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Ausgabe 16/1965

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Wolfgang Ebert:
Opfer für Strauß
Mit Strauß ergeht es manchen von uns seltsam. Da, wo er gerne der starke Mann sein will, in der Politik nämlich, da wünscht man ihn sich eher etwas schwächer.
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Gedämpftes Echo in Berlin
Berlin empfing den Bundestag mit freudiger Erwartung, entließ ihn dagegen mit gemischten Gefühlen. Die Bewohner der Stadt erblicken in Bundestagssitzungen in Berlin eine Bestätigung ihrer Zugehörigkeit zum Bund; heute fragen sie sich, ob alles noch so ist, wie es vorher war, und ob nicht der gefürchtete Status quo minus eingetreten ist.
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Kriegserklärung in Schwabing
Straußens Auftritt als Bannerträger der Zukunft und Wächter großer Vergangenheit
Von Rolf Zundel
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Angst vor den Deutschen
Eine russische Familie würde sich freuen, so wurde mir gesagt, einmal mit einem westdeutschen Journalisten zu diskutieren. Auch würden einige Freunde des Hauses noch dazugeladen.
Von Jürgen Neven-du Mont
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Oder-Neiße-Grenze als Vertragskitt
Die Szene war mit Symbolik angereichert: Der neue polnisch-sowjetische Vertrag wurde im alten Warschauer Palais Radziwill unterzeichnet, wo einst in der Zeit der Teilungen die russischen Statthalter ihren Sitz hatten.
Von Hansjakoh Stehle
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Das rote Schisma – eine Chance?
Dieser Artikel ist einem Buch von Ernst Majonica, dem Vorsitzenden des Außenpolitischen Arbeitskreises der CDU/CSU-Bundestagsfraktion entnommen, das demnächst im Verlag W.
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Die Reform des StrafProzeßrechts
In England und Amerika hat der Richter nicht die Aufgabe der aktiven Ermittlung und Untersuchung wie bei uns, wo er aus diesem Grunde in Gefahr ist, sich als Verfolger zu fühlen und es als Mißerfolg anzusehen, wenn die Oberführung des Angeklagten als schuldig nicht gelingt.
Von Richard Schmid
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Ulbrichts wendiger Westhändler
Wenn diese Definition stimmt, so gab es seit 1958, dem Jahr der ersten Berlin-Krise, schon zwei andere gesamtdeutsche Helden: Leopold und Behrendt, jene Männer, denen es zu verdanken ist, daß der Interzonenhandel, trotz einer vorübergehenden Kündigung aus Bonn und trotz Mauer- und Minensperren, mehr oder weniger reibungslos funktioniert und sogar an Umfang noch zugenommen hat.
Von Karl Heinz Janßen
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Konkordat im Koalitionsgezänk
Wir dürfen uns freuen, daß Staat und Kirche in diesem Vertragswerk sich gegenseitig zu friedlichem Zusammenwirken verpflichtet haben.
Von Dietrich Strothmann
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Zeitspiegel
Die Sozialdemokraten nehmen ihre Aufgabe, Volkspartei zu sein, offenbar sehr ernst. In München trat der Bundestagskandidat und Vorsitzende der Jungsozialisten, Dr.
Von zum Vietnamkrieg
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Johnsons Plan für Asien
Präsident Johnson hatte kaum seinen Vorschlag vorgelegt, der wirtschaftliche Hilfeversprechen für Südostasien mit dem Angebot bedingungsfreier Friedensgespräche für Vietnam verbindet, da äußerten einige republikanische Kongreßmitglieder auch schon Zweifel, ob der Friede sich mit einer Milliarde Dollar erkaufen lassen werde.
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Kinderhilfe statt Waffengeschenke
Alijah – das ist das Gegenstück zu „Exodus“ und das Gegenteil von „Kinderkreuzzug“. Alijah ist die größte Jugend-„Bewegung“, wörtlich verstanden, aller Zeiten, die größte Kindereinwanderung der Geschichte.
Von Werner Höier
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„Warum willst du für die Yankees sterben?“
Den Bombenanschlag auf die amerikanische Botschaft in Südvietnams Hauptstadt Saigon registrierte die Weltpresse mit Schlagzeilen.
- Wirtschaft
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Noch einmal: Der perfekte Kaufmann
Ob Studenten der Wirtschaftswissenschaften vor dem Besuch der Universität oder erst nach dem Staatsexamen in die wirtschaftliche „Lehre“ gehen sollen, darüber gehen die Meinungen weit auseinander.
Von Jürgen Lacking
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Wer darf kaufen?
