DIE ZEIT

AEG-Chef mahnt...

Hatte der neue Vorstandvorsitzende der Allgemeinen Elektricitäts-Gesellschaft (AEG), Berlin-Frankfurt, Dr.-Ing. Hans Heyne, die Bekanntgabe des Abschlusses 1961/62 (30.

Air-Bus ohne Buchungen

Air-Bus heißt das Zauberwort, mit dem die Lufthansa den zeitraubenden Prozeduren an den Abfertigungsschaltern auf den Flughäfen zu Leibe gehen will.

Am Ende der Durststrecke

Die Sächsische Bodencreditanstalt, Berlin–Frankfurt/ Main, wurde erst 1959 wieder zum Neugeschäft zugelassen. Sie steckt daher noch in den Anlaufschwierigkeiten, für derer Überwindung sie weitere Jahre brauchen wird Die Konkurrenz, die sofort nach der Währungsreform ins Geschäft kam, hat einen weiten Vorsprung.

Am Rand des deutschen Wohlstands

Westdeutschland; eine Festung, die nie als solche verwendet worden ist – sondern als Zwangsquartier für Gefangene aus allerlei Kriegen, und nach dem letzten für Kriegsverbrecher, und eben jetzt für ein paar hundert Ostflüchtlinge, nachdem ihre Notbaracke einer Brandstiftung zum Opfer gefallen ist.

Am Rande vermerkt

Bundesarbeitsminister Blank möchte gern mit Hilfe seiner nordrhein-westfälischen „Hausmacht“ Nachfolger des verstorbenen Johannes Albers im Vorsitz der CDU-Sozialausschüsse werden, um am „linken“ Flügel seiner Partei endlich sozialpolitische Ruhe zu bekommen.

Apfelsinen...

Bei der EWG in Brüssel kann man es nicht recht verstehen, warum die Deutschen so großen Wert auf zollfreie Einfuhr von Apfelsinen aus Drittländern legen.

Armut an der reichen Küste

Es liegt Asche in der Luft. Der kleine Vulkan Irazu ist am Vorabend der mittelamerikanischen Gipfelkonferenz unruhig geworden.

Auf „normal“ geschaltet

Das Nachlassen der wirtschaftlichen Auftriebskräfte hat sich auf das größte regionale westdeutsche Kreditinstitut, die Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank, München, unterschiedlich ausgewirkt.

Bergarbeiter blieben hart

Die „Schwarzgesichter“ erfreuen sich auch in der vierten Streikwoche allgemeiner Sympathie; jedenfalls ergab eine Erhebung des französischen Instituts für Meinungsforschung, daß fast vier Fünftel der Franzosen ihre Lohnforderungen für gerechtfertigt halten.

Besuch bei Robinson dem Zweiten

Ausgerechnet Robinson: Millionen fixierter Knabenträume, heimlich ins Mannesalter hinübergerettet, geraten in Bewegung: Abenteuer, heldenhafte Einsamkeit, Zivilisationsabkehr, das „Bild eines Sterblichen, der sich eine Welt allein erbauen muß“ (wie Sieburg einmal den Robinson.

Bobby, das Schachwunderkind

Wieder einmal wird unter „Russen“ (um das schreckliche Wort Sowjetmenschen zu vermeiden) die Weltmeisterschaft im Schach ausgetragen.

Botschafter für den neuen Kanzler

Nach dem Essen raucht er gern eine schmale Zigarre. Während er lächelt, seine Gesprächspartner aufmerksam mustert und möglichst wenig spricht, zerkaut er das Mundstück dieser Zigarre zu einem Pinsel.

Brentanos Mission

Th. K., Washington, im März Washington ist noch immer über das deutschfranzösische Sonderbündnis besorgt, wie Heinrich von Brentano letzte Woche bei seinen Gesprächen in der amerikanischen Hauptstadt erneut feststellen konnte.

Das schwarze C

Bei den zehnten Deutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in Berlin fehlte auch die übliche „besondere“ Ehrung nicht.

Das Wunder liegt in der Kurve

Wieder ist einer der klassischen Sprintrekorde gefallen. Der 20jährige US-Student Henry Carr durchraste in einem Städtchen in Arizona die 220 Yards = 201,17 Meter auf einer 400-m-Kurvenbahn in 20,3 Sekunden.

Der Aktionär muß wissen

Das Rotterdamsch Beleggiongsconsortium N. V., Rotterdam, wird die Dividende für das Geschäftsjahr 1962 mit 9,25 hfl pro Aktie unverändert lassen.

Der fiese Ssör

„Da fahren wir hin“, sagte meine Frau. Wir fuhren hin. An einem herbstlichen Abend kamen wir in der kleinen Barockstadt an. Aus den Fenstern der Häuser drang gedämpftes Licht.

Der Intellektuelle und die Gesellschaft

„Die da oben“, das sind die, die den anderen das Gesetz ihres Handelns diktieren, die „die Hand am Drücker“ haben, die alle wichtigen Entscheidungen treffen und in ungewöhnlichem Umfange an den Gütern dieser Welt beteiligt sind.

