• Ausgabe 48/1968

    Ausgabe 48/1968

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Wolfgang Ebert:

    Wie man beliebt bleibt

  • Appell an Seoul

    Am 17. Juni 1967 folgten zwölf in der Bundesrepublik lebende Südkoreaner den Männern des südkoreanischen Geheimdienstes, um sich „freiwillig“ in die Heimat transportieren zu lassen; am 9.

    Von H. I. H.

  • ZEITSPIEGEL

    „Die Deutschen nützen ihre Position der Stärke aus. Sie scheinen vergessen zu haben, daß wir in der Stunde unseres Sieges nach dem letzten Krieg bei uns das Brot rationierten und andere Opfer auf uns nahmen, um sie zu retten.

  • Kampf um den Franc

    Zeit seines Lebens hatte General de Gaulle, wie man in der ersten Zeile seiner Kriegserinnerungen nachlesen kann, „une certaine idee de la France Die Franzosen haben längst begriffen, daß er auch eine bestimmte Idee für den Franc hat.

    Von Ernst Weisenfeld

  • Ritter, Tod und Teufel in Bonn

    sind in der britischen Botschaft in Bonn von einem Angestellten wichtige Geheimpapiere gestohlen worden. Es steht zu befürchten, daß sie den „Soffjetts“ gerade zu einem Zeitpunkt zugespielt wurden, da eine mächtige nationalbolschewistische Bewegung Deutschland erfaßt hat.

  • Recht auf Demonstration

    Die grünen Uniformen der hessischen Polizisten waren das erste, was man sah. Dann am Gitter, das nur einen engen Durchlaß bot, die Frage nach dem Namen.

    Von Hans-Peter Bull

  • Prügelknaben der Nation?

    Neun Jahre – Zeit genug, das zu sein, was wichtig scheint: korrekt und pflichtbewußt und immer gehorsam; Zeit genug auch, als „Bekenner einer demokratischen Grundordnung“ Gefahren von jener Öffentlichkeit abzuwehren, deren Ordnung, wenn ihre bestellten Wächter sie zu ernst nehmen, zur Willkür wird.

    Von Sepp Bindei

  • Afrikas 17. Militärputsch

    In Mali, einem der größten und zugleich bevölkerungsärmsten Staaten Westafrikas, hat der unbekannte Leutnant Moussa Traore ein politisches Idol vom Präsidentenstuhl gestürzt: den Präsidenten Mobido Keita.

    Von H. G.

  • Blinder Alarm

    Egon Bahr, im Schöneberger Rathaus einst Pressechef und jetzt im Auswärtigen Amt Sonderbotschafter Willy Brandts, hat in Ostberlin nicht mit Leuten vom SED-Zentralkomitee verhandelt; der Bundesnachrichtendienst besitzt keine Tonbandaufzeichnung darüber; die dunklen Andeutungen, die der Bayern-Kurier und die Welt am Sonntag in die Welt gesetzt haben, beruhen auf einem Irrtum oder einer Fälschung.

    Von Th. S.

  • Ein lebendes Denkmal

    Max Reimann ließ sich noch einmal von der Woge der Emotion tragen. Als die Internationale in der Dortmunder Westfalenhalle aufklang, gesungen von fast zweitausend Menschen, da fuhr es dem hageren Greis in die Glieder.

    Von Rolf Zundel

  • Die Bombe von Jerusalem

    Es sollte nur ein Scherz sein, und es war dann doch blutiger Ernst. Am Freitagmorgen passierte ich die Kontrolle am Eingang zum Verteidigungsministerium in Tel Aviv.

    Von Dietrich Strothmann

  • Begräbnis der Reform?

    Die Parteispitze wankt, doch Arbeiter und Studenten bleiben bei den Januar-Ideen

  • Dienst nach Vorschrift

    Dienstverweigerung oder Arbeitsniederlegung, auch zum Zweck der Wahrung und der Förderung der Arbeitsbedingungen, sind unzulässig“ – so hieß es im Regierungsentwurf des Bundesbeamtengesetzes aus dem Jahr 1951.

    Von Theodor Eschenburg

  • England schnallt den Gürtel enger

    Noch bevor der britische Finanzminister Jenkins seinen Landsleuten am Fernsehschirm Anweisungen zum Engerschnallen des nicht mehr sehr weiten Gürtels erteilte, hat er ihnen versichert, die Deutschen seien nicht schuld daran.

    Von Karl-Heinz Wocker

  • Ein Lichtblick

    Der Mann, der im August ein Attentat auf den griechischen Ministerpräsidenten Papadopoulos verübte, Alexander Panagoulis, wird nicht hingerichtet.

  • Die Koalitionszwillinge

    Erst wenn Barzel und Schmidt anfangen, aufeinander zu schießen, ist die Große Koalition zu Ende“, sagte jüngst ein Bonner Abgeordneter, als es wieder einmal so aussah, als ob der Haussegen der Koalition schief hinge.

    Von Rolf Zundel

  • Nachschlagewerke – kritisch betrachtet

    Für alle Wissensgebiete

    Conversations-Lexikon mit vorzüglicher Rücksicht auf die gegenwärtigen Zeiten – Frauenzimmer-Lexikon zur Erleichterung der Conversation und Lektüre“ – diesen Doppeltitel gab Renatus Gotthelf Löbel seinem Werk, dem Stammvater der so beliebten Nachschlagebücher, die, wenn man es recht besieht, noch heute kaum treffender zu beschreiben sind, als es Löbel 1796 tat: „Eine populäre Encyklopädie, welche das allgemeine Streben nach Geistesbilanz und die sich immer mehr verbreitende Annäherung der Geschlechter und Stände in ihren Begriffen unterstützen, namentlich aber die wissenschaftlichen Begriffe zur Teilnahme an einer guten Conversation so wie zur Erschließung des Sinns guter Schriften in sich begreifen soll.

  • Bhuttos Saat geht auf

    Zehn Jahre lang hat in Pakistan Ayub Khans „gelenkte Demokratie“ funktioniert. Der baumlange Feldmarschall-Präsident hat die Industrie angekurbelt, der Landwirtschaft geholfen und den Kaschmir-Krieg gegen Indien durchgestanden.

