• Ausgabe 02/1966

    Ausgabe 02/1966

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Wolfgang Ebert:

    Schöne Aussichten

    Zum Beispiel freue ich mich auf die wöchentliche Kolumne von Heinrich Lübke in der Zürcher „Weltwoche“, die unter der Rubrik: „Der Bundespräsident meint.

  • Fanfanis Rösselsprünge

    Ungewißheit kennzeichnet die Lage Italiens nach dem Rücktritt Amintore Fanfanis vom Posten des Außenministers. Das unerwartete Ausscheiden des christlich-demokratischen Politikers droht nicht nur die Regierung Moro, sondern auch die Christlich-Demokratische Partei aus dem mühsam gewahrten Gleichgewicht zu bringen.

  • Rätselraten um ein Testament

    Wann endlich werden Apels Papiere veröffentlicht? So fragt man immer wieder, diesseits und jenseits der Mauer. Willy Brandt hat das Interesse am politischen Testament des DDR-Planungschefs, der Selbstmord beging, in seiner Pressekonferenz am Jahresende neu angefacht.

    Von Rene Bayer

  • Die Amtsmeinung Jaegers

    Justizminister Jaeger hat mit seiner bisherigen Amtsführung sein Ministerium und die Öffentlichkeit angenehm überrascht. Jaeger, der aus seinen betont konservativen Vorstellungen nie ein Hehl gemacht hat, weiß offensichtlich zwischen seiner persönlichen Meinung und der, die das Amt erfordert, zu unterscheiden.

    Von Robert Strobel

  • Neuer Anfang in Brüssel

    Während der Regierungsumbildung, die zur Zeit alle politischen Kreise in Paris beschäftigt, bleibt nur wenig Zeit, nach draußen zu blicken.

  • Sind die Ländergrenzen sinnvoll?

    Neben der Oder-Neiße-Linie, der Wiedervereinigungund dem DDR-Status gibt es eine weitere „Deutsche Frage“, die über Nacht aktuell wurde.

  • Zeitspiegel

    Nach einem Jahr ist in der nordvietnamesischen Hauptstadt Hanoi der Name eines verschwundenen Generals wieder aufgetaucht: Nguyen Chi Thanh.

  • Lückes Parforce-Tour

    Als Paul Lücke vom Bundesministerium für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung in das Innenministerium überwechselte, nahm er seinen Staatssekretär, seinen Pressereferenten und seine Abteilung III (Städtebau und Raumordnung) mit.

    Von Theodor Eschenburg

  • Carl Friedrich von Weizsäcker hat in der ZEIT immer wieder zur Weltpolitik und zur deutschen Frage Stellung genommen. Seine Überlegungen am Jahresbeginn 1966 legt er in einer Folge von drei großen Analysen dar.

    Schachpartie der Großmächte

    Mögliche Gestalten eines künftigen Weltfriedens auszumalen ist heute nicht mein Ziel, wenngleich auch das hypothetische Durchdenken solcher Möglichkeiten eine sinnvolle Aufgabe einer Wissenschaft von der Weltpolitik wäre.

    Von Carl Friedrich von Weizsäcker

  • Der gelähmte Riese

    New York, der Welt größte, reichste, hektischste, widerspruchsvollste und aufregendste Stadt ist dabei, sich weiteren Ruhm zu verschaffen: die Metropole ist auf bestem Wege, sich selbst zu zerstören.

    Von Willi Bongard

  • Tritt Ulbricht ab?

    In Ostberlin mehren sich die Anzeichen, daß der Rücktritt Walter Ulbrichts von Partei- und Staatsspitze bevorsteht. Berliner Ostblockdiplomaten geben dem SED-Chef nur noch bis zum Sommer Zeit, sich seinen Alterssitz einzurichten.

    Von Kai Hermann

  • Kein Stander am Dienstwagen

    Unser Botschafter in Israel weiß, daß seine Stärke in der Zurückhaltung liegt

  • Wirtschaft
  • Schwarzmalerei

    Weiterbauen um jeden Preis! Das scheint dem Verband des Baugewerbes das beste Mittel zu sein, die angeblich drohende Wirtschaftsmisere zu verhindern.

