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Ausgabe 06/1964

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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„Dieselbe alte Clique“
Der Kampf hat begonnen. Der Premierminister und der Führer der Opposition sind in den industriellen Midlands und in Wales zur Redeschlacht angetreten, die sich nun bis zum Wahltag steigern wird.
Von Martin Wieland
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Die kleinen „Stalins“ in der Zone
Der Ungar Paul Lendvai, der nach dem Krieg in Budapest studiert hat und die Ostblockstaaten aus eigener Anschauung kennt, vergleicht im folgenden Artikel die innenpolitische Situation in der DDR mit dem politischen Klima in den kommunistischen Nachbarstaaten.
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Politiker, Priester, Patriarch
Er stand auf dem Balkon des Parlaments in Nikosia wie sein eigenes Denkmal. Auf dem Platz vor ihm brodelte eine aufgebrachte Menschenmenge, Schüler in blauen Uniformen, Lehrer, Priester.
Von Theo Sommer
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Auf der Sträflings-Insel
Der Sohn des südafrikanischen Ministerpräsidenten Verwoerd hat ein Stipendium der Alexander-von-Humboldt-Stiftung erhalten. Verschiedene deutsche Studentengruppen haben dagegen protestiert, weil Verwoerds Regierung den ersten schwarzen Stipendiaten der Humboldt-Stiftung, Dr.
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Hart, aber würdig
Der Bundesverteidigungsminister hat in seinem Bericht über die Vorgänge in Nagold Schlußfolgerungen gezogen, die allgemeine Unterstützung verdienen.
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Die Bedenken der Alliierten
Wogegen haben nun eigentlich die Alliierten Bedenken erhoben? Nach der von Bundesinnenminister Höcherl angeordneten Auskunft an die Presse: „Gegen die sehr weitgehende Erörterung nachrichtendienstlicher Methoden der Alliierten im Untersuchungsausschuß“.
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Ohne Eifer und Zorn
Nicht länger läßt sich die Außenpolitik ignorieren oder aufschieben. Präsident Johnsons Hoffnung, er werde sich mit ganzer Kraft den vielen heiklen innenpolitischen Problemen widmen können, erfüllt sich nicht.
Von Thilo Koch
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Wolfgang Ebert:
Was hart macht
Wie es in den Herzen mancher ergrauter alter Krieger nach Nagold ausschaut, das läßt sich denken. Sie machen ja daraus keine Mördergrube.
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Zeitspiegel
Ulbricht hält einen neuen Köder bereit, der die Bundesregierung zu gesamtdeutschen Gesprächen auf höherer Ebene verleiten soll: Das Angebot einer Amnestie für politische Häftlinge in beiden Teilen Deutschlands.
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Ein Streit mit Rom
Der „Osservatore Romano“ antwortet auf einen ZEIT-Artikel / von Hansjakob Stehle
Von Hansiakob Stehle
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Mit Ulbricht reden?
In der Sendereihe „Zur Sache“ des „Zweiten Fernsehens“ diskutierten der Berliner Senatspressechef Egon Bahr, der CSU-Abgeordnete Freiherr zu Guttenberg sowie die Journalisten Sebastian Haffner, Mathias Walden und Hans Herbert Westermann über das Thema „Bewegung um welchen Preis?“.
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Auf seiner Afrika-Reise empfing Tschu En-lai einen einzigen westlichen Journalisten: Edgar Snow. Das Interview dauerte über fünf Stunden
Gespräch mit Tschu En-lai
Zwei-China-Theorie abgelehnt – Landwirtschaft erfolgreich – Geburtenkontrolle, aber wie?
Von Edgar Snow
- Wirtschaft
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Loch in der Bundeskasse
Lerne klagen, ohne zu leiden“, war jahrelang der unsichtbare Leitspruch über dem Ministereingang des Hauses Rheindorferstraße 113 in Bonn, des Bundesfinanzministeriums.
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Großchemie im Kunststoff-Boom
Farben-Nachfolger investieren beträchtlich – Immer noch kaufenswerte Anlagepapiere
Von Ingrid Neumann
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Phantasie wieder groß geschrieben!
Seit Jahresbeginn hat es an den deutschen Aktienmärkten beachtliche Kurssteigerungen gegeben. Da längst nicht die Gruppen von ihr erfaßt worden sind, spiegeln die Bewegungen der Aktien-Indices die tatsächlichen Ereignisse nur unvollkommen wider.
