• Ausgabe 05/1968

    Ausgabe 05/1968

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Im alten Schritt und Tritt

    Es stand in Gerhard Freys rechtsradikaler „National- und Soldatenzeitung“. Eine Woche vor der Wahl des neuen Sprechers der Sudetendeutschen Landsmannschaft machte dort, auf einer ganzen Seite, der stellvertretende Landesvorsitzende der baden-württembergischen Sudetenländer, Dr.

    Von Dietrich Strothmann

  • Ferndialog Warschau-Bonn

    Mit genau zehn Jahren Verspätung hat ein Bundesaußenminister „sachliche Berührungspunkte“ zwischen den Abrüstungs- und den Entspannungsvorstellungen seines polnischen Kollegen Rapacki und der bundesdeutschen Politik entdeckt.

    Von Hansjakob Stehle

  • Liberale Blume im Knopfloch

    Ein paar Stunden lang glich die Stadthalle in Freiburg einer belagerten Festung. Hinter gut bewachten Türen ackerte sich ein schwacher Rest von FDP mühsam durch die Tagesordnung ihres Parteitages.

    Von Rolf Zundel

  • Der Vietcong trat zum Großangriff an. Haben Verhandlungen noch Aussicht auf Erfolg? – Bilanz der Friedensbemühungen

    Der lange Marsch zum Frieden

    In Vietnam toben schwere Kämpfe. Die Waffenruhe, die zum buddhistischen Neujahrsfest vorgesehen war, wurde widerrufen. Beide Seiten haben eine Gelegenheit für Friedenskontakte ausgeschlagen.

    Von Karl-Heinz Janßen

  • Krise der Demokratie?

    Diese Demokratie verdankt ihre Entstehung dem 19. Jahrhundert, einer Zeit also, in der das Hauptproblem in dem Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit bestand, dem im politischen Bereich die Kontroverse zwischen Konservativen und Sozialisten zugeordnet war.

  • ZEITSPIEGEL

    Die „I am backing Britain“ (Alles für England)-Kreuzzügler erhalten aus allen Richtungen Schützenhilfe. Nicht nur, daß der Sänger Bruce Forsythe jeden Morgen im Radio mit seinem „backing-Britain“-Schlager die Nation weckt – kürzlich richtete ein Eheberatungsinstitut einen Appell an alle verheirateten Paare: Sie mögen dieses Jahr doch verheiratet bleiben, um durch das Einsparen der Scheidungskosten ihr Schärflein zur Unterstützung Britanniens beizutragen.

  • Das Ende einer Ära

    Die Tage unangefochtener sozialdemokratischer Herrschaft in Europas Norden sind vorüber. Die Sozialisten allein bestimmten jahrzehntelang die Nachkriegspolitik in ihren Ländern nach der Devise „Keine Experimente“.

  • FDP – Auf dem Weg zum Volk

    Der grobe Spott, daß die FDP der verlängerte rechte Flügel der CDU sei, traf selbst für den konservativen Kern dieser Partei zu keiner Zeit zu.

    Von Robert Strobel

  • Ein Winter der Skandale

    Im italienischen Vorwahlkampf: Erdbeben, Unterschlagung, Staatsstreichkomplott

    Von Sandra Sassone

  • Brüsseler Vorfrühling

    Warum schauen die EWG-Beamten morgens aus dem Fenster?“ fragte ein Brüsseler Witzbold und gab selbst die Antwort: „Damit sie nachmittags noch etwas zu tun haben.

    Von Hermann Bohle

  • Krieg beginnen ist nicht schwer...

    Die Entstehung internationaler Zwischen-, fälle läßt sich heute dank der Geschwindigkeit der Nachrichtenmittel und der Beredsamkeit der Akteure meistens so leicht nachzeichnen, daß die Bücher über den Ablauf schon geschrieben sind, bevor ihre Folgen abklingen.

  • Wolfgang Ebert:

    Ablenkung als Strategie

    Als sich neulich unser Rainer Barzel im Fernsehen zum „Pueblo“-Zwischenfall äußerte, hatte ich fast den Eindruck, ein amerikanischer Feriendampfer mit Schulkindern sei vor der Bucht von San Franzisko von einem koreanischen Schlachtschiff torpediert worden.

  • Wirtschaft
  • Nickel

    Rothschild

    Während General de Gaulle auf seinen Pressekonferenzen die „amerikanische Übernahme europäischer Industrien“ verdammt, gab seine Regierung jetzt grünes Licht für die Zusammenarbeit französischer und amerikanischer Interessenten bei der Ausbeutung der strategisch wichtigen Nickelvorkommen in Neu-Kaledonien.