  • In letzter Minute

    Nicht ohne Absicht dürfte die Bundesbank in ihrem Dezember-Bericht einen Beitrag über die längerfristigen Forderungen veröffentlicht haben, die sie in ihrer Bilanz hat.

  • Zeit spart Geld

    Vom 1. Januar 1966 an haben die 1000-Dinar-Banknoten der jugoslawischen Nationalbank mit Ausgabedatum 1. Mai 1946 ihre gesetzliche Zahlungskraft verloren.

  • Galgenfrist für Kartelle

    Zement – das war eines seiner letzten Worte im Amt. Denn seit dem 1. Januar, seit die Novelle zum Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen in Kraft ist, gibt es seine Abteilung nicht mehr, die Einspruchsabteilung des Bundeskartellamtes.

  • Buttermilch

    Wer hat schon gewußt, daß nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen unter der Bezeichnung Buttermilch drei qualitativ recht verschiedene Produkte angeboten werden dürfen? Hugo Schui, Gründer des Deutschen Verbraucherbundes und Vorkämpfer für die Interessen der Verbraucher, hat das Verdienst, darauf hingewiesen zu haben, daß das, was wir in 95 Prozent aller Fälle als Buttermilch kaufen (mit dem meist unauffällig angebrachten Zusatz „geschlagen“ weiß niemand etwas anzufangen), künstlich gesäuerte und maschinell behandelte Magermilch ist.

  • Ohne Fortune

    Der Bundesfinanzminister hat mit seinen Bemühungen, die ins Kraut schießende Sparförderung wieder auf die finanziellen Möglichkeiten des Bundeshaushalts zurückzuschneiden, wenig Glück.

  • Wie frei sind unsere Fonds?

    Während unsere Börsen dahindämmern und die Kurse deutscher Aktien ständig zurückgehen, ist der Investmentsparer munter. Seine Aktivität kommt allerdings nicht nur den deutschen Fonds, sondern zu einem runden Drittel auch den seit geraumer Zeit in der Bundesrepublik sehr regsamen amerikanischen Investment-Gesellschaften zugute.

    Von Bernd Baebring

  • Ein neuer Stahlkonzern?

    In nächster Zeit werden die Würfel darüber fallen, ob es im Norden des Ruhrreviers einen neuen großen Stahlkonzern geben wird.

  • Das Wirtschaftsbuch

    Branchenanalysen

    Die westdeutschen Aktiengesellschaften sind in dreißig Branchen der Industrie, des Handels, der Dienstleistungen und des Verkehrs gegliedert.

  • Gespräche am Bankschalter

    Aktionäre müssen gefragt werden

    Am 1. Januar 1966 ist das neue Aktiengesetz in Kraft getreten. Um die reibungslose Anpassung an die neuen Bestimmungen zu ermöglichen, wurden im Einführungsgesetz Übergangsvorschriften erlassen, so daß noch etwa zwei Jahre vergehen werden, bis sich das neue Gesetz voll auswirkt.

  • Europa muß mehr zahlen

    Noch immer finanzieren die USA zwei Drittel des westlichen Militärpotentials

  • Der geprellte Verbraucher

    Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft steht nun in ihrem achten Lebensjahr, und allmählich wird immer deutlicher, daß die Verbraucher von einem wichtigen Teil dieses Marktes, nämlich von dem gemeinsamen Agrarmarkt, keinen am Geldbeutel spürbaren Nutzen haben.

    Von Jörg Eckard

  • Dos Sozialrecht soll von neutralen Professoren durchforstet werden – und schon mischt sich die Regierung ein

    Richter in eigener Sache

    Uns fehlt eine Sozialgesetzgebung aus einem Guß. Das wird von Jahr zu Jahr von allen Seiten immer lauter beklagt. Selbst Regierung und Parlamentarier finden sich in dem Durcheinander der Paragraphen nicht mehr zurecht.