  • Spuk im Opernhaus

    der mit Bram Stoker eingeleiteten „Bibliotheca Dracula“ würdig. Die Pariser Oper soll gerade jetzt für etliche Monate geschlossen werden, um sich von Grund auf zu renovieren; denn auch nach jenem Unhold Eric, der diesem Roman zufolge in ihr als „Phantom“ gespukt hat, leben noch allerlei Gespenster in diesem Bau, der seinerzeit mit einem türkischen Bad verglichen wurde und dessen von Chagall neu geschaffene Decke manche entrüsteten Gespenster auf den Plan rufen könnte.

  • Im Streit vereint

    In Italien dreht sich wieder einmal das Krisenkarussell. Das christlich-demokratische Übergangskabinett Leone ist nach halbjähriger Überzeit zurückgetreten.

    Von Sandra Sassone

  • Vietnams militante Katholiken

    Einen Monat lang blockierte die südvietnamesische Regierung die Pariser Gespräche, weil sie die Vietcongs nicht als selbständigen Konferenzpartner akzeptieren wollte.

    Von Thieu Cm

  • Unsere kleinen Nochbarn (III)

    Einer ist des andern Schutzmann

    Der junge Verkehrspolizist, der auf einem Podium inmitten des Platzes stand, trug einen gekräuselten blonden Bart. Und der Gast, den ich an Bord genommen hatte, machte mich darauf aufmerksam.

    Von Josef Müller-Marein

  • ...und das nicht nur zur Weihnachtszeit

    Die meisten Beamten haben zu dieser Stunde Stuhl und Tisch längst geräumt. Alfred Krause, Vorsitzender des Deutschen Beamtenbundes, ist aber auch nach Dienstschluß noch im Dienst, um Rede und Antwort zu stehen – etwa auf die Frage, warum immer nur zur Weihnachtszeit zwischen den Beamten und ihrem Dienstherrn der „Ärger vom Dienst“ aufkomme.

  • ZU EMPFEHLEN

    ES ENTHÄLT einundzwanzig erdichtete Geschichten, zum Beispiel von Charles Dickens, Edgar Allan Poe, Rudyard Kipling, R. L. Stevenson, Evelyn Waugh, Shirley Jackson, Richard Middleton, und den wahren Bericht von der Brigg Mary Celeste, die im Jahre 1872 zehn Tage ohne Mannschaft über den Atlantik gesegelt war; dazu Floras in feinen Gitternetzen undeutlich sichtbare Gespenster, unangenehm groß geratene Insekten, zierliche Anschauungen handfesten Entsetzens.

  • Treffen – zu Moskau im Mai

    Hat es wirklich Sinn, das Pferd am Schweif aufzuzäumen und den Termin für eine kommunistische Weltkonferenz festzulegen, noch ehe eine solide Voraussetzung, nämlich ein gewisses Maß von Einheit und Vertrauen für ein solches Treffen entstanden ist?“ Das war die Frage, die Rumäniens Kommunisten beim jüngsten Vorbereitungstreffen von 67 Parteien in Budapest immer wieder stellten.

  • Feindliche Brüder

    Seit dem 21. August wächst in der Bundesrepublik die Neigung, den Osten keiner Dummheit und keiner Infamie mehr für unfähig zu halten.

    Von Theo Sommer

  • Wirtschaft
  • Aufstocken statt aufwerten

    Die Entscheidung der Bundesregierung und des Bundestages, sich dem Drängen der Länder mit notleidender Währung zu widersetzen und die Mark nicht aufzuwerten, ist eine richtige Entscheidung.

  • Willi Bongard

    „Vive le Franc“

    Ortoli: „Mon General, wir haben es, glaube ich, geschafft. Ein Drei-Milliarden-Kredit ist uns so gut wie sicher. Die Deutschen werden sich allein mit 900 Millionen Dollar an der Zeche beteiligen.

  • Sachverständigenrat:

    Beliebt oder unabhängig?

    Ein erster Punkt war, der Sachverständigenrat habe die ihm für seine Arbeit vom Gesetzgeber vorgegebenen Ziele – Stabilität des Preisniveaus, hoher Beschäftigungsstand und außenwirtschaftliches Gleichgewicht bei stetigem und angemessenem Wachstum – erst in seinem vierten Jahresgutachten definiert.

  • Sündenböcke

    Wenn die vielen unterschiedlichen, sich häufig widersprechenden Ansichten und Erklärungen Offizieller und weniger Offizieller, Berufener und.

  • Triebwerke

    Guter Stern für MAN

    Nachdem Anfang des Monats Ludwig Bölkow sich mit der neuen Messerschmitt-Bölkow-Gruppean die Spitze der Zellenindustrie gesetzt hat, geht nun ein anderer Neuling der Luftfahrtbranche daran, seine Spitzenstellung im Triebwerkbau auszubauen: Die MAN-Turbo GmbH wird mit der Daimler-Benz AG eine gemeinsame Tochtergesellschaft für die Entwicklung von Flugtriebwerken gründen.

  • Börsen-Report

    Stahlaktien im Keller

    Die deutsche Aktienbörse wird von der internationalen Währungsdiskussion hin- und hergerissen. In der ersten Begeisterung über den erfolgreichen Bonner Widerstand gegen eine Aufwertung der D-Mark waren die Börsianer bereit, höhere Aktienkurse zu bezahlen.

  • AUS UNTERNEHMUNGEN

    Die Vorarlberger lllwerke, Bregenz, weisen für das Geschäftsjahr 1967/68 (31.3) einen Reingewinn von 4,74 Millionen Schilling auf.

  • Hände weg von den Renten

    Sie brachten ein Gespräch Ihrer Herren Krüger und Jungblut mit Minister Katzer unter der Überschrift „Die Rentner sind uns teuer“ über die Rentenversicherung.

  • Oswald von Nell-Breuning:

    Warum ich für die Mitbestimmung bin

    Die ZEIT hat mich, gebeten, mich zu der Frage zu äußern, warum ich für die Mitbestimmung bin. Ich meine, die Frage müßte präziser lauten, warum ich für die wirtschaftliche Mitbestimmung bin.

  • Schock aus Paris

    Die Börsen Europas haben nach dem verunglückten Bonner Währungsschauspiel erst einmal die neue Unruhe und die negativen Wirkungen der vielen Dekrete und Einschränkungen auf die Exportwirtschaft ihrer Länder zu spüren bekommen.

