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Ausgabe 11/1969

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Der Fall Weyer
Der Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Willi Weyer, ist zum geschäftsführenden Vizepräsidenten des Deutschen Sportbundes bestellt worden.
Von Theodor Eschenburg
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Gedämpfte Wut
Antimaoistische Urgefühle alttestamentarischen Ausmaßes traten bei den Moskauer Demonstrationen nur einmal zutage: als Transparent mit der Losung „Blut um Blut, Tote um Tote“.
Von Ulrich Schiller
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Bündnis mit der FDP?
Willy Brandt erstarrt zur Trappistenpose, wenn ihm die Frage der Fragen gestellt wird: Wie er es nun, nach der Präsidentenwahl, mit den Koalitionserwartungen halte.
Von Werner Höfei
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Britisches Lehrstück bei Ford
Eine geläufige Bagatellisierung der miserablen Beziehungen zwischen Englands Sozialpartnern besteht darin, den hohen jährlichen Produktionsausfall mit der Fülle der inoffiziellen Streiks zu begründen.
Von Karl Heinz Wocker
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Grenzstreit zwischen Peking und Moskau
Die Nadelstiche der roten Riesen
Jenes Feuergefecht auf einer Flußinsel des Ussuri hat, will man den offiziellen Meldungen aus Peking glauben, das ganze chinesische Volk in Bewegung gebracht Angeblich waren mehr als 250 Millionen an den wütenden Protestaktionen beteiligt.
Von Hans Gresmann
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In den Fallen des Generals
Mißverständnisse gehören zum Berufsrisiko der Diplomatie. Sie können irreparable Folgen haben, wie sich an historischen Beispielen leicht nachweisen läßt.
Von Karl-Heim Janßen
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Bundesdeutsche Lern-Lawine
Die Bundesbürger, so hat das Godesberger Institut für angewandte Sozialwissenschaft herausgefunden, sind zwar keine Bildungsmuffel, aber auch keine glühenden Schulreformer.
Von Carl-Christian Kaiser
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Tito bietet Moskau die Stirn
Es waren beileibe nicht nur Proletarier und schon gar nicht die „aller Länder“, die sich diese Woche im Belgrader Gewerkschaftspalast zum IX.
Von Hansjakob Stehle
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ZEITSPIEGEL
Bei Mercedes hat Adolf von Thadden eine mausgraue Pullmann-Limousine für 21 000 Mark bestellt. Der Wagen ist mit verschiedenen Sicherheitseinrichtungen ausgerüstet, die Scheiben sind aus Panzerglas.
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In de Gaulles Wechselbad
Deutsch-französische Regierungstreffen sind von einem Freundschaftsfest meist ebenso weit entfernt wie von einer bloßen diplomatischen Pflichtübung.
Von Ernst Weisenfeld
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Amerikas zweites Vietnam?
Als die beiden Weltmächte darangingen, ihr Nuklearwaffenmonopol durch den Vertrag über den Atomversuchsstopp (1963) und den Sperrvertrag zu sichern, stellten amerikanische strategische Analytiker den Glaubenssatz auf, gerade der Besitz eines großen Arsenals von Massenvernichtungswaffen habe Amerika und die Sowjetunion zu einem besonderen Verantwortungsbewußtsein erzogen.
Von Joachim Schwellen
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„Der Laden muß funktionieren“
Wenn man der Werbung glauben darf, so muß der Soldatenberuf ein Traumberuf sein. Für den Jet-Piloten liegt Sizilien vor der Tür, und nach Texas ist es nur ein Katzensprung – Duft der großen weiten Militärwelt.
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Unter dem Diktat der Angst
Damals hatten die Propheten Hochkonjunktur: Die einen mutmaßten, Kamerun werde der erste kommunistische Staat in Afrika sein; andere sahen ein „kleines Algerien“ voraus.
Von Dietrich Strothmann
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Wolfgang Ebert:
Feste Standpunkte
„Ja. Und nein. Vorläufig weiß niemand, was Washington als Friedenslösung vorschwebt, weil Washington nicht weiß, was Hanoi vorhat, und beide nicht wissen, was Saigon vorhat.
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Mit falschen Karten
Der vierundzwanzigstündige Warnstreik der Franzosen ist nicht ohne Folgen geblieben. Aber er erlaubt noch keine Voraussage, ob das Land einer neuen sozialen Krise zutreibt, die automatisch eine Währungskrise nach sich ziehen würde.
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Der Souffleur der Liberalen
Als die FDP im Europäischen Hof in Berlin ihre Marschroute für die Wahl des Bundespräsidenten besprach, saß er rechts neben seinem Parteiführer.
Von Rolf Zundel
- Wirtschaft
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ZEIT SPART GELD
Die Nachfrage nach Hausbesitzbriefen, einer von der Deutschen Pfandbriefanstalt und der Neuen Heimat, Hamburg, entwickelten Form kleingestückelten Hausbesitzes, ist nach wie vor rege.