Von Kurtwendt
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Zuviel Lärm um unser Gold
Das Gerede um die Aufwertung der Deutschen Mark nimmt kein Ende. Weil die Gold- und Devisenbestände bei der Bundesbank sich im vergangenen Jahr um 2,5 auf gut 30 Milliarden Mark erhöht haben, weil man schätzt, daß der Exportüberschuß im laufenden Jahr über 8 Milliarden Mark erreichen könnte, fürchten die exportwirtschaftlich interessierte Industrie und die Banken eine Wiederholung des Experiments vom März 1961: Eine Änderung der Wechselkurse, die die Ausfuhren verteuert und die Einfuhren verbilligt, damit die Inflation der Nachbarländer nicht importiert wird.
Von Waither Weber
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Es wurde mehr verdient
Die Mehrzahl der großen deutschen Aktienbanken läßt seit langem keinen Zweifel daran, daß sie ihre Standarddividenden von 16 Prozent aus optischen Gründen als das „höchste der Gefühle“ ansehen.
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Die Eidgenossen ersticken im Geld
Langsam faltete Friedrich Traugott Wahlen seine, schlanken, blassen Hände auf dem dunkelbraunen Holztisch. „Wir wollen das Geld aus dem Ausland gar nicht.
Von Womgang Kubaila
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China – Traumland der Wirtschaft?
Was die Frau von Welt zu tragen hat, kann Paris bestimmen. Was die Herren dieser Welt zu denken haben, will der General befehlen.
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Europa-Plan ohne Exzesse
Es gibt den Grünen und den Goldenen Plan. Allgemein genießen beide Sympathie. Der Gedanke des Plans ist damit wohl auch im Grundsatz akzeptiert.
Von Hermann Bohle
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Hinweg damit
In diesem Monat haben die deutschen Länderfinanzminister die Möglichkeit, ein wirtschaftspolitisches Ärgernis aus der Welt zu schaffen.
Von Kurt Wendt
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Warum Südamerika arm bleibt...
Veraltete Wirtschaftsstruktur und verfehlte Wirtschaftspolitik beeinträchtigen die Aufwärtsentwicklung
Von Heinrich H. Kraß
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„Klütenewer“
Kümos – (Küstenmotorschiffe) heißen zwischenEmden und Lübeck die kleinen Schiffe unter 500 Bruttoregistertonnen. Insgesamt gibt es davon in der Bundesrepublik 1470 Stück.
Von C. B.
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Gespräche am Bankschalter
Ilseder Hütte ausrangiert
Die Investment-Sparer können wieder Freude an ihren Zertifikaten haben. Anlaß sind allerdings keine höheren Ausschüttungen, mit denen die Investment-Sparer aus „Einführungsgründen“ zunächst verwöhnt worden sind, sondern ausschließlich steigende Ausgabepreise, eine Folge der besseren Tendenz auf dem deutschen Aktienmarkt.
Von Ihr Securius
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„Höflich und hilfsbereit“
Das Bundesfinanzministerium hat den Entwurf für eine neue Betriebsprüfungsordnung im Steuerwesen vorgelegt. Damit sollen die vielfältigen Mängel beseitigt werden, die dem bestehenden Betriebsprüfungswesen anhaften.
Von Manfred Mielke
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Peinlich
Der Sozialpolitische Ausschuß des Bundestages hat sich nun doch entschlossen, Sachverständige zu den versicherungstechnischen Bilanzen zu hören, die das Bundesarbeitsministerium zur zukünftigen Entwicklung der Rentenversicherung vorgelegt hat.
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Der Größte
Alle Rekorde gebrochen hat der größte Industriekonzern der Welt: General Motors hat 1963 mehr produziert, mehr verkauft und mehr verdient als jemals zuvor ein Unternehmen.
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Zeitraffer
In der Bundesrepublik müssen bis 1975 voraussichtlich rund 4,3 Millionen Wohnungen gebaut werden, wenn für die wachsende Bevölkerung genügend Wohnraum zur Verfügung stehen soll.
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Der Leser Schreibt...
DAK ist unabhängig
In der Ausgabe Nr. 4 veröffentlichten Sie einen Aufsatz von Horst Beloch „Die unsoziale Krankenversicherung“. In diesem Aufsatz wird von der „der DAG gehörenden Deutschen Angestellten-Krankenkasse“ gesprochen.
