• Ausgabe 13/1965

    Ausgabe 13/1965

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Der „gute Mensch von Auschwitz“

    Viele haben harte, abstoßende Gesichter, manche grinsen höhnisch, wenn sich einmal ein polnischer oder russischer Zeuge verhaspelt, einige springen zackig auf, legen die Hände an die Hosennaht, knallen die Hacken zusammen und sagen „Jawoll“, sobald der Vorsitzende sie anspricht.

    Von Dietrich Strothmann

  • Zeitspiegel

    „Es ist vielleicht in der Kirche noch nie so eifrig und so geschäftig zugegangen wie jetzt; aber das alles macht das Schiff der Kirche, das sich in Sand und Schlick festgefahren hat, nicht wieder flott: da muß erst die Flut kommen.

  • Ein Marshallplan für Osteuropa

    In den letzten Jahren ist die Wirtschaft Osteuropas – und im geringeren Umfang die der Sowjetunion – in eine recht kritische Lage geraten.

    Von Zbigniew Brzezinski

  • Pariser Winkelzüge

    Das einzige Land, das die italienische Einladung zu einer Konferenz der Außenminister über eine politische Union Europas noch nicht beantwortet hat, ist Frankreich.

  • Bonner Fernseh-Krieg

    Der Bundesrat hütet wachsam seine im Grundgesetz so eng gezogenen Gesetzgebungskompetenzen. Er wird dem Gesetzentwurf der CDU-Abgeordneten Blumenfeld und Rasner, den sich die Koalition zu eigen gemacht hat, nicht zustimmen, wie der baden-württembergische Justizminister Haussmann in der Bundestagsdebatte deutlich durchblicken ließ.

  • Diplomaten als Sündenböcke

    Es ist gut, daß wir in Bonn einen Außenminister und das Auswärtige Amt und im Ausland Botschafter haben. So haben wir in dieser schwierigen Zeit wenigstens Leute und Institutionen, die die Rolle von Sündenböcken übernehmen können, das gehört bei uns seit Anfang des Jahrhunderts zur Tradition.

    Von Albrecht' von Kessel

  • Wolfgang Ebert:

    Wahrheiten

    Im kommenden September steht uns – hoffentlich – kein Kriegsausbruch bevor, sondern nur die Wahl zum nächsten Bundestag. Aber das genügt durchaus, um einen unsicher und nervös zu machen.

  • Längere Verjährungsfrist

    Der Rechtsausschuß des Bundestages hat seinen Auftrag, einen Gesetzentwurf zur Verlängerung der Verjährungsfrist für Mord abzuarbeiten, mit Umsicht erfüllt.

  • Der Marsch der schwarzen Amerikaner

    Die Nächte waren noch winterlich kalt, die Füße schmerzten, und beim Passieren von Ortschaften wurden ihnen hier und da unfreundliche Worte von weißen Segregationisten zugerufen.

  • Ausstieg ins Nichts

    Wir haben es in der Schule gelernt: Von selbst kann ein Körper seine Geschwindigkeit nicht ändern, er tut es nur, wenn eine Kraft auf ihn einwirkt.

    Von Thomas von Randow

  • Vom Siedler zum Staatsmann

    Die SED hatte sich am Wochenende einen neuen Gag ausgedacht. Gerade als sich der Sonderbeauftragte Bundeskanzler Erhards, der Bundestagsabgeordnete Kurt Birrenbach, in Jerusalem für sein Schlußgespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Levi Eschkol rüstete, verbreitete „Neues Deutschland“ die Nachricht, Birrenbach sei 1933 in die NSDAP und in die SA eingetreten.

  • Aufklärungsflug zu Ben Bella

    „Ich reise nicht als Bundestagsabgeordneter und auch nicht als Abgesandter der Bundesregierung, sondern als Präsident der Deutsch-Algerischen Gesellschaft, aber in Übereinstimmung mit dem Auswärtigen Amt.

