percy E.

    Von Carj J. Burckhardt

  • Verbrauchte Koalition

    Die ersten Monate des Jahres 1963 waren in Österreich durch ein schleichendes Unbehagen gekennzeichnet. Ein sibirischer Winter lastete auf dem Land, der Wasservorrat in den größten Städten drohte knapp zu werden, die Bahnen schränkten den Betrieb ein, Rundfunk und Fernsehen stellten wegen eines Streiks die Tätigkeit ein, die Prawda befaßte sich auf einmal wieder mit der Alpenrepublik und warnte vor einer Assoziierung mit der EWG, und schließlich gab und gibt es noch immer eine Regierungskrise.

  • Der Marsch der Schwarzgesichter

    Am Sonntag in Lens, da zogen die Bergarbeiter durch die Stadt. Die Kommunisten haben 40 000 geschätzt. Rechnet man, daß sie die Zahlen, die ihnen nützlich erscheinen, vierfach zu übertreiben pflegen, bleiben immer noch 10 000 Demonstranten.

  • Wirtschaft
  • Auch Phoenix-Rheinrohr in Moll

    Das laufende Geschäft ist schlechter als erwartet – Halbierte Körperschaftsteuer

  • Südwestfalen kann noch lachen

    Gegen eine allzu pessimistische Beurteilung der Stahlsituation wandte sich der Vorstandsvorsitzende der Stahlwerke Südwestfalen AG, Geisweid, Dr.

  • Subvention gegen Wettbewerbs-Verzerrung

    Sind offene Subventionen ein geeignetes Mittel, schädlichen Auswirkungen internationaler Wettbewerbsverzerrungen zu begegnen? Diese Gretchenfrage muß nun die Bundesregierung im Falle des Blei- und Zinkerzbergbaus beantworten – und sie ist darum nicht zu beneiden.

    Von Paul Stein

  • Am Rubikon der Arbeitszeitverkürzung

    Sechzig Abgeordnete der Koalitionsparteien haben im Bundestag eine Große Anfrage zur Lage auf dem Arbeitsmarkt eingebracht. Die Bundesregierung wird darin um Auskunft zu der Frage ersucht, ob dem herrschenden Arbeitskräftemangel nicht durch Mehrarbeit begegnet werden konnte, und welche steuerlichen und arbeitsrechtlichen Hindernisse dem entgegenstehen.

    Von Wojfgang Krüger

  • Kein Börsenfrühling für Aktionäre

    Die saisonale Wirtschaftsbelebung macht die längerfristigen Aussichten nicht besser

    Von I~it dem Ende der langen Frostperiode

  • Trotz Preissenkung höhere Gewinne

    Im Geschäftsbericht der Nordwestdeutsche Kraftwerke AG, Hamburg, findet sich folgender bemerkenswerter Satz: „Die anhaltend gute Ausnutzung unserer modernen Kraftwerksanlagen berechtigte und verpflichtete uns zu einer Hinteren Senkung der Strompreise.

  • Alles auf dieser Welt hat seinen Preis

    Die Heizölsteuer als Mittel zum Zweck – Sechs Jahre Verschnaufpause für die Kohle

  • Leichtes Pfund

    Drei Wochen vor Schatzkanzler Maudlings Budgetrede ist das Pfund schwach geworden – allerdings nur für ganz kurze Zeit. Die letzte größere Kursbaisse (Ende Januar) kam im Gefolge des Brüsseler Fiaskos in den England-Verhandlungen.

  • Der Aktionär muß wissen

    Für die Erhebung von Gebühren auch für Kleindepots von Wertpapieren trat der Vorstandsvorsitzende der Stadtsparkasse Frankfurt am Main, Walter Quade, ein.

  • Das Buch des Monats

    Große Organisatoren

    Ernest Dale, Betriebswirt, Inhaber einer Management-Beratungsfirma und Publizist, hat sich die Aufgabe gestellt, den Organisationserfolgen großer amerikanischer Konzerne nachzuspüren.

