Kunstkalender

■ „Robert Müller" (Düsseldorf (als einziger deutscher Station) veranstaltet, ein Beweis für das internationale Renomme des Schweizer Bildhauers, das durchaus berechtigt ist. In seinen Arbeiten zwischen 1950 und 1963 hat er die Möglichkeiten der Metallplastik, was Technik und Gehalt angeht, voll ausgeschöpft. Er verwendet selbstgeschmiedete, vorfabrizierte Teile und Abfall, baut skurrile, organische, konstruktive Gebilde, die heiter, tragisch, dämonisch oder persiflierend gemeint sind, er arbeitet mit zackigen und runden, aggressiven und defensiven Formen, laßt in „La proue" (Der Bug, datiert 196263) oder dem etwas älteren „Cannonier" reale Assoziationen anklingen, die er in anderen Skulpturen rigoros ausschaltet — Gleichzeitig sieht man Arbeiten des Amerikaners und Eisen, halb Kinderspielzeug, halb Maschine, in gewaltigen Dimensionen, die über das recht bescheidene Maß des plastischen Emfalls weit hinausgehen — Bis zum 17. Oktober.

19 „Joseph Faßbender" (Köln, Galerie Der Spiegel): Eduard Trier hat ihn im letzten Jahr als einzigen deutschen Maler auf die Biennale gebracht, Faßbender hat auf dem internationalen Parkett nicht schlecht bestanden und ist mit einigem Ruhm und einem Kunstpreis nach Köln zurückgekehrt, Er war draußen unbekannt, eine erste Begegnuig mit ihm ist immer eindrucksvoll. Seme oedachtig gelassene Art, die zurückhaltende Kolonstik, die ungewöhnlich prägnante, sorgfaltig und sauber konturierende Zeichnuig wecken Vertrauen und Sympathie.

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Das wiederholt sich, wenn man ihn wiedersieht; auch die neuen Zeichnungen, nebst einigen Bildern bis Anfang Oktober in der Galerie Der Spiegel, sind solide gearberet, vielleicht um eine Spur beweglicher uid lockeier, Blatt für Blatt ein Labyiinth kl einteiliger Foimen. Gottfried Sello

 
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