  • Mitbestimmung in der Diskussion

    Das Rennen um die Zusammensetzung der Vorstände und Aufsichtsräte der großen Unternehmen ist immer noch offen. Die CDU hat sich auf ihrem Berliner Parteitag zu keinem klaren Votum für oder gegen die Mitbestimmung durchringen können.

  • Die Unsicherheit hält an. Franc, Pfund und Dollar sind noch nicht über den Berg. Das Nein des Generals beschwört neue Gefahren für die Weltwirtschaft herauf. Eine Analyse von Hartwig Meyer und Wolfgang Müller-Haeseler

    Die nächste Krise kommt bestimmt

    Mit guturalem Baß gab Ludwig Erhard, 1961 als Bundeswirtschaftsminister ein Streiter für die Aufwertung der D-Mark, in Zürich seine Meinung kund, daß diesmal nicht aufgewertet werden dürfe.

  • Landwirtschaft

    Staatspension für Bauern

    Nicht nur die französischen Arbeiter werden jetzt ihren Gürtel enger schnallen müssen, sondern auch die französischen Bauern.

    Von S. S.

  • Der Traum von der Europawährung

    Hermann Bohle sprach mit dem französischen EWG-Vizepräsidenten Raymond Barre

  • Leidensweg des Franc

    General de Gaulle hat es sich wohl doch etwas zu leicht gemacht, als er in seiner Rundfunkansprache vom vergangenen Sonntag seine Landsleute glauben machte, die Krise der französischen Wirtschaft und Währung sei eine Quittung für die Mai-Revolution.

  • Welche Chancen hat de Gaulle?

    Frankreich schickt sich an, das zu tun, was den Briten als einziger Ausweg übrigbleibt: Austerity – Sparsamkeit. Das bedeutet höhere Steuern, Preis- und Lohnstopp und eine – freilich immer noch viel zu geringe – Kürzung der staatlichen Ausgaben.

  • Welche Chancen hat Wilson?

    Die französische Krise darf nicht darüber hinwegtäuschen: Großbritannien ist und bleibt ein gefährlicher Krisenherd innerhalb des erschütterten internationalen Währungssystems.

  • Preise an der Kletterstange

    Für alltägliche Nahrungsmittel und Dienstleistungen mußten die Deutschen seit 1958 immer tiefer in die Tasche greifen. Mit an der Spitze der Teuerung stehen die Friseure – der Haarschnitt für Herren ist über 100 Prozent teurer geworden.

  • Sieg der französischen Diplomatie – die Deutschen zahlten Roy Jenkins fiel aus der Rolle – Gutachten unerwünscht?

    Das Pokerspiel des François-Xavier Ortoli

    Charles de Gaulles Eklat vom Samstagabend setzte den Schlußpunkt hinter eine Veranstaltung, die mehr vom persönlichen und nationalen Prestigedenken bestimmt war als von ökonomischer Vernunft.

  • Welche Chancen hat Nixon?

    Drei Währungskrisen in zwölf Monaten sind auch den Amerikanern zuviel. Den Schock der Gold- und Dollarkrise in diesem Frühjahr haben sie noch nicht überwunden.

  • Riskant

    Die Fried. Krupp Hüttenwerke AG will in Bochum ein neues Kaltwalzwerk, in Rheinhausen eine Stranggußanlage bauen und in Düsseldorf eine Erweiterung der Edelstahl-Kaltband-Produktion vornehmen.

  • Das Pfund: Von Krise zu Krise

    Immer, wenn es auf den Devisenmärkten heiß hergeht, besteht Gefahr für das Pfund. Der französische Franc übertrifft die alte Leitwährung der Welt, soweit es um die Zahl der Abwertungen geht.

  • Diskussion

    Das Risiko des Managers

    Industriepfarrer Christian Troebst von der Akademie in Boll (ZEIT Nr. 37, 43, 45) umgibt das Bild des Managers von heute mit einer neuen Atmosphäre.

  • Wankelmütig

    Franz Josef Strauß beginnt ein finanzpolitischer Zauberkünstler zu werden. Zuerst langte es in seiner Kasse nicht, allen Bundesbeamten ein erhöhtes Weihnachtsgeld (von einem Drittel auf 40 Prozent des Monatsgehalts) zu bewilligen.

  • ZEITRAFFER

    Die Bundesregierung hat die Selbstbeschränkung für leichtes Heizöl und Dieselkraftstoff ab sofort ausgesetzt. Das Quotensystem war an der außerordentlich starken Nachfrage in diesem Jahr gescheitert.

  • Stahlwerke

    „Hamburg war fällig“

    Dem Hamburger Senator Helmuth Kern erscheint das jüngste Stahlwerk-Projekt Deutschlands, die Hamburger Stahlwerke AG an der Elbe, klein, aber – besonders wachstumsfähig – wegen einer dynamischen Unternehmensleitung und der hochmodernen Produktionsverfahren.

  • Wissen
  • Wahn und Wirklichkeit

    Es kann niemanden wundernehmen, daß die Bemühungen der Zehnerkonferenz, die Währungskrise solidarisch zu beheben, gescheitert sind.

    Von Marion Gräfin Dönhoff

  • Bonn ist schwächer als die Mark

    Die Ereignisse der letzten zehn Tage haben weit weniger die Macht als vielmehr die Ohnmacht der Deutschen aufgezeigt. Schließlich besteht das Ergebnis der 30 Stunden von Bonn darin, das gerade das Land, das es am wenigsten nötig hatte die größten Opfer brachte, um das in Unordnung geratene internationale Währungssystem über die nächsten Runden zu bringen.

    Von Diether Stolze

  • Klitterung

    Jede Schule in der Bundesrepublik wurde in jüngster Zeit mit einer farbigen Landkarte aus dem Westermann-Verlag bedacht: „Deutsche Heimat im Osten“ (Maßstab 1 : 1000 000).

    Von K.-H. J.

  • Reisen
  • Flugreisen nach Südafrika

    Mit Olympic Airways: Aristoteles Onassis’ Fluglinie Olympic Airways erweiterte, im November ihr Streckennetz mit einer neuen Verbindung nach Südafrika.

