Unser Freund und Mitarbeiter Professor Ludwig Marcuse wird am 8. Februar siebzig Jahre alt. Aus diesem Anlaß drucken wir hier neben dem Glückwunsch eines Marcuse-Schülers, des Professors Richard Exner am Oberlin College in Ohio, einen Auszug aus Marcuses jüngstem, termingerecht zum Geburtstag erscheinenden Buch, „Aus den Papieren eines bejahrten Philosophie-Studenten“ (List Verlag, München; 336 S., 20,80 DM). Er behandelt das Thema, für das Ludwig Marcuse ein Leben lang in Wort und Schrift gestritten hat.

Aufklärung“ gehört zu jenen zentralen Vokabeln, die ein Zeitalter charakterisieren. Bezeichnend ist immer, wie häufig dies Wort gebraucht, welcher Inhalt ihm gegeben, welcher Ton ihm beigemischt wird. Das Klären, Klarmachen, das Claire et Distincte des Descartes, auch bei Spinoza und Leibniz im Mittelpunkt, wurde im achtzehnten Jahrhundert zum entscheidenden Enthusiasmus.

Auch das Sammeln und Vertreiben von Wissen. Diderot wollte mit der „Enzyklopädie“ „Kenntnisse, die über den ganzen Erdball verstreut sind“, hier vereinen, sicher machen, daß Werke vergangener Jahrhunderte nicht ungenützt bleiben, daß besser erzogene Generationen glücklicher werden.

Heute erscheint diese „Aufklärung“ vor allem in zwei Zusammenhängen: (erstens) als historische Kategorie; für Deutschland die sieben Jahrzehnte zwischen 1720 und 1790, in denen Mythen, kirchliche Dogmen, Metaphysiken zerstört wurden. Jene Aufklärung war das Jahrhundert gegen den Schwindel der Priester und den Aberglauben der Analphabeten, das enthusiastische Jahrhundert des Glaubens an Akademien, das klassische Jahrhundert des Preises auf das Natürliche Licht, die Vernunft.

Und dann hat „Aufklärung“ heute noch den Klang der Verachtung: Aufkläricht. Das begann bereits damals. Voltaire, der Erz-Aufklärer, machte sich lustig über die kleinen Vernünftler, deren Argumente er karikierte: der Herr habe uns Nasen gegeben, damit wir imstande sind, Brillen daraufzusetzen.

Die billige Teleologie fand ihren bekanntesten Ausdruck im Werk des populärsten deutschen Aufklärers, Christian Wolff. Er rechtfertigte die Weisheit der Schöpfung: „Das Tageslicht schafft uns großen Nutzen; denn bei demselben können wir unsere Verrichtungen bequem vornehmen, die sich des Abends teils gar nicht oder doch wenigstens nicht so bequem und mit einigen Kosten vornehmen lassen.“

Es ist ein Merkmal unserer Jahre, daß „Aufklärung“ vor allem verächtlich oder nur noch in geschichtlichen Hinweisen erscheint (etwa in der Wendung „Zeitalter der Aufklärung“) – obwohl auch das zwanzigste Jahrhundert seine Voltaires hatte: Nietzsche und Sigmund Freud und Bertrand Russell.

Was ist nun Aufklärung – jenseits des Namens einer vergangenen Epoche, jenseits des Synonyms für Rechenhaftigkeit und jenseits der Verwandlung der Enzyklopädie des achtzehnten in das Sachbuch des zwanzigsten Jahrhunderts, die alle miteinander weder „besser erzogene Nachkommen“ noch glücklichere hervorgebracht haben? ...