  • Konjunkturspritzen

    Plisch in Frankreich

    Zwar ist man in Paris schlecht auf die Vereinigten Staaten und insbesondere auch auf die amerikanische Wirtschaftspolitik zu sprechen.

  • Deutscher Ring

    Abschied

    Mit dem Rücktritt als Vorsitzender der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft (DAG) verliert Rolf Späthen jetzt auch seine Aufsichtsratsmandate beim Deutschen Ring, einer Versicherungsgruppe, die nach dem Kriege über die Vereinsbank in Hamburg von der DAG an Oetker verkauft worden war.

  • AUS UNTERNEHMUNGEN

    Die Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft erzielte im Jahre 1966 eine Prämieneinnahme von 311,9 (i. V. 284,5) Milliarden Mark, wovon 80,8 (78,5) Prozent für eigene Rechnung gehalten wurden.

  • Vereinsbank

    Mehr Kredite

    Obwohl 1967 in der Bundesrepublik Geld reichlich zur Verfügung stand, ist es der Vereinsbank in Hamburg gelungen, ihr kurzfristiges Kreditvolumen kräftig auszuweiten.

  • Was soll’s?

    Was den linken Sozialpolitikern das notleidende alte Mütterchen, ist den rechten der wohlhabende Generaldirektor. Daß nun auch Vorstandsmitglieder von Aktiengesellschaften und leitende Angestellte der Rentenversicherung angehören müssen, läßt konservative Gemüter immer noch nicht zur Ruhe kommen.

  • Der Börse liebste Kinder

    Daimler hätte man haben müssen! Seit Anfang 1967 hat sich der Kurs dieser Aktie fast verdoppelt. Aber das ist sicherlich weniger überraschend als die Tatsache, daß die Hoesch-Aktie unter den Lieblingen der Börse auf Platz zwei rangiert, noch vor Veba.

  • Was Leber will

  • Krupp

    Stunde Null

    Der Start der neuen Fried. Krupp GmbH ist geglückt. Der letzte Wille des im vergangenen Jahr verstorbenen Alfried Krupp von Bohlen und Halbach wurde verwirklicht, und zum zweitenmal in der 156jährigen Geschichte des Essener Familienkonzerns präsentierte sich die Firma Krupp als Kapitalgesellschaft.

  • Lernen statt schimpfen

    Künstler aller Disziplinen vereinigt euch – rettet das Revier!“ Diesen Aufruf verbreitete in diesen Tagen der junge Düsseldorfer Schriftkünstler Ferdinand Kriwet und bewies damit mehr Einsicht in die wirtschaftlichen Realitäten als die Mehrzahl der Bergassessoren: „Das Ruhrrevier ist auf Kohle gebaut.

  • Gespräche am Bankschalter

    Fonds für Spekulanten

    Das Investment-Sparen wandelt sein Gesicht. Einstmals ins Leben gerufen unter dem Blickwinkel der höchstmöglichen Sicherheit, in deren Genuß auch derjenige gelangen sollte, der nicht über genügend Mittel verfügt, um damit eine vernünftige Risikostreuung herzustellen, beginnt ein Teil des Investment-Geschäfts nunmehr stark spekulative Züge zu bekommen.

    Von Ihr Securius

  • Fehlstart auf europäisch

    Dreihundert europäische Industriegesellschaffen – sie beschäftigen mehr als zwei Millionen Lohnempfänger – haben sich zusammengeschlossen, um die europäischen Regierungen für das große Weltraumabenteuer zu interessieren.

  • ZEITRAFFER

    Bundeswirtschaftsminister Schiller hat den Rheinstahlkreis aufgefordert, bis zum 7. Februar endgültige Vorschläge über die geplante Kohleeinheitsgesellschaft zu machen.

  • Patentmedizin

    Das Sechser-Europa droht in seinen Milchüberschüssen zu ertrinken. Die Kosten des anschwellenden europäischen Milchstroms könnten der Gemeinschaft überdies den finanziellen Erstarrungstod in Aussicht stellen.

  • Die SPD braucht Schiller

    Der Wirtschaftsminister möchte gegen den Widerstand seines Kollegen aus dem Finanzressort durch Steuersenkungen die Investitionsbereitschaft der Unternehmer anregen, mobilisiert Unternehmerverbände und Gewerkschaften als Hilfstruppen, unterliegt aber schließlich doch dem taktisch versierteren Finanzminister – so etwa werden die Auseinandersetzungen in Bonn von den meisten Kommentatoren geschildert.