  • Schweiz ist Nummer 1

    George Gallup, Direktor des amerikanischen Meinungsforschungsinstituts (American Institute of Public Opinion), schreibt in der New York Herald Tribune: „Wenn alle Reisewünsche Wirklichkeit würden, wäre die kleine Schweiz von Touristen überlaufen, von amerikanischen sowohl als von vielen aus anderen Teilen der Welt.

  • Rettung für Pisa

    Der schiefe Turm von Pisa, die weltberühmte Sehenswürdigkeit des Städtchens, droht wieder einmal wirklich umzufallen. Die Statistiker haben errechnet, daß die hundertstel Millimeter, um die sich der Turm jedes Jahr weiter neigt, spätestens in 150 Jahren zur Katastrophe führen müssen.

  • DAS ANGEBOT

    Durch den Pulverschnee. SkiWanderung quer durch die Allgäuer Voralpen und den Bregenzer Wild (Oberstdorf, Schwarzwasserhütte, Schoppernau, Sibratsgefäll, Balderschwang, Kemptner Skihütte, Hörnertour, Gunzesried).

  • Russischer Park

    Nun folgen die Russen dem touristischen Beispiel anderer Länder: Südlich von Leningrad wird in den Ausläufern der Waldai-Höhen ein neuer Nationalpark von 3000 Quadratkilometern entstehen – mit Datschas und Hütten für Jäger, Pilzsucher und Wandersleute im Sommer und Skiläufer, Schlittenfahrer und Mitglieder vom Eisbärenklub im Winter.

  • ... und Jugendurlaub in Maishofen: Eine Bilanz

    Schwedinnen tanzten auf dem Papier

    Die Bürger von Maishofen wissen noch nicht recht, ob sie dem rührigen und pfiffigen Pichler Fred, der ihre Kinder in der Volksschule unterrichtet und zugleich ein Reisemanager wurde, gram oder dankbar sein sollen.

  • Gold auf den Brettln

    Die Ski-Snobs und Playboys auf den Brettln können frohlocken. Denn endlich ist sie da – die Skibindung aus Gold. Nun ja, es ist kein durch und durch purer Goldbarren, an den man sich anschnallen kann.

  • Neuer Zusammenschluß im Jugendtourismus

    Nach den katholischen Organisationen haben sich nun auch die evangelischen Jugendreisedienste auf Bundesebene zusammengeschlossen.

  • reisenachrichten

    Europäischer Reiseveranstalter: In Frankreich wurde mit maßgeblicher Beteiligung der Bankiers Rothschild und der französischen Eisenbahnen ein neues Reiseunternehmen gegründet, das sein Programm in ganz Europa, verkaufen wird.

  • Bald teurer nach Südamerika

    Die internationalen Fluggesellschaften sind über eine erste Preiserhöhung handelseinig geworden. Ab 1. 4. 1969 wird für Rundflüge nach Südamerika die Verbilligung von fünf Prozent gegenüber dem normalen Preis für Hin- und Rückflug wegfallen.

  • Kreuzfahrten 68/69: Unterwegs feiern

    Festtage auf dem sieben Meeren

    Festtagsbraten und Lichterglanz, Ballnächte und Feuerwerk zum Jahreswechsel kombiniert mit schwankenden Planken und südlicher Sonne sind nun schon ein altes Erfolgsrezept für die Musikdampfer der weißen Flotten.

  • Nach Österreich zum Wintersport...

    Skihänge im Ausverkauf

    Der Ansturm von deutschen Österreichurlaubern in den Weihnachtsferien werde von Jahr zu Jahr größer, heißt es, halb bedauernd, halb bilanzierend, in den Reisebüros.

  • Osttourismus in Kinderschuhen

    Vom internationalen Tourismus profitieren auch die europäischen sozialistischen Länder: Im Jahre 1960 wurden nur 3,7 Millionen ausländische Touristen in den Ostblockländern registriert.

  • Weihnachtskur in Karlsbad

    Zum erstenmal bittet die Direktion im westböhmischen Karlsbad in diesem Jahr zu einer Weihnachts- und Silvesterkur. Für die Gäste stehen von Mitte Dezember bis Anfang Januar 60 Plätze zur Verfügung.

  • Johannesburg - eine Stadt wie ein Schach

    Ein Mann in Kniestrümpfen und kurzen Hosen geht durch Johannesburgs schnurgerade Straßen. Der Mann hat kalte Augen im Schatten des Mützenschirms, einen rotblonden Schnurrbart wie schiefe Zwiebeltürmchen und in der rechten Hand ein Stöckchen.

  • die zeit
  • Kaiser, Kanzler, Präsidenten

    Vor 90 Jahren geboren, in der Marine ein paar Jahre lang militärischer Begleiter von Prinz Adalbert, einem Sohn Wilhelms II.

  • Die Neue Linke auf dem Seziertisch

    Blickt man auf die Buchproduktion dieses Herbstes, so kann man den Verlegern nicht vorwerfen, sie bemühten sich nicht, der Aktualität auf den Fersen zu bleiben.

  • Geisterhaftes

    Wie es gleich zu Anfang dem kleinen Jungen ergeht, der im trostlos einsamen Bummelzug durch eine nächtliche Überschwemmungslandschaft fährt, so geht es auch uns: Wir kehren plötzlich in einer anderen Welt ein.

  • Die Lehre von Prag

    Moskaus brutale Intervention in der Tschechoslowakei hat neue Unsicherheit und Verwirrung über Glaubwürdigkeit und Grenzen sowjetischer Koexistenzpolitik geweckt.

  • Kinderbücher reihenweise

    Zu den erfreulichsten Neuheiten, die der Kinderbuchmarkt in diesem Jahr zu bieten hat, gehören zwei Reihen für etwa Sechs- bis Zehnjährige, von denen die eine im Georg Bitter Verlag, Recklinghausen, die andere bei Friedrich Middelhauve in Köln erscheint.

  • Mädchen-Probleme

    Was ist ein Mädchen?“ mag manchen Eltern als überflüssige Frage erscheinen. Mögen sie auch eine Antwort darauf wissen: unser? Gesellschaft weiß sie nicht.

  • Sexualität und Klassenkampf

    Mit sanftem Gesicht besang ein Jüngling in dem Musical „Haare“ die Freuden von „Sodomie, Masturbation, Cunnilingus und Fellatio“.