Man beschwert sich noch immer, daß diese „Aufklärung“ keinen bestimmten Inhalt hat. In einer der jüngsten Enzyklopädien, dem „Schweizer Lexikon“, heißt es: „Eine genaue Begriffsbestimmung gibt auch Kant nicht“ – obwohl er gerade das sich zum Ziel gesetzt hatte, in einer seiner berühmtesten Arbeiten. Die kürzeste Definition enthält seine Abhandlung: „Was heißt: sich im Denken orientieren?“ Hier steht: „Die Maxime, jederzeit selbst zu denken, ist die Aufklärung.“ ...

Noch einen Schritt weiter ging er in dem Essay „Die Beantwortung der Frage ‚Was ist Aufklärung?‘ “ Sie gab eine Psychologie des Aufklärens und Aufgeklärtwerdens und fragte: welche Widerstände sind zu überwinden? Wo sind die stärksten Hemmungen auf dem Wege zum selbständigen Denken? Er fand zwei große Gegner: Feigheit und Faulheit. Gegen die Feigheit setzte er den Mut („sapere aude“), gegen die Faulheit die Anstrengung. Es sei so bequem, schrieb er, nicht man selbst zu sein.

Die Moralisten dachten in Kants Tagen noch in Vorstellungen wie: Versäumnisse, Unzulänglichkeiten, Sünden des einzelnen – und schoben sie noch auf „die Gesellschaft“ ab, heute der Sündenbock für alles und jeden. Kant machte einen tiefen Eingriff mit seiner Zergliederung der Feigheit. Er gab ihr eine Definition, dreifach differenziert: als Mangel an Mut, (erstens) eine eigene Einsicht zu haben, (zweitens) sich zu ihr zu bekennen, (drittens) ihr gemäß zu handeln. In seiner „Anthropologie“ unterschied er dann zwischen dem Mut als „Affekt“ (Säure im Magen könne einen General kleinmütig machen) und dem Mut, „durch Vernunft erweckt“. In dem durch Vernunft erweckten Mut sah er ein konstituierendes Element des Aufklärers ...

Kants spezifisches Problem war: wie bringt der „Aufklärer“ die Bürgerpflicht: Ordnung, in Harmonie mit der Menschenpflicht: Aufklärung?

Zur Lösung erfand er die Unterscheidung: „der öffentliche Gebrauch“ der Vernunft und der „Privatgebrauch“. Der private, meinte er, „darf öfters sehr enge eingeschränkt“ werden. Zum Beispiel: ein Geistlicher ist verbunden, „seinen Katechismusschülern und seiner Gemeinde nach dem Symbol der Kirche, der er dient, seinen Vortrag zu tun. Aber ...“ Und nun kommt „der öffentliche Gebrauch“ ins Spiel. Als „Gelehrter“ habe er die uneingeschränkte Freiheit, ja Verpflichtung, seine „sorgfältig geprüfte und wohlmeinende“ Ablehnung dessen, was er als Geistlicher verkündete, dem Publikum gedruckt mitzuteilen ...

Dachte er an eine Art von Ersatz für die mittelalterliche Lösung: Aufklärung auf lateinisch für die ruhigen Gebildeten, Zurückhaltung in der Volkssprache vor den unruhigen Ungebildeten? Jedenfalls bewährte sich der Vorschlag einer gesonderten Praxis der Angestellten- und Gelehrtenvernunft schon zur Zeit der bürgerlichen Gesellschaft nicht. Er bewährt sich erst recht heute nicht, in der Massengesellschaft – wenn auch aus entgegengesetzten Gründen.

Heute befördert den „Privatgebrauch“ der Vernunft, also Ruhe und Ordnung, wer über das Fernsehen und die Illustrierten verfügt. Zwischen ihnen und dem Buch des „Gelehrten“ ist eine Kluft, die es ungefährlich macht, und unwirksam. In nicht-diktatorischen Ländern kann von „Gelehrten“ auf gelehrt alles gesagt werden – zu niemandes Nutzen. So ist dies der Wandel: in Kants Jahren konnte der Gelehrte nicht aufklären, weil man ihn nicht ließ; zu unserer Zeit nicht, weil man ihn nicht liest, weil er die Massen nicht erreicht...