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Kleine Geschäfte unter Brüdern
In der Wandelhalle des Neuen Rathauses von Leipzig dämmerte die traditionelle internationale Pressekonferenz zur Frühjahrsmesse ihrem Ende entgegen, als ein nigerianischer Journalist seine von vielen Zahlen und Statistiken ermüdeten Kollegen unversehens aufschreckte.
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Börsen-Report
Angst vor hohen Zinsen
Die sich in Kurssteigerungen niederschlagende Befriedigung über die ohne Störungen verlaufene Bundespräsidentenwahl in Berlin war für die Börsianer nur ein kurzer Genuß.
Von K. W.
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Kurt Simon:
Alle reden von Stabilität...
Vorrang für die Stabilität heißt seit kurzem die Parole der Politiker jeder Couleur. Die Konjunkturdämpfung ist innenpolitisches Thema Nummer eins geworden.
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ZEITRAFFER
Die Bundesregierung prüft im Rahmen; ihres neuen konjunkturpolitischen Programms eine Vergrößerung des Warenangebots durch Einfuhrerleichterungen.
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Amerikanische Manager
Wie man Karriere macht
Einmal im Jahr flattert den Augestellten der Polaroid Corporation (Filmmaterial und Kameras) eine Liste auf den Tisch. Sie enthält eine Aufstellung aller Positionen, die die Unternehmensführung neu besetzen will.
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Empfehlung
Das Bundeswirtschaftsministerium hat das Kartellamt ermuntert, sich bei der Anwendung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen künftig auf die Fälle zu konzentrieren, in denen die Funktionsfähigkeit des Wettbewerbs erheblich beeinträchtigt wird; insbesondere sollte die Mißbrauchsaufsicht gegenüber preisbindenden und marktbeherrschenden Unternehmen verstärkt werden.
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NAMEN
Friedrich Dürrenmatt, Schweizer Dramatiker, ist gleichzeitig Verleger und Redakteur geworden. Gemeinsam mit dem Historiker Jean Rodolph von Sals, dem Werbeberater Markus Kutter und dem ehemaligen Chefredakteur der „Weltwoche“, Rolf R.
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Container-Schiffahrt
Die Küste lockt
Richard Bertram, Vorstandsmitglied des Norddeutschen Lloyd, antwortete diplomatisch: „Bremen und Hamburg werden bestimmt auch in Zukunft weiter als Container-Häfen ihre Bedeutung haben.
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Ein Präsident kam vorbei
Das hätte man auch mit einem Telephongespräch erledigen können“, kommentiert Alfred Mozer, Kabinettschef des niederländischen EWG-Vizepräsidenten Sicco Mansholt, das Gespräch der europäischen Kommission mit Präsident Nixon im Brüsseler Hilton Hotel, wo die Polizei aus Sicherheitsgründen je zwei Stockwerke oberhalb und unterhalb der Räumlichkeiten des US-Staatsoberhauptes besetzt hielt.
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Die Stimmen ihrer Herren?
Die Wirtschaftsforschungs-Institute wehren sich gegen den Vorwurf der Abhängigkeit
Von Hartwig Meyer
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Brasilianischer Devisenhandel
IOS-Kunden am Pranger
Brasiliens Finanzbehörde füllt brasilianische Tageszeitungen seitenweise mit einem unautorisierten Nachdruck. Es sind die Namen von Einheimischen, die mit IOS (Investors Overseas Services, Panama) Geschäfte gemacht haben.
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Erst Slums - dann Langeweile
Deshalb wird im Städtegesetzentwurf auch die Gründung einer Sanierungsgesellschaft empfohlen. Eine Kontrolle durch die privaten Eigentümer soll einen Machtmißbrauch durch große Gesellschaften vermeiden.
Von Ingeborg Zaunitzer-Haase
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Der weiße Riese von der Ruhr
Diesmal war es der Heidedichter Hermann Löns, der aus dem reichen Zitatenschatz des Bankiers Hermann Josef Abs aufgeboten wurde, um eine unternehmerische Transaktion zu begründen.
Von Ingrid Neumann
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Babcock-Wilcox
Diversifikation
Der Zeitpunkt ist nicht mehr fern, an dem das Oberhausener Unternehmen – dessen Kapitalmehrheit bei der englischen Babcock-Gruppe und der Berliner Handelsgesellschaft liegt – in den Klub der Umsatzmilliardäre eintreten wird.
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Modern
Als unlängst mit dem Abbruch des alten Gebäudes des Privatbankhauses Münchmeyer & Co begonnen werden sollte, weil es einem größeren für die fusionierte Bank Schröder, Münchmeyer, Hengst & Co Platz machen muß, gab es in den einstmals so seriösen Räumen ein Abbruchfest.
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Werbung
Verführung im Osten
Die Meldung erwies sich als eine „Ente“. Noch ist es nicht soweit – wie es das Institut für Ost-Marktforschung verbreitet hatte –, daß Industrieunternehmen der westlichen Welt „selbstverständlich“ die Möglichkeit haben, im DDR-Fernsehen zu werben.