  • Eine Britin in Berlin

    Noch in der Todesstunde seiner Mutter, der „Kaiserin Friedrich“, hatte Wilhelm II. ihr Schloß Friedrichskron von Soldaten durchsuchen lassen, um ihrer Papiere habhaft zu werden.

  • Ein Kind allein

    Harriet ist die echte Enkelin aller enfants terribles der Kinderliteratur. Ihre Schrecklichkeit hat die gleichen Ursachen wie bei all ihren literarischen und wahrhaftigen Schwestern: die ratlose Einsamkeit eines Kindes, das in der Welt der Erwachsenen unbeachtet und unverstanden wie vergessen vor sich hinleben muß, trotz eigenem Kinderzimmer, Bad und Köchin, armselig und ohne einen Platz für sich selbst.

  • Denk immer an heut’ nachmittag

    Erzähler, die ihren Ehrgeiz in den genauen Gebrauch des Genauen setzen, zählen in der mittleren Generation von heute zu den Seltenheiten.

  • Froh vom Fließband

    Es gibt eine englische Kinderbuchautorin, deren Erfolg so immens ist, daß nicht einmal ihre Verleger wissen, in wieviel Sprachen und Exemplaren ihre Bücher über den Globus verbreitet sind.

  • Theater der Maler

    Als eine Art Epitaph zum Thema sieht Henning Rischbieter den von ihm und Wolfgang Storch edierten Band über „Bühne und bildende Kunst im XX.

  • Gesellschaft
  • Rom: Regierung Rumor?

    Die italienische Regierungkrise schien sich Mitte der Woche ihrem Ende zu nähern: Staatspräsident Saragat beauftragte den Generalsekretär der Christlich-Demokratischen Partei (DC), Mariano Rumor, mit der Kabinettsbildung.

  • Oldoway-Mensch jetzt datiert

    In der untersten Schicht (I) der Oldoway-Schlucht in Tansania fanden 1959 L. S. B. Leakey und seine Frau den inzwischen zu Berühmtheit gelangten Zinjanthropus.

  • Abtreibung im Fernsehen

    Am Anfang fürchtete man das Schlimmste für das Gesundheitsmagazin des ZDF am Montagabend: Da wurde, ein wenig scheu, für Gesundheitsbücher geworben, warum denn nicht – aber dann tauchte unter diesen „Gesundheitsbüchern“ Solschenizyns Roman „Krebsstation“ auf.

    Von Rudolf Walter Leonhardt

  • Von ZEIT zu ZEIT

    Durch einen einsamen Entschluß verhinderte Frankreichs Staatspräsident Charles de Gaulle die von vielen Ländern erwartete Abwertung des Franc.

  • De Gaulle muß Atomversuche stoppen

    Folge der Währungskrise – London: Strenge Deflationskur – Bonn: Keine DM-Aufwertung

  • Sand im Zellgetriebe

    Seit der historischen Entdeckung des Penicillins durch Sir Alexander Fleming im Jahre 1928 sind viele Hundert weitere Antibiotika gefunden worden.

    Von Tilman Neudecker

  • Husak: Die KPČ ist gespalten

    Der slowakische Parteichef und stellvertretende Ministerpräsident der ČSSR, Husak, hat vorige Woche in einer Rede bestätigt, was nicht länger verborgen bleiben konnte: daß sich die KPČ gewissermaßen in eine „Regierungspartei“ und in eine „Oppositionspartei“ gespalten habe.

  • Love ist nicht Liebe

    In einem seiner frühen Romane ließ Aldous Huxley eine polyglotte Gesellschaft über die verschiedenen Bedeutungen von love‚ Liebe, amour und amore unter Engländern, Deutschen, Franzosen und Italienern diskutieren.

  • Demonstration gegen Nasser

    Im Teufelskreis arabischer Terroranschläge und innenpolitischer Unruhen droht die Aussicht auf Frieden im Nahen Osten zuschanden zu werden.

  • Funk im Tunnel

    Wenn man durch einen Tunnel fährt, hört das Radio auf zu spielen. Das ist für den Kraftfahrer störend, für Beamte, die den Verkehr im Tunnel überwachen, und für Polizeifahrzeuge im Einsatz äußerst hinderlich.

    Von V. G.

  • Wirbel um Egon Bahr

    Gibt es wirklich eine „Affäre Bahr“? Dem Sonderbotschafter, 1960 bis 1967 Pressechef des Berliner Senats unter dem Regierenden Bürgermeister Willy Brandt (SPD), ist nachgesagt worden, er habe vor Jahren geheime Gespräche im SED-Zentralkomitee geführt.

  • Nervosität in Afrika

    BAMAKO – Wieder hat einer der großen alten Männer Afrikas einem Militärputsch weichen müssen. Mobido Keita (53), Staatspräsident, Regierungschef und Oberbefehlshaber von Mali, wurde vorige Woche von einem „Militärkomitee für nationale Befreiung“ unter dem bisher unbekannten Leutnant Traore entmachtet.

  • Das Duell „Sojus“ – „Apollo“

    Die Sowjets haben die Katze aus dem Sack gelassen. Am vergangenen Wochenende gaben sie zum erstenmal zu, was sie bis dahin immer wieder abgestritten hatten.

    Von Anatol Johansen

  • Photographien unsichtbarer Sterne

    In den nächsten Tagen wird die amerikanische Raumfahrtbehörde den bisher größten und mit den besten Instrumenten ausgerüsteten Satelliten ihrer Geschichte in den Weltraum schießen.

    Von V. R.

  • Demokratie – nur im Sonntagsanzug?

    Die Bundesregierung ist sich nicht schlüssig, ob sie die NPD verbieten lassen soll oder nur politisch bekämpfen will. Bei der Neuformierung einer Kommunistischen Partei hingegen, die Bonn ganz gelegen kommt, drückt die Regierung ein Auge zu.

    Von Rudolf Schuster

  • Einladung nach Moskau

    Die Delegationen von 67 kommunistischen Parteien haben sich vorige Woche in Budapest prinzipiell auf Termin und Thema einer KP-Weltkonferenz geeinigt.