Der Leser schreibt...

Wenn dem Bericht vorgeworfen wird, daß er sich mit einem Preisauftrieb von 2 1/2% für das Jahr 1963 abfindet, so ist das nicht mehr als realistisch.

Die Memoiren eines armen Teufels

In der Dämonologie unserer Tage nimmt Edward Teller, der sogenannte „Vater der Wasserstoffbombe“, die Rolle des Teufels vom Dienst ein.

Die UN braucht Geld

Nun hat Präsident Kennedy auch seinen UN-Chefdelegierten Adlai Stevenson auf eine Good-will-Tour über den großen Teich geschickt.

Dreierspiel in Bonn

In der letzten Woche bildeten FDP und SPD eine geschlossene Front gegen die CDU. Bei der Röhrendebatte stimmten sie gemeinsam, wenn auch erfolglos gegen das Embargo.

Durch einen Berg aus Stein

Eine Straße. Eine breite Straße mit Bäumen zwischen Trottoirs und Fahrbahnen, mit jungen Bäumen. Die Straße ist alt. Wo ich stehe, senkt sie sich zur großen Stadt hinab.

Ein fast vergessenes Vorbild

Am 15. Januar 1963 jährte sich der Geburtstag von Adolph Goldschmidt zum hundertsten Male, ohne daß in der deutschen Öffentlichkeit des großen Gelehrten gedacht worden wäre.

Ein Krokus auf Stalins Grab

Ungefähr um die gleiche Stunde, als Stalin von seinen Getreuen zu Grabe getragen wurde, entdeckte ich auf einem Gang durch ein süddeutsches Flußtal den ersten Krokus.

Engel hinter’m Scheibenwischer

Im September 1962 ist in Anwesenheit von Theologen mehrerer deutscher Landeskirchen der „Evangelische Werbung Vocamus e. V.“ gegründet worden.

Es gibt keinen rosa Jean Paul

Die Ideologie sieht sich genötigt, das Große auf ihr eigenes, beschränktes Maß zu reduzieren. Gegenüber der Wahrheit der Erscheinung verhält sie sich häretisch: Sie borgt ihr Teile ab und gibt vor, das Ganze zu zeigen, das sie als Ganzes nicht brauchen kann.

Ferien mit Fasten

Die Patienten in den korrekt geordneten Stuhlreihen erinnern an eine Klasse losgelassener Tertianer. Keiner ist unter 35 Jahre alt.

Film

„Beschreibung eines Kampfes“ (Frankreich/Israel; Verleih: Tannen): Seit Jahren ist der französische Essayist und militante Linkskatholik Chris Marker um die geistige Erneuerung des Dokumentarfilms bemüht.

Finden oder Sich-Abfinden

Ungestört, hinter verschlossenen Türen – so wollte die CDU/CSU über die Nachfolge des Bundeskanzlers beraten. Es blieb ein frommer Wunsch.

Fünftausend sind zu wenig

Nicht allein dem noch immer witterungsabhängigen Baugewerbe, sondern auch den Fertighausproduzenten hat der kalte Winter übel mitgespielt.

Fernsehen: Gegen Dramaturgie

Neulich erst ist Umgelter mit seiner stilistischzerfahrenen Camus-Realisierung gescheitert. Zwei Wochen später nun führt er mit Dantons Tod vor, daß er auf seinem eigentlichen Felde, dem der filmischen Zubereitung von vergleichsweise realistischem .

Georg Lebers großer Tag

Wie schnell sich die Zeiten und Meinungenändern. Noch vor wenigen Wochen gehörte es fast zum guten Ton, die Zusammenarbeit der Tarifpartner in der Bauwirtschaft als „verfassungsstürzenden Vorgang“ und „Komplott auf Kosten der Gesamtwirtschaft“ zu attackieren.

Gesetz aus einem Guß

Der Bundestag beginnt in dieser Woche mit den Beratungen über die Strafrechtsreform. Das ist eine große Aufgabe für den Gesetzgeber – manche meinen, eine zu schwere Aufgabe, deren Nutzen den Aufwand nicht rechtfertige.

Gespräch mit einem Gaullisten

DIE ZEIT: Der französische Staatschef hat in den letzten Wochen zweimal sehr entscheidend in die Entwicklung eingegriffen: Einmal am 14.

Gesünder

Den Superlativ haben wir, so scheint es, hinlänglich bewältigt, nachdem er von Lokalpatrioten und Werbekünstlern nahezu völlig überwältigt worden ist: Das einmaligste Schützenfest, das schwärzeste Schwarz.

Götterdämmerung in der roten Wirtschaft

Gegen die Unantastbarkeit der jahrzehntelang von den Kommunisten als heilig angesehenen Prinzipien zentraler Planwirtschaft erheben sich in Osteuropa allmählich und noch sehr vorsichtig Zweifel.

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