Erfolgsbilanz deutscher Investmentfonds: Wenig Glück mit Auslands-Aktien
Unsere dreimal jährlich an dieser Stelle erscheinende Tabelle wird immer länger. Mit steigenden Kursen wächst auch die Nachfrage nach Investmentanteilen und damit die Hoffnung der Investmentverwalter, mit neuen Fonds noch mehr Geld in ihre Kasse zu leiten. Heute stehen 30 nach deutschem Recht verwaltete Investmentfonds auf unserer Liste, doch angeboten werden inzwischen 35 Fonds.
Der Rentenfonds der Sparkassen „Renditdeka“ hat sich sehr erfreulich entwickelt. Obwohl hier der Ausgabeaufschlag mit 3 Prozent höher ist als beim „Deutschen Rentenfonds“ der Dresdner Bank (DIT), kommt der Sparer bei beiden Fonds in den letzten neun Monaten auf + 3,7 Prozent, während sich bei „Inrenta“ nur 3,5 Prozent ergeben. Ein Blick auf unsere Tabelle zeigt, daß die Deutsche Bank mit „Inrenta“ auch über längere Zeiträume hinweg keine besonders glückliche Hand hatte: In den letzten drei Jahren kam der Sparer beim „Deutschen Rentenfonds“ auf 9,8, bei „Inrenta“ jedoch nur auf 9,2 Prozent Jahresertrag.
„Argenta“ wurde am 1. August 1968 von dem Kölner Bankhaus Herstatt aufgelegt. Die „Kapitalfonds-Kapitalanlagegesellschaft mbH“, die als Fondsverwalter fungiert, versucht offenbar, solche Anleger zu erreichen, denen die Kapitalanlagegesellschaften des kleinen Mannes nicht gut genug sind.
Nach fünf Monaten erreichte das Argenta-Fondsvermögen fast 11 Millionen Mark – bei der Konkurrenz denkt man in anderen Größenordnungen: Bei „Allfonds“ betrug der Absatz in zwei Monaten (Oktober und November) fast 11 Millionen Mark. „Klein, aber fein“ das braucht kein schlechtes Rezept zu sein. In den USA überraschen immer wieder kleine, beweglich geführte Fonds mit besonders hohen Gewinnraten. Bei „Argenta“ sieht es jedoch noch nicht danach aus.
Untersucht man, wie sich die sieben, „internationalen“ Fonds im letzten halben Jahr für den Sparer rentiert haben, so kommt man zu folgender Rangliste (Gewinne bzw. Verluste in Prozent):
1. Intervest (DWS) + 3,9
2. Allfonds – 2,1