    Von Werner Höfer

  • Russisches Lächeln über die Steinmauer

    Die einzige Überraschung, die Gromykos Londoner Besuch gebracht hat, ist die Entdeckung, daß der sowjetische Außenminister, der so viele Jahre lang mit düsterer und verbissener Miene „Njet“ sagte, auch mit gewinnendem Charme „Njet“ sagen kann.

    Von Martin Wieland

  • „An die Arbeit, ihr Faulpelze!“

    Der polnische Publizist und Parlamentsabgeordnete Stefan Kisielewski richtete in einer Glosse, die er letzte Woche in der katholischen Wochenzeitung „Tygodnik Powszechny“ veröffentlichte, einen leidenschaftlichen Appell an die polnische Jugend.

    Von Jan Kurzok

  • Wirtschaft
  • Gefahren

    Der Importboom der letzten Monate hat zu einer Verringerung der deutschen Außenhandelsüberschüsse und damit zu einem Zahlungsbilanzdefizit geführt.

  • Weiche Welle im Osthandel

    Viele Jahre hindurch haben Politiker und Wirtschaftler im Westen darüber gestritten, ob eine Ausweitung des Handels mit dem Osten den Sowjets oder der freien Welt mehr nützt.

    Von Biether Stolze

  • Die Tabus der Arbeitgeber

    Tabus in Wirtschaft und Politik der USA“ ist der Titel eines Bändchens, das seit einiger Zeit in rowohlts deutscher enzyklopädie greifbar ist, John Kenneth Galbraith, der große Sarkest unter den Nationalökonomen seines Landes, springt in dieser Sammlung von Essays „nicht immer glimpflich“, wie er selbst schreibt, mit den „Überzeugungen vergangener Tage“ um, mit jenen „ehrwürdigen Legenden“ vom Wesen und Funktionieren der Wirtschaft, die auch heute noch von „würdigen Herren“ als unantastbare Wahrheiten verkündet werden und in verhängnisvoller Weise den Weg zu vernünftigen Lösungen vieler amerikanischer Probleme versperren.

    Von Wolfgflng Krüger

  • Superschiffe aus Kiel

    wirklich sensationell. Nach einer Zusammenstellung des amerikanischen Nachrichtenmagazins Newsweek bieten die Japaner im Schiffbau einen Durchschnittspreis (also nicht nur Tankerpreis) von 100 Dollar je Tonne an, während die europäischen Werften 175 Dollar fordern und amerikanische gar 270 Dollar.

  • Das dicke Ende

    Die Transportunternehmen haben diese Maße seit langem gewünscht. Sie arbeiten mit größeren Lastzügen rentabler. An Aufträgen für die Lkw-Hersteller dürfte es in den nächsten Monaten nicht mangeln.

  • Ein neuer Stahlriese an der Ruhr?

    Der Bilanzreigen der deutschen Stahlindustrie hat begonnen. Es wird ein abwechslungsreiches Bild werden in diesem Jahr, in dem die Stahlkonzerne nicht mehr die einheitliche Melodie spielen wie in den vergangenen Jahren.

    Von Ingrid Neumann

  • Kanadier im Bayerischen Wald

    Die Staatskanzlei in München beeilte sich mit der Mitteilung, daß sich, entgegen anderslautenden Pressemeldungen, Ministerpräsident Goppel „dazu“ noch nicht geäußert habe.

  • Unsere Aktienanalyse

    Welche Papiere sind billig?

    Seit dem Herbst 1964 ist das Kursniveau der deutschen Aktien unter Schwankungen um rund 10 Prozent zurückgegangen...........

    Von L. B. Kulsow

  • Bonn bürgt für 20 Milliarden

    Für über 20,6 Milliarden Mark hatte die Bundesregierung am Ende vergangenen Jahres Ausfuhrbürgschaften, Garantien und Gewährleistungen im Wirtschaftsverkehr mit dem Ausland übernommen.