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Service - großgeschrieben
Die deutsche Wirtschaft verdankt die ersten Hinweise und auch noch einen großen Teil ihrer heutigen Kenntnis vom differenzierten Kaufverhalten der Verbraucher dem verstorbenen Volkswirtschaftler Professor Dr.
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Versäumnis
Wie hältst du es mit dem Abbau der Subventionen? Diese Frage, von der SPD-Bundestagsfraktion der Regierung vorgelegt, ist besonders in Vorwahlzeiten peinlich.
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EWG-AG
Aus Paris kommt der Vorschlag, ein europäisches Unternehmensstatut zu schaffen, das neben den nationalen Rechtsvorschriften die Gründung von Aktiengesellschaften nach europäischem Muster ermöglichen solle.
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Hü und Hott
Es wird Zeit, daß sich die Bundesregierung zu einer Entscheidung darüber durchringt, was sie mit ihrer Entwicklungshilfepolitik eigentlich will.
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Nach Frankfurt
Die Deutsche Girozentrale – Deutsche Kommunalbank –, die bisher in Düsseldorf ihren Sitz hatte, wird künftig in Frankfurt a.
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Gespräche am Bankschalter
Die Veba-Aktie wird nicht verschenkt
Nach langwierigen Auseinandersetzungen hat die Bundesregierung Ende vergangener Woche den Ausgabekurs für die Veba-Volksaktien festgesetzt.
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Ein Großaktionär muß aufgeben
Man spricht noch nicht so gern darüber, doch scheinen die Würfel im Prinzip schon gefallen zu sein. Die Braun AG, Frankfurt, die erst im Januar 1962 aus der Max Braun oHG entstand, befindet sich eindeutig auf dem Wege zu einer echten Publikumsgesellschaft.
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Porträt: Henry H. Fowler
Auf unbegehrtem Posten
Eine Zeitlang sah es so aus, als ob die Vereinigten Staaten in einer der kritischsten Perioden ihrer Finanzgeschichte ohne einen Leiter des Schatzamtes sein würden.
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Politik, Prestige und Lizenzen
Sicher hätte der Freiherr von Münchhausen das größte Vergnügen an all jenen Geschicken, die in den letzten Wochen über das Farbfernsehen erzählt worden sind; denn Konkurrenz soll dem Baron aus Bodenwerder immer willkommen gewesen sein.
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Philips vor schweren Entscheidungen
Die Geschäftspolitk der in Holland beheimateten N. V. Philips’ Gloeilampenfabritken muß angesichts der steigenden Kosten auf die Produktion großer Serien abgestellt sein.
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England nimmt Abschied von Illusionen: Wilsons erstes Budget bringt höhere Steuern und Devisenkontrollen
Das Pfund gesundhungern
Innerhalb von 100 Tagen werde er, so versprach einst Harold Wilson als Oppositionsführer, die Konturen eines „Neuen Britannien“ sichtbar machen.
Von Diether Stolze
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Das grenzt an Demagogie
Existenzfurcht beherrscht weite Kreise des gewerblichen Mittelstandes. Die Gefahr der politischen Radikalisierung ist gegeben.
Von Walther Weber
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Die Geschäftspolitik der Großbanken im letzten Jahr
Zum Massengeschäft gezwungen
Bankbilanzen sind ein Spiegelbild der jeweils herrschenden Konjunkturlage. Das Jahr 1963 – damals begann die Phase konjunktureller Wiederbelebung – stand noch im Zeichen wohlgefüllter Kassen; um ein Zuwenig an Einlagen brauchten sich die Banken nicht zu sorgen, eher darüber, wie sie das ihnen zugeflossene Geld nutzbringend anlegen konnten.
Von Kurt Wendt
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Aus Unternehmungen
Unter Voraussetzung gleichbleibender Verhältnisse kündigte Dr.-Ing. Willy Ochel, Vorstandsvorsitzender der Hoesch AG, Dortmund, für das Geschäftsjahr 1964/65 eine höhere Dividende als 10 Prozent an.
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Frühling auf dem Automarkt:
Bestseller aus Köln
In Ingolstadt herrscht wieder Optimismus. Die Meldungen der Händler über den Zustrom neuer DKW-Käufer inspirierte die Geschäftsleitung der Auto Union sogar zu einer in der Branche ungewöhnlichen Maßnahme: Noch bevor im Kraftfahrzeug-Bundesamt die Zahlen addiert waren, gab die Pressestelle eine Mitteilung heraus, daß in den ersten Monaten des Jahres mehr DKW-Autos zugelassen worden seien als in den Vergleichsmonaten der Vorjahre.
