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Ausgabe 03/1967

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Dann kam endlich die Polizei...
Kommunikationsunfähigkeit, Auseinanderrücken zweier Welten – darin besteht nach heutiger Auffassung das Wesen der Schizophrenie.
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Im Wartesaal ohne Hoffnung – „Irre“
Ein Mann im Mahlwerk eines Getto-Systems – Geisteskranke in der Bundesrepublik
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Man schwimmt im Keller und im neunten Stock
Es ist zweifellos nicht nur das Bedürfnis nach Hygiene, das den Menschen gelegentlich ins Wasser gehen läßt. Und daß die Badewanne nicht erst in jüngster Zeit zu reinem Wohlbehagen und anderem Amüsement mißbraucht wird, bestätigt schon Wilhelm Buschs 1868 entstandenes „Bad am Samstagabend“: „Die Wanne wird zu enge für dieses Kampfgedränge.
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Die Probe kommt erst
Niemand in Bonn hat von der Begegnung zwischen Kiesinger und Brandt mit de Gaulle, Pompidou und Couve de Murville mehr erhofft, als erreicht wurde.
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Lübkes Veto
Die Koinzidenz war voller Ironie: Während in Paris die deutsch-französische Freundschaft neu beschworen und eine gemeinsame Ostpolitik entworfen wurde, versagte der deutsche Bundespräsident der französischen Regierung die Genehmigung, Frau Professor Klara Marie Faßbinder den Orden Palme Academique zu verleihen.
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Ergebnis: „Détente cordiale“
Man wird es in einigen Monaten besser wissen als heute. Sicher ist, daß beide Seiten ihre Zusammenarbeit wieder aktivieren wollen.
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Geplänkel an der Düssel
Im nordrhein-westfälischen Landtag: Die CDU-Garde wirkt wie ein verlorener Haufen
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Kiesingers Linksaußen
Hans Katzer gab sich betont gelassen, als er am Montag dieser Woche Ludwig Rosenberg und andere prominente Gewerkschaftler zu einer Aussprache empfing.
Von Kurt Simon
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ZEITSPIEGEL
„Wenn jemand geglaubt haben sollte, daß es einer Bundesregierung gelingen könnte, in hundert Tagen die Trümmer wegzuräumen, die von der schwächsten Regierung, die es in der Bundesrepublik je gegeben hat, aus Jahren glücklosen Herumwurstelns zurückgeblieben sind, so muß er leider enttäuscht werden.
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William Manchesters Buch „Der Tod eines Präsidenten“ erregt Amerika. Lyndon Johnson kommt darin schlecht weg. Sein Amt verbietet ihm eine direkte Antwort. Hier äußert sich ein journalistischer Intimus des Präsidenten.
Was Johnson nicht sagen kann
Die Kontroverse, die über William Manchesters Buch „Der Tod eines Präsidenten“ entstanden ist, hat das Augenmerk auf eines der am schlechtesten bewahrten Geheimnisse Amerikas gelenkt: auf die Fehde zwischen den beiden obersten politischen Familien des Landes.
Von Drew Pearson
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Anstoß Titos für Osteuropa
Tito zog es vor, auf der Insel Brioni zu bleiben. Zum erstenmal ließ er das Zentralkomitee der jugoslawischen Kommunisten letzte Woche wichtige Beschlüsse fassen, ohne selbst aufzutreten.
Von Hansiakob Stehle
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Eine Stil-Frage
Der stellvertretende Bundespressechef, Conrad Ahlers, hat in der SPD-Baracke Informationsgespräche mit SPD-Journalisten abgehalten und will daraus eine ständige Gepflogenheit machen.
Von R. S,
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Opposition - noch gefragt?
Die Freien Demokraten ziehen in diesen Tagen Bilanz. Sie versuchen, sich darüber klarzuwerden, wie eine Opposition beschaffen sein muß, damit sie unter den Bedingungen der Großen Koalition erfolgreich bestehen kann, und welches politische Konzept und welche Organisation die FDP braucht, um die Rolle der Opposition erfüllen zu können.
Von Rolf Zundel
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Allianz der Außenseiter
Die Berliner Kongreßhalle war von Polizeibeamten umstellt. Plastik-Bomben-Stimmung knisterte im Kuppelbau. Mit 120 Franzosen in zwei gecharterten Caravelle-Maschinen kam ein Hauch verblichener OAS-Legende in die ehemalige Reichshauptstadt.
Von Kai Hermann
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Kontinental-Erkundung
Harold Wilson und George Brown haben die erste Station ihrer Europarundreise hinter sich. Es war die leichteste – nämlich Rom.
