Der Hinweis der Verwaltung der Elektrische Licht- und Kraftanlagen AG, Köln, die Aktionäre könnten in den nächsten Jahren noch nicht mit attraktiven Dividenden rechnen, war ein ernstzunehmendes Wort. Die Gesellschaft hat sich nach dem Kriege mit einem großen Teil ihres Vermögens in Kanada engagiert, in einem Land also, dem man auf längere Sicht zwar große Entwicklungschancen zubilligt, dem andererseits aber kurzfristig oftmals Konjunkturschwankungen zu schaffen machen. Wer deshalb in Kanada auf die Dauer mit Erfolg tätig sein will, muß nicht nur über das notwendige Kapital, sondern mehr noch über entsprechende Rücklagen verfügen, um etwaige Rückschläge auffangen zu können. Sie anzusammeln ist Elikraft zur Zeit bemüht.

Die Elican Development Company Ltd., an der Elikraft über ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft Likra Ltd. beteiligt ist, hat im Geschäftsjahr 1964 ihre steuerfrei thesaurierten Gewinne um weitere 730 000 kanadische Dollar auf rund 2,8 Millionen Dollar erhöht. Die seit der Gründung dieses im Energiebereich tätigen Unternehmens erwirtschafteten, in der Bilanz ausgewiesenen offenen Rerserven belaufen sich damit auf nahezu die Hälfte des eingezahlten Kapitals. Damit müssen sich die Elikraft-Aktionäre trösten, wenn ihnen jetzt auch für das Geschäftsjahr 1964/65 (30. 6.) wieder nur 6 Prozent Dividende angeboten werden.

Bei den deutschen Beteiligungen war der Geschäftsverlauf größtenteils befriedigend. Insgesamt führten die in- und ausländischen Beteiligungsunternehmen 1,8 (1,6) Millionen Mark an die Muttergesellschaft ab. Die in etwa gleichgebliebene Steuerziffer zeigt, daß sich auf diesem Gebiet nicht viel getan haben kann. K. W.