  • Der perfekte Kaufmann

    In diesen Wochen und Monaten stehen wiederum viele junge Menschen, die ihre Schulausbildung beendet haben und den kaufmännischen Beruf ergreifen wollen, vor der Frage: kaufmännische Lehre oder kaufmännisches, das heißt wirtschaftswissenschaftliches Studium? Entschließt sich der Abiturient zu einer kaufmännischen Lehre, so steht der Zeitpunkt fest, zu dem er beginnt, Geld zu verdienen.

    Von Jürgen Noca

  • Bundesgenossen

    Frankreichs Zahlungsbilanz von 1964 hat einige Überraschungen gebracht. Der Außenhandel, der im Vorjahr noch 874 Millionen Francs Überschuß brachte, endete 1964 mit einem Defizit von fast 500 Millionen Franc.

  • Aus Unternehmungen

    Nach dem Beispiel anderer Konzerne hat die Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft (AEG) eine Auslandsholding, die AEG International AG in Zürich, mit einem Kapital von 16,5 Millionen Schweizer Franken gegründet.

  • Konsum-Logik

    Die bundesdeutschen Zigarettenraucher haben sich – entgegen allen Erwartungen – von dem Bericht des Beratungsausschusses der amerikanischen Gesundheitsbehörde („Terry-Report“) über die gesundheitsschädigenden Auswirkungen des Zigarettenrauchens nicht beeindrucken lassen.

  • Mit Simca nach Amerika

    Die Amerikaner nennen ihn den besten Geschäftsmann Europas. In Frankreich gilt er als „Vater der Caravelle“. . Er hat keine der berühmten Hochschulen Frankreichs besucht, ist aber auch nicht das, was man einen Selfmademan nennt.

    Von Georges-Louis Puech

  • Fast einig

    Die fünf Weisen, die jährlich die Wirtschaftliche Situation begutachten, sind mit der Bundesregierung keineswegs so einig, wie es vor einigen Wochen nach ihrer Aussprache mit Bundeswirtschaftsminister Schmücker einem amtlichen Kommunique entnommen werden konnte.

  • Ernst von Siemens:

    Konzentration für den Wettbewerb

    Manchmal hat es den Anschein, als ob in unserem Lande wirtschaftliche Größe als etwas Anrüchiges, wirtschaftlicher Einfluß als etwas Gefährliches und Gutverdienen als etwas Unmoralisches angesehen wird.

  • Zeitraffer

    Nach dem Ergebnis der allgemeinen Handwerkszählung 1963 gab es in der Bundesrepublik rund 686 000 Betriebe mit 4 Millionen Beschäftigten.

  • Wissen
  • De Gaulles Fernseh-Allianz

    Die gaullistische Europa-Vision „vom Atlantik bis zum Ural“ soll zuerst auf den Bildschirmen sichtbar werden – und zwar in französisch-russischen Farben.

  • Parlamentarische Feuerwehr

    Immer wieder klagen wir alle darüber, daß das Auswärtige Amt, die Regierung, ja Bonn ganz allgemein phantasielos sind, vollständig unelastisch und ganz ohne Einfall.

  • Attacke auf Bonner Tabus

    Erich Mende hat kein Blatt vor den Mund genommen. Seine Rede auf dem Parteitag der Freien Demokraten war eine Generalabrechnung mit jenen beschönigenden Phrasen, die bei uns immer noch im Schwange sind und die ein Volk, das sich auf Wahlen rüstet, darüber hinwegtäuschen sollen, daß die deutsche Politik des Jahres 1965 ganz und gar nicht mehr in Einklang ist mit der Wirklichkeit des Jahres 1965.

    Von Hans Gresmann

  • Von Erhard enttäuscht

    Auf ihrem Parteitag in Frankfurt, dem letzten vor der Bundestagswahl, demonstrierte die FDP eine maßvolle Zuversicht. Das Stimmungstief ist offensichtlich überwunden.

  • Reisen
  • Touristen vor Diplomaten

    Wir müssen noch mehr ausländische Touristen in unser Land holen und dabei auch Verständnis für die deutsche Lage zu wecken versuchen; es ist doch besser, zahlende Fremde in der Bundesrepublik zu haben als nur solche, die Entwicklungshilfe abholen.