Von Karl Heinz Wocker
- Wirtschaft
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ZEIT SPART GELD
Die freien Aktionäre der John Deere-Lanz AG, Mannheim, die nur 2,9 Prozent des 5 Millionen Mark betragenden Aktienkapitals in Händen haben, können in naher Zukunft noch nicht mit einem Abfindungsangebot des amerikanischen Großaktionärs rechnen.
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ZEITRAFFER
Die Wirtschaft wird nervös. Die Investitionsneigung nimmt ab, Auftragseingänge (6 Prozent unter dem Vorjahrsstand) und Auftragsbestände sinken, und die Zahl der Arbeitslosen (bis Mitte Januar auf 578 400 gestiegen) und Kurzarbeiter (90 000) wächst.
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Gespräche am Bankschalter
Goldspekulanten schöpfen Hoffnung
Im Zusammenhang mit der von der französischen Regierung entfachten Diskussion über die Erhöhung des amtlichen Goldpreises sind die Goldmünzenumsätze an den deutschen Bankschaltern um 15 bis 20 Prozent gestiegen.
Von Ihr Securius
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Johnsons Haushalt
Steuern für Vietnam
Die amerikanische Wirtschaft könnte in den nächsten Monaten vor einer Situation stehen, die man bisher für undenkbar hielt: Krieg, Inflation und Rezession in einem.
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Ohne Panik
Bei Politikern und Wählern wachsen die Zweifel, ob Beitrags- und Steuerzahler noch lange die finanziellen Lasten der dynamischen Altersrente tragen können.
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Technik statt Träume
Bundeskanzler Kiesinger ist nach seinen eigenen Worten über den Besuch in Paris mehr als zufrieden, er ist glücklich. Nach Äußerungen seines wichtigsten Gesprächspartners, des französischen Staatspräsidenten de Gaulle, „ist der Vertrag wieder am Leben“.
Von Hermann Bohle
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Der Käfer, der aus dem Urwald kam
In einem Land, in dem sich die Leute nicht einmal Schuhe leisten können, kann man keine Autos bauen. So ungefähr urteilten deutsche Automobilbosse noch vor zehn Jahren, als Brasiliens damaliger Präsident Juscelino Kubitschek die Gründung einer eigenständigen Kraftfahrzeugindustrie dekretierte.
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Werner Höf er sprach mit Karl König
Berlin sucht neue Märkte
Berlin ist kein Dorf, sondern ein Luftkurort, und sein „Kurdirektor“ ist Dr. Karl König, der neue Wirtschaftssenator, dem Fernseh-Weltraum-Professor Heinz Haber zum Verwechseln ähnlich.
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Tauziehen um den Goldpreis
De Gaulle hat es geschafft – das Gold ist wieder im Gespräch. Nach seiner Meinung sollte ihm bei der von Frankreich geforderten Reform des Weltwährungssystems, die alleinige Rolle als internationales Zahlungsmittel, übertragen werden.
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Lebensmittelhandel:
Der mörderische Markt
Jede zehnte Hausfrau nahm Anstoß, sieben von zehn waren zufrieden und zwei von zehn ohne Meinung. Das ist die erste Reaktion, die das Hamburger Lebensmittelfilialunternehmen Johs.
Von Heinz-Günter Kemmer
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Stillegung
Zu spät
Die Kölner Tochtergesellschaft der Wuppertaler Glanzstoff AG, Glanzstoff GmbH, soll stillgelegt werden. Rund 1800 Beschäftigte werden damit bis Mitte dieses Jahres ihren Arbeitsplatz verlieren, aber mit Hilfe eines Sozialplanes sollen die damit verbundenen Sorgen der Arbeitnehmer gemildert werden.
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Klöckner & Co.
Mischehe
Das Schicksal der Firma Klöckner & Co. bestimmte bisher der Stahl – und er wird es auch in Zukunft tun. Aber ein wenig möchte man sich schon absetzen vom Trend der Schwerindustrie.
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Leber-Bank
Start geglückt
Die Gründung der Bank für Spareinlagen und Vermögensbildung AG, Frankfurt/Main, hervorgegangen aus der Kreditbank Hagen GmbH und zu 100 Prozent im Besitz der gewerkschaftseigenen Bank für Gemeinwirtschaft AG, war für das deutsche Kreditgewerbe zunächst ein Schock.
Von K. W.
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IOS
Millionenparty
Immer wenn sie wieder eine neue Millioi zusammen hatten, gaben sie in ihren Luxusappartements in Rio de Janeiro eine „Million-Dollar-Party“ mit schönen Frauen, einflußreichen Freunden und bevorzugten Mitarbeitern.
