Forint, Rubel, Zloty

Bei jenem Juwelenhändler am Berliner Bahnhof Zoo gibt es polnische Zlotys zu einem Kurs, der dem Warschauer Wirtschaftsminister nicht recht sein dürfte, da er dem offiziellen Touristenkurs nicht entspricht. Für wenige deutsche Mark bekommt man einen Zlotybetrag, der einem Ministergehalt in Warschau entspricht. Nur der Tourist darf sich mit seinen schwarz eingetauschten Zlotys nicht erwischen lassen, und die Strafen, die wegen solchen Devisenschmuggels verhängt werden, sind hart. Nicht nur in Polen, in allen Ländern des Ostblocks geht man mit denen, die sich nicht an die Devisenbestimmungen halten, streng ins Gericht. Käme doch sonst die ganze Planwirtschaft ins Wanken.

Deutsche Mark kann man in alle Länder des Ostblocks in jeder beliebigen Höhe mitnehmen, man kann sie ebenso wieder mit zurücknehmen. Es empfiehlt sich, an der Grenze nicht übermäßig hohe Beträge von Deutscher Mark in die Landeswährung umzutauschen, es gibt an allen größeren Orten Banken, die einen weiteren Tausch vornehmen. Dies empfiehlt sich deshalb, weil man die Landeswährung auf keinen Fall über die Grenze mit herausnehmen darf. Man kann aber, wenn man die Wechselbescheinigungen bei der Rückreise an der Grenze wieder vorlegt, seine Lews oder Forints in Deutsche Mark zurückwechseln.

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Jugoslawien und Ungarn erlauben als einzige Ostblockländer, Landeswährung mitzubringen: 3000 Dinar oder Ungarn: 200 Forint.

Für alle Reisen in die Länder des Ostblocks wird ein Visum verlangt. Die Reisebüros übernehmen es, dies zu besorgen. Die folgenden DM-Beträge enthalten die Besorgungsgebühren und die Gebühr für das Visum:

Bulgarien (wird an der Grenze den Reisenden erteilt)

Touristenvisum: vier Mark; Durchreisevisum (nach Griechenland): 16 Mark

Ungarn: 30 Mark Rumänien: Mit Durchreisevisum für Ungarn 35 Mark

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