• Ausgabe 18/1963

    Ausgabe 18/1963

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Ferngelenkte Politik

    Solange sie regieren, haben Diktatoren eines gemeinsam: die Empfindlichkeit gegen Kritik ihrer ins Exil getriebenen Opposition.

  • Was kostet eine Königin?

    Es habe gewirkt, als seien Skelette wieder zum Leben erwacht, so sagte der „Deutschlandsender“ der Sowjetzone über die Versammlung europäischer Majestäten, königlicher Hoheiten und Fürstlichkeiten in London aus Anlaß der Hochzeit Prinzessin Alexandras.

    Von Martin Wieland

  • De Gaulle wider die Gewerkschaften

    Die Frage „In welchem Regime leben wir eigentlich?“ beschäftigt die französische Öffentlichkeit seit dem Verfassungsreferendum im vergangenen Herbst.

    Von Rudolf Fischer

  • Europäische Pose

    Charles de Gaulle pflegt seine Äußerungen in den Mantel erhabener Orakelhaftigkeit zu kleiden; er ist ein Meister der halben Hinweise und der vernebelnden Vagheiten.

    Von Th. S.

  • Bruderkuß in Moskau

    Der triumphale Einzug Fidel Castros in der Sowjet-Metropole hat alles Gepränge in den Schatten gestellt, mit dem an der Moskwa sonst hohe Gäste empfangen wurden.

  • Gefahr im Mittleren Osten

    Die traditionelle Parade zum Unabhängigkeitstag Israels, die am 29. April in Haifa stattfand, bot der Regierung Gelegenheit, dem Volk zwei neue Waffen vorzuführen, die von allen mit großer Genugtuung bewundert wurden: Die Mirage III, ein von Frankreich erworbener Jäger, der mit mehr als doppelter Schallgeschwindigkeit fliegt, und ferner die französische Anti-Tank-Rakete Nord SSL, die auch in der NATO verwandt wird.

  • Der Terminkalender drängt

    Im Grundsatz war sich der ganze Bundestag letzte Woche bei der ersten Lesung des deutschfranzösischen Vertrages einig. Alle Fraktionen billigen den Vertrag als ein Instrument zur Fortführung der deutsch-französischen Aussöhnung und zum Ausgleich der bestehenden Interessengegensätze.

    Von Robert Strobel

  • Comeback in Ottawa

    In der Tat, eine schwere Aufgabe: In Quebec explodieren Molotow-Cocktails – die Antwort der separatistischen „Befreiungsfront“ im französischsprachigen Osten auf den liberalen Wahlsieg.

    Von Kai Hermann

  • Fühler über die Mauer

    Wenn nicht alle Zeichen trügen, wird hauptabteilungsleiter Heinz Behrendt vom DDR-Ministerium für innerdeutschen und Außenhandel mit Dr.

  • Wirtschaft
  • Philips-Marktbeobachtungen

  • Gedicht

  • Rebellen gegen die Obrigkeit

    In der vergangenen Woche feierte man in Bremen den „Tag des Kaffees“ – eine Demonstration des guten Einvernehmens zwischen Kaffee-Produzenten in Übersee und Kaffeeverbrauchern in der Bundesrepublik.

    Von Hermann Riedle

  • Kein Bezugsrecht in Sicht

    Die Norddeutsche Kreditbank AG in Bremen erzielte bei einer im Tätigkeitsbereich des Instituts zufriedenstellenden wirtschaftlichen Entwicklung eine Umsatzsteigerung von 10 %.

  • Gespräche am Bankschalter

    Rohstoffwerte wieder aussichtsreich

    Mit der Gründung neuer Fonds hat man es zur Zeit nicht sonderlich eilig. Dafür gibt es im wesentlichen zwei Gründe. Die lange Aktienbaisse hat die Begeisterung für das Investmentsparen merklich gedämpft, denn die Zertifikatsbesitzer mußten erkennen, daß auch sie die allgemeine Abwärtsbewegung der Kurse nicht ungerupft überstanden haben.