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Kirchensteuer
Ebbe droht im Klingelbeutel
Vor der Synode der bayerischen Landeskirche in Bayreuth zeigte sich Landesbischof Hermann Dietzfelbinger darüber beunruhigt, daß die Einnahmen aus der Kirchensteuer so stark steigen.
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Degussa
Offenherziger
Eine Umsatzexplosion meldet die Degussa für das Geschäftsjahr 1967/68 (30. September). Um nicht weniger als 24,6 Prozent auf 2,36 Milliarden Mark stieg der Gruppenumsatz des Frankfurter Unternehmens, das sich der chemischen Industrie zurechnet.
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Londoner Börse
Nach New York geflüchtet
Am britischen Aktienmarkt werden 1969 nur noch die ganz aggressiven Investoren auf ihre Kosten kommen. Nachdem der Kursindex in 1967 um genau 25 Prozent und in 1968 um weitere 30 Prozent in die Höhe geschnellt war, scheint der in 1966 von einem Wiederaufschwung der Unternehmensgewinne ausgelöste Hauszyklus jetzt erschöpft zu sein.
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Roulett
Kubel spielt nicht mit
Nur in einem Fall tun sie sich schwer: bei den Spielbanken. So auch jetzt in Niedersachsen, wo die FDP im nunmehr dritten Anlauf versucht, die Haushaltskasse „spielend“ aufzufrischen.
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Endlich
Daß die Ruhrkohle AG schon Ende November vergangenen Jahres gegründet worden ist, war eine Farce. Es sah im Gegenteil einige Monate lang aus, als wäre mit der pompösen Gründung der Einheitsgesellschaft lediglich ein totgeborenes Kind zur Welt gekommen.
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Wer die Trommel rührt
Deutschlands Werbebosse gaben im vergangenen Jahr rund 3,4 Milliarden Mark für die Werbung aus. Der Löwenanteil des Etats war für die Werbung in Zeitschriften bestimmt.
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Brinckmann, Wirtz & Co
Wachstum
Mit einer Bilanzsumme von 697 Millionen Mark und einem Geschäftsvolumen (im erweiterten Sinne) von 943 Millionen Mark zählt das Hamburger Privatbankhaus Brinckmann, Wirtz & Co zu den fünf größten seiner Art in der Bundesrepublik und ist das größte seiner Gruppe in Hamburg.
Von K. W.
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Das Geschäft mit der Pause
Die Kaninenbergstraße gehört nicht auf die Schokoladenseite der Stadt Essen. Im Gegenteil, hier scheint die Welt mit Brettern zugenagelt.
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NSU - Genuß ohne Reue?
Die Spekulation in NSU-Genußscheinen hat begonnen. In den Börsensälen werden für diese Papiere Kurse von 160 bis 180 Prozent genannt.
Von Ihr Securius
- Wissen
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Nixons harte Nuß
Die Mini-Offensive des Vietcong zwingt Präsident Nixon zu einer außenpolitisch folgenschweren Entscheidung. Soll er, wie es ihm die „Falken“ im Pentagon und in Saigon anraten, den Krieg wieder nach Nordvietnam tragen? Beläßt er es bei der Androhung von Vergeltungsschlägen, setzt er sich der Gefahr aus, als Papiertiger gebrandmarkt zu werden.
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AUS DER FORSCHUNG
Von einer Kolonie Erdhörnchen, die als Versuchstiere in der „Strich School of Medicine“ in Illinois gehalten werden, erwachten aus dem Winterschlaf alle bis auf eines.
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Der Konflikt um den Präsidenten
Die Wahl des Bundespräsidenten, der nach gängiger Verfassungsinterpretation über den Parteien stehen soll, hat einen der heftigsten Parteienkonflikte ausgelöst, den die Bundesrepublik seit langer Zeit erlebt hat.
Von Rolf Zundel
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Weibliche Homosexualität
Perversion oder Emanzipation?
Lesbische Liebesbeziehungen sind, im Gegensatz zur männlichen Homo-Sexualität, in Deutschland wie in vielen anderen Ländern nicht unter Strafe gestellt.
Von Elena Schäfer
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Das Blinken erschüttert die Pulsar-Theorie
Pulsars, die gegenwärtig unter Astronomen meist diskutierten Objekte, von denen bisher etwa zwanzig bekanntgeworden sind, waren bis vor gut einem Monat nichts als Radioquellen.
Von Thomas von Randow
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Doch von dieser Welt
Der Nebel um die „Fliegenden Untertassen“ lichtet sich. Weitaus die meisten beobachteten Fälle lassen sich natürlich erklären.
Von Theo Löbsack
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Bonn hängt an Paris...
Der verhangene Himmel über den deutschfranzösischen Beziehungen deutet auf Konflikt. Aber schon vor der Begegnung des Kanzlers mit Charles de Gaulle am Donnerstag und Freitag dieser Woche schreckten Bonn und Paris sichtbar davor zurück, die Auseinandersetzung zum äußersten treiben zu lassen – nicht mehr nur der Kanzler, jetzt auch der General.