  • Aus den Hauptstädten der Welt

    Paris – Greise machen Preise

    Die ausgezeichneten und die besseren Bücher dieses Herbstes – Clouzots erster Film nach acht Jahren – Anouilhs Bäckerstück

    Von Francis Bondy

  • Saigon ist gesprächsbereit

    Damit hat US-Präsident Johnson dem südvietnamesischen Staatspräsidenten Thieu in mehreren wichtigen Punkten nachgegeben, um seine vor einem Monat verkündete, dann aber am Widerstand Saigons festgefahrene Friedensinitiative wieder flottzumachen.

  • Diamanten aus dem Mondlabor

    Wenn er ein Laboratorium auf dem Monde hätte, wo nahezu vollkommenes Vakuum herrscht, glaubt Dr. Willard F. Libby, Professor für Chemie an der University of California in Los Angeles und Nobelpreisträger, Diamanten so groß wie Melonen züchten zu können.

  • Was rollt die Ionen bergauf?

    Eine Ratte, narkotisiert, auf einem kleinen Operationstisch. Ihre geöffnete Leibeshöhle ist grell ausgeleuchtet. Unter die eine Niere schiebt die Assistentin eine winzige, mit Öl gefüllte Plastikschale, um zu verhindern, daß sich das Organ bewegt oder austrocknet.

    Von Ekkehard Kloehn

  • Namen der Woche

    Marko Nikezic (47), jugoslawischer Außenminister seit 1965, wurde von der KP Serbiens zum neuen Parteivorsitzenden gewählt und rückte damit weiter in der Führungsspitze auf.

  • Brechts Mentor

    Ich habe den ‚Don Carlos‘, weiß Gott, je und je geliebt. Aber in diesen Tagen lese ich in Sinclairs ‚Sumpf‘ die Geschichte eines Arbeiters, der in den Schlachthöfen Chikagos zu Tod gehungert wird.

  • Tagung der Gruppe 61

    Auch die diesjährige Herbsttagung der Gruppe 61 am Bußtag in Dortmund begann wie jedesmal – mit einleitenden Worten, Lesungen und Grundsatzkritik.

    Von Peter Schutt

  • Kultur
  • Denker am Trapez

    Über dem Podium, freischwebend, nicht im Sessel, am Trapez müßte Ulrich Sonnemann vom Veranstalter plaziert werden, der ihn in die bundesdeutsche Rechts-links-Töpogräphie studentischer Diskussionen einordnen wollte.

  • Dichter schießen sich ein

    Nicht nur bei der Arbeit an der Schreibmaschine, auch beim Morden und Totschlagen, so konnte man jüngst in der Berliner Akademie der Künste anläßlich einer dreiteiligen Literaturveranstaltung feststellen, pflegen Schriftsteller so etwas wie einen persönlichen Stil.

    Von Sybille Grack

  • Sauber ist schmutzig

    Was in diesem Lande nicht selten vorkommt:Passanten rufen anderen Passanten, die sich äußerlich durch nichts weiter hervorheben als.

  • Unruhe in der Stadt

    Die wir uns hier abgedruckt finden, ungefragt und unbezahlt, wir sollten nicht kapitalistisch zetern. Wenn sie jetzt auch von uns leben: haben wir nicht vorher von ihnen gelebt? Wenn sie uns jetzt verbuttern: haben sie uns nicht vorher zu einigen Einsichten verhelfen, und sei es nur über uns selbst? „Das Buch ist nicht von uns, weil wir für andere das sind, was ihnen zu sich einfällt.

  • Kunst als Ware der Bewußtseinsindustrie

    Was wir hier praktizieren, heißt in der Sprache unserer Freunde von der SDS-Gruppe „Kultur und Revolution“ „mit abstrakten Regeln von Fairness .

  • Die Juden - Rasse, Religion, Nation?

    Mancher mag sich an einen Prozeß erinnern, der vor Jahren in Israel stattfand und deswegen Beachtung verdiente, weil es um die Frage ging, ob ein zum Christentum übergetretener Jude Anspruch auf die israelische Staatsbürgerschaft habe.

  • Die Memoiren des Mr.X

    Im Jahre 1924 bewarb sich ein junger Mann, eben von der Universität Princeton abgegangen, um Aufnahme in den amerikanischen Auswärtigen Dienst.

  • Reaktionär und Edelmann

    Ewald von Kleist-Schmenzin war der letzte Vorsitzende des „Hauptvereins der Konservativen“, der nach 1918 den Rest der preußischen Altkonservativen zusammenhielt, die nicht mit der Deutschnationalen Volkspartei zusammenfielen.

  • ZEITMOSAIK

    In Rom scheint man sich jetzt wesentlich stärker als noch vor zwei, drei Jahren für holländische Druck-Erzeugnisse zu interessieren.

    Von T. S. Jsjiot

  • Langer Lasterpfad

    Silvia, „Die Sklavin“ des Romantitels, hat einiges für sich übrig, „In dieser reglos knienden Haltung bin ich noch schöner als sonst.

  • Ein Schwank aus Albin Kessels Leben

    Man soll sich, pflegte Albin Kessel zu zitieren, wenn wir bedauerten, daß er die Geschichte mit den sechs Namen seiner Tochter und dem Standesamt nicht niederschrieb – man soll sich vor dem direkt Autobiographischen hüten.

    Von Herbert Rosendorfer

  • Gütige Väter

    Als vor Jahren Sprecher der Studentenschaft die Auflösung der Fakultäten und die Einrichtung von Abteilungen nach dem Muster der amerikanischen departments forderten, war es ihnen – und sicher auch den Professoren – klar, daß damit eine ganze Reihe von weiteren Veränderungen nötig würde.

    Von Lutz Bloos

  • Verrechnet

    Dieses Stück wurde von den französischen Gewerkschaften in Auftrag gegeben. Die Uraufführung 1967 vor Arbeitern in Toulouse hat Garn selbst inszeniert.

    Von Johannes Jacobi

  • Die deutsche Waffe zur See

    Am 5. Dezember 1899 erteilte die Hauptversammlung der deutschen Schiffbautechnischen Gesellschaft der Kaiserlichen Marine ein Lob, weil „sie sich auf kostspielige und langwierige Versuche mit U-Booten bisher nicht eingelassen hat“.

  • Pop-art und Lichterspiel

    Die „Avantgarde Griechenland“ lebt im französischen Exil. Sieben der acht unter diesem Titel für das Berliner Haus am Lützowplatz von Christos M.