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Keine Courage
Auch ohne neue Gebührenordnung und ohne daß der Krankenstand gegenüber dem Vorjahr stieg, erhielten die Ärzte 1964 bei den gesetzlichen Krankenkassen für ihre Leistungen 11 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
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Die Mailänder Börse:
Hausse mit Vorbehalt
Das Kursdiagramm der Mailänder Börse spiegelt seit 1960 den Aufschwung und krisenhaften Verlauf der italienischen Wirtschaft, die politische und soziale Unrast und die spekulativen Manöver zwischen Erholung und Verfall, zwischen Hoffnung und Unbehagen, eindringlich wider.
Von Herbert Kleinschmidt
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Kleine Bilanzlese
Die Verwaltung der Dortmunder Actien-Brauerei, Dortmund, rechnet bei einigermaßen günstigem Sommerwetter mit einer weiteren Steigerung des Bierausstoßes.
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Volkswagenwerk als Vorbild?
Der Erfolg des Volkswagenwerks hat in Paris offenbar dem Gedanken einer deutsch-französischen Zusammenarbeit wieder Auftrieb gegeben.
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Die Bundesbank hat ihr Ziel erreicht: Die Konjunktur hat sich beruhigt und das Geld ist knapper geworden
Kein Grund mehr zum Bremsen
Die Deutsche Bundesbank befindet sich in einer Zwickmühle. Soll sie ihre bisherige Restriktionspolitik fortsetzen oder soll sie die Bremsen gar noch schärfer anziehen? Oder soll sie umgekehrt die Bremsen, die sie der Konjunktur sehr behutsam mit Diskonterhöhung und Beschneidung der Bankenliquidität angelegt hat, wieder vorsichtig lockern? Was sie auch tut, sie wird sich immer den Zorn eines Teils der Betroffenen zuziehen.
Von Wolfgang Miüler-Haeseler
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Zeitraffer
Im vergangenen Jahr hat die deutsche Wirtschaft 1,31 Milliarden Mark im Ausland investiert, im Jahr zuvor waren es 1,34 Milliarden Mark.
- Wissen
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Reisen ohne anzukommen
Die Sperren auf der Autobahn nach Berlin sind verschwunden. Der Verkehr läuft ungehindert. Die sowjetischen Düsenjäger machen einen Bogen um die alte Reichshauptstadt.
Von Hans Gresmann
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Ein Kronprinz für de Gaulle
Die Fünfte Republik hat ihre Riten. Dazu gehört, daß der Staatspräsident einmal im Jahr das Präsidium der Nationalversammlung empfängt.
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Maß und Methode
Es kann niemand glücklich sein über den Tiefschlag, den Rudolf Augstein letzte Woche dem CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß versetzt hat.
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Wacht am Rhein...
Englands Verteidigungsminister Denis Healey hat seinem deutschen Kollegen von Hassel letzte Woche den ersten offiziellen Besuch abgestattet.
- Reisen
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Luftkissenfahrt auf der Elbe
Vom 1. Juli an soll zwischen Hamburg und Cuxhaven und von dort nach St. Peter, Büsum, Helgoland und den Ostfriesischen Inseln eine schnelle Verbindung mit einem Luftkissenfahrzeug Hovercraft, das in England gechartert wurde, hergestellt werden.
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Zwei Tage in: Göttingen
Die Stadt Göttingen, berühmt durch ihre Würste und durch ihre Universität, gehört dem Könige von Hannover, und enthält 999 Feuerstellen, diverse Kirchen, eine Entbindungsanstalt, eine Sternwarte, einen Karcer, eine Bibliothek und einen Rathskeller, wo das Bier sehr gut ist.
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Elektrisch bis Hamburg
Nach der Jungfernfahrt mit blau-gelber Lokomotive und rot-gelbem Zug ist Hamburg am 6. April an das elektrifizierte Streckennetz der Deutschen Bundesbahn angeschlossen worden.
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Skilauf im April
Gewöhnlich erntet man nichts als ein mitleidiges Lächeln, wenn man sich im April mit Skiern gen Süden nach Oberdeutschland begibt.
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Schneesicher
in Österreich: Badgastein, Berwang, Bischofshofen, Brand, Damüls, Ehrwald, Gargellen, Hohentauern, Ischgl, Krimml, Lech, Mallnitz, Matrei, Mayrhofen, Obertauern, Obertraun, St.
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Felsenstadt und Kreuzritterburg
Wer Jordanien besucht, sollte sich nicht nur die heiligen Stätten in Jerusalem und Bethlehem ansehen. Auch Jerasch und die jordanische Hauptstadt Amman lohnen einen Besuch.