    Von Ihr Securius

  • Am Rande vermerkt

    Eine zentrale Vergabe aller Bundesaufträge durch ein einziges Regierungsressort hält Schatzminister Dr. Dollinger im Interesse einer besseren wirtschaftspolitischen Koordinierung zumindest für erwägenswert.

  • Es war einmal eine kleine Tintenfabrik...

    Eigentlich leben Pelikane nur in warmen Gebieten. Zwei schwanengroße Abgeordnete der Schwimmvogelgattung aus der Sippe der Ruderfüßler fühlen sich offensichtlich jedoch auch im kühlen Norden wohl.

  • Zeitraffer

    Nach Berechnungen des IFO-Instituts dürfte es im vergangenen Jahr der Bundesrepublik zum erstenmal seit 1950 nicht mehr gelungen sein, sich einen höheren Anteil am Weltexport zu sichern.

  • Stille Reserven hatten Vorrang

    Die Frankfurter Bank zahlt ihren Aktionären für das Geschäftsjahr 1962 wiederum eine Dividende von 17 % Bei einer allgemeinen Geschäftsausweitung haben Zinsen und Diskont höhere Erträge gebracht.

    Von W. R.

  • Geschäfte mit heißem Geld

    Wer heute als Kunde einer der rund 12 500 Sparkassenstellen im Bundesgebiet Geld einzahlt oder abhebt, der hält es für selbstverständlich, daß sein Institut für das eingelegte Geld die versprochene Verzinsung dafür im Aktivgeschäft erwirtschaftet und stets die Barmittel bereithält, die eine fristgerechte Auszahlung ermöglichen, gleichgültig wieviele Menschen an einem Tag in die Schalterhallen drängen.

    Von Walther Weber

  • Gegen höhere Sparzins

    Die Hauptversammlung der Oldenburgischen westdeutschen Raum (Großaktionäre: Dresdner Bank mit 25 1 %, Staatliche Kreditanstalt Oldenburg Bremen 16 9 °o und Land Niedersachsen 14 4 °o) hat beschlossen, wieder eine Dividende von 14% zu verteilen.

  • Das Karussell, es dreht sich...

    Der im Kabinett unter schweren Geburtswehen zur Welt gekommene Wirtschaftsbericht der Bundesregierung zierte die Tagesordnung der 72.

  • Ölstrom vom Mittelmeer

    In diesen Tagen fließt die erste Woge arabischen Rohöls vom Mittelmeer zum Rhein. Nicht über Berg und Tal, sondern zumeist darunter durch die soeben fertiggestellte, fast 800 km lange Rohrleitung, die vom französischen Erdölimporthafen Lavera (bei Marseille) durchs Rhone-Tal nach Straßburg und weiter nach Karlsruhe führt.

    Von Straßburg

  • Bayern finanzieren Hansestädte

    Unter den gut. zwei Dutzend privaten Hypothekenbanken im Bundesgebiet bewegt sich die Vereinsbank in Nürnberg – Hypothekenbank –, Nürnberg, mit einer Bilanzsumme von 782 Mill.

    Von W. W.

  • Weniger Belegschaft bei Krupp

    In seiner Ansprache vor den Jubilaren seines Unternehmens gab Alfried Krupp von Bohlen und Halbach wie alljährlich einen Überblick über die Entwicklung des weitverzweigten Krupp-Konzerns.

  • Cassella mußte umdisponieren

    Die Cassella Farbwerke Mainkur AG, Frankfurt (Main), beurteilen die eigene Situation von jeher mit einiger Zurückhaltung. Das entspricht guter kaufmännischer Tradition.

  • Die Prognose der Deutschen Philips:

    Der Wettbewerb wird weiter zunehmen!

    Dank erfolgreicher Rationalisierung wurde die Belegschaft bei steigenden Umsätzen verringert

  • Die Krise ist die Mutter der Reform

    Eine umfassende „Finanzreform“ wird seit Jahren verlangt. Die Spitzen verbände der Wirtschaft fordern sie ebenso wie die Gemeinden.

