Mein Freund beschäftigt sich damit, Risse im Ostblock zu entdecken, um an ihnen abzulesen, wie lange es noch dauert, bis der ganze Kommunismus beim Teufel ist. Zuletzt hatte ich ihn während der Kulturrevolution getroffen, als er mir versicherte, binnen sechs Wochen werde Tschiang Kai-schek als Befreier in Peking einziehen. Auch diesmal war er voller Hoffnung:

„Es bröckelt“, sagte er und rieb sich vergnügt die Hände. „Staatskrisen. Vielleicht bricht alles zusammen.“

„In Amerika? In England?“ fragte ich besorgt.

„In Polen. In der ČSSR, natürlich.“

„Ach so“, sagte ich beruhigt, „woran merkst du das?“

„Die Studenten. Die gehen dem Establishment ganz schön auf die Nerven.“

„Und Rom? Und Madrid?“ fragte ich.