    Von Peter Kleine

  • Jahr der Verkaufsrekorde

    In den Vereinigten Staaten wurden im letzten Jahr rund 9,3 Millionen Personenautos und 1,5 Millionen Lastkraftwagen verkauft.

  • Mehr Geld für’s Auto

    Es soll davon gesprochen worden sein, als Professor Heinrich Nordhoff, Generaldirektor der Volkswagenwerk AG, Mitte Dezember Bundeswirtschaftsminister Schmücker seine Aufwartung machte.

  • Kennedy-Runde in Gefahr: Die Krise der Wirtschaftsgemeinschaft muß schnell gelöst werden

    Die EWG in Zeitdruck

    Vor zwei Jahren war der damals neu gekürte Kanzler Ludwig Erhard ausgezogen, die EWG-Partner für ein „politisches Europa“ zu gewinnen.

  • Börsen-Report

    Kurse wurden frisiert

    Zur Jahreswende tat sich in den Börsensälen Erstaunliches. Obgleich die Jahresschlußkurse gleichzeitig Steuerkurse sind und die Grundlage für die Vermögensteuerveranlagung bilden, bestand vielerorts die Neigung, die letzten Kurse des Jahres nach oben zu manipulieren.

  • Zeitraffer

    Trotz des starken Geldwertschwundes hat das Kontensparen in der Bundesrepublik auch 1965 weiter zugenommen. Die Spareinlagen nahmen im vergangenen Jahr einschließlich der Zinsgutschriften (3,5 Milliarden) um 17 Milliarden Mark zu.

  • Wissen
  • DIESE WOCHE

  • Koalition - wie groß?

    Heinrich Lübke ist als Fürsprecher einer Großen Koalition in die politische Arena getreten. Er durfte nicht erwarten, daß er dort ohne Widerspruch bleiben würde.

    Von Rolf Zundel

  • Gute Nacht, Nachbarn

    Was darf die Satire? Alles, sagte Tucholsky im Jahre 1919. Übertreibt die Satire? Tucholsky antwortete: „Die Satire muß übertreiben und ist ihrem tiefsten Wesen nach ungerecht.

    Von Theo Sommer

  • Kleiner Frieden oder großer Krieg

    Das Fazit, das ein hoher amerikanischer Offizier am Jahresende 1965 in Vietnam aufstellte, war lapidar und nicht frei von Sarkasmus: „Wir haben aufgehört zu verlieren.

  • Auto
  • Tempo 17

    Klassenlose Gesellschaft auf Hamburgs Ost-West-Straße – Notizen eines Autofahrers

    Von Heinz D. Stuckmann

  • Luftriesen in Sicht

    Noch vor einem Jahr hätte wahrscheinlich kein Mensch geglaubt, daß die Reise mit dem Flugzeug Ende der sechziger Jahre billiger sein würde als mit der Eisenbahn oder dem Omnibus.

    Von David Maxwell

  • Neu auf den Straßen:

    Glas 2600 V8 Coupé

    Bereits in Frankfurt auf dem Autosalon hat diese neue Kreation des Glas-Automobilwerks in Dingolfing, Bayern, viel Beachtung gefunden.

  • DIE ZEIT
  • Verkehrsspiegel

    Gleichsam zu Weihnachten, nämlich am 22. Dezember, hat Premier Wilson den englischen Autofahrern als Nachfolgerin von Verkehrsminister Frazer eine Dame beschert: Barbara Castle.

  • Nr. 2 vom 12. Januar 1956

    In Moskau

    Noch vor einem Jahr wäre es auch einem Intellektuellen, etwa einem Moskauer Literaturkritiker, unmöglich gewesen, ganz offen die Schuld an den Mängeln der russischen Literatur Stalin zuzuschreiben.

