Seit 1949: Sabotageakte und Vergeltungsschläge an den Grenzen Israels

Dreimal in zwanzig Jahren hat Israel seine arabischen Feinde militärisch besiegt. Dreimal stoppten die Israelis ihren Vormarsch auf Geheiß der Vereinten Nationen und unter dem Druck der Großmächte. 1948 und 1956 gewannen sie den Krieg militärisch; der erhoffte Frieden jedoch blieb ihnen versagte Wird sich 1967 die Geschichte zum zweiten Male wiederholen?

Der Status von 1949

Der erste arabisch-israelische Krieg wurde im Frühjahr 1949 durch Waffenstillstandsverträge mit Ägypten, dem Libanon, Jordanien und Syrien beendet, nachdem die UN eine Waffenruhe vermittelt hatten. Saudi-Arabien, der Irak und der Jemen, die gleichfalls zu den kriegführenden Mächten zählten, ließen es mit der bloßen Waffenruhe bewenden. In den vier Verträgen wurden übereinstimmend vier Grundsätze akzeptiert (Artikel I), die für die Dauer des Waffenstillstandes gelten sollten:

1. Das vom Weltsicherheitsrat erlassene Verbot der Gewaltanwendung wird befolgt.

2. Alle Parteien verzichten auf Aggressionen.

3. Das Recht auf eigene Sicherheit und auf die Freiheit von der Furcht vor einem Überfall wird respektiert.