Nach einer Unterbrechung von zehn Jahren entschlossen sich die Bundesrepublik Deutschland und die Volksrepublik Jugoslawien zur Wiederaufnahme ihrer diplomatischen Beziehungen. Die Bundesregierung nahm „Routine“-Kontakte zum Militärregime in Athen wieder auf. Nach der Wahlniederlage der Sozialdemokraten des früheren Ministerpräsidenten Jens Otto Krag beauftragte der dänische König den Führer der erfolgreichen linksliberalen „Venstre“-Partei, Hilmar Baunsgaard, mit der Regierungsbildung.

Kein Krieg ...

Die Vereinigten Staaten und der Weltsicherheitsrat bemühten sich um eine diplomatische Beilegung des „Pueblo“-Zwischenfalls. Bei ihrer Begegnung in Neu-Delhi besprachen der sowjetische Ministerpräsident Alexej Kossygin und der jugoslawische Staatspräsident Josip Broz Tito die Aufbringung des amerikanischen Beobachtungsschiffes durch die Nordkoreaner. Der sowjetische Regierungschef ließ während seines Indien-Besuchs in seinen Äußerungen zur amerikanisch-nordkoreanischen Spannung seine Absicht der Entdramatisierung erkennen. Die Sowjetunion warnte Japan vor einer weiteren Unterstützung der amerikanischen Asienpolitik.

... keine Waffenruhe

Statt der angekündigten Waffenruhe brachte das buddhistische Neujahrsfest auf dem vietnamesischen Kriegsschauplatz erbitterte Kämpfe zwischen amerikanischen Einheiten und dem Vietcong. Die US-Botschaft in Saigon wurde von Mitgliedern des Vietcong gestürmt. Die halbamtliche Kairoer Zeitung „Al Achram“ bezeichnete einen neuen Krieg zwischen den arabischen Staaten und Israel als unvermeidlich. Die letzten ägyptischen Kriegsgefangenen kehrten aus Israel in ihre Heimat zurück. Bei Vorbereitungen zur Räumung des Suezkanals kam es zu einem Artillerie- und Panzergefecht zwischen Israel und Ägypten.

Geiseln des Fortschritts

infolge der partiellen radioaktiven Verseuchung nach dem Absturz des amerikanischen Atombombers mußte in grönländischen Gewässern der Fischfang eingestellt werden. Bei Thule wurden Teile aller vier abgestürzten Wasserstoffbomben gefunden. Israel und Frankreich verloren innerhalb weniger Tage je ein U-Boot im Mittelmeer mit 69 beziehungsweise 52 Mann Besatzung. Im Kleinen Seit gingen zwei U-Boote der Bundesmarine in die Netze von Fischerbooten. Den ersten Probeflug eines unbemannten Mondlandefahrzeugs bezeichnete die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA als Erfolg. Im Laufe seiner Europareise wurde der südafrikanische Herzchirurg Christian Barnard auch von Papst Paul VI. empfangen. Im Kapstädter Groote-Schuur-Krankenhaus konnte sich der Herzpatient Philip Blaiberg zum erstenmal selbständig anziehen. Das Ruhrgebiet wurde von einer schweren Grippewelle erfaßt. Vier Jahre nach der schweren Klärwasserkatastrophe fanden in der Eisenerzgrube „Mathilde“ in Lengede 12 Bergleute bei einer Sprengstoffexplosion den Tod.