Von Kurt Becker
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Nassers Kanonendonner
Kairos Kleinkrieg gegen Israel, ausgeführt mit dem Donner von Geschützen und Worten, hat Methode. Denn kaum gibt Nasser, wenngleich vage, zu erkennen, daß er immer noch auf einen „gerechten“ Ausgleich mit den Siegern des Juni-Krieges hofft – so unlängst in der New York Times –, schon machen seine Berufsagitatoren den El-Fatah-Kämpfern wieder Mut.
Von D. St.
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Arzneimittel mit Auto als Zugabe
„Nur für Deutsche – geistig übrigens völlig anspruchslos: Sie setzen in diesen Märzwochen lediglich Ihr Lösungswort auf eine vorgedruckte Arzneimittelmuster-Bestellkarte.
Von Georg Schreiber
- Reisen
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Luxus im Jumbo
Die Amerikaner wollen in der neuen Ära im Luftverkehr, der Jumbo-Ära, die Passagiere mit Luxus verwöhnen. Sie gehen dabei verschwenderisch mit dem Platz um: In den Jumbos der Pan Am wird es nur 362 Sitze geben – möglich wären 490.
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Sog von Nairobi
Fehler dienen auch dazu, die Aufmerksamkeit der Leser zu prüfen, so trösten sich Redakteure. Diesmal aber stellen wir freiwillig fest: Im Beitrag „Sog von Nairobi“ (ZEIT Nr.
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Reisen und Lesen:
Ganz Afrika in einem Folianten
Noch ein neues Lexikon. Wahrscheinlich wird die Rechnung des Geographisch-Kartographischen Instituts Meyer im Bibliographischen Institut, Mannheim, aufgehen.
Von Eka von Merveldt
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Urlaub unter Wasser; Tauchschulen am Mittelmeer, an afrikanischen Küsten und am Roten Meer – Nationalparks in der Tiefe
Luft auf dem Rücken
Längst ist die Terra incognita von den Landkarten verschwunden, trotten Pauschaltouristen durch früher unzugängliche Regionen.
Von Hanns-Wolf Rackl
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Knüller von Müller
Die deutschen Fremdenverkehrsstrategen zerbrechen sich den Kopf: Der Tourismus im eigenen Land will nicht so recht florieren.
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REISESPIEGEL
Die Amerikaner haben ein Surfboard erfunden, mit dem man auch ohne Wellen sehr schön Wellenreiten kann. Das neue Wellenbrett, Jet Board genannt, ist aus Aluminium und wird von einem Düsenmotor angetrieben.
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Nackte ohne Tabus
Mr. Rogers war früher nur ein begeisterter Naturfreund. Heute gehört es zu seinem Beruf, den ganzen Tag nackt herumzulaufen.
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reisenachrichten
Primavera Siciliana: Die Italiener haben sich zur Förderung des Fremdenverkehrs nach Sizilien die Sonderaktion Primavera Siciliana ausgedacht.
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Brasilien: Urlaub unterm Zuckerhut
Immer Zeit für einen Kaffee
Vier Veranstalter, Touropa-Scharnow, Neckermann, Hotelplan und Kuoni, haben in diesem Winter mit erstaunlichem Erfolg ein neues Reisegebiet erschlossen, von dem man bisher nur zu träumen wagte: Brasilien.
Von Gerhard Ponemunski
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Ernst Hornickel: Griechenland – Samos, Insel des Polykrates
Eine schöne Morgenröte
Alt-Samos, mit einigen römischen Ruinen, den unvergänglichen Mauern des Polykrates und den Häuschen von Pithagórion, war ein halbes Jahrtausend lang ein Refugium der großen Welt, eine schöne Morgenröte der Antike.
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Das Angebot:
Aktive Ferien
Für „abwechslungsreiche und aktive“ Ferien hat der Verkehrsverband Rheinland eine Broschüre (Hobbyferien im Rheinland) herausgegeben.
- DIE ZEIT
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Nationalisten im Kreml
Das große Schisma
Nach der Oktoberrevolution verkündeten die bolschewistischen Führer siegesgewiß, es könne zwischen kommunistischen Staaten keine wirklichen Interessenkonflikte geben.
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Gehirnwäsche – So wird das Opfer weich gemacht
Wie man den Charakter des Dr. V. umgekrempelt hat – Eine Warnung vor den Methoden der Entpersönlichung
Von Ivo Planava
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Ist der Franc noch zu retten?
Offenbar bleibt es beim gewohnten Rhythmus: Alle sechs Monate eine neue Währungskrise. Im Herbst 1967 die Abwertung des Pfund Sterling, im Frühjahr 1968 dann die Spaltung des Goldmarktes, im Herbst des gleichen Jahres die große Flucht aus dem Franc – und nun wieder ein „Goldrausch“, der durch den Schwächeanfall der französischen Währung ausgelöst wurde.
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Der Minister hat’s versprochen
An einem Sonntag im Februar probten Frankfurts Jungsozialisten den Aufstand. Zielscheibe ihrer Attacken war ein prominenter Gast aus Bonn – Bundesverkehrsminister Leber.