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Börse auf einen Blick
Die ZEIT veröffentlicht jetzt einen Aktienindex, der alljährlich neu auf der Basis der letzten Jahresschlußkurse berechnet wird.
Von Höchst Tiefst
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Scheich Katzer
Ginge es nach dem Willen von Bundesarbeitsminister Hans Katzer, dann würde das Heizöl demnächst teurer. Der Bund soll, so lautet Katzers Vorschlag, die Heizölsteuer erhöhen.
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Luftfahrtindustrie
Ein General wird gefeuert
Vor zwei Jahren hatte General Puget, Präsident der staatlichen Flugzeugwerke Sud-Aviation für eine Konzentration der französischen Luftfahrtindustrie plädiert.
Von ei Jahren hatte General Puget
- Wissen
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Autogrammjäger
Die Menschlichkeit galoppiert in Berlin auf Pferdefüßen. Kaum hatte die SED in der vergangenen Woche angekündigt, daß sie auch ohne neue vertragliche Regelung während der nächsten zwei Monate weiter Passierscheine in Härtefällen ausstellen würde, da mutmaßte man in Westberlin schon einen Hinterhalt: Wahlhilfe für den westlichen Ableger der Einheitspartei.
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Kein Alibi fürs Nichtstun
Ein Sprühregen von Erklärungen ist nach dem Treffen zwischen General de Gaulle und Bundeskanzler Kiesinger über Bonn niedergegangen, doch die Substanz der Elysee-Gespräche blieb im Nebel vieler Worte verborgen.
Von Theo Sommer
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Stürzt Maos Himmel ein?
Maos zweite Revolution scheint sich mehr und mehr fest zu fahren. Die Artikel der Maotreuen Pekinger Zeitungen lesen sich wie Durchhalte-Appelle, in denen ein Unterton von Verzweiflung unüberhörbar ist.
Von H. W. Vahlefeld
- Reisen
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Eisleben vor Lutherfeiern
Martin Luthers Geburts- und Sterbehaus in Eisleben wird zur 450-Jahrfeier der Reformation in diesem Jahre renoviert. Bisher haben sich in Eisleben bereits 5000 Besucher aus dem Ausland angemeldet, die an den Lutherfeiern teilnehmen wollen.
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Bester Erholungsort
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Baude abgebrannt
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Reisen und Lesen
Prag, die Mutter der Städte
Viele Pragbesucher, die in diesem Jahr die wieder mögliche Reise in die tschechoslowakische Hauptstadt gewagt haben, erklärten übereinstimmend, daß es wie eine Reise in die Vergangenheit war.
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Zu skandinavischen Küsten
Schnaps und Ostseewasser
Gemeint sind die Fährschiffe auf den ungefähr fünfzig Linien in der Ostsee, im Öresund, Kattegat und Bottnischen Meerbusen. Einige dieser Linien haben ihre Fahrten eingestellt, andere aber melden neue Rekorde.
Von Horst Fuchs
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REISESPIEGEL
Experten des Deutschen Reisebüros besangen zu Beginn des Jahres das Traumziel aller Touristenunternehmer und Ferienfahrer. In spätestens fünf Jahren soll endlich die ganzjährige Reisesaison erreicht sein.
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Reisevorschlag im Winter: Die Pfalz
Barockengel zeigen den Weg
Die geflickten, rotgesprenkelten Dächer von Neustadt an der Weinstraße drängen sich an die dunklen Türme der Stiftskirche, als hätte der Winter sie mit eisigen Böen dort zusammengetrieben.
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Indien: Zauberinsel im Picholasee
Maharadscha für drei Tage
Die viermotorige Propellermaschine von Neu-Delhi nach Bombay war voll besetzt. Erste Station war Jaipur, das zum festen Programm jeder Indienreise gehört.
Von Adolf Metzner
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Indien: Hinweise und Preise
Allgemeine Informationen: Indien ist 3 000 000 Quadratkilometer groß und hat 449 Millionen Einwohner, davon 85 Prozent Angehörige des Hinduismus.
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Völkerfreundschaft genannt Stockholm
Der schwedische Reeder Stena Ohlsen ist den (West-)Deutschen gram. Mit viel Werbeaufwand hatte er auf dem deutschen Markt versucht, ein Passagierschiff mit einem deutschen Heimathafen bekanntzumachen.
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Notizen für Reisende
Bildung und Badestrände
Athena-Reisen, ein Spezialist für Fahrten in die Türkei und nach Griechenland, hat für 1967 ein reichhaltiges Programm entwickelt.