  • Alte Übung beibehalten

    Mit dem neuen Hypothekenbankgesetz kann sich die Rheinische Hypothekenbank, Mannheim, nicht so recht befreunden. Jedenfalls hat das Institut die neuen Bilanzierungsvorschriften noch nicht angewandt, sondern seine jahrelange Übung beibehalten, die Geldbeschaffungskosten der Bank und Bereitstellungszinsen, die die Kreditnehmer neben dem Zins zu zahlen haben, nicht vor ihrer Vereinnahmung zu aktivieren.

  • Im Norden an der Spitze

    Dank ihrer über dem Bundesdurchschnitt liegenden Umsatzausweitung konnte die Holsten-Brauerei, Hamburg, im Geschäftsjahr 1961/62 (30.

  • Bonus wurde falsch verstanden

    Die bisher vorgelegten Jahresberichte der deutschen Elektroindustrie haben den Eindruck hinterlassen, daß sich diese Wachstumsbranche bei aller Zuversicht auf einen sehr harten Wettkampf um den Absatz einrichtet.

    Von C. D.

  • Männer machen Märkte

    Den Lesern der „ZEIT“ ist unser Redakteur Dr. Willi Bongard bekannt durch seine „Porträts einer Marke“, einer Serie von Beiträgen, die sich kritisch, analysierend und wertend mit den Problemen der modernen Werbung auseinandersetzt.

  • Frankreich fürchtet den Dollar

    Am 25. und 26. März findet in Baden-Baden eine Konferenz der Finanzminister der EWG-Staaten statt. Auf der Tagesordnung steht ein Problem, das unseren französischen Nachbarn seit einiger Zeit große Sorgen bereitet: die Investitionen der Amerikaner in Europa.

    Von Joachim Joesten

  • Unten durch

    Im Hühnchenhandel ist der Telephonverkehr an der Tagesordnung. Wer – sei es aus Dänemark oder Frankreich – Schlachthühnchen und Brathähnchen in die Bundesrepublik importieren will, vereinbart zuvor über den Draht mit dem Lieferanten, welche Qualitäten, Quantitäten, Sorten in den Fakturen verzeichnet werden.

  • Atomforschung ist kein Geschäft

    Die Deutsche Gold- und Silberscheideanstalt vormals Roessler, Frankfurt (Main), im breiten Publikum unter der Kurzbezeichnung „Degussa“ bekannt, vermochte im Geschäftsjahr 1961/62 ihren Umsatz um 5,2% auf 1072 Mill.

  • Gespräche am Bankschalter

    Hohe Zinsen – aber politisches Risiko

    Nach landläufiger Ansicht sollten festverzinsliche Papiere nicht zum Spekulieren benutzt werden. Und in der Tat sind die Chancen, Kursgewinne zu erzielen, auch gering.

  • Verluste nicht unmöglich

    Die Württembergische Hypothekenbank, Stuttgart, kann mit einer Steigerung des Zinsüberschusses um 16 % auf 13,2 Mill. DM bei einer Vergrößerung des Geschäftsvolumens um nur 10 % auf 1,35 Mrd.

  • ZEIT-Termine

    Hamburg-Rissen: Das Institut für Wirtschafts- und Sozialpolitik – Haus Rissen – führt vom 31.3. bis 5.4. ein betriebswirtschaftliches Seminar mit dem Thema „Die Stellung des deutschen Unternehmens im Gemeinsamen Markt“ durch.

  • Höhere Zinsen

    Einige Sparinstitute sind dazu übergegangen, für auf Grund von allgemeinen Prämiensparverträgen eingezahlte Beträge Zinsen in Höhe von 4 1/2 % zu gewähren.

  • Am Rande notiert

    Der größte „Gewinner“ der letzten Regierungskrise ist Paul Lücke. Der Bundeswohnungsminister, der damals mit höchstem Einsatz für die große Koalition kämpfte, sieht sich plötzlich nur noch von „Freunden“ umgeben.

  • Wissen
  • Kurzes Gedächtnis

    Dufhues denkt, aber Adenauer lenkt. Vor einer knappen Woche noch vertrat der geschäftsführende CDU-Vorsitzende die Meinung, Adenauer werde auch den Parteivorsitz niederlegen, wenn er als Kanzler zurücktritt.