  • Spießer-Spiegel

    Ein Geschenkbuch für Deutsche? Ein Bilderbuch, ein Hausbuch für die, die es – nachträglich – immer schon gewußt hatten, die es – spätestens– 1945, im Mai, erkannten? Oder für jene, die es auch heutzutage noch gern glauben möchten: Hitler, der „Führer“ und ganz große Deutsche; die deutsche Seele, die ganz reine; die Juden, die ganz Bösen; das unbezwingbare deutsche Volk, das im Gleichschritt auftrumpfte: Heute gehört uns Deutschland und morgen die ganze Welt? Für sie alle Halbritters „Kampf“ zum Nachdenken, Besinnen, Erinnern? Es müßte schon ein Wunder geschehen.

  • Hans Lietzaus langsame Karriere

    Hans Lietzau wurde 1913 in Berlin geboren. Dort hat er 1932 Theater- und Zeitungswissenschaft zu studieren begonnen, dann besuchte er zwischen 1933 Und 1935 die Schauspielschule des Preußischen Staatstheaters.

    Von Joachim Kaiser

  • Kunstkalender

    Auf der Großen Münchner bekam der 30jährige Berliner Bildhauer den Burda-Preis, und beinahe hätte er auch den Deutschen Kunstpreis der Jugend 1968 bekommen.

  • Wenn es Spaß macht, ist es genug

    Muß ein Verkündiger des Wortes Gottes also nicht auch die Fans der Beatles kennenlernen, wenn er nicht nur sich und seinesgleichen predigen will? Vielleicht empfindet der Verkündiger zunächst diese Welt als unendlich fern zu seinem eigenen Leben: Vielleicht merkt er, daß Paulus fast den Mund ein wenig zu voll genommen hat, wenn er sagt, er sei allen alles geworden, und er, der Prediger selbst, den Eindruck hat, daß es ihm wohl kaum gelingt, auch den Beatles-Fans alles zu werden.

  • Ein Versuch in Multi-Media

    Daß die kurrente Pop-Euphorie die Literaten nicht nur verstört, sondern gelegentlich auch mitreißt, ist eigentlich ganz schön.

  • Höllisch genau achtgegeben

    Recht seltsam bestirnt ist der literarische Götterhimmel des jungen Klaus Mann. Ihn fasziniert die „Nachtseite“ der Literatur – Unordnung und frühes Leid, das Rauschhafte.

  • Wie lange noch wie weit?

    Literárni Listy, die Zeitschrift des Tschechoslowakischen Schriftstellerverbandes, die nach der sowjetischen Okkupation eingestellt wurde, erscheint wieder.

  • Anatomie des Detektivromans

    Im ersten Teil seiner Studie, den wir in der vergangenen Woche veröffentlichten, ging Richard Alewyn der Frage nach, was ein Detektivroman sei, was ihn insbesondere von der unbestimmt weiten Gattung des „Krimis“ unterscheide.

  • Jugend heute

    Es sollen...................................................................................................................

  • Gescheit ist schön

    Am Ende des Religionsgesprächs in Marthens Garten, vor der Überreichung des Schlaftrunks, warnt Gretchen ihren Faust vor Mephistopheles: „Hab ich vor dem Menschen ein heimlich Grauen, und halt ihn für einen Schelm dazu.

  • Ew. treugehorsamster J.W.G.

    Lassen Sie um Gottes willen, meine Briefe niemand sehen“ – rund dreißig Jahre nach dieser an Auguste zu Stolberg gerichteten Bitte schrieb Goethe als Herausgeber eines Teils der Winckelmannschen Korrespondenz mit Berendis: „Briefe gehören unter die wichtigsten Denkmäler, die der einzelne Mensch hinterlassen kann.

  • Verschwiegene Stiefel

    Zuweilen wird einem das landesübliche und berufseigene Wohlwollen, die geduldige Güte, mit der man auf die soundsovielte Neuerscheinung blickt, gründlich ausgetrieben, selbst wenn es sich um ein Buch handelt, für dessen Übersetzung ins Deutsche man jahrelang plädiert hat.

  • Zerstörung einer Legende, die es nie gab

    Der Sappeur Vodička im braven Soldaten Schwejk behauptet zwar, daß jeder Ungar dafür kann, daß er Ungar ist, aber ich denke, daß ein Mensch, oder sagen wir ein Buch, bisweilen nichts dafür kann, was aus ihm wird.

  • FILMTIPS

    „Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos“, von Alexander Kluge. „Rosemaries Baby“, von Roman Polanski. „2001: Odyssee im Weltraum“, von Stanley Kubrick.

  • Fernsehen

    Von dem Bestätigungscharakter der Provokation

    Nie war Kurt Zimmermanns Sendung „Titel, Thesen, Temperamente“ besser als am Volkstrauertag; nie sah man vorher derart verwegene Photographien: Allein das riesenhaft vergrößerte Auge des Schriftstellers Eich, ein wässrig-umwulstetes Walfischauge, das hinter Reich-Ranickis linkem Brillenglas aufleuchtete, lohnte das Anschauen der Sendung: Big Boss, mein Rezensent, is watching you! (Wie eine Konfrontation von Mythos und Logos nahm sie sich aus, diese Begegnung zwischen dem uralten Tierblick und dem kritisch-agilen Geblitz.

  • Drei Fragen an neun Intendanten

    1. Ich bin ganz und gar gegen das viele Krisengeschrei. Überall, wo gutes Theater gespielt wird, erweist es sich, daß es zwar Schwierigkeiten vielerlei Arten gibt, aber die hat es immer gegeben – vielleicht, nur aus stets verschiedenen Ursachen.

  • Nach der kurzen Amtszeit Monks am Deutschen Schauspielhaus ließe sich, wie so oft in den letzten Jahren, die Annonce aufgeben:

    Intendant gesucht

    Josef Aufricht, also immerhin der Berliner Theatermann, an dessen Bühne Ende der zwanziger Jahre die „Dreigroschenoper“ ihre glanzvolle Feuertaufe erlebte und Ödön von Horváths „Geschichten aus dem Wiener Wald“ uraufgeführt wurden, berichtet in seinen Lebenserinnerungen, welchen Schock es ihm bereitet habe, als sich New Yorker Zeitungen auf einen „1000-Dollar-Tenor“ freuten.

