Nkrumahs „Freiheit“

Dr. Joseph B. Danquah, einer der großen alten Afrikaner, hat die Augen geschlossen. Ein Mann, der jahrzehntelang mit ungewöhnlichem Mut und beispielhafter Beharrlichkeit für Freiheit und Parlamentarismus in Ghana gekämpft hat, ist mit 69 Jahren in Nkrumahs Gefängnis gestorben.

Dr. Danquah war ein bedeutender Anwalt, ein vielseitiger Schriftsteller und bis 1954 der Führer der Opposition in Ghana. In den dreißiger Jahren hatte er die Times of Westafrica gegründet, und was er dort schrieb, hatte gewichtigen Einfluß an der Goldküste (wie Ghana damals hieß). 1947 gründete er eine nationalistische Bewegung, die United Gold Coast Convention. Er war es, so hat er mir selbst erzählt, der Kwame Nkrumah damals aus Amerika, wo er Professor war, zurückholte. 1948 wurden beide – Danquah und Nkrumah – von den Engländern eingesperrt. Dann kam die Independence und es kam die Freiheit. Aber wie lang währte sie? Bald kam die preventive detension act.

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Der alte Freiheitskämpfer in Nkrumahs Gefängnis einem Herzschlag erlegen – welch Hohn auf die vielgepriesene Unabhängigkeit und die oft beschworene Würde der Afrikaner. Dff

 
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