  • Genormtes Gewissen

    Dies hat sich so mancher in den letzten Tagen gefragt. Und wohl auch noch dieses: Wie mag das Gewissen der Abgeordneten – dem allein sie doch verantwortlich sind – beschaffen sein, wenn eine ganze Fraktion sich gedrängt fühlt, im wichtigsten Moment, nämlich dann, wenn es um politische Entscheidungen geht, in die Wandelgänge zu flüchten? Und dies nur, weil ein Pfiffikus entdeckt hatte, daß dann an der für Beschlußfassungen vorgeschriebenen Zahl fünf Abgeordnete fehlten.

  • Katholisch-kommunistische Koexistenz?

    Der Besuch des Iswetija-Chefredakteurs Alexej Adschubej bei Papst Johannes XXIII. hat in Rom eine stürmische Diskussion entfacht.

  • Modus vivendi?

    Berlins Regierender Bürgermeister Willy Brandt hat sich in seiner Regierungserklärung vor dem neuen Abgeordnetenhaus noch einmal zu dem von den Vereinigten Staaten angestrebten Modus vivendi für Berlin bekannt.

  • Warnschuß aus Washington

    Heinrich von Brentano, der dritte Sendbote Bonns, der sich nach dem Brüsseler Fiasko auf den Weg nach Washington gemacht hat, wird es am Potomac noch schwerer haben als seine beiden Vorreiter Carstens und von Hassel, auf diese Fragen eine plausible Antwort zu geben.

    Von Theo Sommer

  • Gehört und gesehen
  • Es ist nicht gut um den Menschen bestellt

    Auskunft über das Leben: da umgibt sich der Mensch mit dem Glamour der Wohlanständigkeit, obgleich es meist mit der Trefflichkeit seines Handelns nicht sonderlich weit her ist.

  • Theater

    Kurt Hübner hat seiner Bremer Theaterarbeit einen Tiefschlag versetzt, indem er dieses Musical annahm. Ist eine „deutsche Erstaufführung“ denn so begehrenswert? 1957 soll „Music Man“ am Broadway der erste große Erfolg seiner Gattung nach „May Fair Lady“ gewesen sein.

  • Film

    „Botschafter der Angst“ (USA; Verleih: United Artists): östliche „Gehirnwäsche“-Spezialisten bearbeiten (im Koreakrieg) einen Amerikaner so teuflisch-raffiniert, daß er zu Hause von Heldentaten faselt, worauf man ihm den höchsten amerikanischen Kriegsorden verleiht – ohne blasse Ahnung, daß er ein abgerichtetes und willenloses Mordwerkzeug in der Hand Moskaus ist.

  • Gehört und Gesehen
  • Mittwoch, 13. März, das Hörspiel:

    Die Zwischenlandung

    Heinz Pionteks Hörspiel beginnt mit dem Monolog eines Mannes in einem Segelflugzeug. Er dauert ungefähr eine Viertelstunde. Die Aktion ist unterdessen einem pfeifenden Geräusch überlassen, dem Vorbeistreichen der Luft am Flugzeug.

    Von R. H.

  • Fernsehen

    Hinterhalt

    Das Zweite Fernsehen wirft seine Schatten voraus: Beim Ersten beginnt man von Woche zu Woche mehr zu mauern, der neuen Konkurrenz soll ein Hinterhalt gelegt werden.

  • Gesellschaft
  • Eine in Deutschland unveröffentlichte Novelle von

    Philemon und Baucis

    Die beiden Alten genossen den Feierabend auf dem schmalen Gartenbänkchen unter dem Nußbaum, auf das der Herbstsonnenschein nur noch kahle Äste mit einigen sanft schaukelnden Topasanhängern zeichnete.

  • Wenn Spiralnebel in sich zusammenfallen ...

    Eine Bestätigung der Hypothese über die Entstehung sehr intensiv strahlender Radiosterne, die der britische Astronom Fred Hoyle und sein amerikanischer Kollege William A.

