• Ausgabe 16/1969

    Ausgabe 16/1969

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Nur Sätze und doch Geschichten

    Ich bin meiner Sache da durchaus nicht sicher. Was ich im stillen vermute und hoffe, kann ich vorerst weder schlüssig beweisen noch hinreichend belegen.

  • Zwischen Soziologie und Traumfahrt

    Der junge Peruaner Mario Vargas Llosa zeigt eine Gesellschaft, in der die Ultima ratio Gewalt heißt. Sein erstes Buch, ein sadistisch eindringlicher Bericht über die Methoden der Entmenschung, „Die Stadt und die Hunde“ (1962), machte ihn mit sechsundzwanzig Jahren berühmt.

  • Versuch eines Porträts

    Deutschland erwache ... In dem Ruf artikulierte sich das Verlangen nach einfachen Lösungen in einer komplizierten Welt; das Bedürfnis, über ihren Ängsten, Spannungen und Konflikten eine gebietende Autorität aufzurichten.

  • Unser Fernsehkritiker: Verfehlt

    Man hätte nur die Bilder zeigen sollen: Hitler, der Lumpenprolet, Hitler, der Kleinbürger, Hitler, der Deutsche, Hitler, der Mörder.

  • Traurig & verrückt

    Peter Bichsel hat in seinem Nachwort gesagt, er kenne Norwegen nicht, und auf die Existenz einer norwegischen Literatur habe ihn erst der Übersetzer dieses Buches aufmerksam gemacht.

  • Washingtons arme Nachbarn

    In Washington hatten sich die Minister nach der Jubiläumstagung des Atlantikrates noch nicht verlaufen, als Präsident Nixon im Kreis der Botschafter Lateinamerikas schon eines anderen Jahrestages gedachte: Die Organisation der amerikanischen Staaten feierte ihr 21 jähriges Bestehen.

    Von Joachim Schwelien

  • Abschied vom Airbus

    Der moderne Flugzeugbau ist längst ein Glücksspiel geworden. Neue, aufwendige Typen kann man nicht bauen, bevor man weiß, wer sie kauft.

    Von Karl-Heinz Wocker

  • Ein Kolchosbauer rebelliert

    Dieser Tage soll in Riga der Prozeß gegen den Bauern Iwan Jachimowitsch beginnen. Von den lettischen Behörden wird er beschuldigt, „bewußt falsche, verleumderische Informationen über die politische und soziale Ordnung der Sowjetunion verbreitet zu haben“.

  • Druck von draußen?

    In der Bundesrepublik hat der herannahende Wahlkampf die Debatte über die Bonner Unterschrift unter den Atomsperrvertrag neu entflammt.

  • Arabisches Doppelspiel

    Über dem Nahen Osten hängen die Zeichen eines neuen Krieges. Moshe Dayan spricht von der Gefahr einer Eskalation in diesem Sommer.

    Von Dietrich Strothmann

  • Formel fürs Helfen

    Das habe ich auch gemeint, als ich vor einem halben Jahr das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit übernahm. Ich habe mich in all die Sachgebiete eingewühlt, die der Kollege Kiep anführt, und in einige dazu: Umschuldungen, Handelshilfe, Kreditkonditionen, Rückflüsse und die Reorganisation des Entwicklungsdienstes.

    Von Erhard Eppler

  • Aus Maos Holz geschnitzt

    Wollte man unter den Mächtigen der Welt denjenigen benennen, von dem die Welt am wenigsten weiß – die Wahl fiele gewiß auf Lin Piao.

    Von Hans Gresmann

  • Wiedergeburt des Monsieur Poujade

    Der Aufstand des kleinen französischen Mittelstandes: eine Gefahr für de Gaulle?

  • ZEITSPIEGEL

    „Ich danke Ihnen für die vorbildliche Erfüllung Ihrer internationalen Pflichten bei der Unterstützung des tschechoslowakischen Volkes in der Verteidigung seiner sozialen Errungenschaften.

