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Ausgabe 02/1964

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Afrikanisches Bilderbuch
Man zögert, ein neues Afrikabuch zu lesen und gar zu empfehlen. Zu viel ist in den letzten Jahren über diesen Kontinent geschrieben und veröffentlicht worden.
Von Peter Grubbe
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Andreas Hermes
Mit Reichsminister a. D. Andreas Hermes ist ein Mann von uns gegangen, der die erschütterndsten Ereignisse der deutschen Geschichte in jeder Phase am eigenen Leibe miterlebt hat.
Von Fritz Baade
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„Eine Kuh ist eben eine Kuh“
Gerichtsentscheid im Hamburger „Blinkfüer“-Prozeß: Auch Kommunisten haben Meinungsfreiheit
Von Kai Hermann
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Pariser Zukunftsmusik
Europa, so scheint es, tanzt nach dem Rhythmus de Gaullscher Pressekonferenzen. Da war der 14. Januar 1963 mit der Absage des Generals an Großbritannien.
Von Rudolf Fischer
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Heilung oder Teilung?
Der britische Commonwealth-Minister Duncan Sandys ist ein Mann, dem das politische Getümmel behagt. Sein dramatischer Nachtflug auf das in innere Wirren verstrickte Zypern war ganz nach seinem Geschmack.
Von Martin Wieland
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Die Falange im Zwiespalt
Es ist wenige Wochen her, daß Tausende von Falangisten in den Straßen von Madrid ihrer Überzeugung Luft machten mit dem Ruf: „Falange ja, Opus Dei nein!“ Niemand war damals in der spanischen Hauptstadt darüber im Zweifel, daß die Falange die Fortführung der „Revolution“ beabsichtigt, die sie 1933 begonnen hatte.
Von Juan Tarres-Cordero
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Die tragische Gestalt Neville Chamberlains
Zwei junge englische Historiker haben die Akten, veröffentlichte und unveröffentlichte, der britischen Außenpolitik aus dem Ende der dreißiger Jahre durchforscht, dazu die Memoirenliteratur studiert; sie messen diese Politik an den Folgen, gehen den Einzelheiten und Widersprüchen nach und veröffentlichen schließlich ihren zusammenhängenden und eindringlich erzählten Bericht in einem amerikanischen Verlag.
Von Paul Sethe
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Texas-Hüte im Weißen Haus
Der Harvard-Professor im Texashut – es war ein nachdenklich stimmender Anblick. „Ich hab’ meinen alten verloren“, antwortete McGeorge Bundy lachend auf meine Frage, „der Präsident schenkte mir diesen.
Von Thilo Koch
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Portugiesische Kolonien
Der frühere Minister für portugiesische Überseegebiete veröffentlicht Reden und Aufsätze über sein Arbeitsgebiet. Wie dies nicht anders denkbar ist, legt er die Ansichten eines patriotischen Portugiesen dar, der stolz darauf ist, was sein Volk jenseits der Ozeane geschaffen hat.
Von A. L.
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Zeitspiegel
Aus glaubwürdiger Bonner Quelle stammt eine neue Version des Argoud-Zwischenfalls. Danach ist der französische Oberst nicht von „Barbouzes“ oder anderen Franzosen, sondern von Personen deutscher Staatsangehörigkeit im Februar 1963 aus München entführt worden.
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Die Einheit der Kirchen
Ein moderner Papst hat mit seiner Reise ins Heilige Land die jahrhundertealte anachronistische Tradition der Abgeschlossenheit und Unbeweglichkeit ausgelöscht.
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Linientreu – vom Scheitel bis zur Sohle
Hat Walter Ulbricht Kehlkopfkrebs? Das Gerücht ist seit einiger Zeit immer wieder zu hören, und es tauchte am vergangenen Wochenende abermals auf, als der 70jährige Staatsratsvorsitzende und Parteichef der DDR „wegen Heiserkeit“ darauf verzichten mußte, bei der Feier des 45.
Von Peter Probst
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Wolfgang Ebert:
Der Fall Argusow
Es steht also fest: Oberst Argusow bleibt in sowjetischer Haft! Welche Folgen dieses brutale Vorgehen der Russen auf die deutsch-sowjetischen Beziehungen hat, ist noch gar nicht abzusehen.
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Aus fremden Federn
Toter Buchstabe?