Feigheit ist der eine große Gegner der Aufklärung, Faulheit (nach Kant) der andere. Professor C. B. Crane von der University of Wisconsin behauptete: „Die Faulen sind das Salz der Erde.“ Das Genie, das zu faul gewesen sei, alle paar Sekunden die Feder in Tinte zu tauchen, habe den Füllfederhalter erfunden. Aber das Erfinden ist eine Aktivität, nicht eine Faulheit. Wenige Worte sind so stark umgewertet worden. Den besonderen Inhalt, den Kant ihr gibt, spricht der Satz aus: „Es ist so bequem, unmündig zu sein.“ Kant klagt den „bei weitem größten Teil der Menschen“, darunter „das ganze schöne Geschlecht“, an, auf Bequemlichkeit aus zu sein. Was schlecht ist an der „Unmündigkeit“, wird nicht gesagt. Das Wort selbst ist geladen mit Ablehnung ...

Kant verdammte die „Faulheit“, Schlegel pries sie – um derselben kreativen „Freiheit“ willen. Die Romantiker waren „Aufklärer“: in jenem weiten Sinne des Wortes, in dem Kant es definierte. Die Kluft zwischen ihm und ihnen lag lediglich in der rationalistischen Modellierung, die Kant dem Wort „Aufklärung“ gab, und die ihm geblieben ist bis zu dem späten Aufklärer Sigmund Freud, mit seinem Diktum: „Es gibt keine Instanz über der Vernunft.“ Kant übersetzte Horazens „sapere aude“ mit „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“ – und bezeichnete diesen Imperativ als „Wahlspruch der Aufklärung“. Er erläuterte „Unmündigkeit“ als das „Unvermögen“, seinen Verstand „ohne Anleitung anderer“ zu gebrauchen. Es sieht nicht selten so aus, als sei dieser Verstand das einzige Vermögen, welches den Menschen zum Menschen macht. Sein „Verstand“ war noch nicht, was er später wurde: die Rechenmaschine innen. Seine „Vernunft“ war noch nicht pragmatistisch. Seine „Aufklärung“ war nicht so, wie sie heute höhnisch porträtiert wird ...

Setzt man für „Verstand“, „Vernunft“, „Denken“ ein anderes Kantisches Wort, Spontaneität, so läuft man weniger Gefahr, ihn zu rationalistisch zu deuten; das Auseinanderreißen von Aufklärung und Romantik erweist sich als artifiziell ...

„Spontaneität“ bezeichnet Kants Philosophie auch besser als das Wort „Freiheit“, das zu leicht politisch eingeengt wird. Ganz gewiß war der Liberalismus ein Sektor jener spezifischen Aufklärung, die Kant verkündete. Er schrieb nicht nur gegen die Förderer der Faulheit, welche sich mit der Parole: Selbstdenken sei „beschwerlich“ und „gefährlich“, zu „Vormündern“ aufwarfen; auch gegen das faule „Hausvieh“, das seine „Unmündigkeit“ „liebgewonnen“ hat, dem sie „beinahe zur Natur“ geworden ist. Er sah sogar schon, daß die Erziehung zur Faulheit auch eine schlimme Konsequenz für die Erzieher hat: Die also Erzogenen zwingen ihre Lehrer unter die Diktatur der Faulheit und machen sie unmündig. Das war ein großartiger Vorblick in das Zeitalter der demagogischen Usurpatoren, der Unfreisten unter den Unfreien, weil sie vom Pöbel abhängen ...