    Von Dietber Stolze

  • Der Fall Henry Reichhold

    Ein Mann pokert weiter

    Ein Mann fühlt sich gekränkt. Henry Reichhold meint, die Geschichte der Übernahme der Reichhold Chemie AG – RCAG – in Hamburg durch die Farbwerke Hoechst in der ZEIT Nr.

    Von Wolfgang Müller-Haeseler

  • Zahlt immer

    Hart wird es noch zugehen beim Geraufe um die Reform der Gemeindefinanzen. So ist allenthalben zu hören und zu lesen. Die Vertreter der vier kommunalen Spitzenverbände (Städtetag, Gemeindetag, Landkreistag und Städteunion) konnten sich bislang mit Bundesfinanzminister Strauß nicht einigen.

  • Werbung

    Teures Weiß

    Der optische Eindruck wird durch die Zahlen bestätigt: Für Waschmittel wird in der Bundesrepublik intensiver geworben als für andere Produkte.

  • Die Neuordnung des Verkehrs wird blockiert: Mit allen Mitteln kämpfen die Interessenten gegen die Reform

    Verschwörung gegen Leber

    Nein, 11, wir haben anscheinend immer noch nichts dazugelernt. Seit zehn Jahren haben wir eine Ruhrkrise, weil eine Verschwörung von Zechenunternehmern und Bergarbeitergewerkschaft jede vernünftige Lösung blockiert hat, weil die Regierung im entscheidenden Augenblick immer wieder vor dem massiven Druck der Interessenten zurückwich.

  • Was Müller-Hermann will

  • Reparationsschäden

    Zahlen bis zum Jahre 2008

    i undesfinanzminister Strauß hat im Bundestag das Reparationsschädengesetz erneut eingebracht.

  • Wissen
  • Giap greift an

    Der Vietnam-Krieg treibt in die Phase der Entscheidung. Ob nun die seit Wochen vorausgesagte Großoffensive des Generals Giap bei Khe Sanh tatsächlich kommt oder nicht – die kühnen Kommandounternehmen des Vietcong haben schon ausgereicht, das psychologische Gleichgewicht in Indochina über den Haufen zu werfen.

    Von Th. S.

  • Kanal-Makler

    Ehrliche Makler machen nicht viel von sich reden. Desto mehr zeugen ihre Werke für ihre geduldig ausgleichende Arbeit. Gunnar Jarring, der Friedensvermittler der Vereinten Nationen im Nahen Osten, hat in den wenigen Wochen seiner Mission mehr bewirkt, als selbst die kühnsten Optimisten vorauszusagen gewagt hätten: Die ägyptischen Kriegsgefangenen in Israel wurden bedingungslos freigelassen; Israel ist mit einer entmilitarisierten Zone an der Allenby-Brücke einverstanden; der Suezkanal wird geräumt (auch wenn die Ägypter aus Zorn über das jüngste Gefecht die Räumung „auf unbestimmte Zeit“ verschoben haben).

    Von K.-H. J,

  • Prager Frühling

    Drei Wochen, nachdem Parteichef Novotny in Prag seinen Platz räumen mußte, darf der Schriftstellerverband mit dem alten Redaktionskollegium der gleichgeschalteten Literarny Noviny ein neues Organ, die Literarny Listy (Literarische Blätter) gründen.

  • Begräbnis eines Dogmas

    Bonn und Belgrad werden nach über zehnjähriger Unterbrechung der diplomatischen Beziehungen wieder Botschafter miteinander austauschen.

  • Nadelstiche und Nackenschläge

    Chruschtschows kubanischer Raketen-Coup im Herbst 1962: das war eine direkte Bedrohung des amerikanischen Lebensnervs; wäre das Manöver geglückt, so hätte sich das strategische Kräfteverhältnis der Supermächte entscheidend verändert.

    Von Theo Sommer

  • Reisen
  • Entdeckung einer entdeckten Insel: Teneriffa

    Besser als ihr Ruf

    zunächst war alles so wie erwartet: Puerto de la Cruz ist vollgestellt mit Betonhotels, Wolkenkratzer-Appartements und Bungalows, die zugleich an Miami, Acapulco und Nizza, aber auch an Travemünde erinnern.

    Von Eka von Merveldt

  • Prozeß mit der Bergbahn

    Tod auf der Piste

    Der Betriebsleiter der Jennerbergbahn, der 56jährige Ingenieur Herbert Klein aus Königssee bei Berchtesgaden, sieht einem Prozeß entgegen, der den am Wintersport verdienenden Unternehmern in den bayerischen Bergen einiges Unbehagen bereitet.