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Grüne Erkenntnisse
Der in dieser Woche der Öffentlichkeit übergebene Grüne Bericht für das abgelaufene Wirtschaftsjahr 1962/1963 hat die These von Bundeskanzler Erhard, daß es als Ausgangspunkt agrarpolitischer Überlegungen „die Landwirtschaft“ nicht gibt, sondern daß differenziertere Methoden angewendet werden müssen, beweiskräftig untermauert.
- Wissen
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Die Reform ist tot...
Die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung – das zweite Hauptstück der großen Sozialreform – wird auch in dieser Legislaturperiode nicht mehr verwirklicht.
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Machtpolitik oder Ideologie?
Gibt es eine „neue Politik“? Diese Frage ist für Deutschland und innerhalb Deutschlands immer wieder verneint worden........
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Angst vor China
In seiner Pressekonferenz vom 31. Januar hat Frankreichs Staatschef die Absicht erläutert, Vietnam zu neutralisieren, und gesagt: „Die Neutralität scheint in der Epoche, in der wir leben, der einzige Zustand zu sein, mit dem ein friedliches Leben und der Fortschritt der Völker vereinbar ist.
Von Erik Blumenfeld
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Politischer Absentismus?
Man mag darüber streiten, was für Zypern besser sei: eine NATO-Polizeitruppe, ein UN-Friedenskorps oder Bataillone aus den Mitgliedsländern des Europa-Rates.
- Reisen
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Hoch droben in den Hütten
Wintersportler und Pensionswirte murren: Der Winter hatte heuer einen schlechten Start, er zeigte sich gar nicht sportlich-olympisch.
Von Hans-Georg Wodrig
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Notizen für Reisende
Die Deutsche Lufthansa hat beim Bundesverkehrsministerium neue Tarife für ihren zwischen Hamburg und Frankfurt verkehrenden Air-Bus beantragt.
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Ein Dorf, ein Schwalbennest: Soglio
Hier wird ein Geheimtip verraten: Soglio, eines der hinreißendsten und am besten versteckten Dörfer der Alten Welt. Die wenigen, die es schon kennen, werden „buh“ rufen und sich ärgern, doch gibt es Symptome dafür, daß es nicht mehr lange dauern kann, bis Soglio von einem der großen Reiseunternehmen „erschlossen“ und „erweitert“ wird.
Von Jürgen Zimmer
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Skilaufen „ohne“
Ein noch wenig bekannter Aspekt des modernen Lebens wie auch der winterlichen Touristik dürfte der Skiurlaub „ohne“ sein. Er wird in den deutschen, österreichischen und Schweizer Alpen, zwischen Allgäu, Kitzbühel und Graubünden mehr und mehr selbstverständlich.
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Nun plätschern sie wieder
Nicht alle Boote sind boats, es gibt auch Bötchen. Und Jachten und Motorjachten, die ein Freund als „Eimer“ zu bezeichnen pflegt; das ist Understatement, man kann auch „Pötte“ sagen.
Von Elmar Lang
- DIE ZEIT
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...bis zum Nabel
Über Nacht schrumpft die Stadt an der Seine zusammen: Die Haute-Couture-Ereignisse überstürzen sich; ein modisches Feuerwerk versprüht in einem Gebiet, das von der Avenue Montaigne und ihren Ausläufern bis zur stillen Rue Spontini reicht.
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Immer höher: Sesselbahnen und Preise
Der Reiz, der die Menschen unserer Zeit seit Jahren immer mehr zur Winterszeit in die Berge lockt – in Deutschland waren es 1962/63 nach Schätzungen bereits vier Millionen Ferienreisende gegenüber 1,5 Millionen im Jahre 1959/60 – ist vieldeutig.
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Unser Seller-Teller Januar 1964
Manchen Buchhandlungen fiel es diesmal schwer, unseren Fragebogen auszufüllen – im Januar steht es notorisch schlecht mit dem Verkauf; da will schon das Adjektiv gut wenig angebracht erscheinen, noch weniger seine Steigerung in den Superlativ.
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Reisespiegel
In die noch frischen Spuren, die Paul IV. auf seiner Pilgerreise ins Heilige Land hinterließ, sollen in Bälde Reisegruppen des Deutschen Reisebüros (DER) stapfen.
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Namen der Woche
Irene, Prinzessin der Niederlande, ist, wie jetzt bekannt wurde, im letzten Sommer von der reformierten zur katholischen Kirche konvertiert.