Von Rolf Diekhof
- Gesellschaft
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Das Tauwetter unter Chruschtschow ist längst umgeschlagen: der Neo-Stalinismus geht um
Eine neue Eiszeit in der Sowjetunion
Will man die Oberfläche des russischen Lebens durchdringen, muß man zunächst das. Vertrauen der Leute aus dem Volke gewinnen.
Von Aufnahme: Robert Lebeck/stern
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Kap Kennedy: Start frei für den Mondschuß
Voraussichtlich erst im Juli – Apollo 9 bewies: Die Landetechnik ist perfekt
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Fernsehen
Ärger mit Argos
Wolfgang Menge hat sich mit vielen anderen Mitbürgern offenkundig über die pflaumenweichen Reaktionen der sogenannten westlichen Welt auf den faschistischen Staatsstreich in Griechenland geärgert.
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Mao mobilisiert die Massen gegen Moskau
„Der Produktionskampf ist das Schlachtfeld der chinesischen Arbeiter gegen den sowjetischen Revisionismus und den amerikanischen Imperialismus.
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Appell des Generals
Als einen neuen Angriff auf die französische Wirtschaft, den Franc und auf die Republik selbst verurteilte Staatspräsident de Gaulle am Dienstag den 24stündigen Generalstreik, zu dem die Gewerkschaften CGT und CFDT aufgerufen hatten.
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Affront gegen Tito
Der desolate Zustand des kommunistischen Lagers wurde so deutlich wie lange nicht, als Staatspräsident Tito am Dienstag in Belgrad den neunten Parteitag des „Bundes der Kommunisten Jugoslawiens“ eröffnete: Als einzige regierende KP des Ostblocks war neben der Gastgeberin, die zugleich ihr 50jähriges Jubiläum feiern konnte, nur die rumänische KP vertreten.
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Wirbel um Heinemann
Wie sich die Große Koalition bis dahin in der Spannung zwischen einem – vorerst nur designierten – SPD-Präsidenten und einem CDU-Kanzler halten wird, das freilich war bei Wochenbeginn noch völlig offen.
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Denkpause für Vietnam
Auch Mitte der dritten Woche rollte die kommunistische Frühjahrsoffensive weiter – bis zu fünfzig Städte, Dörfer und alliierte Stützpunkte lagen unter Feuer.
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Bruderzwist im Studentenhaus
Der VDS ist tot, es lebe der sozialistische Kampfverband. Ironisch und resignierend rief das am letzten Sonntag in Köln einer jener Delegierten ins Mikrophon, denen in einer Sechs-Tage-Debatte um die zukünftige Struktur des Verbandes’ Deutscher Studentenschaften zusehends unbehaglicher geworden war.
Von Hilke Schkeger
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Peng und Wumm
Der Durchfall des einzigen Bühnenstücks von Heinrich Böll blieb auf eine rätselhafte Weise unvergessen. Die Uraufführung durch Karl Heinz Stroux hatte es nicht verhindern können, daß Böll nach der Premiere am 22.
Von Johannes Jacobi
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Dokumente der ZEIT
Es hat sich jetzt ein Stück Machtwechsel vollzogen, und zwar nach den Regeln einer parlamentarischen Demokratie... Es ist doch eine wesentliche Position unter all unseren staatlichen Organen erstmalig auf die bisherige Opposition übergegangen .
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Feuerwechsel am Kanal
Bei den schweren Artilleriegefechten und Luftkämpfen, die am vorigen Wochenende längs des Suezkanals entbrannten, ist der ägyptische Generalstabschef Abdel Moulim Riad gefallen.
- Kultur
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Russische Intervention am Ussuri?
Man streitet heute darüber, ob der amerikanische Bombenstopp in Nordvietnam bedingungslos oder nur bedingt gemeint war. Kaum jemand stellt noch die grundsätzliche Frage, mit welchem Recht die Amerikaner in den Luftraum eines souveränen Staates eindringen.
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Die Ängste eines Lords
Es wird den Deutschen oft vorgehalten, wie schwer sie sich tun, die braune Vergangenheit zu bewältigen. Wer dieses Buch des ehemaligen Richters und juristischen Ratgebers der britischen Besatzungsarmee liest, fühlt sich versucht, ihm die gleiche Frage vorzulegen, zumal bittere persönliche Erlebnisse im Nachkriegsdeutschland und Ressentiments immer wieder zum Durchbruch kommen.
Von Alex Natan
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Geburt im Widerstand
Walter Lipgens: „Europa-Föderationspläne der Widerstandsbewegungen 1940–1945“; R. Oldenburg Verlag, München 1968. (Schriften des Forschungsinstituts der deutschen Gesellschaft für auswärtige Politik e.
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Warum Kunst nicht billiger ist
Die Besucher der Kölner Galerie der Spiegel mögen sich in diesen Wochen wie in einer der Spielhöllen in der Umgebung des New Yorker Times Squares vorkommen.
Von Bob Dissent
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Olympia-Graphik
Wenn das Olympische Organisationskomitee (OK) seine Pläne verwirklichen kann, dann werden selbst diejenigen auf ihre Kosten kommen, die sportlichen Veranstaltungen in der Regel keinen allzu großen Reiz abgewinnen können, nämlich Kunstsammler, insbesondere Freunde zeitgenössischer Graphik.