    Von Gerhard Bartels

  • Tankstelle ohne Tankwart

    Die British Petroleum (BP) wird in England die erste europäische Tankstelle ohne Personal eröffnen. Die Anlage besteht aus Münztanks und Notentanksäulen, Kasse und Verkaufsraum gibt es nicht mehr.

  • Autos verschleißen schneller

    Chrom in Aspik

    Rost an dünnen Blechen – Autofahrer müssen sich weiterentwickeln / Von Dieter Korp

    Von Dieter Korp

  • Führerscheinentzug für Parksünder

    Eine grundsätzliche Entscheidung traf der hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel: Wer sich vieler Verkehrsvergehen schuldig macht, ist als Kraftfahrer ungeeignet.

  • Wer bezahlt den Ausbau der Flughäfen?

    Fliegen wird teurer

    Neues System der Fluggastgebühr steht bevor – Auch im Inlandverkehr – Auf Schnellimbiß verzichten

  • „Drehscheibe“ informiert

    Schon am Freitag können die deutschen Autofahrer jetzt erfahren, was sie am Wochenende auf den Straßen erwartet. Seit kurzem informiert das Zweite Deutsche Fernsehen die Wochenendfahrer in der Freitagausgabe der Sendung „Drehscheibe“ über alle Hindernisse (von der Baustelle bis zum Volksfest), die zu verstopften Straßen führen könnten.

  • Mehr private Flugunfälle

    In der Bundesrepublik ereigneten sich im vergangenen Jahr 144 Unfälle im privaten Flugverkehr (1966: 136 Unfälle). Dabei wurden 69 Menschen getötet und 101 Personen verletzt.

  • die zeit
  • ZEIT SPART GELD

    Die Vertragsbedingungen der zum Deutschen Investment-Trust (DIT) – Bereich der Dresdner Bank – gehörenden Fonds Concentra, Thesaurus, Industria und Transatlanta sind geändert worden.

  • Der Königin Konkursverwalter

    Dreimal innerhalb von drei Jahren hat die Labour-Regierung nun die Bremse ziehen und staatliche wie private Ausgaben empfindlich scharf zurückhalten müssen.

  • Hintergründe der „Pueblo“-Affäre

    Die Rumänen des Fernen Ostens

    M. Y. Cho: „Die Entwicklung der Beziehungen zwischen Peking und P’yongyang 1949–1967. Analyse und Dokumente. Eine Studie über die Auswirkungen des sowjetisch-chinesischen Konflikts“; Schriften des Instituts für Asienkunde in Hamburg, Bd.

  • DIE NEUE SCHALLPLATTE

    Der spanische Katholizismus war nicht gerade immer der fortschrittlichste, und auch die Umwälzungen, die sich zur Zeit in manchen Klerikerkreisen vollziehen, stoßen nicht unbedingt allenthalben auf Zustimmung.

  • Gegendarstellung

    In Nr. 24 der Wochenzeitschrift „DIE ZEIT“ sind unter der Überschrift: „Das Pokerspiel des Henry Reichhold“ eine Reihe von unrichtigen Tatsachenbehauptungen über mich und die Reichhold Chemicals Inc.

  • Börsen-Report

    Geld ging nach Paris

    Was intensive Warnungen vor einem zu scharfen Tempo der deutschen Aktien-Hausse nicht geschafft haben, erreichte die Pariser Börse.

  • Unser Seller-Teller Januar 1968

    Zum zehntenmal hat jetzt das norddeutsche Barsortiment Lingenbrink seine „Index-Liste“ vorgelegt: die immer noch einzige zuverlässige Auskunft darüber, welches die tatsächlichen Bestseller eines Jahres waren, im Unterschied zu den sogenannten „literarischen“ Bestseller-Listen, wie sie die ZEIT etwa und der Spiegel veröffentlichen, die verschiedene Arten von Büchern und Buchhandlungen von vornherein ausklammern.

  • Nichts für Playboys

    Die Anzeigen der schweizerischen Alideco fordern europäische Manager zu einer Immobilieninvestition eigener Art auf. Sie sollen Miteigentümer einer Insel, Bauherren eines Ferienhauses und Mitglieder eines exklusiven Klubs werden.

  • Traum oder Alptraum

    Ein schlüsselfertiges Haus erspart Unruhe und Ärger. Der Käufer eines solchen Hauses hat keinerlei Unannehm- und Unbequemlichkeiten, die mit dem Bau zusammenhängen.

