Wirtschaft

Was dürfen unsere Soldaten kosten?

Bundesrepublik rund 15 Milliarden DM eingeplant. Tatsächlich ausgegeben wurden etwa 16 1 Mrd. DM. Für 1963 hatte der frühere Bundesverteidungsminister Strauß 19 6 Mrd. DM angefordert.

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DIE ZEIT

Der zweite Konzil-Papst

Wird der Nachfolger des dreiundzwanzigsten Johannes das dreifache Werk, das dem Konzil gesetzt wurde, fortgeführt wissen wollen: den Versuch der Vereinigung der „getrennten Christen“, die Reform der katholischen Kirche, die „Öffnung zur Welt“? Am 19.

Politik mit Fäusten

Was am letzten Sonntag auf dem Deutschlandtreffen schlesischer Landsmannschaften in Köln geschah, wurde als ein „Zwischenfall“ bezeichnet.

„Sie bellen, aber beißen nicht“

Die Russen sind weder allmächtig noch unfehlbar. Gegen die landläufige Vorstellung, daß sie mit erhabener Weisheit regierten und ihnen alles nach Plan gelinge, ist schon Otto von Bismarck zu Felde gezogen, als er noch preußischer Gesandter in Sankt Petersburg war.

Bumerang

Politisches Fingerspitzengefühl gehört nicht unbedingt zu den beruflichen Voraussetzungen eines Staatsanwaltes; man muß schon zufrieden sein, wenn er ein guter Jurist ist.

Der Minister des Schahs

Gnadenlos werde die Regierung gegen die Demonstranten vorgehen, hatte der persische Ministerpräsident Assadulah Alam letzte Woche angekündigt.

Reichswehr der Schwarzen?

Die Militärhilfe der Bundesrepublik für einige neutrale Staaten Afrikas und Asiens – unter ihnen Nigeria – ist keineswegs eine geheimnisschutzwürdige, wenn auch eine einigermaßen delikate Angelegenheit.

Zeitspiegel

„Es gibt überhaupt nicht ‚einige wenige Umsiedler von Beruf‘, es gibt nur einige Millionen von den Polen unter unmenschlichen Begleiterscheinungen massakrierter oder vertriebener Überlebender und diese verzichten niemals auf ihre Heimat.

17. Juni 1953

Sowjetpanzer, Demonstranten, Symphatisierende – so sah es vor zehn Jahren am Potsdamer Plaz aus, als sich Mitteldeutschland gegen das Ulbricht-Regime erhob.

Gesucht: ein Nachfolger für Globke

Der von der CDU/CSU designierte Kanzlerkandidat hat die Öffentlichkeit wissen lassen, daß er Personalentscheidungen erst nach seiner Wahl zum Bundeskanzler treffen werde.

Ist Chruschtschow ein Mann der Praxis?

In den letzten Wochen hat sich der Tenor der Sowjetpresse verändert. Neben den üblichen aktuellen innenpolitischen und vor allem wirtschaftlichen Fragen werden jetzt mehr und mehr ideologische Themen betont.

Kennedy kommt doch

Spät, aber entschieden sind in Washington Bedenken gegen die Europa-Reise Präsident Kennedys laut geworden. Unter den Kritikern waren so gewichtigte Kommentatoren wie Walter Lippman.

Hölderlin zwischen den Exekutionen

Hinter den Mauern von Koblenz ging in diesen Tagen ein Prozeß zu Ende, dem wohl kein heimatkundlicher Geschichtsschreiber in der Chronik seiner Stadt je eine Zeile widmen wird: Ein NS-Kriegsverbrecherprozeß, in dem der ehemalige rheinland-pfälzische Landeskriminalchef, Georg Heuser, und seine zehn Mitangeklagten wegen Beihilfe zum Mord von über 31 000 Juden in den Jahren von 1941 bis 1944 im Raum von Minsk in Weißruthenien verurteilt wurden.

Bauernhöfe für zwei Mark

Das Vertrauen von Tschiang Kai-schecks Veteranen in ihren Führer scheint zu schwinden, An das Versprechen des Staatschefs von Formosa, er selbst werde das Festland zurückerobern, wollen sie nicht mehr recht glauben.