    Von lohn Davy

  • Frühwarnung im biochemischen Krieg

    Detektoren für chemische und bakterielle Kampfstoffe werden gegenwärtig in Fort Detrick im US-Staat Maryland entwickelt. Mit diesen Geräten soll an den amerikanischen Küsten ein Frühwarnnetz für Angriffe mit biochemischen Waffen gebildet werden – ähnlich der Radar-Kette, mit der Raketen geortet werden.

  • Déry auf deutsch

  • Glück oder Strategie?

    Daß der Mond unbewohnt ist“, sagt Lichtenberg, „wissen wir etwa mit der Sicherheit, mit der wir wissen, wer unser Vater ist.

    Von Afihur G. B«uer

  • Keine trügerischen Hoffnungen wecken

    Populärwissenschaftliche Veröffentlichungen in Funk und Tagespresse haben vor allem in Italien und der Schweiz einen Ansturm auf die Apotheken und die Herstellerfirma einer neuen chemotherapeutischen Droge, die Sandoz AG.

  • Kultur
  • Pessimismus

  • HILDE DOMIN:

    Nacht

  • PETER HÄRTLING:

    Widerworte

  • HEINZ PIONTEK:

    Indian Summer

  • GEORG VON DER VRING:

    Autos nachts in einer Allee

  • Zeitmosaik

    Rolf Hochhuths Schauspiel „Der Stellvertreter“ wurde bereits von vier ausländischen Bühnen zur Aufführung angenommen. Leon Epp, der Direktor des Wiener Volkstheaters, erwarb eine Option auf die österreichische Erstaufführung, in London hat Peter Halls Royal Shakespeare Company für das Aldwych Theatre als erste zugegriffen, die holländische Schauspielbühne „Haag’sche Comedie“ wird mit dem Stück auf Tournee durch die niederländischen Theaterstädte gehen, und Friedrich Schramm, s:it kurzem Intendant in der Schweiz, hat sich den „Stellvertreter“ für das Stadttheater Basel gesichert.

  • Verschleuderte Begabung

    Jules Pascin – der Name ist ein Anagramm aus Pincas, seinem Vatersnamen – lebte von 1885 bis 1930. Er ist der Prototyp des peintre maudh, der Exzentrischste unter den Exzentrikern des Montmartre.

    Von Gottfried Sello

  • PITT ABERWITZ:

    Vorschau

  • War Fontane ein Sozialdemokrat?

    Fontane macht es seinen Freunden nicht leicht; viele seiner Korrespondenzen sind interessanter als manche seiner mißglückten Erzählungen; und seit eh und je schwanken seine Bewunderer, ob sie den Briefen oder den Romanen den Vorzug geben sollen.

  • Noch nicht ganz zu Haus in der Kohle

    „Auch für uns gilt es heute, ökonomisch denken zu lernen, denn ökonomisches Denken ist nationales Denken. Wir müssen von dieser Warte aus unsere Literatur schreiben, um somit zu völlig neuen ästhetischen Maßstäben zu gelangen.

  • ZEIT FÜR JUNGE LESER

    Jugend und Zeitgeschichte

    Es fehlt eine objektive Darstellung der Geschehnisse unter dem nationalsozialistischen Regime

    Von Sybil Gräfin Schönfeldt

  • Zwei Bücher für den Konfirmationstisch

    Konfirmationsbücher sind eine besondere Gattung Bücher. Sie sollen Lesebuch sein für eine Altersstufe, die wenig liest, sie sollen ins Leben führen, ohne pädagogisch zu wirken, sie sollen vor allem den christlichen Glauben mit der Wirklichkeit unserer Welt verknüpfen, ohne mit lehrhafter Fracht belastet zu sein.

    Von Peter Stolt

  • Ein Schnorrer in aller Offenheit

    Die vier deutschen Heine-Bilder, die ein Jahrhundert am Leben waren, sind Historie. Niemand interessiert sich mehr für den einst so gehaßten Rassefremden, der von Treitschke und Richard Wagner bis zu Barth und dem Stürmer immer grausliger wurde.

