DIE ZEIT

Beschämend – für wen?

Immer wieder haben Beamte des sowjetzonalen Staatssicherheitsdienstes in den letzten Wochen an den Berliner Sektorenübergängen junge Westdeutsche verhört und festgenommen.

Das Verhör der Senatoren

Nach einer Woche intensiver Hearings vor dem Außenpolitischen Senatsausschuß, denen die meisten Mitglieder des Wehrausschusses und des Atom-Energie-Ausschusses beiwohnten, faßte der demokratische Senator Henry M.

Der Pariser Bazillus

In den letzten Wochen ist ein Vorspiel zur Regierungsära Erhard über die Bonner Bühne gegangen: die Auseinandersetzung um den Beitritt der Bundesrepublik zum Moskauer Abkommen über den Teststopp.

Die letzten Tage der Mafia?

In den frühen Morgenstunden des 15. Juli umzingelten Polizisten das kleine sizilianische Bergdorf Sciara östlich von Palermo.

Einfachst-Lösungen

je polnische Zeitung Glos Olsztynski beklagt sich über die Unvernunft der Bauern, die sich weigern, von der Regierung bereitgestellte Darlehen für die Reparatur und Erneuerung von Gebäuden anzunehmen.

Kronprinz im Kreml

Auf die Frage, wer einmal Nachfolger Chruschtschows im Kreml werden würde, hätten wohl bis vor wenigen Monaten die meisten Sowjetexperten – und sicher zu Recht – auf den 55jährigen ehemaligen Leningrader Parteichef Frol Koslow verwiesen.

Nervosität in Bonn

Bundesaußenminister Schröder regte in einem Schreiben an die Außenminister Dean Rusk und Lord Home an, man möge die sich nun abzeichnenden Entspannungsprobleme im NATO-Rat diskutieren.

Zeitspiegel

Moise Tschombe, der Ex-Präsident von Katanga, kann nicht mehr hoffen, als Regierungschef noch einmal nach Elisabethville zurückzukehren.

Terror gegen Buddhisten

Was uns die Herzen der Bevölkerung gewinnt, wird uns die Schlacht gegen den Kommunismus gewinnen“, sagte mir im November 1961 ein vietnamesischer Offizier, der mich im Dschungel des Vietcong-verseuchten Hochlandes mit auf Patrouille genommen hatte.

Soziale Reformen stahlen Marx den Donner

Eduard Heimann galt schon 1933, als er das Reich Hitlers verließ, als einer der großen deutschen Nationalökonomen. In diesem Beitrag zieht der 74jährige aus seinem wissenschaftlichen Lebenswerk Schlußfolgerungen für die soziale und politische Wirklichkeit von heute.

Sturz am Kongo

Vor wenigen Wochen erst war Fulbert Youlou, der Präsident der früheren französischen Kongo-Republik, mit allen Ehren im Pariser Elysée-Palast empfangen worden.

Badefreuden auf Sylt

In der Gemeindeverwaltung von List auf Sylt ist man zwanzig Landwirten ernstlich gram. Sie haben nach Meinung des Bürgermeisters nicht nur den idyllischen Strandfrieden des kleinen Kurortes gestört, sondern auch für Schlagzeilen gesorgt, die dem Sylter Bad auch in Zukunft nicht dienlich sein können.

„Bei Regen nix gutt“

Der Vereinskassierer des 1. Fußball-Clubs St. Pauli sah schwarz. Die Braunhosen aus dem Hamburger Vergnügungsviertel hatten es nicht geschafft, genügend Bälle ins gegnerische Tor zu kicken, um vom DFB die Bundesligareife bescheinigt zu bekommen.

Sport mit Hindernissen

Am vergangenen Freitag trafen in Hamburg sechs junge Damen aus Leipzig ein. Sie wollten mit Hamburger Studenten Volleyball spielen, wie sie es bei einem Besuch der Hanseatinnen in Leipzig versprochen hatten.

Das schneidende Licht

Die dunklen Streifen in den optischen Spektren der Sterne sollte man mit lichtempfindlichen Geräten sehr sorgfältig studieren.

Goldregen auf dem Bagsvaerdsee

Am 4. August Westdeutsche Meisterschaft in Essen. Am 9. August Ausscheidungskämpfe mit den Ruderern der Zone in Berlin-Grünau.

Shakespeare liebte Fußball nicht

Nimmt der Sport – im weitesten Sinne gefaßt – unter den Redewendungen im Gesamtwerk von Shakespeares Vorläufer, des Dichters Christopher Marlowe (1564– 1593) nur ein Viertel seiner Bilder ein, so ist es bei Shakespeare (1564–1616) bereits die Hälfte.

Auferstehung

Wenn es fraglich geworden ist, ob Frankreich weiter in der Demokratie leben kann, so soll das nicht heißen, daß es bereit wäre, sich einem Diktator anzuvertrauen.

15.: SAUL STEINBERG

„All in Line“ (Duell, Sloane & Pearce), „The Art of Living“ (Harper), „The Passport“ (Hamish Hamilton, deutsch bei Rowohlt), „Umgang mit Menschen“ (Rowohlt), „The Labyrinth“ (Harper, deutsch bei Rowohlt).