Von H. M. Nieter O'leary
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Reise-Notizen
Zu einer Drei-Länder-Schiffsreise durch die Ostsee legt am 26. April die „Nordland“ in Travemünde ab. Die Route führt über Helsinki, Leningrad nach Visby auf Gotland.
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Michelin mit neuem „M“
Alle Jahre wieder: Sicherer als alle anderen klimatischen Anzeichen verkündet den Frühling der, neue „Michelin“, France, das Gebetbuch der Feinschmecker.
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Prospekte lesen...
Erfreulicherweise sind die bunten Prospekte der Reiseunternehmer differenzierter geworden. Sie wissen: farbige Bilder vom ewig blauen Mittelmeer und lächelnden Stränden allein überzeugen nicht mehr.
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Reisespiegel
Gläsernen Zeiten gehen die Nord- und Ostseeurlauber entgegen. Nicht genug damit, daß sie sich sommers wie winters von wohltemperierten und mechanisch betriebenen Salzwasserwellen (mit dem Blick aufs große wilde Meer) umspülen lassen können.
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Nach China über Rußland
Eine neue Variante der Langstreckentouristik bietet die englische Luftgesellschaft BOAC in ihrem neuen Katalog der „Flug-Pauschalreisen in alle Welt 1965-66“ an: Eine 24-Tage-Reise in planmäßigen Düsenmaschinen über Moskau und Irkutsk nach Peking, Nanking, Soochow, Schanghai, Hangchow, Kanton und zurück.
- DIE ZEIT
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Zeitmosaik
Der Erfolg der drei James-Bond-Filme hat nicht nur einen Boom im Verkauf von Bond-Schlafanzügen, Geheimagenten-Parfüms und Schalldämpfer-Pistolen für Kinder nach sich gezogen, sondern auch unter den Filmproduzenten einen Wettlauf um die Kasse ausgelöst.
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Wie regiert Ludwig Erhard?
Es gibt ein Indiz für Erhards fragwürdige Eignung zum Bundeskanzler: die Mängel seiner Regierungstechnik. Sie erwecken nicht den Eindruck mangelnder Übung, sondern tragen den unverwechselbaren Stempel Erhardscher Auffassung vom Regieren.
- Gehört und gesehen
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Theater
Dieses Stück ist viel besser als sein Ruf. Nach den ersten Inszenierungen war immer wieder zu lesen, es sei „geschmacklos“, weil Miller seine Ehe mit Marilyn Monroe auf die Bühne gebracht habe.
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Fernsehen
... die unsere Zukunft verraten
Reform oder Revolution hieß eine Sendung, die sich mit der Misere unserer Universitäten befaßte; endlich einmal wurde scharf und gnadenlos argumentiert; ein Kenner von Rang, Ralf Dahrendorf, präsentierte sich auf der Knoll-Couch vor einem ins Monumentale vergrößerten Tübingen-Stich und fand – frei sprechend, das Souffliermanuskript zu seiner Rechten mißachtend – Formulierungen, die sich ebenso einprägsam wie erschreckend ausnahmen.
- Gehört und Gesehen
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Das Sterben der Silberfüchse
Angst war der Anlaß: Der eine fürchtete die Amerikaner, die Entnazifizierung, er suchte ein Alibi, obwohl er nur ein „einfacher Beamter in der Vermögensverwaltung“ gewesen war, „aber die Deutschen haben überall gemordet“; der andere, aus dem KZ ausgebrochen, „ausgezeichnet mit dem gelben Stern von Bethlehem, den nur die Juden tragen durften“, bangte um seine zukünftige Existenz, damals „an einem warmen Tag im Mai“, als der Krieg zu Ende ging.
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Ohne antiamerikanische Spitze
Legenden gehen, beflügelt von den Wünschen und Bedürfnissen der Allgemeinheit, ihren eigenen Weg. Nichts hält sie auf. Wer auf die Wahrheit deutet, die sie weit hinter sich gelassen haben, steht da wie ein mißlicher Querulant.
Von Dieter E. Zimmer
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Film
„Alexis Sorbas“ (Griechenland; Verleih: Centfox): Michael Cacoyannis – der einzige Regisseur Griechenlands, der über die Grenzen seines Landes hinaus bekannt geworden ist (vor allem durch seine eigenwillige Elektra-Verfilmung) – hat in seinem neuen, sehr aufwendigen Film den Roman von Nikos Kazantzakis heruntergemacht zur bloßen Folklore.
Von U. N.
- Gesellschaft
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Johnson: Wir haben ein Versprechen zu halten
„Wir kämpfen, weil wir kämpfen müssen, wenn wir in einer Welt leben wollen, in der jedes Land sein Schicksal selbst bestimmen kann.
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Krieg gegen die Kurden?
