• DIE ZEIT: Jahrgang 1964

  • Einzelausgaben, nach Datum sortiert:

  • Ausgabe 1964/02

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    • Der Friedens-Krieg

      Kaum hat es begonnen, dieses 1964, schon haftet ihm ein Etikett an: das Jahr des Friedens. So schön jedenfalls, so milde und beruhigend wie diesmal haben sich die Neujahrsadressen von West nach Ost und von Ost nach West seit fünfzehn Jahren nicht gelesen.

    • Pilger für die Einheit

      Am 4. Dezember 1963 überraschte Papst Paul VI. die Welt mit der Nachricht, er gedenke eine Reise ins Heilige Land zu unternehmen.

  • Ausgabe 1964/03

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    • Um Lübkes Nachfolge

      Der SPD-Pressedienst fordert, daß die Parteien sich untereinander über die für Juni bevorstehende Wahl des Bundespräsidenten einigen.

    • Vorstoß nach Europa

      Von welchen Vorstellungen geht der Bundeskanzler bei seiner kürzlich im Bundestag angekündigten Initiative zur politischen Integration Westeuropas wohl aus? Diese Frage wird immer wieder gestellt.

  • Ausgabe 1964/04

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    • Das Ende der englischen Germanophobie

      Die Reise Bundeskanzler Erhards nach London war ein Erfolg. Sie hat jene unglückselige Phase der deutsch-englischen Beziehungen beendet, die vom gegenseitigen Mißtrauen geprägt wurde.

    • Abgeschlagene Brief-Offensive

      Walter Ulbricht hat in den letzten Tagen eine kleine Brieflawine ausgelöst. Er schrieb dem Bundeskanzler, sein amtierender Ministerpräsident dem Regierenden Bürgermeister, sein Minister für außen- und innerdeutschen Handel dem Bundeswirtschaftsminister.

  • Ausgabe 1964/05

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    • Alliierte Schützenhilfe

      Da haben nun also die britischen und die amerikanischen Alliierten just in dem Augenblick, wo Aussagen von Angehörigen des Bundesinnenministeriums und des Bundesverfassungsschutzamtes durch Zeugenaussagen in ein schiefes Licht geraten sind, Bedenken angemeldet „gegen die sehr weitgehende Erörterung ihrer nachrichtendienstlichen Methoden im Untersuchungsausschuß“ zur Klärung der Telefon-Abhöraffäre.

    • Sturm durch das deutsche Haus

      Die deutsche Politik steckt in einer „notwendigen Reinigungskrise“, sagte Bundesaußenminister Gerhard Schröder letzte Woche vor dem Bundestag, in einem „Umstellungsprozeß“, in einer Lage, „die in der Tat eine neue Besinnung notwendig macht.

  • Ausgabe 1964/06

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    • Die Reform ist tot...

      Die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung – das zweite Hauptstück der großen Sozialreform – wird auch in dieser Legislaturperiode nicht mehr verwirklicht.

    • Machtpolitik oder Ideologie?

      Gibt es eine „neue Politik“? Diese Frage ist für Deutschland und innerhalb Deutschlands immer wieder verneint worden........

  • Ausgabe 1964/07

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    • Sprung nach Afrika

      Der rotchinesische Ministerpräsident hätte den Zeitpunkt für seine afrikanische Safari kaum günstiger wählen können. Tschu En-lai hatte sich zu der achtwöchigen, strapaziösen Reise durch vier arabische und sechs afrikanische Staaten entschlossen, um die chinesische Mauer zu durchbrechen und sich der „Dritten Welt“ als ein zugänglicher, charmanter Repräsentant einer künftigen Großmacht vorzustellen.

    • Am Pariser Kamin

      Nach dem deutsch-französischen Vertrag haben sich die Regierungschefs der beiden Länder zweimal im Jahr zu Konsultationen zusammenzufinden.

  • Ausgabe 1964/08

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    • Drei Ämter und ein Mann ...

      Der Präsident des SPD-Parteitages in Bad Godesberg, Max Seidel, hatte nicht zuviel versprochen. „Es ist der feste Wille dieses Parteitags“, so hatte er erklärt, „seine neu zu wählenden Führungskräfte mit dem größten Vertrauensbeweis auszustatten.