    Von Karl M.het« läge

  • Wissen
  • Schattenboxen um Berlin

    In Bonn und Berlin haben diese Fragen manche Gemüter in Wallung versetzt, seitdem durchgesickert ist, daß sich Bundespräsident Gerstenmaier – der das Parlament zum erstenmal seit 1958 wieder in die alte Reichshauptstadt einberufen wollte – von den drei Westalliierten einen sanften, doch deutlichen Refus geholt hat.

  • „Wunderstahl“

    In Österreich war eine grandiose Erfindung gemacht worden: antimagnetischer Stahl, vorzüglich, so hieß es, zum Bau von U-Booten geeignet.

  • Alle Räder stehen still...

    In Baden-Württemberg regieren Streik und Aussperrung die Stunde, und es ist möglich, daß der Arbeitskampf auch auf Nordrhein-Westfalen übergreift.

    Von Wolfgang Krüger

  • DIE ZEIT
  • Der Kölner Taubenkrieg

    Im Kölner Taubenkrieg fliegen die Federn. Die Parteien – auf der einen Seite die Männer der Stadtverwaltung, auf der anderen die Tierschützer – rupfen sich gegenseitig.

  • Laßt uns die Welt ein bißchen ändern!

    Mit der Vorstellung „Kulturkritik“, die nicht recht profiliert ist, kann dreierlei gemeint sein: eine Beschreibung der Gegenwart, meist ihrer Übel (wie schon im Wort Kritik das Negative vordringlich ist); die Diagnose (woher stammt das Schlimme?); die Methode, mit der es zu eliminieren ist.

  • Aus der DFU-Schule geplaudert

    In dem schon seit langem nicht mehr so fest gefügten Balkenwerk, das die Deutsche Friedensunion stützt, beginnt es zu knistern.

  • Zeitspiegel

    Die politische Mitte Frankreichs formiert sich neu. Politiker der MRP und der Radikalsozialisten, Universitätsprofessoren und prominente Juristen haben sich in einem „Studienzentrum“ vereinigt.

  • Ein Lächeln für die Linse

    Ein ungewisses Lächeln produzierten Franz-Josef Strauß und Karl Theodor zu Guttenberg am vergangenen Wochenende – ausschließlich für die Photographen.

  • Zu empfehlen

    ES ENTHÄLT vierzehn Erzählungen, und zwar: Die Geschichte eines Bauern aus dem Taunus; Krimwein; Geschichte von einer Geburt; Die Geschichte von einer Entenjagd; Die Geschichte vom Tümpel; Eine Weihnachtsgeschichte; Die Affenhochzeit; Der Seelenbräu; Die wandernden Hütten; Eine Liebesgeschichte; Das Herz der Könige; Herr über Leben und Tod; Engele von Loewen; Die Fastnachtsbeichte.

  • Gehört und gesehen
  • Wie wir Polen sehen müssen

    Daß die Sendungen ungekürzt, unkommentiert und unwidersprochen gesendet würden, war die Bedingung, unter der die Polen von Radio Warschau den Deutschen ihre Arbeiten anvertrauten.

  • Theater

    Als deutsche Erstaufführung brachten die Kammerspiele eine Zusammenfassung zweier Strindbergscher Königsdramen von Franz Hoellering.

  • Gehört und Gesehen
  • Auch spröde Themen gemeistert

    Im Mittelpunkt drei Dokumentarsendungen, zwei vorzügliche und eine mißlungene, zwei vom Ersten und eine vom Zweiten Programm.

  • Film

    „Venusberg“(Bundesrepublik; Verleih: Nora): Ein Skandälchen ging der Uraufführung voraus. Der neue Rolf Thiele war den bundesdeutschen Kinogängern als Osterei zugedacht, aber die FSK weigerte sich keusch und forderte Dialogschnitte.