Brief aus dem Rheinland (XVII)

Deiner besorgten Nachfrage, ob ich hier unten auch rechtzeitig das Hamburger Magazin bekomme, entnehme ich mit einiger Enttäuschung, daß Du anzunehmen scheinst, ich gehörte auch zu denen, die montags, kaum, daß sie gefrühstückt haben, mit der runden Mark in der Tasche zum nächsten Kiosk rennen oder dem Briefträger entgegen, der sich vielleicht verzögert hat.

Seelische Grausamkeit

Wenn Frauen überhaupt je verlegen sind, dann jedenfalls nicht um Gründe, einen Mann zu verlassen – besonders dann, wenn sie nicht einen einzigen wirklichen Grund dazu haben.

Zeitmosaik

Wie weiland – es ist knapp zwei Jahre her – so mancher deutsche Theaterintendant Bert Brecht aus dem Spielplan verbannte, so scheint jetzt ein neues Theater ums deutsche Theater anzuheben: das Ostberliner „Deutsche Theater“, das mit Lessings „Minna von Barnhelm“ (sic!) in Frankfurt gastieren sollte, darf nicht.

Dialoge in Leningrad

In der vorletzten Woche fand in Leningrad – und damit zum ersten Mal in der Sowjetunion – der europäische Schriftstellerkongreß der Comunità europea degli scrittori statt.

Tibor Déry:: Fragen über Fragen

Unsere Zusammenkunft ist eine Arbeitssitzung von Fachleuten, die konkrete Fragen unseres Gewerbes erörtern wollen. Darf ich daher bitten, von mir keine politisch gefärbte Rede und am allerwenigsten politische Deklarationen zu erwarten – mit der einen Ausnahme, die zu betonen ich für nötig halte: nämlich, daß ich nach wie vor Sozialist bin.

Kleiner Kunstkalender

28 Künstler aus acht Ländern sind mit 85 Bildern auf dieser ersten südamerikanischen Ausstellung in Deutschland vertreten. Sie beginnt in Bonn – bis zum 1.

Zu empfehlen

ES ENTHÄLT acht Vorträge, die im Mai 1962 zur Eröffnung des neuen Otto-Suhr-Institut-Gebäudes an der FU Berlin von den Professoren Sigmund Neumann (†), H.

Nie davon gehört, oft durchfahren

Wer seinen Freunden aus dem Urlaub keine Ansichtskarte schickt, muß, wenn er in die heimischen Gefilde kommt, erzählen. Über viele Gegenden gibt es kaum noch etwas zu erzählen – dort woher die meisten Postkarten kommen; über Lungau aber.

Reise-Notizen

Die große Woche von Baden-Baden – jährlicher Höhepunkt der Saison – findet vom 24. August bis 1. September statt. Pferderennen, Bälle, Konzerte, Modenschauen, Gala-Abende werden etwas Duft der weiten großen Welt verbreiten.

Reisespiegel

Keine Angst vor kommunistischer Propaganda brauche der Jugoslawienreisende zu haben – damit glaubt ein deutsches Touristikunternehmen seine Kunden beruhigen zu müssen.

Zum „Dorf am Himmel“

In der Gemeinschaftswerbung Baden-Württembergs und Bayerns, die in diesem Jahr begonnen wurde, preist sich der „deutsche Süden“ an.

Moor und Rokoko

Wollte man eine Kunstreise durch Oberbayern oder auch nur durch einen bestimmten Teil des Alpenvorlandes unternehmen, in der Absicht, planmäßig und sauber nacheinander alles Bemerkenswerte „mitzunehmen“, was an oder neben der Straße liegt, so müßte man auf diese Fahrt – gleichviel in welcher speziellen Richtung – ganze Tage wenden und wäre am Ende völlig übersättigt.

Unfall in Frankreich

Handelt es sich ausschließlich um Materialschaden, so nimmt der Huissier de Justice, ohne Intervention der Polizei, den Unfall auf.

Schweiß und Schweyk

Wenn ich einen Lehrstuhl für Publizistik hätte, würde ich meinem ersten Doktoranden als Stilanalyse das Thema „Die Sprache der Sportreporter“ geben.

Funk: Selbstkritik der Kritiker

Von seiner Arbeit und zwei wichtigen Kritiken aus dem Jahre 1959, die er nachträglich als falsch erkennt, berichtete Marcel Reich-Ranicki klar, sachlich, ernsthaft und unterhaltend.

Theater

Im vorigen Sommer hatte Herbert von Karajan sich vorgenommen, die abgespielteste Verdi-Oper einem unverdienten Schicksal zu entreißen.

Ärger

Die „Wiedervereinigung“ des Selfkantgebietes mit der Bundesrepublik ist nicht überall mit gleicher Begeisterung aufgenommen worden.

Blubo und Brausi

Aus Schweden kommt die Kunde, daß man sich ernsthaft Sorgen um die Bewältigung der wirtschaftlichen Probleme macht, die Urlaub und Freizeit künftig mit sich bringen.

Erhebliche Möglichkeiten

Die Bundesbank ist bekannt dafür, daß sie bedachtsame Urteile fällt und ihre Worte auf die Goldwaage legt. Ihre Berichte zeichnen sich seit jeher durch ein Höchstmaß an Objektivität und Zuverlässigkeit aus.

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