    • Stoppzeichen aus Bonn

      Die Bundesregierung hat nachgeholt, was sie angesichts der vorweihnachtlichen Hochstimmung vor zwei Monaten für untunlich hielt: Sie sagte jetzt nachträglich nein zur Berliner Passierscheinvereinbarung vom 17.

  • Ausgabe 1964/09

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    • Elektronen-Logik

      Charles de Gaulle hat dem Bundeskanzler erklärt, auf die Amerikaner sei kein atomarer Verlaß; deshalb schaffe er Frankreich eine force de frappe, und diese französische Nuklearwaffe werde er im Konfliktsfalle ohne Zögern für Deutschland einsetzen.

    • Papiertiger

      Wer die mangelnde Solidarität der westlichen Allianz beklagt, hat wenigstens einen Trost: Um die Einheit im kommunistischen Lager ist es noch schlechter bestellt.

  • Ausgabe 1964/10

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    • Unrecht in Kiel

      Der Kieler Ordinarius für öffentliches Recht, Dr. Eberhard Menzel, ist in den letzten Wochen in den Verdacht geraten, er gehöre zur Gruppe der alten Nazis.

    • Träumereien an Pariser Bildschirmen

      Wenn Fernseh- und Radiostationen dem Staat gehören und allein seiner Kontrolle unterstehen, so ist das eine besonders mißliche Sache dann, wenn es um Politik geht.

  • Ausgabe 1964/11

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    • „Nicht Ulbrichts Protektorat“

      Der Ostberliner Universitätslehrer Havemann dürfe keine Vorlesungen mehr halten, habe seinen Lehrstuhl verloren, sei spurlos verschwunden, meldeten Zeitungen der Bundesrepublik in der vergangenen Woche.

    • Kanonade aus Moskau

      Was uns die TASS – auf höhere Weisung, wie sich versteht – in ihrer jüngsten Erklärung an Unterstellungen und Verdächtigungen geboten hat, ist selbst im Kalten Krieg nicht oft gehört worden.

  • Ausgabe 1964/12

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    • Frieden – wie lange?

      Wenn eine Krise unlösbar geworden ist, wenn die Verantwortlichen jene Leidenschaften, die sie selber entfacht haben, nicht mehr zu bändigen vermögen, wenn alle Möglichkeiten der Verhandlung erschöpft sind und in blutigen Scharmützeln schon die schreckliche Kontur eines Krieges sichtbar wird – dann, erst dann sind die Vereinten Nationen zum Eingreifen bereit.

    • Nicht nach Nordvietnam

      Schon ehe Verteidigungsminister McNamara dem Nationalen Sicherheitsrat der USA in dieser Woche das Ergebnis seiner vierten Reise nach Südvietnam vortrug, stand soviel fest: Die Vereinigten Staaten werden den Kampf gegen die Aufständischen des Vietcong nicht in die nördliche Landeshälfte tragen, und sie werden auch den Status ihres militärischen Personals – rund sechzehntausend Berater und Ausbilder – nicht verändern.

  • Ausgabe 1964/13

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    • Großmacht-Politik?

      De Gaulle ist in Mexiko wie ein Triumphator empfangen worden. El Macho, der Große und Mächtige, wurde er genannt, Konfetti regnete auf ihn herab, Beifall umbrandete ihn; wo er sich zeigte, wurde er von der begeisterten Menge fast erdrückt.

    • Fahrt durch die DDR

      zurückgekehrt. Sie haben Schulen und Universitäten, landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften und Industriebetriebe besucht; sie sprachen mit einem Mitglied des Politbüros, mit Ministern und hohen Offizieren der Volksarmee, mit Schauspielern und Journalisten, mit Verfechtern und Kritikern des Regimes.

  • Ausgabe 1964/14

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    • De Gaulles Vorreiter?

      Nach außen hin hatte Edgar Faure seine Reise nach Rußland als privates Familienunternehmen deklariert; Reportern sagte er, er fahre mit Frau und Tochter ganz en famille und ohne jedes diplomatische Gepäck.

