Die afro-asiatische Solidaritätskonferenz von Havanna blieb ohne Echo. Dabei hatten sich die Initiatoren dieses Treffens von 500 Delegierten kommunistischer Staaten und aus Ländern der „Dritten Welt“ viel vorgenommen: Zum erstenmal waren lateinamerikanische Abordnungen auf dieser Konferenz vertreten. Laut Programm sollte der „Befreiungskampf“ gegen den „Imperialismus und Neokolonialismus“ auch für den südamerikanischen Kontinent proklamiert werden. Die Aktionseinheit aber stand nur auf dem Papier dieser „Tricontinental“. Das Nachsehen hatten vor allem die Chinesen. Sie konnten sich mit ihren radikalen Kriegsparolen gegenüber Moskaus Koexistenz-Ideologie nicht durchsetzen.