  • Gehört und gesehen
  • Fernsehen

    Schlaft wohl, Nachbarn

    Weihnachtlich-friedlich gestimmt gab Panorama seinen Kritikern das Wort; Zufriedene und Unzufriedene, Prominente und kleine Leute sprachen sich aus; man beklagte hüben Einseitigkeit und drüben mangelnde Verve; ein ceutscher Mann aus Celle wetterte gegen die Linksintellektuellen; anonyme Schreiber bedienten sich mit Vorliebe der Vokabeln Jude und Scheiße; Richard Münch, noch einmal erschien sein liebes Gesicht auf dem Bildschirm, beschwerte sich bitter darüber, daß Herr von Schnitzler Panoramen sechsmal so viel Zechinen zukommen ließe wie der Hallo-Nachbarn-Redaktion, und der Betrachter hatte indessen Gelegenheit, sich über das Echo dieses satirischen Satzes in Cloppenburg und Deggendorf Gedanken zu machen.

  • Theater

    Obwohl das, was bleibt, (laut Hölderlin) die Dichter stiften, hat der Moloch Bühne Hunger nach Neuem. Kommen die Dichter nicht nach, dann „verbühnen“ Theaterleute eigenmächtig Stoffe, die ihnen thematisch wünschenswert erscheinen.

  • Gehört und Gesehen
  • Film

    Jean-Luc Godards Film über den Tod

    Ferdinand erschießt Marianne, die ihn immer Pierrot genannt, die ihn hintergangen hatte, der er gefolgt war bis ans Meer, die er geliebt hatte.

    Von Uwe Nettelbeck

  • Funk

    Zwei Neujahrsansprachen

    Es wäre unbillig, wollte man den Bundeslandwirtschaftsminister Hermann Höcherl tadeln oder gar verspotten, weil er es für richtig und wichtig hielt, seine Gedanken zur Jahreswende den sicherlich aufmerksam lauschenden Rundfunkhörern mitzuteilen.

  • Gesellschaft
  • Iran kontra Irak

    Der Kurdenkrieg hat am Persischen Golf gefährliche Spannungen heraufbeschworen. Bei Einsätzen gegen die kurdischen Rebellen in den verschneiten Bergen nahe der persischen Grenze hatten irakische Flugzeuge am Jahresende mehrmals persische Dörfer bombardiert.

  • Lichtblicke für Blinde

    Ich sehe Licht, eine leuchtende Scheibe“, ruft erregt der blinde Student, „jetzt kommt sie näher... jetzt schiebt sich etwas davor, ich erkenne einen Schatten, nun bewegt sich die Lichtquelle nach rechts .

    Von Thomas v

  • Ist die CDU noch modern?

    Die CDU hat die letzte Bundestagswahl eindrucksvoll gewonnen, aber die Sorge um die Partei ist damit nicht zu Ende. Der junge CDU-Abgeordnete Dietrich Rollmann macht sich im folgenden Artikel zum Sprecher derjenigen, die ihre Partei in Gefahr sehen.

    Von Dietrich Rollmann

  • Treffen in Taschkent

    Was die UN und das Commonwealth nicht schafften, erreichte am Dienstag Sowjet-Ministerpräsident Kossygin: Er führte den pakistanischen Staatspräsidenten Ajub Khan und den indischen Ministerpräsidenten Lal Bahadur Shastri in Taschkent zu einem Versöhnungsgespräch zusammen.

  • Peking verlor drei Freunde

    Militärputsche nach lateinamerikanischem Muster scheinen neuerdings auch in Afrika Schule zu machen, In drei Nachfolgestaaten des ehemals französischen Kolonialreiches haben seit Weihnachten Obersten und Generale die Macht an sich gerissen.

  • Rhodesien leidet unter dem Ölboykott

    Ein Versöhnungsangebot an Sambia – Kohlenbergbau fürchtet um seine Absatzmärkte

  • Zwergschweine helfen Forschern

    Schweine sind als Versuchstiere besonders geeignet, weil sie physiologisch viel Ähnlichkeit mit dem Menschen haben. Sie benötigen zu ihrer Existenz etwa die gleichen Nährstoffe wie wir, verdauen die Nahrung in ähnlicher Weise und werden, von den meisten Krankheiten befallen, die dem Menschen zu schaffen machen – zum Beispiel auch von Magengeschwüren.

