Der Verkäufer fragt seinen Kollegen: „Weißt du, was die Lampe kostet?“ Die Antwort, etwas zögernd: „Einundzwanzigachtzig.“ Der Kassenzettel wird geschrieben, der Kunde wandert zweifelnd zur Kasse. Hat er doch die Lampe im Schaufenster gesehen, ausgezeichnet mit „einundzwanzigsiebzig“, wie er glaubt.

Aber der Kunde ist nicht sicher. Immerhin ist eine Viertelstunde vergangen, seit er ins Schaufenster geguckt hat. Er zahlt, nimmt die Lampe und guckt noch einmal ins Schaufenster. Und dort steht es: 21,70 DM. Er geht zurück in den Laden und trägt seine Bedenken gegen „einundzwanzigachtzig“ vor.

Ein mitleidiges Lächeln des Verkäufers ist die Antwort. Stumm und ein wenig indigniert darüber, daß man ihn ob solcher Lappalie stört, ändert er die Rechnung. Der Kunde geht wieder zur Kasse. Auch hier erntet er Verständnislosigkeit, bekommt aber seinen Groschen.

Einen Groschen? Nein, ein Nichts offenbar – denn was ist das schon, ein Groschen. Und der Kunde hält innere Einkehr: Auch er ist mehr des Prinzips als des Groschens wegen in den Laden zurückgegangen. hgk.