Grenze des Föderalismus

Was soll aus diesem kurzlebigen Kompromißvorschlag werden, den der Vermittlungsausschuß, wenn auch mit „beträchtlicher Mehrheit“ zuwege gebracht hat? Der Bund verlangte von den Ländern 40,5% der Einkommen- und Körperschaftsteuer für 1963 und 41,5% für 1964 anstatt der bisherigen 35%.

Kaisersohn und Republik

Der Alpenrepublik Österreich droht eine ihrer schwersten innenpolitischen Krisen seit dem Jahr 1945. Der älteste Kaisersohn Otto von Habsburg wünscht heimzukehren und hat daher die vom Gesetz geforderte Loyalitätserklärung abgegeben.

Reformierte „Unsterbliche“

Zu den vierzig „Unsterblichen“ der französischen Akademie gehört seit der ersten Juni-Woche der zweiundachtzigjährige Marc Boegner: Der erste Pfarrer der reformierten Kirche, der seit der Gründung der Akademie im Jahre 1635 hier Sitz und Stimme gefunden hat.

Wettstreit zwischen Bonn und Paris

Auf dem Truppenübungsplatz Camp de Mailly in der Champagne sorgte Frankreichs Armeeministerium für eine Überraschung: sieben Exemplare eines neuen Kampfpanzers widerlegten augenfällig die vor allem in Bonn verbreitete Behauptung, der französische „Europa-Panzer“ sei noch nicht fertig entwickelt und werde ohnehin dem neuen deutschen Standardpanzer klar unterlegen sein.

Geburtstags-Plakat

In den nächsten Wochen wird in den Schaufenstern aller Buchhandlungen Ostberlins und der DDR dieses Plakat prangen. Obendrein organisieren drei Verlage, nämlich der (partei-offizielle) Dietz Verlag, der Verlag Tribüne (EDGB) und der Deutsche Militärverlag (Eigentum der Volksarmee) zum 70.

Zeitfragen: Bewältigte Vergangenheit?

Professor Dr. Peter Hofstätter ist Direktor des Psychologischen Instituts an der Universität Hamburg. Zur Veröffentlichung seiner Fragen haben wir uns nach einigem Zögern entschlossen.

Lyrik gegen Lyriker in Moskau

Da es nicht Sache der „Prawda“ ist, l’art pour l’art zu bringen, wird die Fabel des namhaften fünfzigjährigen Dichters und Dramatikers Michalkow wohl gezielt sein.

Brief aus dem Rheinland (XII)

ich glaube, Du irrst, wenn Du annimmst, es müßten jetzt auch in Köln die Stühle der Funk- und Fernsehredakteure wackeln, weil doch das Zentralherz der CDU so nahe am Sender unermüdlich pocht und das Zentralohr unermüdlich horcht und weil des großen Bruders Auge mißtrauisch nach Splittern in des kleinen Bruders Auge sucht.

Im Geiste Shakespeares

Am 23. April 1864, dem Tag der 300. Wiederkehr von William Shakespeares Geburtstag, wurde in Weimar die Deutsche Shakespeare Gesellschaft gegründet, unter dem Patronat Ihrer Königlichen Hoheit der Großherzogin Sophie von Sachsen.

Zeitmosaik

Die öffentlichen Bühnen und ein Teil der privaten Theater in der Bundesrepublik erhielten 1962 Zuschüsse in Höhe von 220 Millionen Mark.

Demokratie ohne Frauen

Über all diesen gescheiten Betrachtungen vergaß man ganz, daß die Schweiz der einzige Staat in Europa ist, in dem die Frauen nicht wählen dürfen.

Die falsche Schlange

Gewiß, auch oben in der Luft ist mir nicht immer ganz geheuer. Erst neulich, als ich, vom Mittelmeer kommend, Schweizer Täler unter mir liegen sah, fand ich nur Trost bei dem Gedanken, daß ich, wenn jetzt etwas passierte, wenigstens in der schönen Schweiz herunterkäme.