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Bus zur Englandfähre
Die Prinzenlinie hat eine Bus-Schnellverbindung von Hamburg nach Bremerhaven zu ihren Englandfähren eingerichtet. Der Bus fährt vom Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB) Hamburg und ist in zweieinhalb Stunden am Fähranleger in Wilhelmshaven.
- DIE ZEIT
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Wolfgang Ebert:
Asyl im Westen
„Harfenistin vom Berner Stadtorchester. Kennengelernt auf Tournee. Ich sie unbedingt sehen muß.“ Wir riefen in Bern an. Dort tat man sehr geheimnisvoll.
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Nicht einmal Mini-Minister
Die parlamentarischen Staatssekretäre werden an kurzem Zügel gehalten werden. Nach der vom Kabinett verabschiedeten Gesetzesvorlage bleibt vom Begriff des Juniorministers nicht mehr viel übrig.
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Die Erben des Basil Zaharoff
Ihrer Majestät Außenminister wurde vcn seinen Genossen ausgelacht.
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Rhythmen beherrschen das Leben
Der Düsenflug von Amerika nach Europa ist gesünder als ein Flug in der entgegengesetzten Richtung. Denn wer nach Osten geflogen ist, paßt sich am Ziel dem um sechs Stunden verschobenen Tag-und-Nacht-Rhythmus schneller an und gewinnt seine ursprüngliche Leistungsfähigkeit früher zurück als der gleichweit nach Westen Gereiste.
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Mutmaßungen über Maos Bombe
China ist von seinem erklärten Ziel, thermonukleare Waffen herzustellen, sicher nicht mehr weit entfernt. Möglicherweise war die fünfte Atombombe, die von den Chinesen am 27.
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Johnsons blasse Botschaft
Jener leichte Rudi nach rechts, den die Wahlen im November verursacht haben, wirkte sich schon mit Beginn der neuen Sitzungsperiode aus – so etwa in der Zusammensetzung wichtiger Ausschüsse wie dem Bewilligungsausschuß und dem Vorsitz des Verfährensausschusses des Repräsentantenhauses, ebenso auch im Wahlkampf-Ausschuß der republikanischen Senatsfraktion.
- Gesellschaft
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Die NPD im Spiegel der Meinungsforschung
Steckbrief einer radikalen Partei
Die Gelegenheit war günstig. Wohl noch nie hatte die Öffentlichkeit ihre Regierung in Bonn so schwach gesehen wie im Herbst 1966.
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Ein junger Oberst griff nach der Macht
Der zweite Militärputsch in Togo – Heeresetat ruiniert die Finanzen – Präsident in Pension
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Quer durch deutsche Herzen
Ein Autor deutscher Zunge stellt seinen Bühnenerstling vor. Österreicher aus Graz, in Wien promoviert, weit in der Welt herumgekommen, widmete sich Gerald Szyszkowitz seit 1962 dem Theater – als Regisseur in Bonn, Dortmund, Wilhelmshaven und Stuttgart, als Übersetzer Theatertexten von Genet, Cau, Crommelynck, Ghelderode und Deval.
Von Johannes Jacobi
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Brecht in Heidelberg
Vorstellbar ist folgendes: Im Jahr 1987 wird am Stadttheater Lahnburg an der Lim die Lesart zum Fragment eines Einakters von Bert Brecht uraufgeführt.
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Israel auf dem Sprung
Syrien und Israel haben an der Grenze schwere Waffen und Panzer aufgefahren. Noch nie in den letzten zehn Jahren war die Gefahr eines Konfliktes so groß.
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Wasser, das nach oben fließt
James füllt ein Gefäß mit der von ihm hergestellten sehr schwachen wäßrigen Lösung eines Polymers und kippt dann den Behälter ein wenig, so daß die Flüssigkeit herauszufließen beginnt.
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Erdbeben-Bilanz
Dreihunderttausend Erdbeben werden jedes Jahr von den seismographischen Instituten in aller Welt registriert, stellten die Unesco und der Weltwetterdienst in einem Bericht an den Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen fest.
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Eine Kirche
Ungeachtet der SED-Störmanöver bekannten sich die Synodalen der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg auf ihrer Regionalsynode in Ostberlin zur Einheit der Landeskirche, zu der nach wie vor auch Westberlin gehört.