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Putsch gegen die Putschisten
Ein neuer General führt den Krieg in Südvietram – Geheimkontakte mit Madame Nhu?
- Gehört und gesehen
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Unser Kritiker sah:
„DIE GERECHTEN“
Der deutsche Nachholkurs in Bühnenliteratur sieht sich heute einer zweiten Bewährungsprobe ausgesetzt. Im ersten Jahrzehnt nach dem Zweiten Weltkrieg faszinierten uns Ideen und mancherlei Formen, die auf deutschen Bühnen unterdrückt gewesen waren.
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Film
„Ein Schmetterling flog auf“ (USA; Verleih: Paramount): Ein Film, dessen Verdienst allein darin besteht, auf ein betörend schönes Buch aufmerksam zu machen.
- Gehört und Gesehen
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Fernsehen
Des deutschen Spießers Wunderhorn
Am 30. Januar wurde Martin Walsers deutsche Chronik Eiche und Angora gespielt. Ein armer, tumber Geselle hält den Stützen der Gesellschaft seinen Narrenspiegel vor: Während sie sich wandeln, vom Kreisleiter zum Direktor und vom SA-Oberstudienrat zum Grauschlips-Oberstudienrat werden; während sie kämpfen und den Kampf verfluchen und abermals kämpfen, bleibt Alois Grübel sich treu.
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Verliebt in scharfe Kurven
Rom, an einem sonnenheißen Vormittag mitten im August. Wie ausgestorben ist die Stadt. Mindestens nach Ostia sind ihre Bewohner gefahren.
Von Uwe Nettelbeck
- Gesellschaft
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Visionen
Elfhundert Journalisten versammelten sich am letzten Freitag bei der Pressekonferenz Präsident de Gaulles im Elysée-Palast, unter ihnen zwei Chinesen aus Formosa und einer aus Peking, Im Gegensatz zu früheren Presseerklärungen des Generals blieben Überraschungen diesmal aus.
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Neuer Anlauf in Afrika
Präsident Julius Nyerere von Tanganjika unternahm einen neuen Anlauf zur afrikanischen Einheit. Mehr als die Hälfte von 32 afrikanischen Staaten hatten bis Mittwoch seine Einladung zu einer Außenministerkonferenz in Daressalam angenommen.
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Nutzen der Stiftungen
Was ist eigentlich dieses seltsame Phänomen der Stiftung, das im 20. Jahrhundert solche große Rolle spielt? Ein Fachmann hat es so ausgedrückt: „Eine Stiftung ist eine Einrichtung, die privaten Reichtum für öffentliche Zwecke nutzbar machen soll.
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Saturn – der schwerste aller Satelliten
„Patt“ im Raumfahrt-Wettstreit – Raketentechnisch war auch der Mondflug ein Erfolg
Von Werner Büdeler
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Wunderdoktor vor Gericht
Für die Eltern von dreizehn leukämiekranken Kindern aus Großbritannien gab es ein trauriges Wochenende. Voller Hoffnung waren sie nach Korsika geflogen, um die Kranken von dem Wunderdoktor Gaston Naessens behandeln zu lassen, der ein Serum zur Heilung von Leukämie und Krebs erfunden haben wollte.
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Zypern: Nach der Spaltung die Teilung?
Wie erwartet, hat der Staatspräsident von Zypern, Erzbischof Makarios, die Entsendung einer Ordnungstruppe der NATO auf die Mittelmeerinsel abgelehnt.
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Ein Labor sticht in See
Traumschiff für die Forschung – „Meteor“ im Kielwasser einer großen Tradition
Von Erwin Lausch
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Polizeiskandal in Österreich
Österreich hat einen neuen Koalitionsskandal: Der sozialistische Innenminister Franz Olah trat mit einem Bündel Geheimakten der Staatspolizei vor die Fernsehkamera und las seinem staunenden Publikum Agentenberichte vor, zumeist Klatschgeschichten über das Privatleben prominenter Politiker.
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USA holen auf im Weltraum
Die USA haben in der letzten Woche beim Wettrennen zum Mond die Sowjets eingeholt, wenn nicht sogar überholt. Ein deutsch-amerikanisches Team unter fernher von Braun schoß am Mittwoch von Kap Kennedy aus den bisher schwersten künstlichen Erdsatelliten ins All.