  • Donnerstag, 25. April, das Nachtprogramm:

    „Literaturfehden“

    Heute wisse man im Gegensatz zu früher im voraus, wer wen lobe und wer wen tadele, meinte Friedrich Vohland, der Autor dieses wie von einem einzigen Sprecher ermüdend heruntergelesenen Nachtprogramms (zwei waren es – erfuhr man durch die Absage).

  • Gesellschaft
  • Glossarium der Gelehrsamkeit

  • Die Evolution der Automaten

    Kann die Maschine den Menschen durchschauen? – Die Kybernetik hat die Grenze einer technischen Methodenlehre überschritten

    Von Hoimar von Ditfurth

  • Kernkraftwerk - Made in Germany

    Ein neuartiger Schwerwasserreaktor soll Bayern mit billiger Energie versorgen

  • ZEIT-Berichte aus der Forschung

    Es sieht so aus, als stünde es mit der sowjetischen Mars-Sonde nicht mehr zum Besten. Seit mehr als einem Monat hat man über das Schicksal von Mars I nichts mehr erfahren.

  • Männer am Schalthebel der Macht

    Der Mann, der an die Spitze des amerikanischen Militärapparates tritt, übernimmt eine verwirrende Aufgabe. Sie wird dadurch noch schwieriger, daß das Pentagon selber ein verwirrender Ort ist.

  • Kultur
  • Ein Kunstkritiker stellt sich

    Wie war das damals eigentlich? Wem aus der Generation derjenigen, die das Dritte Reich bewußt erlebt haben, wäre diese Frage von Jüngeren noch nicht gestellt worden.

    Von Gert H. Theunissen

  • Die Ausstellung im „Haus der Deutschen Kunst“ (I)

    Die Bedeutung, die dieser Ausstellung vom Führer und Reichskanzler selbst zugesprochen worden ist, braucht nicht mehr unterstrichen zu werden; sie soll sich nicht nur auf die gezeigten Werke selbst beziehen, sondern auch die Richtung der zukünftigen deutschen Kunstpolitik bestimmen.

  • Das Ende des Provinzialismus

    Neue Wege der Literaturwissenschaft: Heinrich Lausberg, Hans Mayer, George Steiner

    Von Werner Ross

  • Ein deutscher Dichter zwischen Ost und West

    Der 21. März war Jean Pauls zweihundertster Geburtstag. Am 22. März (in der Nr. 12/1963) veröffentlichte die ZEIT einen längeren Essay des Leipziger Germanisten Hans Mayer über „Jean Pauls wechselnden Nachruhm“.

  • Zur Hölle mit den Paukern

    Auf einmal hieß es, wir kriegen einen neuen Oberstudiendirektor, der Alte geht in Ruhestellung. Der Alte wir dick, über er ist einem nicht weiter dumm aufgefallen.

  • Deutschland ist nicht so krank

    Unter dem Schutze eines Tabus steht, wer gegen Nationalsozialismus und Drittes Reich und deren Ursachen zu Felde zieht. Die literarischen Mittel solcher Anklagen mögen unzulänglich sein, ihre Argumente wackeln – man scheut sich, ihnen in den demokratischen Arm zu fallen, weil ärgste Mißverständnisse die Folge sein können.

    Von Alfred Kellner

  • Kampf den hartnäckigen Schriftstellern

    Der kommunistische Parteiapparat verfolgt Ehrenburg, Nekrassow und Jewtuschenko weiter

    Von Wolfgang Leonhard

  • Schont die Jubelgreise

    Wir leben inmitten von Zentenarfeiern. Je würdevoller unsere Theaterspielpläne, unsere Konzertprogramme werden, desto machtvoller blühen die Jubiläen auf.

    Von Otto F. Beer

  • Unser Seller-Teller April 1963

    Der wechselhafte Monat April brachte keine atemberaubenden Veränderungen in unseren Buchhandlungen: Nach wie vor ist die Nachfrage nach Hodihuths „christlichem Trauerspiel“ und den Erzählungen Thomas Manns am größten.

  • Sind Sie auch gegen Hochhuth?