    • Beleidigtsein ist keine Politik

      Nikita Chruschtschow hat die verblüffende Fähigkeit, jenen Politikern in der Bundesrepublik, die in der Sowjetunion den „Erzfeind“ sehen, stets neue Argumente für ihre Thesen zu liefern.

  • Ausgabe 1964/15

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    • Dürfen Ärzte streiken?

      Der Streik der belgischen Ärzte beschäftigt nicht nur unser Nachbarland, sondern hat allgemein in Europa sorgenvolle Erwägungen hervorgerufen.

    • Lieber reich als rot?

      Was sich seit langem am Horizont abgezeichnet hat, nun ist es Ereignis geworden: der Bruch zwischen Peking und Moskau. Es ist ein Ereignis von säkularer Bedeutung, vergleichbar den großen Schismata, die den Lauf der Weltgeschichte verändert haben.

  • Ausgabe 1964/16

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    • Die vorsichtigen Verbündeten

      Togliatti und Gheorgiu-Dej, werde nur die endgültige Spaltung bringen – und gleichzeitig die Position der zwei Führungsmächte festigen.

    • Schröder – stärker als zuvor

      Haust du meinen Schröder, hau’ ich deine CSU – nein, so wollte der Kanzler seine scharfe Erklärung, mit der er sich kämpferisch hinter den Minister des Auswärtigen gestellt hatte, schließlich denn doch nicht verstanden wissen.

  • Ausgabe 1964/17

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    • Zum erstenmal ein Erfolg

      Der Bericht des parlamentarischen Untersuchungsausschusses über seine Ermittlungen in der Telephon-Abhöraffäre wird am nächsten Mittwoch im Plenum des Bundestages diskutiert werden.

    • Der zweite „Schritt zur Vernunft“

      Sogar die Optimisten sind diesmal überrascht worden. Denn auch sie, die einer weiteren Entspannung zwischen Ost und West die besten Chancen gaben, hatten sich von diesem Jahr nicht mehr viel erhofft.

  • Ausgabe 1964/18

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    • Durchbruch für Johnson

      Fünf Monate lang hat Lyndon B. Johnson gebraucht, um ganz aus dem Schlagschatten des toten Präsidenten Kennedy herauszutreten.

    • Ein Franzose namens Reynaud

      „Zeit meines Lebens begleitet mich eine bestimmte Vorstellung vom Wesen Frankreichs. Das Gefühl hat sie mir ebenso eingegeben wie der Verstand.

  • Ausgabe 1964/19

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    • Der „dritte Weg“

      Mit verlegenem Schweigen ist in den Metropolen des Ostens ein Vorgang hingenommen worden, der im Westen bisher nur beiläufige Beachtung fand: die Erklärung Rumäniens zum sowjetisch-chinesischen Streit.

    • Nicht einmal Zeitungs-Austausch

      Dem Bundespressechef von Hase ist kürzlich gelungen, was niemand von ihm erwartet hätte: In wenigen, markanten Sätzen machte er das Elend der Bonner Deutschlandpolitik sichtbar.

  • Ausgabe 1964/20

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    • Keine General-Amnestie

      Der CDU-Bundestagsabgeordnete Kanka hat den Ruf nach einer Generalamnestie für Naziverbrecher erhoben. Bundesjustizminister Bucher hat dieser Forderung energisch widersprochen.

    • Pilgerfahrt der Ungläubigen?

      Ein Strom deutscher Besucher ergießt sich in diesen Wochen nach Washington. Dem Wirtschaftsminister Schmücker folgte Schatzminister Dollinger.

  • Ausgabe 1964/21

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    • Wie das Gesetz es befahl

      In einer bayerischen Haftanstalt verbüßt gegenwärtig ein junger deutscher Wissenschaftler eine Freiheitsstrafe. Am 4. Mai 1964 hat Dr.

    • Bleibt Lübke?

      Bundespräsident, Lübke wird in Kürze wohl zu erkennen geben, daß er bereit ist, noch einmal für das Amt des Bundespräsidenten zu kandidieren.

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