Die Kurden sind wieder auf dem Kriegspfad. Schon seit einigen Wochen werden Überfälle und andere Gewalttaten aus dem nördlichen Irak gemeldet.
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„Early-Bird’s“ Anfang: Fernsehen
Am 7. April um 00,30 Uhr mitteleuropäischer Zeit hat die Nationale Amerikanische Luft- und Raumfahrt-Behörde (NASA) den ersten kommerziellen und also „öffentlichen“ Fernmeldesatelliten – HS 303, genannt „Early Bird“ – vom Kap Kennedy in seine Umlaufbahn geschossen.
Von Gerbart Goebel
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Georg Schreiber:
Kranke am Steuer
Alle 41 Minuten beklagt man in der Bundesrepublik ein Verkehrsopfer, das nicht erst ins Krankenhaus, sondern gleich ins Leichenhaus gebracht wird.
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US-Angebot: Nicht ganz bedingungslos
Als konstruktiv und staatsmännisch lobte UN-Generalsekretär U Thant die Rede Präsident Johnsons zum Krieg in Vietnam (siehe Kasten).
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Pulverfaß Naher Osten
Die politische Szenerie in der arabischen Welt ist verwirrend wie eh und je. Durch einen Masseneinsatz von inoffiziellen und beamteten Emissären hat es die Bundesregierung geschafft, die von Nasser beschworene Einheitsfront zu durchlöchern.
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Von ZEIT zu ZEIT
Ohne Komplikationen begann in Berlin die österliche Passierschein – Besuchsperiode. Früher als angekündigt gingen die Sowjet – deutschen Manöver zwischen Berlin und Elbe zu Ende.
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Berliner Zufahrtswege wieder im Gespräch
Bilanz der Berlin-Krise – Brandt wärmt alte Vorschläge auf – Kritik an den Alliierten
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Osterfrieden auf Zypern?
Auf Zypern machte sich Anfang dieser Woche trotz neuer Gefechte zwischen Griechen und Türken und trotz neuer Mordanschläge ein wenig österlich-friedliche Stimmung breit.
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Namen der Woche
Reza Pahlevi, Schah von Persien, entging mit knapper Not dem Mordanschlag eines jungen Leibwächters, der plötzlich mit einer Maschinenpistole vor dem Kaiserpalast auf den Herrscher geschossen hatte.
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ZEIT-Berichte aus der Forschung
Diese Ansicht vertritt der in Fachkreisen bekannte Otologe Dr. Samuel Rosen vom Mount Sinai Hospital in New York in seinem Bericht an die New Yorker Academy of Medicine.
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In Sektlaune beschlossen:
Ein Loch wird in die Erde gebohrt
Das Millionen-Projekt ist in Sektlaune beschlossen worden. Es wurde zudem von einer Vereinigung in Angriff genommen, die einige Jahre vorher als eine Parodie auf wissenschaftliche Gesellschaften gegründet worden war.
Von Erwin Lausch
- Kultur
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Ein Mann, der Vertrauen fand
In der Geschichte wird es immer mehr oder weniger ausgeprägt zwei Typen von Staatsmännern und Politikern geben: die anregenden Schöpfer neuer Ideen, die im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit die Entwicklung weitertreiben, und die stillen Ordner, die im Hintergrund das Neugewonnene befestigen und bewähren.
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Sowjetische Bildungspolitik
Dieses Buch setzt einen Meilenstein. Nicht das erstemal bei der geistigen Auseinandersetzung mit dem Sowjetkommunismus war erst ein äußerer Schock nötig, damit im Westen eine intensive Beschäftigung mit Aspekten des gesellschaftlichen Lebens der Sowjetunion einsetzte.
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Ein Schweizer General
Dankbarkeit ist nicht eine Ausdrucksform der Demokratie. Leben und Werk des Generals Henri Guisan beweisen jedoch das Gegenteil.
Von Jakob Hausmann
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Mehr Steuern als Genuß
Setzt man die Steuerbelastungen von den bundesrepublikanischen Ausgaben für die „Genußsucht“ ab, wird man schnell zu dem Ergebnis kommen, daß in den westdeutschen Gefilden für Genußmittel beinahe mehr Steuern zu zahlen sind, als Genuß zu erreichen ist.
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Tagebuchblätter aus meinem Vaterland
Frankfurt ist so spießig geworden – Lieber Tante Else als Erich Mende – Zwei Juden auf der Post
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Zwei nicht ganz heitere Opern
Die Erregung steht ihm im Gesicht, und seine Hände deuten an, was er fühlt, als er vor den Schlußvorhang tritt: Zum erstenmal erlebt der 43jährige Antonio Bibalo in der Hamburgischen Staatsoper den Beifall für eines seiner Werke, zum erstenmal hat er hier auch gehört, was er komponiert hat.