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KRITIK IN KÜRZE
„Pravda“, von Guy Peellaert. Eine höchst ungemütliche Person, diese straffe, glatte Schönheit mit der grellroten Haarwoge um das harte, düster-kahle Gesicht und knappem schwarz-blauen Leder um die nackten Sexsignale.
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Gitarren her, Gitarren weg
Wie viele andere hat man auch das Festival „Chanson, Folklore International“ 1968 auf der Burg Waldeck umzufunktionieren versucht.
Von Klaus Kuhnke
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Gezeichnet: Schmetterling
Das goldene Mädchen hieß Connie Gilchrist und war elf Jahre alt, als Whistler sie in Lebensgröße malte. Connie trat als Springseiltänzerin im Gaiety Theatre auf und heiratete, bevor sie zwanzig war, den Earl of Orkney.
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Walter Boehlich:
Eine gescheiterte Klasse
Wer heute von „bürgerlicher“ Literatur oder „bürgerlicher“ Kritik spricht, dem wird gern entgegnet, daß er da mit einem untauglichen Begriff arbeite, der eng gebunden sei an Aufkommen und Vorhandensein des dritten Standes – und da es Stände, oder Klassen, nicht mehr gebe, könne mit „bürgerlich“ auch nichts mehr ausgedrückt werden.
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Bankrott einer Erzählerin
Den Bewunderern der großen deutschen Erzählerin Anna Seghers bleibt nichts erspart. Schon konnte man hoffen, es sei ihr gelungen, den schauerlichen Tiefpunkt ihrer schriftstellerischen Laufbahn – ich meine den 1959 publizierten Roman „Die Entscheidung“ – einigermaßen zu überwinden: Einerseits nämlich enthielten die kleinen Bücher, die sie Anfang und Mitte der sechziger Jahre veröffentlicht hatte, zwar nicht mehr als unerhebliche Nebenarbeiten, doch immerhin solche, deren sie sich keineswegs zu schämen brauchte; und andererseits mußte es auffallen, daß die Zeit verstrich, ohne daß Anna Seghers ihre unbarmherzige Drohung, sie werde der „Entscheidung“ noch einen zweiten Band folgen lassen, wahrgemacht hätte.
Von Marcel Reieh-Ranicki
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Jahrmarktsgaudi und suprematistische Ideologie
El Lissitzky über seinen Prounenraum, 1923, auf der Großen Berliner Kunstausstellung: „Raum: das, was man nicht durch das Schlüsselloch ansieht, nicht durch die offene Tür.
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Waren Hitlers Generale schuldig?
Der Autor kennt die Materie, über die er schreibt. Dieser Umstand aber schließt kaum aus, daß er sich nicht übernommen hat. Jene, die er darob schmäht, daß sie Hitlers Generale en bloc verurteilt haben, mögen häufig blindem Eifer erlegen sein.
Von Bodo Scheurig
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Reform auf Umwegen?
Rüdiger Löwe, Jurastudent in München, war ein Jahr als Fulbright-Stipendiat an der Wesleyan-Universität in Middletown, Connecticut.
Von Rüdiger Löwe
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Peter Hamm:
Unsystematisches über uns Bürger
In den „Mythen des Alltags“ schreibt Roland Barthes: „Da die bürgerlichen Normen von der ganzen Nation praktiziert werden, werden sie als die offenbaren Gesetze einer natürlichen Ordnung erlebt; je mehr die bürgerliche Klasse ihre Vorstellungen verbreitet, desto mehr werden sie natürlich.
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Horst Krüger:
Eine Art, die Welt zu verhandeln
Natürlich, das Wort ist zunächst schillernd, flirrend, es perlt wie Sekt. Es steigen dauernd Bläschen auf, wenn ich das Wort in mein Reagenzglas werfe.
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Kunstkalender
In Mannheim, beim letzten Kunstpreis der Jugend, schienen sich die düsteren Prognosen der Kunst-wie-lange-noch-Frager zu bestätigen.
Von Gottfried Sejlo
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Bestattungsindustrie
Unerhörtes und Beispielloses, so wird berichtet, habe sich zugetragen: W. B., der so überaus kenntnisreiche und scharfsinnige Kritiker, von Haus aus eher dem Aristokratischen zugeneigt, hat sich zum Sozialismus bekehrt und denunziert Kunstwerke als schnöde Produkte bürgerlichen Gewerbefleißes; B.
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Kein Geld mehr für Brahms!
Die Funktionäre der Musikergewerkschaften rufen „Kulturdemontage“, wenn etwas darüber in die Öffentlichkeit dringt, daß einige Kommunen wie Oberhausen, Trier, Hagen und Münster die Zahl ihrer Städtischen Symphoniker verringern wollen, daß Hannover ein Ensemble auflösen will.