  • Gesellschaft
  • Strahlende Sterntrümmer

    Wissenschaftler der Rice-Universität in Houston (Texas) haben im Weltraum eine Energiequelle entdeckt, die wahrscheinlich von den Resten eines Sterns gespeist wird, der vor über 900 Jahren explodiert ist.

    Von Victor Gero

  • Kunst für Deutschland

    Nun ist es also raus, stand zu lesen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, daß nämlich, „wie uns jetzt bekannt geworden ist“, die deutsche Kunst auf der diesjährigen Biennale in Venedig durch Horst Janssen (Graphik), Richard Oelze (Malerei) und Gustav Seitz (Plastik) vertreten wird.

  • Gegenspieler des Insulins

    Zu den vielfältigen Aufgaben des Blutes gehört die Versorgung aller Zellen des Körpers mit den notwendigen Nährstoffen. Einer der wichtigsten ist der Traubenzucker (oder mit chemischem Namen: die Glucose).

  • Neue Waffe: Infraschall?

    Ein Gerücht macht seit kurzem die Runde: Die Franzosen besäßen ein schreckliches neues Gerät, mit dem sich im Umkreis von knapp zehn Kilometern alles Leben auslöschen lasse, unhörbarer Schall sei die todbringende Quelle, die Armee teste die lebensgefährliche Waffe bereits auf ihre Brauchbarkeit für kriegerische Zwecke, und das französische Patentamt habe dem unter Professor Wladimir Gavreau in den Laboratorien für Automation und Elektroakustik am Marseiller Centre National de la Recherche Scientifique entwickelten Mordinstrument unter den Nummern 131 551 und 437 460 sogar das Patent erteilt.

    Von Dieter Dietrich

  • Von ZEIT zu ZEIT

    Nach einer Unterbrechung von zehn Jahren entschlossen sich die Bundesrepublik Deutschland und die Volksrepublik Jugoslawien zur Wiederaufnahme ihrer diplomatischen Beziehungen.

  • Dialog mit Nordkorea?

    Mitte der Woche zögerte Präsident Johnson noch immer, Nordkorea zur Herausgabe des gekaperten Spionageschiffes „Pueblo“ zu zwingen und damit – neben dem Krieg in Vietnam – einen zweiten asiatischen Konflikt heraufzubeschwören.

  • Krisen und Krieg in Korea

    27. Juni 1950: US-Präsident Truman befiehlt amerikanischen See- und Luftstreitkräften, Südkorea Beistand zu leisten (Oberbefehl: General McArthur).

  • Musik:

    Triumph einer Stimme

    In der Idylle eine Groteske: Ein spleeniger Lord, ein Individualist und Patriot gewiß, erwartet hier an Englands Steilküste die Invasion der Franzosen; die Sonne steht hoch im Süden, die astronomischen Zeichen sind günstig für eine Schlacht, und so wird er, Sir Timothy Bellboys, als Napoleon verkleidet, die Angreifer mit List vertreiben.

    Von Heinz Josef Herbort

  • Fernsehen

    ... doch das ist leicht gesagt

    Ja, da sah man es wieder, das Schild, das wir noch kennen, die Blockschrift auf dem Stück Pappe: Ich suche Frieda Winter, geborene Januscheit; da waren, von der S-Bahn aus photographiert, die grauen Straßenstriche zwischen den Trümmerbezirken: Hamburg 1945; da entstanden aus Wagenrippen, zerbrochenen Schienen und Bahnhofskadavern die Pop-Gebilde der Nachkriegszeit; da wuschen Generäle das Hemdchen, die Offiziere spielten mit leeren Gesichtern Bézigue, und an den Türen der Eisenbahnwagen klebten wie Puppen vermummte Gestalten mit Rucksack und Tasche.

  • FDP gab sich kämpferisch

    Auf ihrem Freiburger Parteitag hielt die FDP am Wochenanfang Heerschau für den Bundestagswahlkampf 1969. Zunächst musterten die Delegierten ein neues Führungskader: An Stelle des scheidenden Erich Mende wurde der 48jährige Walter Scheel mit 248 gegen acht Stimmen zum neuen Bundesvorsitzenden gewählt.

  • Theater

    Gesellschaftskritik als Genuß

    Am 10. Februar 1968 wäre Bertolt Brecht siebzig Jahre alt geworden. Unter den Aufführungen, die zu seinem Gedenken stattfinden, ist 40 Jahre nach der Premiere das populärste Stück des „Stückeschreibers“ das problematischste geworden.