Von Aufnahme: Ilse Buhs
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In Berlin herrschte Ratlosigkeit
Im Oktober 1963 feierte die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde ihr fünfzigjähriges Bestehen mit einem Vortragszyklus über die deutsch-russischen Beziehungen von Bismarck, besser gesagt von der Reichsgründung bis zur Gegenwart; dieser liegt jetzt gedruckt vor, er soll, entsprechend den Bestrebungen der Gesellschaft, auch weitere Kreise mit den darin behandelten Problemen bekannt machen.
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Große Pianisten der Gegenwart (5)
Triumph der Individualität
Es ist auffallend, daß Wilhelm Kempff, jener deutsche Pianist, den heute viele für einen der bemerkenswertesten Interpreten unserer Zeit halten, gerade nicht an Tiefsinn, „Weihe“ und Abgründigkeit (wie man es doch vom typisch germanischen Musiker erwarten möchte) die klavierspielende Weltelite zu übertreffen scheint, sondern eher an Individualität, einer oft bis ins Kokette reichenden Phrasierungsintelligenz und an sensiblem Charme.
Von Toachim Kaisei
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Kulturelle Hilfe
Die Fragen der Bildungshilfe für Entwicklungsländer haben bis vor wenigen Jahren zweifellos nur eine untergeordnete Rolle im Zusammenhang mit den überwiegend materiell verstandenen Problemen der Entwicklungshilfe gespielt.
Von Lutz Köllner
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Lebensbeschreibungen
Zwischen 1875 und 1912 erschien, herausgegeben von Rochus Freiherrn von Liliencron, die „Allgemeine Deutsche Biographie“ in 56 Bänden – ein dem Geschmack und den Interessen des Bildungsbürgertums entsprechend neben den Dynastien, Staatsmännern, Diplomaten und Generalen vorwiegend der Literatur und den anderen Künsten, dem „Geistesleben“ im Sinne jener Zeit gewidmetes nationales biographisches Nachschlagewerk, das ohne Zweifel nicht nur die Kultur- und Zivilisationsauffassung seiner Zeit spiegelte, sondern diese auch durch die Benutzer mit den darin enthaltenen Auffassungen und Urteilen beträchtlich beeinflußte.
Von Wilhelm Treue
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Die Sünden der Väter
Das weiße Amerika hat sich in der Vergangenheit gern gestattet, das „Problem“ ein wenig zu bagatellisieren, besonders im Umgang mit ausländischen Beobachtern.
Von Werner Baecker
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Klassenkampf findet kaum statt
Das Kinderbuch sitzt am Katzentisch der Literatur. In Deutschland muß diese umfangreiche Literaturgruppe immer noch um Entschuldigung bitten, wenn sie sich außerhalb der Messe, Konfirmations- oder Weihnachtszeit zur übrigen Gesamtliteratur stellen möchte.
Von Horst Künnemann
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Heute vor 20 Jahren:
Vor der Hauptstadt des Deutschen Reiches verbluten
Gestern erschien in der Zeitung ein Tagesbefehl Hitlers „An die Soldaten der deutschen Ostfront!“ Was soll die Truppe mit dem Quodlibet anfangen? Das Argument gegen die Niederlage erinnert an Christian Morgensterns Herrn von Korff, der seinen Verkehrsunfall bestreitet, „weil nicht sein kann, was nicht sein darf“.
Von Erich Kästner
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Rationale Rüstungspolitik
Niemand hat seit 1945 zur Formulierung strategischer Konzeptionen mehr beigetragen als die Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler.
Von Dieter Senghaas
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Kleiner Kunstkalender
Die beiden jungen Galeristen aus derMaximilianstraße kommen im Dante-Jahr 1965 den offiziellen Feierlichkeiten mit einer ausgepichten hommage an Dante zuvor, indem sie zweier Meister Illustrationen zum Inferno präsentieren.
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Verfassungen
Das stattliche Buch ist schon vor dreizehn Jahren, als es zum ersten Male erschien, von den Sachkundigen und den nach Belehrung Verlangenden beifällig begrüßt worden.
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Müdes Nachspiel der Fiesta-Stimmung
Ein debütierender Romancier hat ein gutes Thema gefunden: Es ist das Schicksal junger Intellektueller, das Los von Studenten, die aus ihrer Bahn geraten sind und nun ohne inneren und äußeren Halt den Weg der vielen Gelegenheitsjobs gehen, bis dieser ein bitteres, kriminelles Ende nimmt.