- Kultur
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Zeitmosaik
Der Oberbürgermeister von Bonn, Dr. Daniels, verwunderte sich in einer Karnevalsrede über die großzügige Verwendung militärischer Dienstgrade durch die Engländer: „Dieser Tage bekam ich einen Brief, da stand drauf ‚Mayor of Bonn‘, obwohl ich nur Obergefreiter bin.
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Bronzen aus Benin
Nicht politisch, aber künstlerisch ist Nigeria unter allen afrikanischen Staaten der wichtigste. Nur in Nigeria kann man die Entwicklung der afrikanischen Kunst durch mehr als zwei Jahrtausende verfolgen, schreibt William Fagg, Leiter der ethnologischen Abteilung des Britischen Museums, in seinem Buch über „Bildwerke aus Nigeria“ (im Prestel-Verlag, München; 188 S.
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Des Narren Wunderhorn
Jacques Königstein ist Präsident der Karnevalsgesellschaft in Aachen und selber ein Karnevalsdichter von Ruf. Es erscheint uns richtig, in der Woche, da das närrische Treiben an Rhein und Isar mit dem Rosenmontag seinen Höhepunkt erreicht, nicht den auch schon ein bißchen angestaubten Pessimismus des Kulturkritikers, sondern den nur leicht angebrochenen Optimismus des Fachmanns zu Wort kommen zu lassen.
Von Jacques Königstein
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Kritische Annalen von Walter Jens
Nüchternheit und Witz gepaart
Es scheint nicht leicht zu sein, sich in Deutschland als Germanist zu behaupten. Da die Distanz zur Sprache fehlt, lassen es die einen allzu oft bei liebevollem Umschreiben bewenden: Die Philologie erhält einen vergoldeten Mund, fromme Ergriffenheit tritt an die Stelle des Wissens, und die deutsche Poesie wird zur Geliebten, der man sich in Minnesänger-Haltung nähern muß.
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Ungebrochene Tradition
Jan Reifenberg, Korrespondent der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ in Washington, hat sein Buch im Sommer dieses Jahres abgeschlossen, nur wenige Monate vor dem tragischen Ende der Kennedy-Ära.
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Das soll Berlin sein
Ich möchte auf jene Argumente in den Leserbriefen zu meiner Darstellung des Boykotts gegen die Westberliner S-Bahn eingehen, die sich zusammenfassen lassen in dem Satz: Wir fahren nicht mit der kommunistischen S-Bahn, obwohl es uns nichts nützt, weil es dem Osten schaden könnte, der Mauer wegen, und das, sehn Sie, soll Berlin sein.
Von Uwe Johnson
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Kleiner Kunstkalender
„Nichts, was er schafft, ist ihm nebensächlich“, meint Daniel Henry Kahnweiler und denkt dabei speziell an Picassos Keramik.
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Zwischen Widerstand und Anpassung
In den letzten Jahren ist in der zeitgeschichtlichen Forschung ein Problem aufgetaucht, das vielen als geklärt galt: das Verhältnis der Kirchen zum Nationalsozialismus, zur Machtergreifung, zum „Neubau des Reiches“, zu Hitlers Krieg.
Von Ernst Weymar
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Ludwig Marcuse:
Aufklärung damals und heute
Unser Freund und Mitarbeiter Professor Ludwig Marcuse wird am 8. Februar siebzig Jahre alt. Aus diesem Anlaß drucken wir hier neben dem Glückwunsch eines Marcuse-Schülers, des Professors Richard Exner am Oberlin College in Ohio, einen Auszug aus Marcuses jüngstem, termingerecht zum Geburtstag erscheinenden Buch, „Aus den Papieren eines bejahrten Philosophie-Studenten“ (List Verlag, München; 336 S.
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Brief aus dem Tessin (2)
mein Herz (Dich so zu nennen – das ist die Kühnheit der Distanz!). Und Dank dafür, daß Du mir, als Kritik des unlängst Geschriebenen, das englische Wort „wistful“ wiedergegeben hast; ich hatte es vergessen.
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Die Übertreibung des barocken Schnörkels
Seit der Erfindung Herzmanovskys durch Friedrich Torberg ist es um diese Gestalt nicht mehr still geworden. Als der skurrile Humorist 1954 auf Schloß Rametz in Meran starb, lag von ihm nur ein einziges Hauptwerk im Druck vor, und dieses war schon vor dem Zweiten Weltkrieg vergriffen, verramscht, von der Oberfläche verschwunden: „Der Gaulschreck im Rosennetz“.