  • Start frei für Peter Pan

    Zwar sah man im Schiff noch manche unbekleidete Stelle, lagen noch einige Kabel herum, waren Treppen hier und da noch mit Brettern abgedeckt, und doch war es eine Jungfernfahrt mit Gästen aus Bonn, Hamburg, Lübeck und Schweden: MS Peter Parti neuestes Passagier- und Autofährschiff auf der Ostsee der Partenreederei Peter Pan, gebaut bei Flender in Lübeck, fuhr am 13.

  • Urlaub in den eigenen vier Wänden

    Camping existierte damals noch nicht, weder als Wort noch als Begriff, Schilder „Camping verboten“ fehlten. Irgendwo an einem Havelufer warteten alte Kähne mit bescheidenen Vorräten von Lebensmitteln, für die Bootsfahrer bestimmt.

  • England

    Mit Paddelboot und Dampfer

    Wasser- und Luftfähren erleichtern die Anreise: Großbritannien ist zum europäischen Reiseland geworden. Es kommen auch sehr viele Fremde mit dem eigenen Auto, aber da England jedoch mehr motorisierte Gefährte pro Kopf der Bevölkerung besitzt als alle anderen europäischen Länder, so wird der Straßenverkehr durch den Fremdenbesuch nicht unbedingt erleichtert.

    Von Alexnatan

  • Jetzt Nonstop Hamburg - München

    Die Deutsche Lufthansa will in diesem Sommer im innerdeutschen Luftverkehr einen großen Sprung nach vorn machen. An jedem Werktag wird sie vom 1.

  • Reisespiegel

    Touristen, die in den nördlichen Provinzen Schwedens Urlaub machen, brauchen vor Begegnungen mit Wölfen keine Angst zu haben; denn nach Schätzung der Schwedischen Gesellschaft für Naturschutz gibt es hier höchstens noch 30 frei lebende Wölfe.

  • Zwei Tage in: Freiburg

    Zwei Tage bleibt so leicht keiner. Denn entweder kommt einer gar nicht hin, oder aber er geht nicht wieder Weg: Beides ist gleich ärgerlich, das eine wegen der Kultur, das andere wegen der Grundstückspreise.

  • Gehört und Gesehen
  • Donnerstag, den 18. März, die Sendung:

    Die Gruppe 47 und die deutsche Nachkriegsliteratur

    Mit peinlicher Sorgfalt ist der Deutschlandfunk darauf bedacht, seine Hörer in diversen Sendereihen mit dem Leben und mit sämtlichen Familienereignissen des Schriftstellers Rolf Schroers vertraut zu machen.

  • Fernsehen

    Die Buddenbrooks im Hör-zu-Stil

    Thomas Mann und Hofmannsthal waren Freunde des Kinos; während sich der eine, mit problematischem Sukzeß, an einem Drehbuch versuchte, nahm der andere die Verfilmungen eigener Stoffe mit freundlichem Wohlwollen auf: „Den Filmleuten fällt immer etwas ein“, ließ man in Kilchberg verlauten, und das hieß so viel wie „recht hübsch, recht brav, meine Kinder, macht nur so weiter und seid meines Zuspruchs gewiß“.

  • Seraphine oder Wundersames von der Tante Flora

    Ein Zug fährt ab, Dampf und großes Getöse, eine Nonne winkt, im Waggon drängen sich kleine Mädchen und sitzen ein Mann, der Zahnweh hat, und einer, der Daniel heißt, Zoowärter ist, hin und wieder aufschluchzt, von seiner Frau begleitet wird und ihr und sich von seinem letzten Geld die Fahrkarten gekauft hat.

    Von Uwe Nettelbeck

  • Unser Kritiker sah:

    Stuttgarter Pannen

    Die jüngste Premiere der Hamburgischen Staatsoper hatte mich neugierig auf Stuttgart gemacht. Beide Bühnen wollten im Abstand von acht Tagen „Die Heimkehr des Odysseus“ von Claudio Monteverdi herausbringen.