Von Elisabeth Endres
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Das Leben ein Traum
Wir bilden uns zwar ein, in einer realistischen Welt zu leben, realistisch zu denken, zu handeln, ja sogar zu lieben. Wir brauchen aber nur einen Blick rund um uns zu werfen, um erstaunt festzustellen, daß hier etwas nicht stimmt.
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Unsere Sprache
Auf Grund...
Wem es wirklich passiert ist – dem bayerischen Kultusminister Dr. Ludwig Huber, dem Reporter oder der Nachrichtenredaktion des Bayerischen Rundfunks –, bleibe dahingestellt.
Von Wilhelm Hock
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Kritik der Kunstkritik
Gottfried Sello hat es in seinem Anti-Platschek-Artikel (ZEIT Nr. 15, 9. April 1965) gesagt: „Jedes nach seinem Maß.“ Das heißt doch wohl, daß jede künstlerische Leistung nach dem Maß gemessen werden sollte, das in ihr selber liegt.
Von Rene Drommert
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Soraya im Film
Soraya Esfandiari, vormalige Kaiserin von Persien, vom Pfauenthron verstoßen und wieder aufgetaucht in den Residenzen mitteleuropäischer Playboys, hat den Weg zum Film gefunden.
Von U. N,
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Zu empfehlen
ES ENTHÄLT den Bericht von einer Reise, welche die damals 37jährige Mutter des Philosophen im Jahre 1803 mit ihrem Mann (der bald darauf in einem Hamburger Fleet ertrank) und ihrem 15jährigen Sohn Arthur (den sie später enterbte) unternommen hatte – eine gekürzte Fassung des 15.
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Das Opfer
Diese Dinge sind zu einer Zeit geschehen, da noch die edle Tugend Leichtsinn blühte, da der heutige erbarmungslose Kampf ums Dasein noch unbekannt war.
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Das Glücksrad und die Moral
Bayern ist unter anderem eine Art von Nevada: Nicht, daß es eine Stadt wie Reno hätte, wo man schnell und schmerzlos geschieden werden kann; aber es gibt in Bayern gleich vier (wenn auch bescheidenere) Las Vegas.
Von Ludwig Marcuse
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Eine Literatur der kleinen Schritte
Natürlich: nichts einfacher, als die zahlreichen Unterschiede zwischen der damaligen Strömung und den heutigen Tendenzen nachzuweisen.
Von Marcel Reieh-Ranicki
- Länderspiegel
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Mord aus Hilflosigkeit
Zwölf Jahre Zuchthaus für Helmtrud Scharafinski, acht Jahre Zuchthaus für Harry Scharafinski“, so lautete das Urteil, das kürzlich vom Moabiter Schwurgericht ausgesprochen wurde.
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Künstler unter sich
Der in Groß-Hansdorf, Kreis Stormarn, lebende 39 Jahre alte Maler und Bildhauer Siegfried Assmann kann sich eines Triumphes über das schleswig-holsteinische Kultusministerium rühmen.
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Ohne einen Pfennig
Der Schlagzeilen-gewohnte Baron, dessen vornehmer Familienname das Mammut-Verfahren ziert, spielte in der Hauptverhandlung keine entsprechende Rolle.
Von Lutz Lehmann
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Augsteins „finnischer Winterkrieg”
Ich möchte nur wissen, was in diesen Augstein gefahren ist, solche Sachen zu machen“, meinte ein Delegierter der CSU-Landesversammlung kopfschüttelnd am letzten Samstag, als der Wahlausschuß festgestellt hatte, daß Franz Josef Strauß mit fast 90 Prozent der abgegebenen Stimmen für weitere zwei Jahre zum Vorsitzenden der Christlich Sozialen Union gewählt worden war.
Von Thilo v. Uslar
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Hasen auf St. Pauli
Wie ein überdimensionales Berliner Zimmer wirkt das Lokal „Atlantis“ am Spielbudenplatz, einem Abschnitt der Reeperbahn auf St.
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Beamte haben es besser
Wer in München ein Grundstück erwerben und ein Haus bauen will, richtet den Blick auf die südlichen Stadtteile. Harlaching und Grünwald, Isartal und Solln, Planegg und Gauting sind die Gegenden, wo „man“ wohnt.
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Ein Stein des Anstoßes
Der neue Volksschulrektor der 3200 Einwohner zählenden Gemeinde Neckartenzlingen hat auf Wasser gebaut – nicht auf das verdreckte Abwasser des zwischen Tübingen und Stuttgart träge dahinfließenden Neckars, sondern auf die paar Tausend Liter des Wasserwerfers der baden-württembergischen Landespolizei.