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Maos Kampf: scharf, kompliziert, qualvoll
Tschu sucht einen Kompromiß – Arbeiter wollen höhere Löhne – Marschälle im Politbüro
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Vietnam: Verbrannte Erde
Die Amerikaner in Südvietnam haben sich eine neue Taktik ausgedacht, um den Guerillas den Garaus zu machen: Bei einer großangelegten Offensive gegen das sogenannte „Eiserne Dreieck“ nordwestlich von Saigon, seit zwanzig Jahren ein Schlupfwinkel des Vietminh und Vietcong, wurden kurzerhand 6000 Männer, Frauen und Kinder mit ihrer notdürftigen Habe auf Lkw verladen und in regierungskontrollierte „Flüchtlingslager“ befördert.
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Blaue Schulhefte für Ärzte
Plötzlich sind sie da – so etwa wirkt das auf einen „allgemeinen Menschen“, wenn er bei einem „speziellen Menschen“ (mit dem in diesem Fall notwendigen Beruf) auf ein bemerkenswertes Druckerzeugnis stößt.
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Namen der Woche
Bruno Bourwieg, der als Staatsanwalt in Flensburg den „Euthanasieprofessor“ Werner Heyde alias Sawade gedeckt haben soll und seit sechs Jahren seinem Prozeß entgegensieht, muß sich weiter gedulden.
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Fernsehen:
Scholl-Latour über 1. Sam. 17
Wieder einmal zeigte es sich, daß eine vortreffliche Live-Sendung besser als ein Dutzend wohlkalkulierter Aufzeichnungen ist: Peter Scholl-Latour berichtete, so kenntnisreich wie distanziert, über den Krieg in Vietnam, und seine Hinweise, wie wir soeben in der Tagesschau sahen, gaben dem Betrachter jenes Gefühl der Kontemporaneität, der echten Teilhabe, das er oft so schmerzlich entbehrt.
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Von ZEIT zu ZEIT
Vor dem Parlamentsplenum, vor Fraktionsgremien und vor der internationalen Presse berichtete Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger über die in seinen Gesprächen mit Charles de Gaulle erreichte Wiederbelebung der deutsch-französischen Freundschaft.
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Mit Paris an einem Strang
Mit der „Beredsamkeit eines Staubsaugervertreters, der ein nicht ganz gutes Produkt zu verkaufen gezwungen ist“ (so ein britischer Journalist), berichtete Bundeskanzler Kiesinger am Montag in seiner ersten internationalen Pressekonferenz über seine Gespräche mit Staatspräsident de Gaulle in Paris.
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Am Wissenschaftsrat festhalten
Seitdem die Kultusminister in ihrer Eigenschaft als Mitglieder des Wissenschaftsrates jene Empfehlungen zur Neuordnung des Studiums an wissenschaftlichen Hochschulen mitbeschlossen haben, hat ein Proteststurm einiger Geisteswissenschaftler eingesetzt, der möglichst viel von diesen Empfehlungen wieder wegfegen will.
Von Rudolf Walter Leonhardt
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Wilson wirbt
„Wir meinen es ernst“, versicherte Premierminister Wilson vor seinem Abflug nach Rom, der ersten Station eines Erkundungsausfluges durch die Hauptstädte der EWG.
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Militärregimes in Schwarzafrika
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Flug mit den Beinen
Einen interessanten Fund machten russische Paläontologen in Tadschikistan, der südlichsten Republik im asiatischen Teil der Sowjetunion: Die Forscher fanden die versteinerten Reste eines Reptils, das nicht – wie der berühmte Urvogel Archaeopteryx – die vorderen Gliedmaßen, sondern die hinteren zum Fliegen und Gleiten benutzte.
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Der gute alte Zirkus
Das Merkwürdige beim Zirkus als Kunstgattung ist dies: Das Publikum läßt es sich gefallen, daß ihm quantitative Superlative als Beweisstücke für höchste Qualität unterschoben werden.
- Kultur
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In dieser Ausgabe werden besprochen:
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Große Strategie
wesen, aber sie war und ist nie so schwierig zu verstehen wie in der Gegenwart. Dieses Buch ist dem Nichtspezialisten eine wertvolle Hilfe.
Von V. O.
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Im Siebenmeilendorf
Die einfachen Leute suchten die Beamten nicht gern auf. Das taten sie nur, wenn sie dazu gezwungen waren. Wenn man ihnen begegnete, mußte man vor ihnen das Knie beugen.
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Roosevelts Rechtfertigung
John L. Snell: Illusion und Realpolitik. Die diplomatische Geschichte des Zweiten Weltkrieges. Übersetzung aus dem Amerikanischen von Dr.
