Helgoland, das weiß jeder, ist die Nordseeinsel mit dem berühmten Felsen und den vielbesungenen Farben, Möweninsel der Sehnsucht und heimliche Matrosengeliebte. Aber Helgoland, seit 75 Jahren deutsch, ist auch die Insel, die unter den Stahlgewittern des Zweiten Weltkrieges bis zur Unkenntlichkeit zerstört und völlig neu wiederaufgebaut wurde: Helgoland, ein Symbol von Tapferkeit und Lebenswillen.

Hamburgs langjähriger Pressechef Erich Lüth hat über das Schicksal der Insel ein kleines informationsreiches Buch geschrieben:

Helgoland – Die unzerstörbare Insel; Verlag Georg Hatzfeld, München; 96 Seiten; 8,80 DM.

Das Büchlein (mit zwanzig Kapiteln) ist für Reisende bestimmt, deren Interesse sich nicht in den günstigen Preisen der zollfreien Einkäufe erschöpft. Erich Lüth kennt und liebt die Insel seit vierzig Jahren und darum kann er seinen Text auch mit viel persönlicher Erfahrung bereichern und authentische Erinnerungen an die jüngste Vergangenheit heraufbeschwören: das verlassene Bombenziel mit dem geschundenen Antlitz. Die Aufzeichnungen sind frei von Sentimentalität und räumen auch ein, daß es im alten Helgoland nicht ausschließlich malerische Fischerhäuschen gab. – sch