Otto Winzer

wurde am 3. April 1902 in Berlin geboren. Der Arbeitersohn lernte das Schriftsetzerhandwerk, trat 1919 der KPD bei, wurde Leiter des kommunistischen Jugendverlages. 1933 bis 1935 wirkte er im Untergrund gegen das Hitler-Regime; über Frankreich und Holland emigrierte er in die Sowjetunion. Unter dem Decknamen Lorenz agitierte er dort während des Krieges in deutschen Kriegsgefangenenlagern, bis er im April 1945 mit der Gruppe Ulbricht nach Berlin zurückkehrte. Danach: Stadtrat für Volksbildung, stellvertretender Chefredakteur von „Neues Deutschland“, 1945 bis 1956 Staatssekretär und Chef der Privatkanzlei Piecks, stellvertretender Außenminister. Seit 1947 Mitglied des Zentralkomitees der SED, seit 1950 Volkskammer-Abgeordneter. Winzer wurde im Westen durch seinen Auftritt bei der Genfer Außenministerkonferenz vom Mai 1959 bekannt.

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  • Quelle DIE ZEIT, 13.12.1963 Nr. 50
  • Schlagworte KPD | SED | Otto | Außenminister | Chef | Krieg
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