Von Bernd-Jürgen Wendt
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Lob der Faulheit
Schon 1799 schrieb Friedrich Schlegel eine „Idylle über den Müßiggang“, die er in seine „Lucinde“ aufnahm: „In der Tat, man sollte das Studium des Müßiggangs nicht so sträflich vernachlässigen, sondern es zur Kunst und Wissenschaft, ja zur Religion bilden!“ Ähnliche Gedanken finden sich auch noch beim jungen Marx, der eine Gesellschaft zeichnet, die es dem Individuum ermöglicht, „heute dies, morgen jenes zu tun, nachmittags zu fischen, abends Viehzucht zu treiben, nach dem Essen zu kritisieren, wie ich gerade Lust habe – ohne je Jäger, Fischer, Hirt oder Kritiker zu werden“.
Von G.-K. Kalten brunner
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Geschichte einer Silvesternacht
Wenn sie die Erotik nicht ganz ignorieren (und das ist zwar ein trauriger Ausweg, doch nicht der schlechteste), wenn sie sich nicht arge Banalitäten und haarsträubende Geschmacklosigkeiten zuschulden kommen lassen (und das gilt häufig auch für solche Autoren, denen es sonst glückt, einen Roman oder eine Erzählung nicht ohne Anstand über die Runden zu bringen), dann landen sie fast immer bei der Feierlichkeit oder bei der Exaltation.
Von Marcel Reich-Ranicki
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Kenner und Konsumenten der Musik
Kann man sich vorstellen, daß ein hoher Staatsdiener, ein Minister, ein Kanzler, ein Präsident sich heute einem Maler für ein Porträt gegenübersetzte mit einer Geige oder einem Cello in der Hand, Flöte oder Oboe spielend? Oder könnte man sich heute noch die Familie des Diplomaten auf dem Gruppenbild vorstellen, die Dame des Hauses am Flügel sitzend, die Kinder und Angestellten tragen Notenbücher, in denen ein Chorsatz von Pepping oder Krenek zu erkennen ist? Auf dem photographischen Porträt leuchtet heute allenfalls im Hintergrund die Hi-Fi-Stereoanlage.
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Als Besiegter in Moskau
In Moskau als Sieger einzuziehen, ist bisher niemandem gelungen. Hitler schon gar nicht. Aber auch Napoleon nicht; denn als er einzog, ging die Stadt in Flammen auf, und der Brand Moskaus wurde zum Fanal seines Unterganges.
Von Wolfgang Venohi
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ZEITMOSAIK
Am 5. Dezember 1766 fand in London die erste Auktion bei Christie’s statt, in diesem Jahr wird vom 3. bis zum 21. Januar der 200.
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Ein wahres Wort von Hilde Benjamin
Die DDR, die Tschechoslowakei und die in ciesen Fragen vorbildlichen skandinavischen Länder werden zitiert. In Dänemark zum Beispiel stehen die Sozialämter und eine „Mütterhilfe“ genannte Institution verheirateten wie unverheirateten,geschiedenen oder getrennt lebenden Müttern gleichermaßen zur Verfügung, die in rechtlichen, praktischen und finanziellen Fragen Rat und Hilfe brauchen.
Von Heinz Josef Herbort
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Studiengebühren
Alles begann damit, daß der Pädagogischen Hochschule in Berlin der Status einer wissenschaftlichen Hochschule zuerkannt wurde.
Von Cornelia Jacobsen
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Das alte Dilemma
Friedrich Wilhelm IV. donnerte 1849 auf einer Seminarlehrertagung: „All das Elend, das im verflossenen Jahre über Preußen hereingebrochen, ist Ihre, einzig Ihre Schuld, die Schuld der Afterbildung der irreligiösen Massenweisheit, die Sie als echte Weisheit verbreiten, mit der Sie den Glauben und die Treue in dem Gemüt meiner Untertanen ausgerottet und deren Herzen von mir abgewendet haben.
Von Hilke Schlaeger
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Wegweiser durch die Oper
Den Anfang bildet ein Abriß der Geschichte des Musiktheaters; es folgen – zum erstenmal in einem Opernführer – Aufsätze über Darstellungsmethoden für die Bühne, aber auch für die Schallplatte, den Hörfunk und das Fernsehen – dies aus der Feder von Spezialisten.
Von L. S.
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Kunstkalender
„Populäre Graphik des 19. Jahrhunderts“ (Stadtmuseum München): Pop pop pop – hat man die education populaire der letzten Jahre hinter sich, befindet sich aber noch unter der Tyrannei des Auges, Design, Reklame, jede Art Massenkunst als Pop zu diagnostizieren, so kann man sich kaum helfen, auch diese fröhliche Ausstellung der Bildpublizistik des letzten Jahrhunderts so zu sehen, übrigens findet man das Lauthalse, Werbende, Schreiende des Pop programmatisch auf einem englischen Blatt um 1820 (Kat.
