„Die tollen Abenteuer des Monsieur L. in China“ (Frankreich; Verleih: United Artists): Philippe de Broca, dessen Abenteuerfilm über den Abenteuerfilm „L’Homme de Rio“ ein beachtlicher Spaß war, versuchte es nach einem Roman von Jules Verne und mit Jean-Paul Belmondo in der Rolle des Arthur Lempereur in Hongkong, im Himalaya und sonstwo unter Aufbietung aller verfügbaren Tricks noch einmal. Es ist ein atemloser Film dabei herausgekommen, der letzten Endes, nur hintenherum, zu dem wird, was er nicht sein sollte, zu einem jener beliebigen Verfolgungs- und Fechtstücke, von denen man sagen muß, daß ihr Aufwand in keinem Verhältnis steht zu ihrem Witz. Philippe de Broca fällt der Öde des Genres anheim, das zu parodieren und gleichzeitig zu übertreffen er sich auch diesmal vorgenommen hatte. Es kracht und knallt, aber immer der Reihe nach und wie erwartet, die versprochenen Überraschungen bleiben aus, Belmondo rennt umsonst herum, die paar Scherze, um die es sich gelohnt hätte, gehen im Trubel unter. Daß der dicke Bösewicht – einen so dicken hat man noch nie gesehen – zum Schluß aus dem Flugzeug purzelt und lachend heruntertrudelt, daß die zwei täppischen Versicherungsdetektive, deren ständiges Ungemach erheitern soll, sich im Dunkeln ängstlich beim Händchen nehmen und im Hellen alles mit jedem verwechseln, daß schließlich Belmondo zu beobachten auch hier ein Vergnügen bleibt, macht den lärmenden und sehr bunten Bilderbogen ebenfalls nicht lustiger. U. N.