    Von Johannes Jacobi

  • Namen der Woche

    Walter Becher (56), Bundestagsabgeordneter der CSU, wurde als Nachfolger des verstorbenen Bundesverkehrsministers Christoph Seebohm zum Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft gewählt.

  • Film

    Der Weg des Peter Lilienthal

    Peter Lilienthal war verblüfft, als ihm unlängst Bochumer Studenten, Mitglieder des Studienkreises Film an der Ruhr-Universität, mitteilten, sie wollten ein Lilienthal-Wochenende mit der Vorführung möglichst vieler Arbeiten des Regisseurs veranstalten.

    Von Peter W. Jansen

  • Der elektronische Krieg

    Mit dem „Pueblo“-Zwischenfall hat der Einsatz automatischer Spione nun schon zum zweitenmal in acht Jahren eine internationale Krise heraufbeschworen: 1960 war über der Sowjetunion ein U-2-Flugzeug mit dem Piloten Gary Powers abgeschossen worden; Parteichef Chruschtschow hatte daraufhin die Pariser Gipfelkonferenz platzen lassen.

  • Bonn und Belgrad tauschen Botschafter aus

    Nach sechstägigen Verhandlungen haben sich die deutsche und die jugoslawische Delegation am Montag in Paris geeinigt, Belgrad und Bonn die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zu empfehlen.

  • Großangriff des Vietcong

    In Vietnam hat die amerikanische Weltmacht eine neue Schmach erlitten – nur eine Woche nach dem „Pueblo“-Zwischenfallvor der koreanischen Küste: Die Kommunisten eröffneten am Dienstag ihre schon lange erwartete Großoffensive und stürmten in Saigon die amerikanische Botschaft.

  • Krise am Kanal

    Nicht lange währte die Hoffnung, die Räumung des Suezkanals könne ein erster bescheidener Schritt zur Lösung des Nahostkonflikts sein.

  • Modell einer Pädagogischen Fakultät (II)

    Theorie und Praxis der Lehrerbildung

    Es bedarf eines ausdrücklichen und sorgfältigen wissenschaftlichen Trainings, um die Haltung zu erzeugen, aus der heraus Lehrer, Pädagogen, Administratoren sich nicht mehr der Notwendigkeit verschließen, präzise „Aufnahmen“ der Wirklichkeit zu veranstalten als Vorbedingung dafür, das Mögliche zu erreichen.

    Von Saul B. Robinsohn

  • Kultur
  • Selten war das Kabarett so ledern

    Fragen, die sich jedem stellen, der dieses schillernde Genre zu einer festgefügten „Kulturgeschichte“ bändigen will. Fragen, die sich nicht definitiv beantworten lassen, weil sich das Kabarett in ständig wechselnder Dosierung aus den Fasern vieler Künste um den Hauptstrang des polemischen Geistes bündelt und sich dann und wann wieder in sie auffasert.

    Von Klaus Budzinski

  • Ernst beim Essen

    Es gibt eine direkte Verbindung zwischen Kopf und Magen – das ist die Speiseröhre. Es gibt auch eine direkte Verbindung zwischen Magen und Herz – das ist jene Liebe, die durch den Magen geht.

  • Bücher interessieren mehr als Autos

    Zwei Untersuchungen über Bücherleser und das Lesen von Büchern sind soeben veröffentlicht worden: von Bertelsmann eine durch die Wickert Institute durchgeführte Analyse der Buchkäufe im vierten Quartal 1966, vom Börsenverein eine vorbereitende Studie des Allensbacher Instituts für Demoskopie zu einer mehrstufigen, breit angelegten Erhebung.

  • Am schwarzen Flügel: Martin Walser

    Eine Clownerie der Resignation, artifiziellen Überdruß an Kunst und Leben inszenierte Martin Walser auf der Bühne der Akademie der Künste, im Rahmen von Höllerers „Dramatiker-Werkstatt“.

    Von Karoll Stein

  • Anti-amerikanische Demonstrationen

    Auch Kuba hat seine „Pueblo“. Dieses amerikanische Spionageschiff heißt „Oxford 59“ und kreuzt tagein, tagaus drei Meilen vor Havanna im Karibischen Meer, von der Küste aus mit freiem Auge deutlich erkennbar.

    Von Barbara Coudenhove-Kalergi

  • ZEITMOSAIK

    Erich Fried, seit siebzehn Jahren Kommentator des „German Soviet Zone Programme“ der BBC, hat seine Mitarbeit eingestellt. Schwierigkeiten, sagte er in der letzten Sendung, habe man ihm nicht gemacht, einer kleinlichen Zensur sei er nicht unterworfen worden, und sogar einige politische Gegner bei der BBC könne er persönlich schätzen.