Das war die Keimzelle

Wie weit bin ich abgeirrt. Die zufällige Repräsentantin des Typus, der unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg einfiel, es wäre doch eine nette Sache, wenn alle Schriftsteller der Welt sich verbrüderten, hieß also Dawson Scott.

Der PEN – eine Institution, die so bleiben kann

Die Flüchtlinge aufzufangen, unmittelbar vor dem Krieg, zogen die reichen englischen Juden ihre eigene Organisation auf, und ihren flüchtigen Brüdern gegenüber fand ich sie wenig brüderlich; wie ja überhaupt jenes von den Nazi; und dem seligen Ludendorff behauptete Zusammenhalten der Juden so wenig existiert wie die berühmten „Weisen von Zion“.

Kleiner Kunstkalender

Diese Ausstellung, die der Bund Deutscher Architekten (BDA) zur Feier seines 60jährigen Bestehens veranstaltet, will als „ein Querschnitt durch die guten Leistungen der deutschen Architektur nach dem Kriege“ verstanden sein.

Die feinsten Elemente

Als ich eine halbe Stunde später aufblickte, bemerkte ich, daß das zweite Stubenmädchen seit dreißig bis vierzig Minuten vor mir gestanden hatte .

Ein Kontinent entdeckt sein Gesicht

Auch in Süd- und Mittelamerika werden Filme gedreht: Durchschnittlich 90 pro Jahr in Mexiko, 40 in Argentinien, 35 in Brasilien und zwischen einem und zehn je in Chile, Peru, Kolumbien, Ecuador, Venezuela, Bolivien, Kuba und Portoriko; sporadisch nur arbeiten einzelne Gesellschaften in Uruguay, Paraguay und den kleinen mittelamerikanischen Staaten.

Film

„Der Sündenbock – Der Musterschüler – Das Bleichgesicht“ (USA: Verleih: Atlas): Nach dem „General“ gibt es nun einen neuen abendfüllenden Buster Keaton in unseren Kinos, weitere sollen folgen.

Hörspiele aus den Ostblockstaaten

Ausnahmesituationen bilden den bequemen Hintergrund für hochgestochen Psychologisches; mythologische Verbissenheit irritiert, und pure Radioprobleme gibt es anscheinend auch in Jugoslawien.

Theater

Zum Opernhelden erkoren wurde Haseks defaitistischer Querulant von dem Amerikaner Robert Kurka. Der Komponist, tschechischer Abstammung, ist nur 36 Jahre alt geworden, 1957 gestorben.

Fernsehen: Theater auf „missingsch“

Wären die Volksstücke aus Hamburg nicht beliebt, so würde das Interieur des Ohnsorg-Theaters wohl nicht mit schöner Regelmäßigkeit auf dem Bildschirm auftauchen.

Zu empfehlen

ES ENTHÄLT eine 1957 zum ersten Mal erschienene Darstellung der deutschen Nachkriegsjugend (das heißt, der 1945 bis 1955 15- bis 25jährigen), und es ist ein international anerkanntes Standardwerk der Soziologie – überhaupt.

Die Tiere werden verkannt

Es soll bescheidene Menschen geben, denen die stolze Freude einer Löwenjagd zeitlebens versagt bleibt. Was machen die Armen? Sie gehen in den Zoologischen Garten, oder sie verfolgen vor dem Fernsehschirm mit Hardy Krüger und seiner Sportmaschine der fremden Länder schöne Tiere.

Wenn die Sonne tief steht

Romane, so scheint es, dokumentieren leichter als Geschichten die seit Jahrzehnten sorgfältig beredete Krise des Erzählens. Sie dokumentieren sie und haben sie im gleichen Atemzug auch überstanden.

Soldatenlos ist Menschenleid

Je größer die seelische Geschlossenheit und je opfermütiger der Geist einer Truppe ist, um so größer ist ihre Kampfkraft. Das militärische.

„Der zweite Schluck Erde“

Schon beim Titel des Romans wird mir übel. Er schmeckt nach perfider Spekulation, nach einem pfiffigen Verlagslektor. Haben wir doch schon reichlich „Berichte, Mutmaßungen, soundsoviel Bücher über X.

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