Von Heinz Josef Herbort
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Reinhard Baumgart:
Geschichte einer Verfinsterung
Kein Zweifel, das Wort hat einen schlechten Ruf. „Gutbürgerlich“, so nennen sich nur noch Gasthöfe, Mittagstische in der Provinz, und dort bedeutet das: keinerlei Übertreibung ist in solchen Häusern zu erwarten, weder in Preis noch Qualität – eine letzte Erinnerung an die gute alte Zeit, an den Duft der kleinen engen Welt.
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NOTIZEN
Als eine Art Taschenbücher für den Bereich der bildenden Kunst will die Galerie Haseke die Siebdrucke, Offsetdrucke und Lichtdrucke verstanden wissen, die sie in Erstauflagen von 500 bis 1000 Exemplaren zu Preisen zwischen 3 und 5 Mark herausgibt.
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Bürger!
Die ZEIT ist eine bürgerliche Zeitung. Im Schauspielhaus wird bürgerliches Theater gespielt. „Die Kritik ist tot. Welche? Die bürgerliche, die herrschende.
Von Dieter E. Zimmer
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Der Duft der Weißen Rose
Die erste historisch-kritische Untersuchung der Affäre Scholl: ein redlicher Versuch
Von Thorsten Müller
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Gründe, an Berlin zu zweifeln
Daß ein Professor einen Ruf bekommt; daß er den Lehrstuhl der einen Stadt und Universität tauscht gegen den der anderen, ist ein Vorgang von freundlicher Belanglosigkeit.
Von Peter Wapnewski
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DIE NEUE SCHALLPLATTE
Cristobal Halffter: „Symposion / Secuencias / Lineas y Puntos“; Günter Reich, Chor des Westdeutschen Rundfunks, Radio-Symphonie-Orchester Berlin, Leitung: Michael Gielen / Sinfonieorchester des Südwestfunks, Leitung: Ernest Bour; Wergo 60 042, 25,– DM.
Von Heinz Josef Herbort
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Aus den Hauptstädten der Welt
Stockholm – das Theater probt den Aufstand
Schriftsteller in Kooperativen – Ingmar Bergman ohrfeigt einen Kritiker – Guerilla-Theater – Noch einmal Nora
Von Thomas von Vegesack
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Nackter Mann betrachtet sich im Spiegel
Es ist nicht immer ein erfreulicher Anblick, Ewenn die Leute sich ausziehen.................................................
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FILMTIPS
„The Thin Man – Der Unauffindbare“, von W. S. Van Dyke. Eine amerikanische Kriminalkomödie (Drehbuch Dashiell Hammett), die in den dreißiger Jahren ein ganzes Genre, die „screwball comedy“, ins Leben rief.
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Kollektiv der Zertretenen
Im Morgengrauen holten sie ihn aus dem Bett, zwei trugen Lederjacken; man kannte das schon, seit die Menschenjäger Himmlers in der sowjetischen Besatzungszone ihre stalinistischen Nachfolger gefunden hatten.
Von Joachim Sänger
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Notstandskritik junger Juristen
Lange bevor die „etablierten“ Grundgesetz-Kommentatoren die Notstandsgesetze darstellen und erläutern können, legen sieben Assistenten und ein Akademischer Rat aus Hessen und Hamburg ihre Kritik und Kommentierung vor.
Von H. P. B.
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Wer beherrscht den Kunstmarkt?
Mit dieser Feststellung überraschte unlängst das französische Nachrichtenmagazin „L’Express“, das im allgemeinen als gut informiert gilt.
Von Willi Bongard
- Länderspiegel
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Maulkorb-Brief
Dem verantwortungsbewußten Staatsdiener ziemt es nicht“ – so schrieb vor 130 Jahren der preußische Minister des Innern, von Rochow, an einen Professor aus der Gruppe der „Göttinger Sieben“ –, „die Handlungen des Staatsoberhauptes an den Maßstab seiner beschränkten Einsicht anzulegen und sich in dünkelhaftem Obermut ein öffentliches Urteil über die Rechtmäßigkeit derselben anzumaßen.
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Aus der DDR
Sind wir völlig abgeschrieben?
Das sind ein paar Feiglinge, die Herren in Bonn! Warum die eigentlich vor den Russen kneifen? Sehen die denn nicht jeden Mittwoch um drei vor dem Ehrenmal Unter den Linden und der Staatsoper Ulbrichts Leibgarde mit Schellenbaum und Tschingdarassasa? Der Stechschritt und die Marschmusik wie beim Kaiser Wilhelm und dem Adolf.
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Die APO verunsichert ein Heidedorf
In Faßberg ist immer was los. Das kleine Heidedorf (5000 Einwohner, 2000 Soldaten) erlebte schon vor ein paar Jahren Rassenkrawalle: Nigerianische Flugschüler schlugen sich mit der Dorfpolizei.
Von Rolv Heuer
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Hart und gerecht
Das Urteil der Genossen war hart. Grußlos verließ Peter Blachstein, der 57jährige Botschafter der Bundesrepublik in Belgrad, den Landesparteitag der Hamburger Sozialdemokraten.