- Lebensart
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Modernes Leben vor 100 Jahren
Intellektuelle Emancipation des Volkes ist der Ruf des Jahrhunderts, ist das Ziel, nach dem heutzutage Millionen streben. Man will nicht länger das Monopol des Wissens dulden, das so lange Zeit auf den Völkern gelastet; man fordert, daß die Errungenschaften des menschlichen Geistes Allen zugänglich werden, die sich ihrer bedienen wollen; man ahnt, daß die Mitteilung der vorhandenen menschlichen Kenntnisse einen positiven Wert hat und Tausenden neue Mittel an die Hand geben wird zur Förderung der eigenen Wohlfahrt –, man erkennt, daß Wissen eine Macht ist, und daß Bildung die sicherste Garantie gewährt für bessere öffentliche Zustände.
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Für Spieler
Fundus mit Kultur
Sie werden heute noch hergestellt, jene „Spielemagazine“, wie ich sie von meiner Jugend her kenne: flache, quadratische Holzschachteln, auf der linken Seite für Mühle, auf der anderen für Dame.
Von Eugen Oker
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Auto-Anti- Schleuderschule
Regen, Glatteis, Blaubasalt: Schwache Regeln, aber viel Gefühl-Übungen für Autofahrer
Von Erdmann Wintert
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Das Loch in der Haushaltskasse
Für die moderne Dreizimmerwohnung sind die 250 Mark monatliche Miete nicht sonderlich teuer. Doch wird dieser Betrag zu einer großen Belastung, wenn der Familie monatlich nur ein Einkommen von 700 Mark zur Verfügung steht, die junge Ehefrau nicht mitverdienen kann, weil sie ein Kind erwartet, und zusätzliche Einnahmequellen nicht zur Verfügung stehen.
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Dr. Binder ist entlastet
Im „Amazonas-Hospital Albert Schweitzer“ in peruanischen Urwald herrscht zur Zeit Hochbetrieb. Vier Ärzte behandeln täglich ambulant mehr als hundert Menschen neben den 40 bis 50 eingeborenen Patienten in den Betten des Krankenhauses.
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Schule im Schlaf
Sie schlafen immer tiefer..., sagte die väterliche Stimme. „Immer tiefer und tiefer ..., aber Ihr Körper wird leicht und unbeschwert.
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J. M-M: Wettbewerb im Lächeln
In Frankreich ist die Idee, aufgekommen, den Fremdenverkehr mit einem Wettstreit des Lächelns zu fördern, und zwar so: Der Fremdling erhält das Recht, jedem Angehörigen des Fremdenverkehrs – Gewerbes, von dem er sich besonders höflich behandelt fühlt, einen Scheck, ein Zeugnis auszustellen.
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Flieger und Hexen
Das gar nicht museale Märchen – Schloß Bentlage: Hauptquartier der Zauberer und Zwerge
Von Horst Wetterling
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Beginnt die Nacht um acht?
Das Leben in Hamburg wird demnächst gefährlich, vor allem zu Hause. Wenn die Nachbarn es wollen und der Empfehlung ihres Senats folgen und zur Polizei laufen, kann es nunmehr geschehen, daß eine Party tausend und ein stillvergnügter Streichquartettabend fünfhundert Mark Buße kostet.
- Sport
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Faszination und Enttäuschung
Der Tenno verließ die Premiere schweigend – Minister Ichiro Kono erklärte, es sei eine Schande, daß dieser Film die Olympischen Spiele von Tokio repräsentieren solle – Erziehungsminister Kiichi Aichi weigerte sich, den Film für Japans Schuljugend zu empfehlen – Tokios Oberbürgermeister Ryotaro Azuma meinte, eine artistische Vision habe nichts mit Dokumentarfilm zu tun – namenlosere Kritiker aber lobten Kon Ichikawas Drei-Stunden-Film in Farbe und Breitwand über die Olympischen Spiele von Tokio als den besten, sensationellsten und visionärsten, der je über ein Weltfest des Sports hergestellt worden sei.
Von Hans Wilhelm Vahlefeld
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Lord Byron – ein Boxer
Die Boxer wissen es, und die Funktionäre leiden bitter darum – ihre Sportart ist die geschmähteste von allen und immer wieder erschallt der Chor der Rufer, die ganz einfach das Verbot des Boxens fordern.
Von Adolf Metzner
- unzugeordnet
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Das Amt des Personalchefs
Unsere großen und mittleren Unternehmen haben in der Regel eine tüchtige Führungsspitze. Sie besteht heute nicht mehr aus dem Kaufmann, dem Techniker und dem Finanzmann, diesen klassischen Positionen eines Vorstandes.
Von Karl W. Boetticher