Stehaufmännchen

Es war etwas still geworden um Leon Lipot Schuhgfschäft — kombiniert mit Kindermoden und einigen Uhren — in Frankfurts Friedensstraße eröffnet hatte. Manche glaubten, ein gewandelter Weiss werde sich nun sittsam in die Reihen der Einzelhändler eingliedern, zumal er ja beteuerte: er denke nicht daran, nun etwa m der Schuhbranche auch als „Preisbrecher" Karriere zu machen.

Doch man tauschte sich. Leon L. Weiss spricht jetzt von dem Schuhgeschäft als seinem „unehelichen Kind". Sein eigentliches Metier seien doch Uhren und Schmuck „Mit Münemann hatte ich vereinbart, mich ein Jahr aus der Branche zu halten Diese „Vereinbarungsfrist" ist vor wenigen Wochen abgelaufen. In der Zwischenzeit hatte Rudolf Münemann als Großaktionär der Uhren Wetss AG, die seit Juli vergangenen Jahres ohne Weiss weiterlebte, den Sitz der Gesellschaft nach München verlegt und dem Firmennamen ein klangvolles „Juwelia" hinzugefügt.

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Und just in München hat jetzt Weiss seine zweite Laufbahn als „Preisbrecher" gestartet. Mit einem Uhren- und Schmuckgeschäft. Auch in Frankfurt will er sich mehr und mehr auf seine hergebrachte Tätigkeit umstellen. Nur eines fehlt dem Stehaufmännchen Weiss noch: sein altes liebgewonnenes „Uhren Weiss", unter dem er populär und wohlhabend wurde. Doch er hat Hoffnung. Er meint, daß sein einstiger AR Vorsitzer Rudolf Münemann um die Jahreswende herum aus seiner Firma das „Uhren Weiss" völlig verschwinden lassen wird. Und dann modite Leon Weiss wieder unter alter Flagge mit traditionellem Gebaren zum zweitenmal an den Start gehen bo

 
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