In den drei Jahren und neun Monaten, die der amerikanische Luftkrieg gegen Nordvietnam dauerte, warfen US-Maschinen in 94 081 Einsätzen rund eine Millionen Tonnen Bomben ab. Das ist etwa ein Drittel von dem, was von den USA im Zweiten Weltkrieg über Europa abgeladen wurde. Die Amerikaner verloren nach eigenen Angaben 911 Kampfflugzeuge und zehn Hubschrauber über Nordvietnam. Hanoi beziffert die Verluste mit 3300 Maschinen. Etwa 300 US-Piloten sollen sich noch in Gefangenschaft befinden.

2./4. August 1964: Zwischenfall im Golf von Tongking. Angeblich wird der US-Zerstörer Maddox von nordvietnamesischen Torpedobooten beschossen. Amerikanische Flugzeuge bombardieren auf Befehl Präsident Johnsons in einem „begrenzten Vergeltungsschlag“ (65 Einsätze) vier nordvietnamesische Marinestützpunkte und ein Treibstofflager.

1. Januar 1965: 23 000 US-Soldaten stehen in Südvietnam.

7. Februar: Nach einem Vietcong-Angriff auf eine amerikanische Kaserne in Pleiku beginnt der systematische Bombenkrieg gegen Nordvietnam.

13.–17. Mai: Erste Bombenpause.

18. Juni: Erstmals greifen strategische Düsenbomber vom Typ B-52 in die Dschungelkämpfe ein.

24. Dezember 1965–30. Januar 1966: Zweite Bombenpause.