  • Krise des Goethe-Instituts?

    Das Goethe-Institut gehört, nimmt man alles in allem, zu den wenigen Institutionen, die sich in der kulturellen Selbstdarstellung der Bundesrepublik in anderen Ländern behaupten gelernt haben und für unser Land etwas zuwege bringen.

  • FILMTIPS

    „Der zweite Atem“ (Le deuxième souffle), von Jean-Pierre Melville. Flucht aus dem Zuchthaus – der große Coup – Entlarvung und Scheitern.

  • Das Mißtrauen der Osteuropäer

    Es ist allgemein bei uns bekannt, daß sich der Nationalsozialismus in barbarischer Weise an den Juden versündigt hat. Aber nur wenigen dürfte es voll und ganz bewußt sein, daß die Bevölkerungen der Sowjetunion, Polens und Jugoslawiens im Zweiten Weltkrieg erheblich dezimiert wurden.

    Von Heinz Brahm

  • Kunstkalender

    Rund 450 Lithographien und Holzschnitte, dazu Mappenwerke und illustrierte Bücher umfaßt die Dore-und-Kurt-Reutti-Stiftung, die Kunsthallen-Direktor Günter Busch in Empfang nehmen konnte und durch die Bremen in edlen hansestädtischen Barlach-Wettstreit mit Hamburg und seinem Barlach-Haus getreten ist.

  • Ma-ma-ma

    Studenten fordern Diskussionen. Diese Forderung ist dadurch in Mißkredit geraten, daß sie auch ganz gezielt als taktische Waffe, als bewußtes Störmanöver eingesetzt wird.

  • Akademische Kraftprobe in Frankfurt

    Am 1. April treten die Satzungen der vier hessischen Hochschulen außer Kraft. Dann werden seit dem neuen hessischen Hochschulgesetz 22 Monate vergangen sein.

    Von Hprst Köpke

  • ZU EMPFEHLEN

    Adolf Freyherr Knigge: „Josephs von Wurmbrand, Kaiserlich abyssinischen Ex-Ministers, jezzigen Notarii caesarii publici in der Reichstadt Bopfingen, politisches Glaubensbekenntniß, mit Hinsicht auf die französische Revolution und deren Folgen“; Sammlung insel 33, Insel Verlag, Frankfurt; 156 S.

  • Prager Schriftsteller antworten der ZEIT (III und Schluß)

    Gespräch mit A.J.Liehm

    Als Otto Griese Anfang des Jahres in Prag mit den drei tschechischen Schriftstellern Ludvík Vaculik, Ivan Klima und A. J. Liehm sprach, war Alexander Dubček gerade an die Stelle von Antonin Novotny als Erster Sekretär des ZK getreten.

  • Offene Türen eingerannt

    Nimmt man die Hervorhebungen des Verlagsprospektes ernst, so hat er mit diesem Buch sogar „den Zugang zum wahren und obendrein aktuellen Stifter“ eröffnet, indem er bewußt vom „biedermeierlich-harmlosen“ abgewichen ist.

    Von Richard Exner

  • länderspiegel
  • Mit dem Auto unters Wasser

    Anfang 1973 sollen die ersten Autos durch die Röhren des zweiten Hamburger Elbtunnels fahren können – mit der Gewißheit, auf einer Länge von 1,2 Kilometern drei Meter Sand und zwölf Meter Elbwasser über den Dächern zu haben.

  • Verweigerte Liebesspiele

    Er war ein treues Kind seiner Kirche und folgte seinem Beichtvater aufs Wort, der 45jährige Oberstudienrat Friedrich Schneider aus Bamberg.

  • Nach der Bremer Schlacht

    Noch einmal davongekommen

    Bremen nach einer Woche erbitterten Kampfes um die Fahrpreiserhöhung der Straßenbahn, nach Schülerdemonstrationen und Straßenschlachten, ging in die zweite Runde.

  • Zerhackt

    Vor rund zehn Jahren schwärmte die Bayreuther Polizei in die Wohnungen eines halben Dutzends von Mitgliedern des verbotenen „Demokratischen Frauenbundes“ aus, beschlagnahmte rote Broschüren, Propagandamaterial und einen „Leitfaden zur Durchführung von Heinrich-Heine-Feiern“, die in der DDR erschienen waren.

  • Mit sechs leeren Aktenordnern

    Mit ungläubigem Staunen nahmen Düsseldorfs Steuerzahler dieser Tage zur Kenntnis, daß das Netz der Steuerbürokratie offenbar so viele Löcher hat, daß ein paar raffinierte Gauner binnen kurzem ein Finanzamt um mehr als 11 Millionen Mark prellen können.