Von Gottfried Sello
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Ein General im Zwielicht
Für die Geschichte der deutschen Wehr- und Rüstungswirtschaft ist das jetzt von Birkenfeld der Öffentlichkeit vorgelegte Manuskript des ehemaligen Generals Georg Thomas beträchtlich wichtiger als für die des deutschen Widerstandes.
Von Wilhelm Treue
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Die Trägheit ist groß
Wenn man hohen Würdenträgern, der Kirche Glauben schenken kann, dann ist in Bayern der Kulturkampf ausgebrochen. Schuld daran ist, so meinen die Bischöfe in München und Bamberg, in Eichstätt, Passau, Regensburg und anderswo, die FDP, die ein Volksbegehren anzettelte, um zu erreichen, daß in Bayern Konfessionsschulen und christliche Gemeinschaftsschulen in Zukunft gleichberechtigt sein werden.
Von Thilo von Uslar
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Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend
Es wird Zeit, nicht nur über „uneheliche Mütter offen zu reden, sondern auch in der Gesetzgebung die Konsequenzen zu ziehen
Von Petra Kipphoff
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Friedenskonferenzen, neu gesehen
Dieser Band enthält acht Referate, die auf der Tagung der Ranke-Gesellschaft im Herbst 1964 in Schwäbisch Hall vorgetragen worden sind.
Von Wolfgang Schwarz
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Die Gegenwart der Antike
Auch Kurt Moldovan wird außerhalb der Grenzen seines Landes kaum genannt. Woran das liegt? Gewiß nicht nur an der Zurückgezogenheit, mit der dieser Wiener (geboren 1918) sich fernhält vom Ausstellungsbetrieb und es genug sein läßt mit der legendären Wertschätzung, die er in der Albertina und im Ferdinandeum, bei Würthle und bei Welz, im Café Hawelka und im Café Raimund genießt.
Von Wieland Schmied
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DIE NEUE SCHALLPLATTE
Ludwig van Beethoven: „Wellingtons Sieg bei Vittoria“ und Peter Tschaikowskij: „Ouverture solennelle ‚1812‘“; London Symphony Orchestra, Minneapolis Symphony Orchestra, Leitung: Antal Dorati, Kanonen- und Musketenfeuer, Leitung: Gerald C.
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Deutsche reisen nach Rußland
Dreihundert Jahre nach den Handelsexpeditionen, an denen Adam Olearius im Dienste des Herzogs Friedrich III, von Holstein-Gottorp teilnahm, ist eine Reise nach Rußland noch immer ein Abenteuer.
Von Heinz Brahm
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Eckensteher und bayrische Putzfrauen
Den Glanz dieser Familie, an der Staat und Kirche gleichermaßen interessiert sind, gilt es zu schützen, zum Beispiel auch dadurch, daß man die Aufwertung der „Teilfamilie“ hintertreibt.
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Italien
Dieses Buch des großen italienischen Historikers Federico Chabod – er starb 1960 – enthält den Text einer Vorlesungsreihe an der Sorbonne.
Von Woljgang Rieger
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Hand am Schwert
Man vermag alle die Bücher nicht mehr zu bewältigen, die in den letzten Jahren in England über Wilhelm II. und den Ersten Weltkrieg erschienen sind.
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Zweifel am Morgenland
Wer erwartet, in Heyers „Untergang des Morgenlandes“ ein Gegenstück zu Spenglers großer Vision vom Abendland zu finden, der wird enttäuscht.
Von Peter Grubbe
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FILMTIPS
Bereits besprochen: „Abschied von gestern (Anita G.)“, von Alexander Kluge. „Fahrenheit 451“, von François Truffaut. „Wenn Katelbach kommt“, von Roman Polanski.
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ZU EMPFEHLEN
ES ENTHÄLT biographische Essays über Schubart, Schiller, Kerner, Uhland, Mörike und F. Th. Vischer, dazu Porträts, Stadtprospekte, Karikaturen, Interieurs und andere Abbildungen, die (wie selten ist das) den Text weder übertrumpfen noch ärmlich hinter den Zeilen herhinken, sondern einfach dazugehören.
- Länderspiegel
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Berliner Notizen
Gesamtdeutsche Kopulation
Ferry ist ein echter Mauer-Hund. Seine liebenden Eltern vergnügten sich im Schatten der Betonklötze, vom Stacheldraht umgeben, von verständnisvollen Ost-Vopos und West-Schupos umwacht.