    Hans Habe schrieb einmal einen Satz, der mir sehr eingeleuchtet hat. Deutschland sei ein Polizeistaat – hieß es da, dem Sinne nach –, nicht so sehr deswegen, weil die Polizei hier wesentlich mehr Macht hätte als in anderen Ländern; sondern vielmehr deswegen, weil in Deutschland die Neigung des einzelnen, selber Polizei zu spielen, überentwickelt sei.

  • Frankreich lacht

    Es ist kein Roman, der in Frankreich das meistverkaufte Buch des letzten Jahres war. Der Buchautor, der im Jahre 1962 die höchsten Schriftstellerhonorare einheimste, die in Frankreich bezahlt wurden, bekam sie nicht für das, was er geschrieben hatte.

    Von G. R.

  • Nachwort 1963

    Ist es ein peinlich anmutendes Wagnis, sich selbst in einem Versuch von damals zu spiegeln, der es auf Kommunikation und geheime Solidarität unter den Bedrängten und Bedrohten abgesehen hatte – kurz vor dem heraufziehenden Massenmord? Im Wagnis, von solch winzigem Versuch heute persönlich zu sprechen, steckt das gräßliche Unbehagen an der Disproportion zwischen dem Aufbegehren in Ohnmacht und dem Wüten der Macht, zwischen der Belanglosigkeit des kleinen Ich und den unbeschreibbaren Leiden der Geknechteten.

  • Hier scheiden sich die Geister

    Das hätte die Feuilletonredaktion der ZEIT nicht wortlos tun sollen: ein mit „Zitaten und Belegstellen“ gediegen bekleidetes Manuskript aller wissenschaftlichen Begründung zu entblößen und dann nackt in die literarische Welt zu schicken.

    Von Walther Killy

  • Völkerverständigung

    Filmfestivals stehen meist unter irgendwelchen freundlichen Mottos: „Wege zum Nachbarn“, „Blick über den Zaun“, sie sollen „dem Frieden und der Freundschaft unter den Nationen und der Menschlichkeit in der Filmkunst“ gewidmet sein –, und auch in Frankfurt, wo man die Zweite Woche des asiatischen Films erleben konnte, hält man es – hochoffiziell – mit der Völkerverständigung.

  • Als Reporter in Rußland

    Als der Reporter Henry Kolarz zu Anfang des vorigen Jahres in die UdSSR fuhr, um Reportagen für den „Stern“ zu schreiben, hatte er Unvoreingenommenheit und geistige Abenteuerlust, beides noch wichtiger als seine russischen Sprachkenntnisse, im geistigen Gepäck.

    Von R. D.

  • Leben in Italien

    Italien ist für die meisten jungen Leute vermutlich das Land der Badehotels internationalen Stils an blauer Adria, Heimat rassiger Damen à la Sofia Loren und höchstens Herkunftsort der Gastarbeiter, die von den Vätern der jungen Leute gern noch als Fremdarbeiter bezeichnet werden.

  • Die Ausstellung im „Haus der Deutschen Kunst“ (II)

    Im Interesse der Öffentlichkeit“ hat der Führer und Reichskanzler entschieden, daß auch die zu der Großen Deutschen Kunstausstellung des Jahres 1938 eingesandten Werke nicht von Künstler-Juroren beurteilt und ausgewählt wurden.

  • Länderspiegel
  • Niveau und Atheismus

    Die Schlußfolgerung ist zwingend: Dr. phil. nat. Max Otto Bense, Professor für Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Technischen Hochschule in Stuttgart, hat in den letzten zwei Jahren an wissenschaftlichem Niveau erheblich gewonnen.

  • Alt-Heidelberg ist abbruchreif

    An den Kiosken rings um die Heiliggeistkirche baumelt wieder der Kitsch. Die Andenkenläden entlang der Hauptstraße sind mit goldfüßigen Weinpokalen gefüllt, von denen, gemalt oder aufgeklebt, der trinkfeste Hofnarr Perkeo lächelt.