    Von Hellmuth Karasek

  • Omas Operette

    Wenn sich die Operette geniert, dann wählt sie ein Pseudonym und heißt: Musical. In dem Musical „Wodka für die Königin“ läßt sich die Majestät eines östlichen Operettenlandes volllaufen.

  • länderspiegel
  • Kein guter Held

    Zehn Jahre lang deklamierte er als Don Rodrigo, Wetter vom Strahl und Bürger Schippel willig fremde Texte. Dann versuchte sich der 41jährige Bürger und Schauspieler Bernd Schäfer zur Abwechslung einmal an einem eigenen Text: „Wir stehen hier auf der Straße, weil uns verboten wurde, im Haus zu diskutieren.

    Von Reiner Weiß

  • Auf Sand gebaut

    Wenn alles gutgeht, werden die Bewohner von vier Schlafgemeinden in einigen Wochen als Städter erwachen: Am Nordrand Hamburgs, im südwestlichsten Zipfel Schleswig-Holsteins, sollen oder wollen die vier Gemeinden Garstedt (20 000 Einwohner), Harksheide (19 000), Friedrichsgabe (6000) und Glashütte (5000) eine Stadt mit Namen Norderstedt werden.

    Von Ruth Herrmann

  • Religiös manipuliert?

    Der katholische Nachrichtendienst funktionierte: „Die sind jetzt im evangelischen Gemeindehaus.“ Nicht zutreffend war allerdings die Vermutung einer Dame, daß dort „Erbsensuppe gegessen würde“.

    Von Gerhard Ziegler

  • Aus dem Gefängnis Tegel

    Hunde haben es besser

    Widerstandsnester in der Berliner Strafanstalt – Folgen einer Flugblattaktion

    Von Joachim Wagner

  • Staub und Glanz

    Bevor sie kam und ihre Federn bewegte, herrschte Mittelmäßigkeit, die wohl überall dem Auftritt der Großen vorausgeht. Josephine Baker im Ostberliner Friedrichstadt-Palast: Eine Legende im nicht mehr ganz weißen Kleid.

    Von Marie-Luise Scherer

  • Lebensart
  • Spruchweisheiten

    Man sieht, wir Landbewohner haben es relativ einfach mit den Orakeln. Was aber machen die Städter, wenn sie wissen wollen, wie der Winter wird? Sie haben sich umgestellt.

  • Frauen heute, aufgerufen zum Ungehorsam

    Der Mann, erfahre ich, ist ein sensibles Ding, das nur mit Glacehandschuhen angefaßt werden sollte, aber er heiratet meist ein Wesen, das ihm dann mehr oder weniger zum Teufel wird.

  • Karrieren

  • Geplanter Treffpunkt: Vorsatz und Funktion

    Es zieht im Europa-Center

    Europa-Center – das soll sein: Berlin-Juwel, Tat an sich und Köder für alles, was seinen Preis wert ist. Etwa die Hälfte aller Berliner Ansichtskarten, die verschickt werden, hätten das Europa-Center als Garant für Fälle und Vitalität und Hausherr Karl H.

  • Vornamen

    Namen lassen sich leicht entstellen; es reicht, einen Buchstaben falsch zu schreiben, zu setzen, zu drucken. Manchmal werden Namen auch vertauscht.

  • Tabak, Smoking und Lebensart

    Sir Winston Churchills Ruhm überstrahlt den seines Ahnherren, des ersten Herzogs von Marlborough, der fortlebt in Scribes Lustspiel „Das Glas Wasser“.

  • Landbriefträger bummeln nicht

    Er mag den Sommer nicht, das heißt, den Sommer mag er schon, weil er Sinn für Schönheit und Üppigkeit der Natur hat, er möchte ihn nur ohne Wärme oder gar Hitze.

  • Für Spieler

    Der Computer für Vater und Sohn

    Meiers werden uns heute abend besuchen“, kündigt Herr Müller an. „Die ganze Familie, also Herr und Frau Meier nebst ihren drei Söhnen Tim, Kay und Uwe?“ fragt Frau Müller bestürzt.

  • Bürgermuff gibt sich dynamisch

    Auf welcher Seite auch immer man Leona Siebenschöns „frivole Soziologie“ – Titel: „Ehe zwischen Trieb und Trott“ – aufschlägt, man findet bestätigt, was Haupt- und Untertitel schon nicht verheimlichen konnten: Verkleisterter Bürgermuff gibt sich dynamisch, allerweltswissenschaftlich und burschikos vorurteilsfrei.

  • Die tollkühnen Beamten in ihren Minis

    Am vierten Tag endlich traf der Mann vom Yard ein. Als Inspektor Clore ihn aus der unauffälligen Limousine steigen sah, gefolgt von zwei jüngeren Beamten in Zivil, offenbar die Helfer des Chefs, da überfiel ihn doch leise Bitterkeit.

  • Auf Reportage

  • Wer trottet, wer treibt in die Ehe?

    Mit ihrem ersten Artikel, den sie in der ZEIT schrieb, kritisierte Leona Siebenschön den „Kälberkult mit den Kindern“. Seitdem hat sie in einer Anzahl von Aufsätzen über die Frau, die Familie, die Ehe ein ungewöhnliches Aufsehen erregt.

  • Sport
  • Das Rennen der Verlage

    Hurtig griffen Olympias Federhelden in die Tasten, und heute, da das pp. Publikum den letzten Fanfarenklang von Mexico City noch im Ohr hat, da liegt die Produktion bereits auf dem Ladentisch: kiloschwer, im Bildbandformat, vier- oder noch mehr farbig, voller Tabellen in Augenpfefferschrift und zu Preisen von 14,80 bis 27,50 Mark.

  • Im Galopp beschrieben

    Eine Gold-, eine Silber-, zwei Bronzemedaillen gewannen die deutschen Reiter in Mexiko. Darüber läßt sich schon einiges berichten, was über die Tagesaktualität hinausgeht, wobei Aufschlußreiches selbstverständlich nicht nur von den erfolgreichen, sondern gerade auch von jenen Reitern gesagt werden kann, die weniger Glück hatten, zum Beispiel in der Military-Equipe.