Cyrus C. Sulzberger schreibt in der New York Times, der deutsch-französische Vertrag sei weder so gut wie angepriesen noch so gefährlich wie behauptet.
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Rochus Spiecker:
An den Quellen des Christentums
Der Papst reist, und die Welt horcht auf. Sie findet das sensationell. Man könnte, mit Verlaub, allerdings ebenso darüber verwundert sein, daß sie diesen Dreistundenflug – eine „private Pilgerreise“ – mit solchem Interesse registriert.
- Wirtschaft
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Edmund Rehwinkel ist als lyrischer Dichter zwar weniger bekannt denn als Verbandspräsident. Um unseren Lesern aber auch davon einen Eindruck zu vermitteln, geben wir hier eine kleine Probe wieder:
Das rechte Maß
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Rüstunsgwettlauf mit verringertem Tempo
Am Beginn des Jahres 1964 gibt es einige Anzeichen, die zu der – in der Vergangenheit allerdings schon oft enttäuschten – Hoffnung berechtigen, daß sich die Staatsmänner in Ost und West der Folgen eines endlosen Wettrüstens bewußt geworden sind.
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Mit einer Erdgasblase begann es
In den ersten Januartagen hatten die Signale in fast allen Börsen „Grünes Licht“. Die Wirtschaftsprognosen für 1964 lauteten fast übereinstimmend günstig.
Von Kurt Wendt
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Zwischen Ideologie und Wirklichkeit
Wo steht die Grüne Front?
Die Grüne Front – das klingt ebenso nach erdverbundenen Gestalten im Lodenmantel, nach gutsituierten Agrariern und nach Dorfromantik wie nach moderner pressure-group und nach engstirnigem Lobbyismus.
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Gespräche am Bankschalter
Das Finanzamt entscheidet mit
Das Jahr 1963 brachte am Rentenmarkt neue Absatzrekorde, vor allem an Anleihen der öffentlichen Hand und Pfandbriefen. Mitentscheidend waren die beträchtlichen Käufe ausländischer Anleger, die bei den deutschen Papieren einen international sehr hohen Zins kassieren können, ohne dabei ein Währungsrisiko zu laufen.
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Von einer Flaute war keine Rede
Die Aktionäre von Klöckner-Humboldt-Deutz können weiterhin mit guten Dividenden rechnen
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Londoner Börse
Optimismus dominierte
In Übereinstimmung mit der meist freundlichen Börsentendenz an allen Börsenplätzen der Welt erzielten auch die englischen Aktien zu Beginn des neuen Jahres weitere Kursgewinne.
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Noch einmal: Arbeitszeitverkürzung
Der Jammer, welchen Winterhoff darüber empfindet, daß die Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich verkürzt wird, ist nur unter dem Gesichtspunkt zu verstehen, daß er den Verlust privilegierter Gesellschaftsordnung mißbilligt.
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Thyssen auf Platz drei
Hans-Günther Sohl hat sein Ziel erreicht: von Februar an wird der Vorstandsvorsitzende der August Thyssen-Hütte AG Chef des größten Stahlkonzerns in der Bundesrepublik sein.
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Der Deutsche Bauernverband
Bereits Ende 1945 wurde durch den damaligen Widerpart Konrad Adenauers in der CDU, den früheren Reichsminister Andreas Hermes – er starb vor wenigen Tagen im Alter von 85 Jahren –, der Grundstein zum heutigen Bauernverband gelegt.
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Vier Prozent sind zuviel
Der Schweizer Franken gilt seit Jahrzehnten als „harte Währung“. Selbst in den dreißiger Jahren hat die Inflation nicht auf die Schweiz übergegriffen; jetzt sehen sich auch die Schweizer dem Gespenst der Inflation gegenübergestellt.
- Wissen
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Der Friedens-Krieg
Kaum hat es begonnen, dieses 1964, schon haftet ihm ein Etikett an: das Jahr des Friedens. So schön jedenfalls, so milde und beruhigend wie diesmal haben sich die Neujahrsadressen von West nach Ost und von Ost nach West seit fünfzehn Jahren nicht gelesen.
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Pilger für die Einheit
Am 4. Dezember 1963 überraschte Papst Paul VI. die Welt mit der Nachricht, er gedenke eine Reise ins Heilige Land zu unternehmen.