    Von Ludwig Marcuse

  • Der Krieg im Jugendbuch

    Ich möchte nur wissen, warum sich Menschen so hassen, daß sie sich umbringen müssen?“ fragt ein Fünfzehnjähriger in dem Jugendbuch von Franz Ludwig Neher: „Der verschwiegene Kreuzer“ (Verlag Ludwig Auer, Cassianeum, Donauwörth).

    Von Hans Peter Richter

  • Zeitfragen

    Wer ist Tibor Déry?

    Tibor Déry wurde am 18. Oktober 1894 in Budapest geboren. Er war ein schwaches Kind, litt lange an Knochentuberkulose und wurde von seinen Eltern deshalb verwöhnt.

  • Listenreiche Fragebogen

    Bevor der in der Bundesrepublik studierende Inder Prodosh Aich mit der Materialsammlung für seine Dissertation begann, ging es großzügig her: Das Auswärtige Amt, die UNESCO und das Kultusministerium in Düsseldorf stellten ihm – aus Interesse an seinem Thema – erhebliche Mittel zur Verfügung, welche die langwierige und komplizierte Untersuchung finanziell sicherten.

    Von Uwe Nettelbede

  • Ein eigenartiger Begriff von Niveau

    Einige Künstler haben eigentümliche Auffassungen vom Weltniveau. Sie übertragen mechanisch das Weltniveau aus der Wissenschaft und Technik in die Kunst und landen bei der Leugnung der Klassengebundenheit des Kunstschaffens .

  • Jean Pauls wechselnder Nachruhm

    Daß sein eigenes Schreiben als Schöpfung humoristischer Dichtung zu betrachten sei, war für Jean Paul niemals zweifelhaft. Poesie war für Jean Paul, den Dichter wie den Ästhetiker, nur als humoristische Dichtung vorstellbar.

  • Edward Gorey

    veröffentlichte in Deutschland: „Der zweifelhafte Gast“ (deutscher Text von Fridolin Tschudy, 1961), „Ein sicherer Beweis“ (deutscher Text von Wolfgang Hildesheimer, 1962) und „Die Draisine von Untermattenwaag“ (1963), alle im Diogenes Verlag, Zürich.

  • Kleiner Kunstkalender

    Mit reichlich tausend Objekten dokumentiert diese Mammutschau eine Epoche der angewandten Kunst, für die der modisch strapazierte Begriff „Jugendstil“ entschieden zu eng ist.

  • KURT HEYNICKE:

    Letzte Landschaft

  • Unser Leben in feurigen Farben

    Die Schriftsteller sind wieder einmal die Prügelknaben der Nation – diesmal zu beiden Seiten der Elbe. Einige Parallelen lassen sich ziehen – Jürgen Habermas zog sie auch im letzten Heft des Merkur – zwischen dem literarischen Unverstand hüben und drüben.

    Von Klaus Wagenbach

  • Ich bleibe ihm treu!

    Jetzt, wo alle, die ihn einst gepriesen, über ihn herfallen; jetzt, da sie ihn alle verlassen, da niemand sich jetzt, noch ein gutes Wort über ihn zu verlieren, da es fast schon gewagt erscheint, irgend etwas an ihm – sagen wir seine Rüstigkeit – zu loben, jetzt stehe ich an seiner Seite.

  • Das Maß ist der Mensch und nicht die Ideologie

    Vieles spricht dafür, daß die Horaz-Verse über die Flüchtigkeit der Jahre, die der ungarische Schriftsteller Tibor Déry seiner unvergeßlichen Erzählung „Der Riese“ vorangestellt hat, als Motto auch vor seinen anderen Werken stehen dürften.

    Von Rudolf Härtung

  • BÜCHER FÜR JUNGE LEUTE

    INHALT: Die fiktive Autobiographie schildert die Reisen der Mary Kingsley, die Ende des vorigen Jahrhunderts nach Afrika fuhr, allein als Händlerin die gefährlichsten Gegenden Westafrikas durchquerte und für das Britische Museum Fische, Tabu- und Fetischsitten sammelte.