    Von V. G.

  • Medizin und die Volksweisheit

    Dem Bundesverband der Heilmittelindustrie ist eine Arbeitsgemeinschaft zur Erforschung gesundheitspolitischer Probleme angeschlossen, die sich in der letzten Ausgabe ihres Informationsdienstes für die auf naturheilkundlicher Basis beruhenden biologischen und phytotherapeutischen Mittel einsetzt.

  • Johnson jagt dem Frieden nach

    Sechs US-Sonderbotschafter wurden um die halbe Welt geschickt – Warten auf Ho

  • Kambodscha:

    Ein neuer Krieg?

    Neben den Kriegsschauplätzen in Vietnam und in Laos scheint sich jetzt auch im indochinesischen Königreiche Kambodscha ein Kriegstheater aufzutun.

  • Von ZEIT zu ZEIT

    In der usbekischen Stadt Toschkentbegannunter gedämpften Erwartungen das Vom Kreml arrangierte indischpakistanische Gipfelgespräch über den Kaschmir-Konflikt.

  • Vierzehn und vier

    Keinen Zweifel lassen die USA daran, daß sie die Unabhängigkeit und territoriale Integrität ihres südvietnamesischen Verbündeten schützen wollen und sich von freien Wahlen in Südvietnam ein nichtkommunistisches Regime erhoffen.

  • Erhard – Kanzler auf Zeit?

    Konrad Adenauer war nach der Regierungsumbildung im Herbst 1962 nur noch ein „Kanzler auf Zeit“. Dieser Umstand wirkte sich für die Innen- und Außenpolitik nachteilig aus.

  • Namen der Woche

    Amintore Fanfani, Präsident der UN-Vollversammlung, ist als italienischer Außenminister zurückgetreten, nachdem Nordvietnam eine von ihm unterstützte Friedensvermittlung seines Freundes La Pira geleugnet hatte.

  • Kultur
  • Hofstätter, nicht Hochstetter

    Der Rezensent des Buches „Was die Deutschen fürchten“ von Arnim Mohler (in unserer Ausgabe vom 17. Dezember) ist einer Namensverwechslung zum Opfer gefallen.

  • Zeitmosaik

    Den seit fünfzehn Jahren drastischsten Sturz des deutschen Optimismus verzeichnete das Allensbacher Institut für Demoskopie, als es auch in diesem Jahr – wie seit 1949 jedes Jahr – den berühmt-berüchtigten repräsentativen Querschnitt der deutschen Bevölkerung fragte: „Sehen Sie dem neuen Jahr mit Hoffnungen oder Befürchtungen entgegen?“ „Mit Hoffnungen“ antworteten 49 Prozent der Befragten (1964: 65 Prozent), „mit Befürchtungen“ 18 Prozent (1964: 10 Prozent), „mit Skepsis“ 19 Prozent (1964: 13 Prozent); weder Hoffnungen noch Befürchtungen noch Skepsis hegten 14 Prozent.

  • Neumanns Wiener Kinder

    Auf den Artikel „Der gute Glaube Robert Neumanns“ (ZEIT Nr. 53/65) bekamen wir eine Post Card („the address to he written on this side“), auf der Hugo M.

  • Die Augenbinde

    Der Korrektor unterbrach das Spiel. Er schob die Karten zusammen, warf sie auf den Fenstertisch und wischte sich langsam über die Augen, hob dann sein Gesicht und blickte durch das Abteilfenster in die, Dunkelheit draußen.

  • Ich bin kein Spucknapf

    Gut ist der Ruf, dessen sich der Schriftsteller Martin Kessel in literarischen Kreisen erfreut: Er wird von einigen Kritikern seit Jahren nicht ohne Ausdauer gelobt und gerühmt, manche Nachschlagewerke widmen ihm nahezu hymnische Artikel, er ist Mitglied aller wichtigeren deutschen Akademien, ihm wurden die angesehensten Literaturpreise verliehen, unter anderem der Georg-Büchner-Preis von 1954.