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Ulbrichts neue Taktik
Walter Ulbricht will als Initiator der Berliner Passierscheinregelung gelten; dies wurde deutlich an seiner Rede zum 45. Gründungstag der KPD.
- Reisen
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Fresken und Mosaiken
Nur drei Jahre und sechs Monate hat der Kompromiß gehalten, der der Insel Zypern die Selbständigkeit gab. Zu den Bemühungen des jungen Staates hatte es sogleich gehört, den Tourismus auszubauen und um Reisende zu werben.
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Reisen und Lesen
Der kluge Mann, der auf sich hält, reist mit dem „Schroeder“ durch die Welt – das einfältige Sprüchlein des Kurt Schroeder-Verlages in Bonn darf man zumindest in einem Falle mit äußerstem Vergnügen in Kauf nehmen.
- DIE ZEIT
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Sanfte Bienen sind schlampig
Als den Gregor Mendel der Verhaltensforschung kann man Professor Walter C. Rothenbuhler an der Ohio State University in Columbus, USA, bezeichnen.
Von Vittts B. Dröscher
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Unser Kritiker sah:
„SEELENWANDERUNG“
Wittlinger ist ein Talent. Er hat eine leichte Hand, will aber mehr als Boulevardtheater geben. Wittlinger ist ein deutscher Autor, der sogar Erfolg hat.
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Mit der Niere eines Affen leben...
Um den 36jährigen Polizisten Edward C. Callahan stand es schlecht. Er war bei einem Raubüberfall auf einen Supermarket in Boston durch einen Kopfschuß schwer verletzt worden.
Von Erwin Lauseh
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Sonnabend, 4. Januar, das Hörspiel:
Schachnovelle
Stefan Zweigs gleichnamige Erzählung bereitete Klaus L. Graeupner als Hörspiel zu. Zweig schrieb die Schachnovelle spät – in der Emigration, wo er bekanntlich selbst seinem Leben ein Ende machte.
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Film
„Eine total total verrückte Welt“ (USA 1963, Verleih: United Artists): Regisseur-Produzent Stanley Kramer neigt in seinen publicity-begleiteten Filmen meist dazu, Kompromisse zwischen überkommenen Kinoklischees und gewichtigen thematischen „Anliegen“ zu schließen – Kompromisse, die vielleicht aus der Sicht Hollywoods als wagemutige Abweichungen von der Generallinie erscheinen mögen, in der Regel aber etwaige kritische Intentionen von innen her aushöhlen, mitunter gar ins Gegenteil verkehren und dem anspruchsvolleren Zuschauer den Geschmack verderben.
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Aus Unternehmungen
Durch Vermittlung von Banken hat die bundeseigene Viag (Vereinigte Industrie-Unternehmen, AG, Bonn) etwa die Hälfte des Grundkapitals der Ilse Bergbau-AG, Düsseldorf, erworben.
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ZEIT-Berichte aus der Forschung
In der Ausgabe Nr. 52/63 veröffentlichten wir an dieser Stelle einen Überblick über den deutschen Beitrag zum Internationalen Jahr der ruhigen Sonne (IQSY).
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Zu empfehlen
ES ENTHÄLT die neue, auf der Übertragung Reinhold Jachmanns fußende Textbearbeitung Gotthard de Beauclairs mit fünf ganzseitigen Originalradierungen von Felix Hoffmann, der sämtliche Exemplare der einmaligen, numerierten Auflage signierte.
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Zeitraffer
In einer Sonderuntersuchung des Statistischen Amts der Europäischen Gemeinschaften wurden für 1962 die gesamten Arbeitskosten (Löhne und Lohnnebenkosten) je Stunde in der Eisen- und Stahlindustrie der Montanunionländer ermittelt.
- Gehört und Gesehen
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Fernsehen
Viel Phrasen und ein klares Bild
In Saarbrücken schweigen die Musen. Von Kunst und Künstlern nannte sich ein kultureller Jahresrückblick des Saarländischen Rundfunks, der fünfundfünfzig Minuten lang demonstrierte, wie man eine solche Sendung nicht machen soll.
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Ergebnislose Flucht nach vorn
Darsteller: Mannequins, Bier; Länge: 1440 Kader = 1 Minute; Farbe: Rotschwarz. Man sah in der Tat Mannequins Bier trinken, mal rot angeleuchtet, mal schwarz, eine Minute lang.