  • Brief aus dem Rheinland (VI)

    viel mehr als die restlichen Spuren des Christentums im Rheinland, über die ich Dir immer noch Auskunft schuldig bin, beschäftigt mich im Augenblick das Christentum in Unterfrankens Hauptstadt.

  • Zu empfehlen

    ES ENTHÄLT Reproduktionen von mehr als der Hälfte der 610 Bilder, die heute nach der Rückführung der Bilder aus Rußland im wiederhergestellten Semper-Bau gezeigt werden.

  • Von Staufen, Römern, Verrat und Liebe

    Im 19. Jahrhundert blühte er, wucherte und wilderte, der historische Roman. Die Bestseller wuchsen auf seinem Acker: Scotts „Ivanhoe“ und „Kenilworth“, „Die letzten Tage von Pompeji“ des Lord Lytton Bulwer, „Quo vadis“, „Ben Hur“, schließlich Felix Dahns „Ein Kampf um Rom“.

    Von Werner Rdss

  • Länderspiegel
  • Kaisen an die Front

    Die Bremer SPD hat erstaunlich schnell die Frage der Spitzenkandidatur für die Bürgerschaftswahl am 29. September gelöst. Sie hob einfach Wilhelm Kaisen von neuem auf ihren Schild.

  • Rasieren – macht 9 Punkte

    Der Taxifahrer, den ich gegen 6 Uhr abends bat, mich vom Bahnhof Friedrichstraße in Ostberlin bis zum Rosenthaler Platz zu fahren, etwa 2 1/2Kilometer weit, schüttelte bedauernd den Kopf.

  • „Keiner soll ihn mögen“

    Der Edelmann in sozialistischer Sicht – Geschichtsdeutung auf SchloßWernigerode

    Von Marianne Eichholz

  • Das Monstrum von Lohausen

    Ehrgeizige Pläne für den Flughafen – Erfolglose Proteste der Bevölkerung – Wie steht es mit der Sicherheit?

  • Reklameschlacht um einen Kölner Autoturm

    Köln fängt mit dem Dom an, sagen die Kölner. Und kein „Zugereister“ sollte an diesem Glauben rütteln. Dennoch gibt es für den ahnungslosen Fremden, der zum erstenmal die Rheinmetropole betritt, noch andere Wahrzeichen, die ihm den Anfang der Stadt Köln verheißen.

  • Lebensart
  • Modernes Leben vor hundert Jahren

  • Den Männern ins Stammbuch

    Qui s’excuse, s’accuse – wer sich entschuldigt, klagt sich an. Wer seinem Amt die Schuld gibt, es mache seine Frau zur „politischen Witwe“, schiebt die Verantwortung bequem beiseite.

  • Das junge Israel rebelliert

    Schabbath-Abend in Sfat – Die Gegenwart ist liberaler – Und das Schwimmbad bleibt offen

    Von Dagmar Nids

  • Die Witwen von St. Stephen

    Die Frauen der englischen Politiker werden in London zuweilen mit der trübseligen Bezeichnung St. Stephens Widows bedacht: Sie sind die Witwen von St.

  • „Ach, wir tranken nicht genug...“

    Die Zeit ist vielleicht nicht mehr allzu fern, in der die Menschen dieses an alten Städten einmal überreichen Landes sich überall in der gleichen schnittig-öden Stadtumgebung bewegen werden, ganz gleich ob sie in Hamburg wohnen, in Hannover oder in Frankfurt, und wo sie das geschichtlich geprägte Gesicht der deutschen Städte nur noch in Büchern werden, sehen können.

    Von Julius Posener

  • Der Unfug mit der Spitzhacke

    Bedenkliche Operationen am Gesicht unserer Städte Nicht nur erneuern, auch bewahren

  • Sport
  • Wirbel um den schwarzen Puck

    Eishockey-Weltmeister werden per Rechenschieber ermittelt. Vor zwei Jahren waren die Tschechen nur um den Titel gekommen, weil sie vier.

    Von Horst S. Vetten