  • Gesellschaft
  • Johnson schickte Truppen nach Alabama

    Präsident Johnson hat 11 dieser Woche sein Wort eingelöst, das er den amerikanischen Negern in seiner großartigen Kongreßrede gegeben hatte.

  • Ein Bauplan des Lebens wurde entdeckt

    Professor Holley gelang zum erstenmal die chemische Analyse einer Erbsubstanz

    Von Thomas von Randow

  • Gut Ding will Weile haben

    Die Bundesregierung will sich mit den diplomatischen Beziehungen zu Israel noch etwas Zeit lassen. Erst soll die Aufregung der Araber etwas abklingen, ehe der erste deutsche Botschafter nach Jerusalem oder Tel Aviv entsandt wird.

  • An die Kremltür klopfen

    Das Thema Deutschland soll nach dem Willen der Engländer und der Amerikaner nicht in der Versenkung verschwinden. Selbst die Erklärung des sowjetischen Außenministers Gromyko in London, daß die Teilung Deutschlands jetzt vollkommen sei, hat die alliierten Staatsmänner nicht entmutigen können.

  • Enteignungen in der Dritten Welt

    Eine neue „anti-kolonialisfische“ Welle geht zur Zeit durch einige Länder der Dritten Welt. Nasser bedrängt die arabischen Staaten, den Erdölvertrieb zu nationalisieren und die Gewinnanteile der Gesellschaften zu schmälern.

  • Kampfgas gegen Vietkong

    Der amerikanische Luftkrieg in Nordvietnam wurde nun auch auf bewegliche Ziele ausgeweitet, jedoch blieb der erhoffte Erfolg weiterhin aus: Die Guerillas im Süden des Landes setzen ihre Überfälle fort.

  • Leichen oder Enten?

    Vierzehn tote Sowjet-Kosmonauten sausen seit Jahren auf Satelliten- und Planetenbahnen durch das Weltall. Die Faszination, die von dieser makabren Vorstellung ausgeht, muß für viele unwiderstehlich sein.

  • Subventionierte Zeitungen?

    Schweden will die parteigebundenen oder -orientierten Zeitungen staatlich subventionieren. Wenn im Reichstag alles so geht, wie es sich die Regierung wünscht, erhalten die Blätter schon vom Jahresbeginn 1966 an Zuwendungen aus Steuermitteln.

  • Die politische Witwe

    Ceylon war seit 1960 das einzige Land der Welt, das von einer Ministerpräsidentin regiert wurde. Seit der Wahl am Montag, die keiner der großen Parteien eine eindeutige Mehrheit brachte, ist es ungewiß, ob Sirimavo Bandaranaike das Staatsruder in der Hand behalten kann.

    Von Frau Bandaranaike

  • Wenn ein Atomreaktor explodiert...

    Sind Katastrophen beredten bar? – Ein Millionenobjekt wird in die Luft gejagt

    Von Konrad Müller

  • Von ZEIT zu ZEIT

    Den 19. September hat der Bundespräsident auf Vorschlag der Bundesregierung als Termin für die Bundestagswahl bestimmt. Der ehemalige Hamburger Bürgermeister Max Brauer ist beim Kampf um eine Kandidatur für den Bundestag endgültig unterlegen.

  • Lektüre für Feinschmecker

    Mit Hilfe des scheinbar unscheinbaren Details, und sei es auch nur die Farbe der Krawatte oder des Anzugs, werden Menschen und Vorgänge wirklich.

    Von Richard Schmid

  • Namen der Woche

    Gaston Defferre, sozialistischer Bürgermeister von Marseille und vermutlicher Gegenkandidat de Gaulles bei der Präsidentenwahl im Dezember, hat trotz vieler Winkelzüge der Gaullisten und der Kommunisten seine Wiederwahl sichern können.

