Die IG Metall erwartet für 1966 ein Wachsum des realen Sozialprodukts von 3,5 bis 4,5 Prozent und ein stärkeres Ansteigen der Produktivität als 1965. Mit einer weiteren Zunahme der Gewinne, die 1965 um 6,5 Prozent gestiegen seien, ist zu rechnen.

Die aus der Verwirklichung ihrer Forderung sich ergebende Belastung berechnet die IG Metall auf 10,7 Prozent oder bezogen auf die effektiv gezahlten Löhne und Gehälter auf 9,5 Prozent. Davon werden zwei Drittel durch Ansteigen der Arbeitsproduktivität ausgeglichen.

Die tatsächliche Mehrbelastung beläuft sich daher auf 3 bis 3,5 Prozent oder 1,3 Milliarden Mark. Das sind kaum 1 Prozent des Umsatzes oder rund ein Siebtel des derzeitigen Gesamtgewinns.

Bei Erfüllung der Forderungen würde sich das durchschnittliche Brutto-Monatseinkommen eines Metallarbeiters von 815 auf 880 Mark erhöhen; das Nettoeinkommen jedoch wegen der Belastung durch Steuern und Sozialabgaben nur um 6,5 Prozent von 675 auf 720 Mark. „Demgegenüber verfügt der Inhaber eines metallverarbeitenden Unternehmens mit mittlerer Ertragskraft, und 400 Beschäftigten über einen Nettogewinn von monatlich 60 000,– Mark.“