- Gesellschaft
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Wie wird man Schauspieler?
Private Scharlatane und arme Schauspielschulen sind verantwortlich für den Nachwuchs auf deutschen Bühnen
Von Johannes Jacobi
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Kinnhaken für Attentäter
Kwame Nkrumah, „lebenslänglicher“ Präsident des westafrikanischen Staates Ghana, verließ seinen Palast, um ins Auto zu steigen.
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Neujahrs-Vorsätze
Präsident de Gaulle: „Zuallererst müssen wir die thermonukleare Aufrüstung vorantreiben, die allein die zureichende Macht verleiht, einer Aggressionsdrohung zu begegnen, und die allein uns die Unabhängigkeit geben wird.
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Ende des Schismas?
Das bedeutsamste Ereignis der Pilgerfahrt Papst Pauls VI. ins Heilige Land war seine Begegnung mit dem ökumenischen Patriarchen Athenagoras von Konstantinopel.
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Abzug der Briten vom Rhein?
Die Unruhen auf Zypern und der Dschungelkrieg zwischen Malaysia und Indonesien drohen die NATO zu beeinträchtigen. Falls Großbritannien noch mehr Verstärkung über die Luftbrücke nach Nikosia und Singapur schicken muß, wird es Truppen aus Deutschland abziehen müssen.
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2 x Entspannungs-Offensive
Zwei Friedensoffensiven aus Ost und West kreuzten sich am Jahresbeginn. US-Präsident Johrson will keine außenpolitische Pause einlegen.
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Pilger im Düsenklipper
Paul VI. hat Geschichte gemacht: Als erster Nachfolger Petri kehrte er ins Heilige Land zurück, als erster Papst seit 150 Jahren reiste er über die Grenzen Italiens hinaus, als erster Papst bestieg er ein Flugzeug, als erster Papst seit 1439 sprach er mit dem geistlichen Oberhaupt der orthodoxen Kirche.
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Vendetta gegen einen Abt
Katalonien, der Nordwesten Spaniens, ist von Unruhe erfüllt. Gegen den Abt von Montserrat, einen freimütigen Kritiker des Franco-Regimes, wurden Todesdrohungen laut; das Heim eines Jugendklubs in Montserrat bei Barcelona ging in Flammen auf; die Polizei untersagte der Organisaton „Omnium Cultural“, die sich der katalonischen Literatur und Musik annahm, jede Tätigkeit.
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Namen der Woche
Walter Ulbricht, Staatsratsvorsitzender der DDR, leidet seit längerem an einer bösartigen Kehlkopfgeschwulst. Die Krankheit, die durch eine Behandlung in der Ostberliner Charité zunächst aufgehalten wurde, verschlimmerte sich in jüngster Zeit.
- Kultur
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Zeitmosaik
Die Nachrichtenagentur ADN veröffentlichte eine Bestsellerliste der 1963 in der DDR meistgekauften Bücher. Es waren „Nackt unter Wölfen“ von Bruno Apitz, „Das russische Wunder“ von Annelie und Andrew Thorndike, die „Abenteuer des Werner Holt“, 2.
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Der ungebrochene Revolutionär
Hindemilh ist nach Richard Strauss der international akkreditierte Repräsentant deutscher Gegenwartsmusik gewesen. Er war darüber hinaus eine Erscheinung von zunehmendem Seltenheitswert in unserer Zeit: nämlich eine Persönlichkeit hohen Ranges, deren innere Einheit sich kompromißlos gegenüber allen andersartigen Erwartungen, Ansprüchen und Zumutungen der wechselnden jeweiligen Kulturmodeströmungen behauptet hat.
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Boykott der Berliner Stadtbahn
Bei der Betrachtung eines Stadtplanes fallen zwischen den begrenzten Farben für bebaute Flächen und Parks verbundene Liniennetze auf, verschiedene für Magistralen, Oberflächenverkehr, Schnellbahnen über und unter der Erde.
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Unser Seller-Teller Dezember 1963
Die Buchhändler sind bei der Inventur, und wir wollen ein gleiches tun: eine Seller-Teller-Inventur des Jahres 1963 unternehmen.
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Der große Andante-Komponist
In der zweiten Hälfte seines Lebens stand er dem tonangebenden Avantgardismus, wie überhaupt der „Moderne", recht fern. Darum sind wir ihm nun noch viel zu nah.