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Attentäter aus Zufall
Im Bahnhof Zoo gab er seine Reisetasche ab, in die er seine Arbeitskleidung gepackt hatte und eine durchbohrte Gaspistole. Eine zweite 9-Millimeter-Gaspistole, auch durchbohrt, trug er in Schulterhalfter: „Bei mir ist das ’ne Angewohnheit.
Von Nina Grunenberg
- Lebensart
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Herr Meier...
Von Andre Domine
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J. M.-M.: Englischer Sonntag – ade!
Den Anzeichen, daß sich das Leben in England stürmisch ändert, gesellt sich ein neues Merkmal zu: Seit dem 1. März gilt das Gesetz nicht mehr, über das kontinentale Besucher sich immer wunderten und das vorschrieb, nur solche Darbietungen und Unterhaltungen seien sonntags erlaubt, die nichts kosteten.
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Nach Art des Hauses
Die Landschaft vor dem Haus, in dem ich hier wohne, ist 70 Quadratmeter groß, von hohen Mauern und einem Eisentor umschlossen, und bewohnt wird sie von eineinhalb Autos.
Von Wolfram Siebeck
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Wild, dröhnend und ziemlich verrückt
Das klassische Reglement der Pariser Haute Couture schreibt vor: „La collection marche“ – das erste Modell „marschiert“, schnell gefolgt vom zweiten und vom dritten.
Von Marietta Riederer
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Aufschlußreich
Bei einer amerikanischen Fluggesellschaft können Frauen, die ihre Männer auf einer Geschäftsreise begleiten, zum halben Preis fliegen.
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Risiko mit teuren „Puppenfängern“
Die Pistole in der Hosentasche des Kunden war noch warm. In seiner Brieftasche steckten 40 000 Mark. Der Mann, mit dem Wilhelm Becker in seinem Büro über den Kauf eines Sportwagens verhandelte, war ein Bankräuber.
Von Ferdinand Ranft
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Die unlustige Seefahrt (II)
Heute wie zur Zeit der Windjammer...
Hamburgs Wirtschaftssenator Helmuth Kern würzte das Schiffermahl der Stiftung Seefahrtsdank mit kräftigen Prisen von Lee: „Wir sollten aufhören, davon zu sprechen, daß die Seefahrt nicht mehr die alte ist, die sie früher einmal war.
Von Helga Werner
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In Scotland Yards neuester Abteilung
Detektive jagen gestohlene Gemälde
Kein amerikanischer Filmproduzent hätte die Sache mit grimmigerem Humor ersinnen können. Sam Jaffé, amerikanischer Filmproduzent, und seine Frau verließen um 19 Uhr ihre elegante Londoner Wohnung, um ins Kino zu gehen.
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Angst
Er verwechselte die Tür. Er stand plötzlich auf einer Kellertreppe. Die Tür schlug hinter ihm zu. In diesem Augenblick ging das Lichtaus.
Von Ben Witter
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Wünsche junger Russen
Rar genug sind die Informationen, die Einblick in den sozialistischen Alltag gewähren. Noch rarer sind Veröffentlichungen von Umfrageergebnissen, welche Einstellungen, Meinungen und Wünsche der sowjetischen Bevölkerung wiedergeben.
Von Marion Schreiber
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Prominententag im Gefängnis
Ein Privatmann nimmt die Resozialisierung ernst – Verbindung zur Außenwelt „Unihelp“ zum erstenmal mit Staatszuschuß
Von Joachim Wagner
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Über Frauen
Ich las gerade in der Zeitung, daß die Scheidungswelle nicht kleiner wird. Ich konnte das nicht verstehen, da doch eine Scheidung nur die Möglichkeit gibt, sich neu zu verheiraten.
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Als Xenakis kam
Großes Pfeifen und Lärm in „Amph 3“
Die Studenten von Vincennes, so hörte ich, lüden gern Prominente ein, um sich mit ihnen auseinanderzusetzen“. Ein anderes Mal ließ ich mir sagen, daß der Lehrbetrieb in diesem experimentierfreudigen Universitätszentrum auf sympathische Weise vor sich ginge.
- Sport
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Olympischer Schreibkram
Die Bilder glichen sich außerordentlich: Mitte Mai 1965 erklärte der Generalsekretär des Internationalen Olympischen Komitees, der Schweizer Eric Jonas, daß er gar nicht daran denke, von seinem Posten zurückzutreten.
Von Ulrich Kaiser
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Weltrekorde auf dem schnellem Eis
Es sah zu Beginn des Winters, zumindest im Skisprung, alles überaus klar und „geordnet“ aus: Der zweifache Weltmeister von 1966, der norwegische Sportartikelhändler Björn Wirkola, hatte die deutsch-österreichische Springertournee an der Jahreswende überlegen gewonnen, und die Tschechoslowaken hatten dabei mit dem Olympiasieger Jiri Raska an der Spitze die weitaus beste Mannschaft gestellt.
- unzugeordnet
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ZEITMOSAIK
„Unorthodox“, „ungewöhnlich“ empfand der Börsenverein selbst seine Entscheidung, den nächsten Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an Alexander Mitscherlich zu verleihen.
Von Sigmund Freud