Von Otio V. Beer
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Zeitfragen
Sind sie heute dümmer?
In den letzten Wochen hat das Unbehagen an der höheren Schule wieder einmal neue Nahrung erhalten: „Mit 5 in Deutsch die Reifeprüfung“ rufen uns fette Schlagzeilen an – und verschieben damit das angedeutete Problem, ohne daß es jemand recht merkt; denn der Sachverhalt, der gemeint ist, hieße korrekt formuliert: „Trotz einer 5 im Deutschen die Reifeprüfung“.
Von Erwin Aiknann
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Hüben und drüben
Man kann darüber offen reden
In einem Gruß an Christa Reinig in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 30. Januar liest man: „Sie sind im Westen, keiner von uns kann sich von Ihrem Aufatmen wohl den rechten Begriff machen, jeder aber wird Sie herzlich willkommen heißen.
Von Marcel
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Zu empfehlen
„Duden – Etymologie“, Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache, bearbeitet von der Dudenredaktion unter Leitung von Paul Grebe; Der Große Duden, Band 7, Bibliographisches Institut, Mannheim; 816 S.
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An Ludwig Marcuse
Die literarischen und philosophischen Kollegen beglückwünschen Sie heute. Da soll auch der frühere Schüler nicht fehlen. Sie haben ihn gelehrt, nicht nur durch ihre Bücher, sondern vom akademischen Podium, in Person.
Von Ihr Richard Exner
- Länderspiegel
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Selbstkritik der Kölner Narren
Unter bunten Riesenbonbons und Luftballons saßen die Kölner Narren im Gürzenich-Restaurant und rührten traurig in ihren Kaffeetassen.
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München will hoch hinaus
Die Stadt baut einen Fernsehturm, die Privatunternehmer schauen in die Röhre
Von W. Kinnigkeit
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„Mein Bruder ist da drin”
Was manchem ein Alptraum sein mag, ist auf der Schwäbischen Alp ein Sport: Kletternd, kriechend, schwimmend und tauchend in die Finsternis von Höhlen vorzudringen.
- Lebensart
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J. M-M: Drei
Drei Ehen pro Tag
Wie das „Nationalinstitut für Statistik“ in Paris mitteilt, haben 1963 – im ersten Jahre der deutschfranzösischen Freundschaft – mehr als 600 deutsche Mädchen einen Franzosen zum Mann genommen.
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Der Traum von Zimmer vier
Für mich ist es nicht gebaut worden; es gehört auch eigentlich nicht in diese Betrachtung. Aber ich denke noch immer an das liebliche Himmelbett, das jetzt auf der Kölner Möbelmesse stand, eine charmante Spielerei in Weiß.
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Trink-Ecke
Rendezvous zwischen Wein und Sekt
Madame und Monsieur M. aus dem Weinland Frankreich nannten sie zärtlich „la eine froide“ – nach unserer philologisch sicherlich nicht qualifizierten Übersetzung von „die Kalte Ente“.
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Lasterausgleich
Ganze vierzehn Monate lang tickte es leise im Keller der Medizinischen Nationalbibliothek in Bethesda im US-Staate Maryland.
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Nepp in Nischen
Der prickelnde Name der Bar versprach viel, der schmeichelnde Portier mit den so-liebevollen, aber bestimmten Handgriffen verhieß süße Ereignisse: „Eine große Schau, Herr Direktor, hier dürfen Sie die nackten Oberschenkel unserer Damen streicheln!“ Es gehörte mehr als die moralische Standfestigkeit eines Direktors dazu, diesen Verlockungen und dem sich in den Weg stellenden Portier nicht nachzugeben.
- Sport
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Inflation der Medaillen
Das ist der große Star der IX. Olympischen Winterspiele, die Heldin von Innsbruck, die Russin Lydia Skoblikowa. Das Hammer- und Sichel-Emblem links, dort wo das Herz sitzt und die fünf olympischen Ringe auf der Nummern-Armbinde rechts über dem Bizeps.
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„Gold und Silber lieb ich sehr“
Die Flamme blakte und qualmte schwarz. „Dreh, dreh“, schrie einer unten am Sockel. Der Angerufene drehte fieberhaft und gab Gas – Propangas.
Von Horst S. Vetten