Strandspiele hinter Glas

Gläsernen Zeiten gehen die Nord- und Ostseeurlauber entgegen. Nicht genug damit, daß sie sich sommers wie winters von wohltemperierten und mechanisch betriebenen Salzwasserwellen (mit dem Blick aufs große wilde Meer) umspülen lassen können. Im Ostseebad Haffkrug-Scharbeutz soll ihnen Großartigeres als nur ein Meerwasser-Schwimmbad geboten werden: Es liegen Pläne für den Bau eines auf drei Säulen gestützten Riesendaches vor, das ein rund zwei Quadratkilometer großes Strand- und Dünengelände überspannen soll. Hinter Glaswänden können die Urlauber in einem geheizten Schwimmbad baden, in einem Planschbecken planschen, im Ostseesand buddeln und Strandburgen bauen, aber: nicht mit Steinen werfen (denn wer im Glashaus sitzt, soll nicht auf ein Drei-Millionen-Projekt werfen). Erhebt sich die Frage, wen man mit dem teuren „Glashaus“ mehr erfreuen will: Den Sommerurlauber, der nun auch im Winter Burgen bauen kann, oder die Scharbeutzer, die sich sozusagen unter Glas eine neue Spezies Kurgast heranzüchten können, einen Ganzjahres-Kurgast.

Achtung, Bärenjäger! In der kanadischen Provinz Neu-Braunschweig werden einem die Bären nicht aufgebunden, dort kann man sie schießen. Und zwar gibt es neuerdings – da die Zahl der Grizzlys stark zugenommen hat – zwei Jagdzeiten: vom 1. Januar bis zum 31. August und vom 1. Oktober bis zum 30. November. Der Abschuß eines Bären ist billig: 33 Mark. In Sibirien kostet ein erlegter Bär (ZEIT Nr. 15) etwa 3000 Mark. Preistreiberei? Ausbeutung? Oder?

Zeitungs-Café am beliebtesten

Welchen Typ des Kaffeehauses bevorzugen Sie? Diese Frage wurde 50 000 Wienern gestellt, und spontan antworten weit über die Hälfte: „Natürlich das klassische Kaffeehaus, indem Mokka, mehrere Gläser Wasser und zahlreiche Zeitungen ‚serviert‘ werden.“ Nur 29 Prozent schätzten das moderne Espresso und 16 Prozent plädierten für die herkömmliche Konditorei. 80 Prozent der Befragten waren regelmäßige Kaffeehausbesucher.