    Von Marcel Reich-Ranidd

  • Unser Seller-Teller Dezember 1965

    Obwohl mehr Leute, als man glaubt, Verse eigener Produktion in ihren Schubfächern verwahren mögen. ein Volk der Dichter waren und sind wir sicher nicht Sicher aber sind wir: ein Volk der Schaffer.

  • Dr. Hans Harder Biermann-Ratjen, Hamburg

    Liebe Dame“, sagte der Senator, „ich bin nur ein halber Kultusminister, kein ganzer.“ Diese Vorbemerkung liegt dem Präses der Hamburger Kulturbehörde, Senator Dr.

  • Kunstkalender

    Von Mitie November.

  • Zweimal das zweigeteilte Berlin

    Ist es mehr als Zufall, daß zwei der stärksten Bucherfolge des letzten Herbstes das zweigeteilte Berlin zum Vorwurf haben? „Zwei Ansichten“ der zweigeteilten Stadt gab Uwe Johnsons neuer Roman.

    Von Otto F. Beer

  • Künstler haben hier nichts zu melden

    Berlin geht um eine hochambitiöse und widerspruchsvolle Kulturinstitution reicher ins neue Jahr. Was andere deutsche Städte wie Oldenburg oder Braunschweig oder Heidelberg oder Düsseldorf oder Hamburg seit eh und je, mitunter seit mehr als hundert Jahren, besitzen, hat sich nun auch in Berlin etabliert: ein Kunstverein.

  • Presse

    Man sollte meinen, über so etwas Langweiliges wie die kommunistische Presse lasse sich kein vernünftiges Buch schreiben. Buzek überzeugt einen auf angenehmste Weise vom Gegenteil.

    Von K. K.

  • Bethmann ließ sich nicht drängen

    Hartmut Pogge-v. Strandmann und Imanuel Geiss: Die Erforderlichkeit des Unmöglichen, Deutschland am Vorabend des ersten Weltkrieges, in „Hamburger Studien zur neueren Geschichte“; herausgegeben von Fritz Fischer, Bd.

    Von Karl Heinz Janssen

  • Rom und Moskau

    Renate Riemeck: Moskau und der Vatikan. I.: Der kirchliche West-Ost-Gegensatz und das alte Rußland; 128 Seiten, 8,80 DM. II.

  • Großer Aufwand für Kärgliches

    Seine „bisher wohl außergewöhnlichste literarische Entdeckung“ meint der Diogenes Verlag im letzten Jahr gemacht zu haben. Was er unter solchem Superlativ einem gewiß überraschten Lesepublikum präsentiert, ist das schmale, zum überwiegenden Teil schon recht betagte Lebenswerk eines 1957 verstorbenen Arztes, der – auch das steht im Klappentext – „die deutsche Literatur .

    Von Wolfgang Wetth

  • Kalender ohne Hoffnung

    Wer die satirischen Bilder Webers ansieht, darf alle Hoffnung fahren lassen. Die Menschen sind dumm und gemein, die Welt ist lebensgefährlich, der Fortschritt führt direkt zur Katastrophe.

  • Die neue Schallplatte

    Mit sechsundzwanzig schrieb Tschaikowskij seine erste Sinfonie, „Winterträume“, mit dreiundfünfzig, im Todesjahr, seine sechste, die Pathétique“.

  • Rückzugsgefechte der Gestrigen

    Kehrt Stalin nach Pankow zurück? Nach allem, was sich in den letzten Wochen in der DDR ereignet hat, besteht Anlaß genug, eine solche Frage zu stellen.

    Von Marcel Reich-Ranicki

  • Zu empfehlen

    Georg Braun/Franz Hogenberg: „Beschreibung und Contrafactur der vornembster Stät der Welt“, Band I (1574), eingeleitet und kommentiert von Max Schefold; Verlag Müller und Schindler, Plochingen; Kommentarheft (40 S.