  • Offene Karteikarten

    Jeder von uns hat irgendwo seine Karteikarte, bei der Krankenkasse, bei einer Versicherungsanstalt oder bei der Unfallversicherung, jedenfalls bei irgendeiner Anstalt des öffentlichen Rechts.

  • Lebensart
  • Die Balken biegen sich nicht mehr beim Tanz

    Am 3. Februar wird Bundespräsident Heinrich Lübke das erneuerte Palais Beauharnais, die Residenz des deutschen Botschafters in Paris, wiedereröffnen.

    Von Josef Müller-Marein

  • Möbel wechseln wie das Hemd

    Die Italiener phantasieren üppige Pfühle für Riesenzimmer, die Dänen konstruieren Wohnwerkzeuge, die Deutschen lassen sich, sofern sie nicht wacker an tristen Wohnzimmerschränken und wulstigen Sitzgarnituren bauen oder noch mehr Stilmöbel auf den Markt tragen, neuerdings mit der Farbe ein.

  • Nah-Östliches

    Ein Israeli spielt zum erstenmal im Leben in der Lotterie. „Wenn ich gewinne“, verspricht er seiner Frau, „werde ich Katholik.

  • Schmerz-Ethnologie

    Der physikalisch gleiche Reiz tut nicht jedem gleichermaßen weh. „Qualität und Intensität des Schmerzes“, so faßte der namhafte kanadische Schmerzforscher Dr.

    Von G. A. H.

  • Wunschträume

    Von ihren Verbraucherverbänden eingeladen, Haushaltswünsche zu nennen, reagierten die Briten nicht haushälterisch. Den Frauen geht es erstens um die perfekte, nicht täglich zu schluckende Anti-Baby-Pille, zweitens um das perfekte Schlafzimmer; sie wollen vom Bett aus walten und schalten: Licht, Heizung, Teekocher, Toaster, Radio, Fernsehapparat.

  • Logelei

    Radfahr-Slalom mit Ballonstechen heißt der Sport, der bei den Jungen in der Nachbarschaft sehr beliebt ist. Jede daran teilnehmende Mannschaft besteht aus drei Jungen: einer fährt mit dem Rad eine Slalomstrecke, an deren Rand Luftballons liegen; der zweite sitzt auf dem Gepäckträger und sticht mit einem Stock in die Luftballons; der dritte schnorrt bei den Zuschauern Geld für die Mannschaftskasse.

  • Einladung auf „Gut Ewig“

    Wie er da so sitzt, strahlt er Gemütlichkeit aus; wie er da so spricht, drückt er Zuversicht aus. Der mittelgroße, mittelstarke Mann, der zum Jahresende pensioniert worden wäre, falls er Berufsbeamter wäre, könnte für den Chef einer Hotelkette gehalten werden, wenn er stolz von Hunderten von neuen Betten berichtet.

  • Spender gesucht

    Nach Kapstadt wurde jetzt London zum Schauplatz einer Aufsehen erregenden Operation: Britischen Couturiers gelang es, dem im Sterben liegenden Minirock einen Stoffstreifen anzunähen, der einem anderen Rock entnommen war.

  • Mißverständnisse

    Bevor eine junge Ehefrau ihre Hochzeitsreise antritt – es ist eine Schiffsreise nach Südamerika geplant –, geht sie in eine Apotheke, kauft Anti-Baby-Pillen und eine Schachtel Tabletten gegen Übelkeit.

  • Sport
  • Wut auf die Preisrichter

    Solange der Eiskunstlauf währt, wird auch die Wut über die Preisrichter existieren! Anstatt endlich einmal die Bewertungsmaßstäbe anzugleichen, so wie es beim Kunstturnen mit Erfolg geschah, treten hier immer wieder Diskrepanzen bis zu 5/10 Punkten oder gar noch mehr zutage.

    Von A. M.

  • Rallye Monte Carlo

    Diesmal wurde die Rallye Monte Carlo von einem deutschen Fabrikat gewonnen – das ist seit 1960 nicht mehr vorgekommen! Damals siegte Mercedes-Benz, diesmal waren zwei Porschewagen vorn.

  • Eine Milliarde und der General

    Daß die Kulisse der Winterspiele nicht mehr ausschließlich Berge und Wälder bilden, sondern ebenso Großstadtstraßen und Hochhäuser, ist eine Tatsache, mit der wir uns abfinden müssen.

    Von Heinz Maegerlein