Von Joachim Kaiser
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Zum Lachen oder Weinen:
Wieder einmal Rolf Hochhuths „Der Stellvertreter“. Mir aber geht es nicht um einen Papst, sondern um einen Oberrabbiner. Nach der umstrittenen Aufführung des Stückes in Dänemark brachte „Die Welt“ Ende Dezember ein Gespräch mit dem dänischen Oberrabbiner Dr.
Von Edmund Wolf
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Der Bach des 20. Jahrhunderts
Hindemith ist nicht mehr. Bald werden die Götter meiner Jugend alle dahingegangen sein. Als man – ein Pennäler – die ersten Antennen spannte, in den zwanziger Jahren, die in der Nachkritik nicht nur Ansehen, sondern auch Haut goût behalten haben, legte man die „Suite 1922“ leicht erreichbar dorthin ins Notenregal, wo bisher Bachs „Englische Suiten“ lagen.
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Hüben und drüben
Sie machen es sich zu leicht
Die meisten im vergangenen Jahr erschienenen Romane deutschsprachiger Autoren der jüngeren und mittleren Generation sind Ich-Erzählungen.
- Länderspiegel
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,,Wenn schon SPD, dann Neuss”
Das Haus, in dem Kunst und Politik eine Mischehe eingegangen sind, steht am Lützowplatz, rings von Buddelstellen und Bauzäunen umgeben.
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Diskussion in Leipzig
Das Befremden begann schon auf der freiheitlich-westlichen Seite. Ein Zollbeamter schrieb hurtig die Daten aller Personalausweise in sein Buch und sagte, als ihm die Antwort auf seine Frage nach dem Zweck unserer Reise zunächst vorenthalten wurde: „Wenn Sie mir das nicht sagen, kommen Sie hier gar nicht erst ’raus, das wissen Sie doch ganz genau!“ – Bürokratische Querelen dieser Art, die uns in der Bundesrepublik als unangenehme Überraschungen auffallen, erwartet man in der DDR wie eine Selbstverständlichkeit.
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Kleopatra und ihre Folgen
In Hamburgs Spezialkino für historische Kolossalgemälde ist endlich Kleopatra angekommen, der Film, über dessen hindernisreiche Entstehung so viele Geschichten erzählt und verkauft wurden, daß die Geschichte von der Ägypterin neben der amerikanischen Kleopatra ganz verblaßte.
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Agrarpolitik mit Grundstückspreisen
Die Geschichte begann damit, daß die Stadt Neumünster nach Grund und Boden suchte, um ihren Friedhof zu erweitern, der für die wachsende Stadt zu klein geworden war.
- Lebensart
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Zweitausend unter Dampf
Wenn man auf dem Rücken schwimmt, sieht man in den Winterhimmel – sofern man überhaupt etwas sieht; denn jetzt im Januar ist man meist von Nebelschwaden umhüllt.
Von Wolfgaug Ebert
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Der „Gag”, der keiner war
Geld für Mensch und Tier: Die vernachlässigten Kinder – Am Elementaren erweist sich höchste Bildung
Von Horst Wetterimg
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Der Platz, wo alles klar ist
Die Urteile über den „Playboy“ beruhen hierzulande mehr auf geflüsterten Gerüchten denn auf Kenntnis. Daß die Zeitschrift nur an wenigen Kiosken und in wenigen Buchhandlungen gehandelt wird, deren Adressen selbst in Großstädten nicht jedermann geläufig sind, hat den Anschein erweckt, es gäbe sie überhaupt nur unterm Ladentisch.
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J. M-M:
Glückseliger Blick
Der päpstliche Pilger war im Heiligen Land von Film-Kameras und Mikrophonen begleitet. Er ist ein Mensch dieser Zeit. Er fürchtet die modernen Mittel nicht, die ein Ereignis von weltgeschichtlicher Bedeutung der ganzen Welt mitteilen.
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Trink-Ecke
Weine zwischen Pan und Kilian
Im Lande des Maines heißt das Stoßgebet: „Herr, gib uns zu trinken!“ Es mag zwar um eine beträchtliche Nuance vom theologischen Reglement abweichen; in einer Landschaft aber, wo ein Heiliger Beschützer der Winzer ist, muß es gestattet sein, nicht nur für eine gute Weinernte, sondern auch für ihren Konsum zu beten.