Von Kai Hermann
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Mainz: Wie es geizt und weint
Till Eulenspiegel, der ein schmales Geldsäckchen umklammert, als Hausorden, darunter eingraviert das Motto „Sparjahr 1967“, eine Rosenmontagszug-Strategie mit weniger Blumen und Bonbons sowie ein mahnender MCV-Präsident Karl Moerlé, der „jegliche Art von defizitärer Fastnachtspolitik“ entschieden ablehnt – das alles sind die Vorzeichen für einen finanziell gemäßigten Mainzer Frohsinn während der tollen Tage.
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„Uns hat es erwischt“
Es klingt wie ein Krimi: Der Vorstandsverein des Bremer Fürsorgeerziehungsheims Ellener Hof setzt den bewährten Heimleiter Ludwig Schürer fristlos auf die Straße (ZEIT vom 23.
Von Lilo Weinsheimer
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Düsseldorf: Nun erst recht
Maßhalten und sparen, dafür können sich die Düsseldorfer Karnevalisten offensichtlich nicht erwärmen. Prinz Wolfgang, ein Büdericher Holzhändler, kennt sein närrisches Volk: „Immer wenn die Zeiten schlecht waren in Düsseldorf, dann hat sich der Karneval verdoppelt.
Von F. R.
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Köln: Stabilisieren, spritzen und trösten
Robert Layton, Generaldirektor der zu Kurzarbeitstagen gezwungenen Kölner Ford-Werke, sieht im Feiern einen Stabilisierungsfaktor für die Wirtschaft.
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Saarbrücken: Der Konkurs tanzt
Eine Kuhglocke „frisch von der Kuh“ stiftete Saarbrückens Oberbürgermeister Fritz Schuster als Wanderpreis für den „größten Faschingsbanausen“.
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Frau Laskawy prügelte täglich
Eine harte Stadt ist dieses Frankfurt von heute. Über einen Mord geht man hier schnell zur Tagesordnung über. Und wie oft wird in der Main-Metropole, im „Chikago“ der Bundesrepublik, die Mordkommission gerufen! Aber jetzt ist diese Stadt, die so hart im Nehmen ist, in heller Aufregung: ein Mädchen wurde gefoltert und mißhandelt, wie man es nur aus Berichten über die Grauen der Konzentrationslager kennt.
- Lebensart
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Gerechtigkeit
Ein Herr betritt eine Bar zur Stunde des Aperitifs. Sein Blick umfaßt strahlend die Anwesenden, dann ruft er: „Meine Herren, ich habe einen Grund zu feiern.
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Tratschke fragt:
Wer war’s?
Die Zuhörer in den ersten Reihen waren einigermaßen verwundert, weil der Hauptredner des Kongresses, ein berühmter und – wie man meinte – allenthalben geachteter, ja hochgeehrter Mann, in einem so schäbigen Anzug erschienen war.
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Rezessions-Rezitativ
„Du, es muß doch etwas dran sein an diesem Konjunkturrückgang, alle Leute reden davon“, sagte meine Frau, während ich den obersten Kragenknopf aufmachte.
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Affekte gegen die Zivilisation?
Wir haben erwartet, daß Jürgen Zimmers Artikel mit der Überschrift „Das macht nichts, wenn sie brüllen“, Widerspruch auslöst.
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Farben trist, Formen „madamig“
Die Mode befindet sich in einem Strukturwandel. In Paris kämpft die Haute-Couture um ihr bisher unumstößliches Prestige. Die junge Mode, in Paris unter der Bezeichnung „pretä-porter“ angeboten, in London unterstützt von der explosiven „Beat-Mode“, infiziert ganz Europa, und die amerikanische Mode koordiniert weitblickend und ans „Praktische“ denkend alle europäischen Anregungen für den eigenen Sektor.
- Sport
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„Bessere Herren“ halten sich zurück
Marilyne Monroe und Jane Rüssel sind an Bord des Schiffes gegangen, mit dem sie nach Europa schippern wollen. Jane läßt sich sogleich die Passagierliste bringen, und gemeinsam studieren die beiden Hübschen, mit wem sie die Schönheiten der Reise teilen werden.
Von Horst Veiten
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Arif das Atom gegen Osman die Rakete
Auch die Ringer haben ihre Bundesliga, die das Interesse an dieser ältesten aller Sportarten deutlich belebt hat. In ihr zeigen nicht weniger als 15 Türken ihre Mattenkünste, darunter Gold-, Silber- und Bronzemedaillengewinner.
Von F. K. Mathys
- unzugeordnet
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Schillers Sieg
Der Tarifabschluß in der chemischen Industrie beweist, daß eine an Leitlinien orientierte Lohnpolitik möglich ist