  • Kultur
  • Anders als der Westen will

    Studien und Materialien zur Soziologie der DDR. Herausgegeben von Peter Christian Ludz; Westdeutscher Verlag, Opladen, 1964; 540 Seiten, kartoniert 29,50 DM.

    Von Heinrich A. Winkler

  • Geschichte

    Es sind jetzt zehn Jahre her, daß zum ersten Male in einer Samstagausgabe der „Welt“ der „Griff in die Geschichte“ aus der Feder von Walter Görlitz veröffentlicht wurde.

  • Deutscher Arbeitsmarkt

    Da man den deutschen Arbeitnehmern die Annahme eines Arbeitsplatzes im Ausland nicht einfach verbieten kann, versucht man, wenigstens die Vermittlung zu erschweren oder zu verhindern.

  • Ernst Reuter

    Wer eine der stärksten Persönlichkeiten der jüngsten deutschen Geschichte näher kennenlernen will, dem wird dieses Buch eine willkommene Hilfe sein.

  • Brief aus Krähwinkel

    vorab eine sehr aktuelle Nachricht: die Welt wird untergehen. Vorgestern abend konnte ich gar nicht recht einschlafen, nachdem ich es erfahren hatte.

  • Teilnahme oder Teilhabe?

    Die Beziehungen zwischen Parteien und Verbänden sind seit langem ein Standardthema unserer politischen Literatur. Nur wenige Arbeiten stützen sich jedoch auf eine genauere Untersuchung des tatsächlichen Geschehens in den großen Organisationen.

    Von Ulrich Lolimai

  • Zu empfehlen

    ES GEFÄLLT, weil es die Prägnanz der Wölfflinschen Aussage, das Miteinander von Noblesse und Denkstrenge, von Tiefenlotung und eigenwilliger Knorrigkeit bewahrt.

  • Heute vor 20 Jahren:

    Frankfurt unglaubwürdig

    Die Amerikaner sind in wenigen Tagen vom Rhein bis nach Gießen, Limburg, Würzburg und in den Spessart durchgebrochen. Der Rundfunk hat die Ereignisse nicht erläutert, sondern nur mitgeteilt.

    Von Erich Kästner

  • Das Kaiserreich

    Mit diesem Buch schließt der Verfasser sein vielbändiges Werk ab, in dem die wichtigsten Ereignisse aus der politischen Geschichte des Deutschen Kaiserreiches erzählt werden.

    Von K. K.

  • Porträt des Komponisten Hanns Eisler

    Den inneren Konflikt der linken Intellektuellen habe im Bereich der Musik niemand sichtbarer verkörpert als Hanns Eisler, der seine geistige Formung zwischen zwei Fronten erfuhr.

    Von Heinz Klunker

  • Geschichtliche Bildnisse

    Bei wenigen Deutschen hat sich die Verbindung zwischen staatlicher Tätigkeit und Geist so innig vollzogen wie bei Carlo Schmid.

  • Zeitmosaik

    Wie in jedem Jahr im März wurden in Berlin der „Berliner Kunstpreis“ und der Preis „Junge Generation“ (10 000 und 5000 Mark) vergeben.

  • War Dulles an allem schuld?

    Im Herbst 1956 geriet die Welt an den Rand eines Krieges. Damals griffen britische und französische Streitkräfte Ägypten an.

    Von Peter Grubbe

  • Die geliebten Farben...

    Werner Jochmann (Herausgeber): Nationalsozialismus und Revolution. Ursprung und Geschichte der NSDAP in Hamburg 1922 bis 1933.

    Von Wilhelm Treue

  • Aus der Arbeitervorstadt Budapests

    In diesem Jahr könnte er seinen sechzigsten Geburtstag feiern. Doch 1937 warf sich Attila József, ausgehöhlt vom Hunger und verfolgt von den geschändeten Träumen seiner Jugend, vor einen Güterzug.