  • Der Schulstreik in Hettenhain

    Im Untertaunus-Dorf Hettenhain begann das Schuljahr mit Verspätung. Während sich die übrigen hessischen Abc-Schützen bereits eine Woche lang mit den Anfängen der Wissenschaft plagten, genoß die Hettenhainer Jugend noch in vollen Zügen die Freiheit.

  • Lebensart
  • Der falsche Bauer in der Fibel

    Kinder malen, wie es auf dem Lande aussieht – Stört die Wirklichkeit das Gemüt?

  • Logelei

    Seit vielen Jahrzehnten hatte es zwischen Kandalanien und Bandalusien keinen Währungsunterschied gegeben. Es gibt die Kandalanien-Mark und die Bandalusien-Mark; beide waren gleich viel wert, bis der Finanzminister von Kandalanien entschied, daß von nun an die B-Mark nur noch 90 K-Pfennige wert sei.

  • Knabendemokratie als pädagogisches Modell

    Die sächsischen und brandenburgischen Fürsten- und Landesschulen – Schulpforta, Grimma, Meißen und das Joachimsthalsche Gymnasium in Templin – existieren in ihrer alten Form heute nicht mehr.

    Von Christian Fareaholiz

  • Berliner Modeschöpfer in der Zwickmühle Von der Taille spricht man nicht Paris bleibt das Vorbild – und Rosa ist eleganter Favorit

    Luxus mit Charakter

    Die Mode befindet sich – und das nicht nur in Paris, sondern auch in allen anderen Zentren der Mode-Manufaktur in einer „Situation“.

  • Sport
  • Von Milon bis zu Gagarin

    Wenn Walter Umminger seinem Buche Helden – Götter – Übermenschen (Econ Verlag, Düsseldorf-Wien) den Untertitel Eine Kulturgeschichte menschlicher Höchstleistungen gegeben hat, so hat er damit keineswegs übertrieben.

  • Der Tanz als Protest

    Der Sport des zwanzigsten Jahrhunderts wurde aus dem Protest geboren, aus der Rebellion gegen die technische Zivilisation. Der Sport, die Gymnastik, der moderne Tanz – sie alle waren Aufstände einer gegen das Mechanische kämpfenden großstädtischen Jugend, die in Rhythmus, Bewegung, Körperkultur wieder Freiheit erleben wollte.

    Von Helmut Günther

  • unzugeordnet
  • Wolfgang Ebert:

    Schläft unsere Regierung?

    Es ist genau ein halbes Jahr her, aber mir ist, als ob es gestern war. Da wachte ich eines Morgens auf – und stand vor einem Abgrund.

  • Zeitmosaik

    Der Ullstein-Verlag beabsichtigt, die große Tradition seiner Unterabteilung Propyläen-Verlag wieder lebendiger werden zu lassen.

    Von Walter Muschg

  • Peter Huchels Zeitschrift

    Selbst wer nie ein Exemplar von Sinn und Form zu Gesicht bekam, kennt heute den Titel dieser ostdeutschen Zeitschrift. Seit nämlich der Lyriker Peter Huchel, der Sinn und Form vierzehn Jahre lang redigierte, im vorigen Jahr von der SED und ihren Kulturfunktionären aufs heftigste attackiert wurde und gezwungen werden sollte, entweder seine Konzeption dieser Zeitschrift grundlegend zu ändern oder von seinem Posten abzutreten (was Huchel denn auch „freiwillig“ tat), hat man auch hierzulande öffentlich Notiz genommen von einem Organ, das seit 1949 ununterbrochen und mit energischer Unerschrockenheit für die Verständigung – zumindest auf kulturellem Gebiet – zwischen den beiden deutschen Staaten gearbeitet hat.

    Von Peter Hamm

  • Das schwierige Geschäft der Soziologie

    „So besteht nach Martin Heidegger die Dürftigkeit unserer Zeit in einem doppelten Mangel: ‚im Nichtmehr der entflohenen Götter und im Nochnicht des Kommenden‘.

    Von Siegfried Pausewang