Aufklärung und soziale Atomisierung sind nicht identisch. Fünf Jahre vor Ausbruch der Französischen Revolution schrieb Kant, die schlimmen Folgen kommender Revolutionen antizipierend: „Durch eine Revolution wird vielleicht wohl ein Abfall von persönlichem Despotismus und gewinnsüchtiger oder herrschsüchtiger Bedrückung, aber niemals wahre Reform der Denkungsart zustande kommen; sondern neue Vorurteile werden, ebensowohl als die alten, zum Leitbande des gedankenlosen großen Haufens dienen.“ Das hat der große Aufklärer Marx nicht vorausgesehen. Kant aber war nicht so soziologiefremd, wie die Zeit nach Marx gern annimmt. Er wußte, daß aufgeklärte Gesetze und Institutionen nicht die Spontaneität des einzelnen ersetzen können; aber auch, daß Gedankenfreiheit gebunden ist an Redefreiheit: „Also kann man sagen, daß diejenige äußere Gewalt, welche die Freiheit, seine Gedanken öffentlich mitzuteilen, den Menschen entreißt, ihnen auch die Freiheit zu denken nehme.“

Man kann von einer „Aufklärung“ im engeren Sinne sprechen. Da ist Kant ein begrenztes historisches Ereignis. So sah er „den Hauptpunkt der Aufklärung“ in „Religionssachen“: „weil in Ansehung der Künste und Wissenschaften unsere Beherrscher kein Interesse haben“. Das traf zu für seine Zeit und vor allem für sein Land – und war noch die Meinung Burckhardts und Freuds. Im Zeitalter der totalen Propaganda gibt es keinen Bezirk des Daseins, der die „Beherrscher“ nicht interessierte ...

Aber hinter seinen historisch begrenzten, spezifischen Formulierungen des Dunkels und des Lichts lebte etwas Zeitloseres. Er fragte: „Leben wir in einem aufgeklärten Zeitalter?“ Und antwortete: „Nein, aber wohl in einem Zeitalter der Aufklärung.“ Er gebrauchte das Wort dynamisch, nicht statisch. Er gab alle aufgeklärten Meinungen seiner Zeit preis – zugunsten der Tendenz, die sich in ihnen ausdrückte: des Willens zur Klärung. So bleibt als letztes, nicht weiter zu ergründendes Element der Kantischen Aufklärung: daß der Mensch ein Wesen ist, welches die Mission hat, einer Richtung zu folgen, in welche ihn die unbekannte Wahrheit zieht. Mehr hat er nicht ausgesagt. Mehr kann vielleicht nicht gesagt werden ...

Hundertfünfzig Jahre nach seinem Tod ist zu bedenken: kann man sich und andere aufklären – nur dadurch, daß man, nicht faul und nicht feig, von seinem Verstand Gebrauch macht? Was liefert der Verstand? Die Gesetze der Logik! Verständig ist auch die rechte Anwendung der Erfahrungen auf den besonderen Fall! Was kann der Verstand nicht? Erfahrungen schaffen, Fakten geben. Aufklärung im allgemeinen (zum Beispiel: die Zerstörung von Dogmen) ersetzt nicht Aufklärung im besonderen (zum Beispiel: die unangetastete Mitteilung eines einmaligen Vorgangs). Die Information ist eine Crux der Aufklärung – heute vielleicht mehr als je, weil jeder mehr hört als je. Das hat Kant so noch nicht erlebt.

In einigen Ländern ist es technisch unmöglich, sich zu informieren; es gibt eine einzige Morgenzeitung für zweihundert Millionen Leser. Unsere Sorge lebt geographisch näher: wie kann, die technische Möglichkeit, sich zu informieren, auch noch umgesetzt werden in Information? Der einzelne, der seinen Abgeordneten wählt, der politische Urteile täglich abgibt, mag gründliche und die besten Grundsätze haben. Hat er ebenso gründliche Informationen und die Zeit, sie sich anzueignen? Sind die Intellektuellen, die, hochgestimmt, Politik machen, auch nicht faul in der Aneignung notwendiger Einzelheiten?