    Von Peter Hamm

  • Fulbright

    Der deutsche Staatsbürger hat die Möglichkeit, die Meinungen einer der bemerkenswertesten Persönlichkeiten der amerikanischen Politik in einem handlichen Bändchen zu studieren.

    Von A. E.

  • Verdun

    Dieses Buch ist in der ZEIT besprochen worden, als es in England erschienen war (25. Oktober 1963)..........................

  • Kleiner Kunstkalender

    Mit seinem kürzlich erschienenen Buch hatte Wieland Schmied sich publizistisch für seine Wiener Malerfreunde ins Zeug gelegt.

  • Neue Schallplatten

    Im Opus 6 Georg Friedrich Händels stecken zwölf „Concerti grossi“. Sie werden sauber und stilecht, also vollkommen, gespielt von der „Schola Cantorum Basiliensis“ unter August Wenzingers Leitung.

    Von Lydia Schierning

  • Hans Mayers Büchertagebuch (3)

    Vater Puntila und seine Kinder

    Daß die tragisch-heroischen Gestalten der griechischen Dramatik und Mythologie immer wieder von den nachlebenden Dramatikern auf die Bühne gezerrt, neu gedeutet und „umfunktioniert“ zu werden pflegen, finden wir nicht im mindesten anstößig oder epigonenhaft.

  • Was aber bleibet?

    Es ist still geworden um ihn. Jünger und Benn und Brecht – nach „45“ gehörten sie in die erste Reihe der großen Anreger, die es nachzuholen, neu zu entdecken, neu zu bestreiten, neu zu lobpreisen galt.

    Von Thilo Koch

  • Kritik der Kunstkritik

    Auch die Kunstkritik hat ihre guten Hirten. Glanz bringt ihr Besuch in das trübste Atelier, ihre Teilnahme adelt jede Jury, ihr Auftritt in den Galerien läßt die Herzen höher schlagen, denn ihr Wort, ihr Urteil ist das Wort, das Urteil schlechthin.

    Von Hans Platschek

  • Weder Buh noch Bravo

    Wir müssen uns bemühen, anspruchsvolle Hörer für anspruchsvolle neue Musik heranzubilden“, heißt es im Bulletin des Musikrates der DDR zu den Grundaufgaben sozialistischer Kulturpolitik.

    Von Heinz Josef Herbort

  • Große Pianisten der Gegenwart (2)

    Der Beethoven-Interpret seit sechzig Jahren

    Wilhelm Backhaus beherrscht die Kunst, sowohl das Detail wie das Ganze vollkommen zu geben

    Von Joachim Kaiser

  • Länderspiegel
  • Münster – und kein Ende

    Mit der Zeit und mit der Zahl der Merkwürdigkeiten und Makel, die den Namen der Westfalen-Metropole Münster verunzieren, wächst in der Brust des Unbeteiligten auch ein gewisses Verständnis für die landsmannschaftlichen Besonderheiten der Bürger dieser Stadt.

    Von Nina Gmnenberg

  • Mit dem Stempel des Geheimnisses

    Als die Handballer des Sportklubs Steinheim am Albuch von einem Freundschaftsspiel, das sie über die Zonengrenze ins thüringische Riesa geführt hatte, in ihren Heimatort bei Heidenheim an der Brenz zurückkehrten, brachten sie aufregende Neuigkeiten mit: Funktionäre des kommunistischen FDGB in Riesa hätten ihnen erzählt, bei Steinheim würde ein Munitionslager der Bundeswehr gebaut.

    Von Lutz Lehmann

  • „Der preußische Räuberhauptmann“

    Das bayerische Herz schlägt am heftigsten gegenüber der Münchner National-Oper. Im Haus Residenzstraße 13, einem alten gotischen Bürgerhaus mit denkmalgeschütztem Innenhof, findet sich im zweiten Stock ein kleiner Blechbriefkasten.

    Von Erich Helmensdorfer

  • Radau in Randers

    Am Wochenende kehrte die in Plön stationierte Pionierkompanie der Bundeswehr von einer mehrtägigen Übung im Gebiet von Randers in Mitteljütland in ihre Garnison zurück.