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Achtung Konsumenten!
Der Kassenkunde
Herr S. ist krank. Seit vier Jahren läßt er sich regelmäßig ärztlich behandeln; er „hat es mit der Leber“. Damit, warnte sein Hausarzt, sei nicht zu spaßen.
Von Wirtschaftlich ist das, was mit Herrn S. vor-
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Peterchens totaler Krieg
Das Spielzeug, das liebevolle Eltern ihren Kindern jüngst auf die Gabentische gelegt haben, bestand, man soll sich keinen Illusionen hingeben, zu einem Teil aus Kriegsspielzeug: Maschinengewehren, Pistolen, Nachbildungen von Panzern, U-Booten, Flugzeugträgern und natürlich auch Sanitätswagen des Roten Kreuzes.
- Sport
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Der Mann, der Ulbricht schlug
Es stand 3 : 3. Auf den Tribünen der Ostberliner Seelenbinderhalle schrien die SED-Claqueure wie besessen, jetzt war der politische Triumph ganz nahe, jetzt würde die sozialistische die kapitalistische Mannschaft schlagen, jetzt würde die DDR die Majorität in der gesamtdeutschen Olympiaauswahl bekommen, jetzt ein SED-Mann Chef de Mission werden, denn jetzt standen die „Westdeutschen“ mit nur vier Feldspielern auf dem Eis.
Von Horst Fried
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Muskeln – stark gefragt
Unterscheidet man die so imponierenden Verbesserungen der sportlichen Höchstleistungen nach Schnelligkeit, Ausdauer und Kraft, so ist die Zunahme bei jenen Disziplinen, bei denen die Kraft eine entscheidende Rolle spielt, dort, wo Eisen zum Widerpart des Menschen wird, beim Gewichtheben und Kugelstoßen, am sensationellsten, wobei wir in unserer Betrachtung von den Wurfübungen einmal absehen.
Von Adolf Metzner
- unzugeordnet
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Hans Mayers Büchertagebuch (1):
Wahrheit und Lüge der Tagebücher
Das literarische Tagebuch ist eine bedenkliche Gattung. Aber sind nicht die meisten der überlieferten Genres heute durch einen fatalen Hang gekennzeichnet, ästhetische Ehen mit „artfremden“ Gattungen eingehen zu wollen? Lyrische Dramen schrieb man bereits um die Jahrhundertwende; später kam das epische Theater auf; die Tragikomödie erschien plötzlich als Übergipfelung der einstmals streng getrennten Bereiche von Tragik und Komik; Hofmannsthal nannte den „Rosenkavalier“ eine „Komödie für Musik“, und von den dramatisierten Romanen der Weltliteratur, den Iwan Karamasow oder Lucien de Rubempre der Schaubühne, wollen wir gar nicht reden.
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Renovierter Rapacki-Plan
In der Klausur einer komfortablen Jagdhütte in den masurischen Wäldern diskutierten Chrutschtschow und sein polnischer Gastgeber Gomulka.
Von Hansiaküb Stehle
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Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns
Stolz oder schlechtes Gewissen?
Auf der traditionellen Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns in Hamburg unternahm Bankier Hans Rudolph Freiherr von Schröder, Präses der Handelskammer Hamburg, wie üblich einen Streifzug durch die aktuellen Probleme der hamburgischen, deutschen und europäischen Wirtschaftspolitik.
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Ein Diener des Rechts
Ein Staatsmann, der, bevor er handelt, nur erwägt, was seinem Staate nützen könnte, nicht aber auch danach fragt, ob seine Planungen sich in den vom Völkerrecht gezogenen Schranken halten, hat zum Schaden seines Landes seinen Beruf verfehlt.
Von H. P. B.
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Afrikaner in Moskau
Schwarze Studenten in der roten Welt – Rassenfreundschaft: nur graue Theorie
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Auch eine Art sich zu bedanken
So der Editor. Zwanzig Seiten „Analyse“, der Rest von etwa 350 Seiten „Beispiele“. Nun wird interessieren, was Hirschberg unter Analyse versteht.
Von Roman Braun
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Mut vor Ministersesseln
Vor vier Jahren setzte mancher Autofachmann ein Fragezeichen hinter seine selbstbewußte Feststellung: „Wir gehen erst einmal auf die vierte Million zu und dann auf die fünfte.