An Stelle von Informationen haben sie Theorien, zum Beispiel: die Lehre von der Sublimierung, die materialistische Dialektik und den göttlichen Wettbewerb. Sie sind die großen Lückenbüßer. Sie ersetzen, was man nicht weiß, durch Ideologien, wenn nicht gar durch Plakate. Aber selbst die feinste Theorie ist vor dem Detail nur eine Möglichkeit. Man verachtet gern und vornehm Propaganda und übersieht, wovon sie lebt: von einer Unterernährung an Wissen um die Vorgänge, zu denen man ja oder nein sagen muß ...

Die Nachkommen der Aufklärer benehmen sich ganz unaufgeklärt: nicht, weil sie nicht die Hundert Großen Bücher gelesen haben, sondern, im Gegenteil, weil sie glauben, es genügt, mit Marx vertraut zu sein, um über Kuba urteilen zu können. Man wird noch nicht dadurch zum Aufklärer, daß man die Geschichte des Priesterbetrugs am kleinen Finger hat. In Tiecks „Gestiefeltem Kater“ sagt Gevatter Fischer: „Ich muß wenigstens gestehen, daß ich nie an Hexen und Gespenster habe glauben können.“ Das ist löblich. Aber glaubt er vielleicht an sein Morgenblatt mit den nagelneuen, streng „wissenschaftlichen“ Hexen und Gespenstern? ...

Die Disproportion zwischen den vielen „Wissen Sie schon?“, durch die jeder Zeitgenosse hindurchgeschleust wird, und dem Entscheidenden, das man zwar nicht erfährt, aber munter beurteilt, ist der Kern der Unaufgeklärtheit in dieser Zeit. Die Gespenster von 1750, 1850 und 1950 sind nicht dieselben. Man wird nicht dadurch ein Aufklärer, daß man jahrhundertealte, ehrunwürdige Leichen schändet. Die Königliche Norwegische Sozietät krönte Schopenhauers Antwort auf ihre Frage: „Läßt sich die Freiheit des menschlichen Willens aus dem Selbstbewußtsein beweisen?“ Dennoch wollte sie die Arbeit nicht auf norwegisch publik machen. Sie erwog sogar, dem Philosophen aufzuerlegen, die Schrift nur lateinisch herauszubringen, weil sie den Eindruck mache, als stände sie im Widerspruch zum heiligen Glauben. Das war vor hundert Jahren nicht sehr aufgeklärt – und ist heute nichts als ein historisches Faktum. Wer seine Aufgeklärtheit darin zeigt, daß er die norwegische Sozietät dieserhalb angreift, ist nur ein Wichtigtuer.

Hingegen ist es im zwanzigsten Jahrhundert gefährlich unaufgeklärt, die Massen (konstitutionell manipuliert) den Demagogen zuzutreiben. Jede Zeit hat etwas anderes vor allem aufzuklären. Unsere Zeit: das Faktum und die Unaufgeklärtheit vieler Aufklärer. Im zwanzigsten Jahrhundert ist gefährlich unaufgeklärt: wer nicht die Frage „Werden wir richtig informiert?“ in den Mittelpunkt rückt oder eine fruchtlose Antwort gibt – zum Beispiel in der Aufzählung aller Interessenten, die vom Zurechtmachen der Ereignisse profitieren. Die ewige Repetition dieser Liste ist fruchtlos, weil sie den einzigen Ausweg unterschlägt.

Die französische Dichterin Nathalie Sarraute hat ihn gezeigt: „So widersinnig es auch klingen mag, der eigentlich Verantwortliche für die Wirkung einer Information ist nicht der, welcher informiert, sondern derjenige, der informiert wird.“

Sie bringt das Problem dahin zurück, wo es im achtzehnten Jahrhundert liegenblieb. Gegen die Faulheit des kritiklosen Für-wahr-Haltens schützt nur der beste Satz der Aufklärung, der Diderots letzter gewesen sein soll: „Der erste Schritt zur Wahrheit ist der Zweifel.“