  • Länderspiegel
  • Angst vor Gisela May?

    Auf roten Plakaten wurde Mitte Dezember den Berlinern ein west-östliches Silvesterkabarett angekündigt. Die Interpreten Gisela May, Käthe Reichel und Rolf Ludwig aus Mitteldeutschland würden – so hieß es – zusammen mit ihren westdeutschen Kollegen Wolfgang Neuss, Hans Ernst Jäger, Helen Vita und Hanne Wieder die „dreckigen zwanziger Jahre“ besingen und bespötteln.

  • Abends das Lied aus der Heimat

    Im Kölner Fernsehstudio C ist ein ritterlicher Wettstreit entbrannt: Junge Journalisten aus Italien, Spanien, Griechenland und der Türkei testen dort Anmut und Liebenswürdigkeit von Ansagerinnen, die den Gastarbeitern Nordrhein-Westfalens jetzt ein bißchen Heimat auf den Fernsehschirm zaubern sollen.

  • Rebellion um zwei Groschen

    Was zunächst wie eine billige Komödie aussah, entpuppte sich als eine konkrete Gefahr für die Einheit der 270 000 Jungakademiker in der Bundesrepublik.

  • „Macke“ schützt vor Zuchthaus nicht

    Dritte Auflage des Bonner Taxi-Mord-Prozesses endete mit zweimal lebenslänglich

    Von Wilhelm Weyen

  • Lebensart
  • Modernes Leben in Schlagzeilen

    Nach Weihnachten

  • Ben Witter:

    Das sah man ihm nicht an

    „Warum wohl gerade Whisky? Weil es den ganzen Tag über Bier gibt; ist der Architekt da, gibt es Bier, kommt der Bauherr, gibt es Bier, hört jemand, der ist Maurer, gibt es Bier.

  • Beweis der Weiblichkeit?

    Es gibt kaum ein Thema, das es an Ergiebigkeit mit dem der „Frau“ aufnehmen könnte. Dennoch scheint das Fundament, auf dem sich all diese Diskussionen zutragen, schief zu sein – dies meint Dr.

  • Tratschke fragt:

    Wer war’s?

    Die Frau vergötterte ihren Mann, wie auch ein ganzes Volk, ihn vergöttert und dabei allerdings in verhängnisvoller Weise überschätzt hatte.

  • Etat-Knauserei behindert wichtige Forschungsarbeit

    Millionen fähren zur Kur: Was aber ist der Erfolg? – Es fehlt an gesicherter medizinischer Erkenntnis

  • Verglichen mit Konrad Adenauer waren Kaiser Barbarossa und der Alte Fritz noch „recht junge Leute“

    Mit 90 eroberte Dandolo Byzanz

    Konrad Adenauer ist 90 Jahre alt geworden. Und als Bundestagsabgeordneter und zur Zeit noch Vorsitzender seiner Partei ist er mit Neunzig immer noch aktiv.

  • J. M-M:

    Elias und der Millionär

    Berg Karmel. Auf der einen Seite die Baalspriester mit ihrem Opferaltar, auf der anderen Seite Elias mit dem seinen. Wer sein Gebet an den wahren Gott richte, auf dessen Altar würden Flammen erscheinen und die Opfergaben verzehren.

  • Sport
  • Auf volkseigener Rennbahn

    Zweimal wöchentlich veranstaltet der „VE-Rennbetrieb Karlshorst“ seine Trabrennen, fern jeder Ideologie, wenn man von den paar DDR-Fahnen über dem Eingang und an den Tribünen absieht.

    Von Georges Reymoncl

  • Was der Winter bringt

    Die mehrwöchigen Trainingslager der Wintersportler überall in der Welt sind abgeschlossen, die „Vorspiele“ liegen bereits hinter uns – wobei in Val d’Isère die französischen alpinen Rennläufer etwas schneller als die Schweizer gewesen sind und in St.

    Von Heinz Maegerlein