  • Straußens Mißgriff

    Im alteingesessenen Kaufhaus Heilingbrunner im oberbayerischen Moosburg wäre der junge Mann früher als Commis bezeichnet worden.

  • Nach dem Bad ein Pharisäer

    Sogenannte Sittenprozesse finden immer großes Interesse. Die allgemeine Neugier läßt sich dabei so angenehm mit der Empörung über Sündhaftigkeiten verquicken, die man selber natürlich niemals begehen würde.

    Von Ruth Herrmann

  • Lebensart
  • Malen! – Aber was zögern Sie?

    „Eine wundervolle Welt von Gedanken“ – Anmerkungen des Amateurs Winston S. Churchill

  • Probeunterricht

    In allen Bundesländern, Niedersachsen ausgenommen, werden Schüler, die ein Gymnasium besuchen wollen, geprüft. Dabei ist allgemein die Tendenz zu beobachten, „punktuelle“ Prüfungen, wie sie in Baden-Württemberg und im Saarland noch Brauch sind, zu vermeiden und begabte Schüller statt dessen in einem Probeunterricht zu ermitteln.

  • Modernes Leben vor 100 Jahren

    Aus Washington wird geschrieben: In beinahe allen Regierungs-Abteilungen, mit Ausnahme einiger militärischer und des Staatsdepartements, arbeiten die Frauen mit Erfolg, und der Einfluß auf die Verfeinerung der Sitten der Männer, mit denen dieselben arbeiten, ist auffallend.

  • J. M-M:

    Kein Luxushund

    In Chenove an der Côted’Or lebt der Schlossermeister Christian Rameaux: ein Mann, der keinen Hund besitzt. Ein Mensch wie du und ich? – Nein, das kann man so ohne weiteres nicht sagen.

  • Wer trägt noch einen Hut?

    Hans Bütow hat seiner Frage nach dem Verbleib des Gentleman (Die ZEIT Nr. 11/65 „Er küßt ohne Hut“) mit Recht ein Fragezeichen zugefügt.

    Von Alex Natan

  • Für Spieler

    Ölrausch auf dem Tisch

    Ich ging noch kaum zur Schule, da kannte ich bereits die Opern von Lortzing, Wagner, Gluck, ja, sogar die von Meyerbeer: „Robert der Teufel“, beispielsweise.

  • Pensionäre im Meisterkittel

    Die Lebenserwartung nimmt ständig zu. Kein Zweifel, wir werden immer mehr alte Leute um uns haben. Alt sein – in der Sprache des modernen Sozialstaates heißt das, über 65 Jahre alt sein und Rentner oder Pensionär genannt zu werden.

    Von Renate Kbgma

  • Der schmerzlose Schulwechsel

    Die Hamburger Bürgerschaft, das Parlament der Hansestadt, hat in der vorigen Woche einen Antrag der CDU-Opposition abgelehnt, die (zweiwöchigen) Aufnahmeprüfungen für die Gymnasien abzuschaffen.

  • Sport
  • Todesstürze und volle Kassen

    Um Englands „Nervenkitzel-Rennen“ wäre es unlängst fast geschehen. Die Veranstalterin der „Grand Liverpool Steeple Chase“, des schwersten Hindernisrennen der Welt, hielt es für nicht mehr rentabel.

    Von Ossi Brucker

  • Abstrakte Kunst an der Aschenbahn

    Pierre de Coubertin im Jahre 1906: „... Nicht der Zufall war es, der einst Schriftsteller und Künstler in Olympia versammelte und um die antiken Sportzweige herum gruppiert hatte.

    Von Walter Koenig

  • unzugeordnet
  • Egon Sohmen:

    Realität und Illusion in der Währungspolitik

    Der erste Jahresbericht des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat vor allem deshalb Aufsehen erregt, weil darin einige Tatsachen deutlich ausgesprochen werden, die man im allgemeinen in Äußerungen offizieller Stellen kaum angedeutet findet.