  • Weder Europäer noch Yankees

    Die meisten Staaten schlagen sich heute mit dem gleichen Kernproblem herum: Wie lassen sich die Gewichte zwischen Abhängigkeit und Unabhängigkeit sinnvoll austarieren? Es gibt darauf keine Antwort, die zugleich radikal und aufrichtig wäre.

    Von Theo Sommer

  • Moskau drohte Prag

    Warum hat Prag sich den jüngsten sowjetischen Forderungen so rasch gebeugt? Die Antwort auf diese Frage birgt ein politisches Dokument, das der BBC-Reporter David Lomax aus der Tschechoslowakei herausgebracht hat.

    Von Victor Zorza

  • Ein Opfer der antijüdischen Kampagne, die im letzten Jahr in Polen stattfand, schildert die Hintergründe des Kesseltreibens

    Jagd auf Zionisten

    Endlich sind in den polnischen Zeitungen die fast täglichen Angriffe gegen die „Zionisten“ verstummt. Symptomatisch dafür ist das Verhalten der „Pax“-Presse.

    Von Leon Szulczynski

  • Hauskrach in Hannover

    Sechs Wochen nach der Bundespräsidentenwahl werfen die Parteiaustritte in Niedersachsen Schatten auf das glanzvolle Bild der Geschlossenheit, das die FPD in Berlin geboten hatte.

  • Das Grab zu Rhöndorf

    Der Besucherstrom hat nachgelassen. Aus den Kolonnen, die noch vor Jahresfrist bergan zogen, herangeschafft mit Autobuskarawanen, sind Gruppen und Grüppchen geworden, die sich auf den Weg hinauf zum Friedhof machen.

    Von Carl-Christian Kaiser

  • Brücke nach Osten

    Nach einem Jahr sorgsamen Hochpäppelns soll Für den Kind der Umwelt vorgestellt werden. Für den kommenden Samstag hat die zwischen schaft zur Förderung der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der gebeten, union“ in Wiesbaden zu einem Festakt gebeten, mit dem sie, nach der Gründung im April 1968, ihre öffentliche Tätigkeit beginnen will.

  • Kraftprobe in Großbritannien

    Unerschöpflich ist die Phantasie der Engländer, wenn es um die Formen des Arbeitsausstandes geht. Die BOAC-Piloten ließen ihre Maschinen auf allen Weltflugplätzen stehen, damit sich der Streik auch nach seinem Ende noch hinzog.

  • Verfolgt in alle Ewigkeit?

    Ein Oberwachtmeister der Polizei meldete seinem Vorgesetzten: Auf eigene Faust habe er 350 Juden erschießen lassen, „um einem weiteren Zuzug ins Getto vorzubeugen“.

    Von Dietrich Strothmann

  • SPD - woher, wohin?

    Ohne Zweifel wird es auf dem Godesberger Parteitag harte Diskussionen geben, aber ebenso sicher ist, daß die Position der Führung weit besser ist als vor einem Jahr in Nürnberg.

  • Streit um den Sperrvertrag

    Die letzte Runde dieses Streits war während der nachösterlichen Ruhetage im Bonner Auswärtigen Amt eingeläutet worden. Der parlamentarische Staatssekretär Jahn und der Leiter der Planungsabteilung, Botschafter Bahr, hatten eine kleine Gruppe von Journalisten eingeladen und ihnen die Gründe dargelegt, die für eine rasche Unterzeichnung des Atomsperrvertrages sprechen.

  • Die Last der Größe

    Der streng erhobene Finger der Moskauer Prawda galt nicht nur dem Ostexperten des italienischen kommunistischen Parteiorgans Unitá, sondern allen unbequemen Freunden, die den oft blinden Eifer dämpfen möchten, in den sich die Sowjetunion angesichts all ihrer Bedrängnisse zu verrennen droht.

    Von Hansiakob Stehle

  • Gladiatoren-Mut

    Die International Herald Tribune veröffentlichte Auszüge aus dem Brief, den der sowjetische Bauer Jachimowitsch vor seiner Verhaftung in persönlicher Sache an jene Menschen gerichtet hat, „deren Namen in meinem Gedächtnis und in meinem Herzen beschlossen sind“.

    Von Aufnahme: Thomas Häpker/stern

  • Geheimkonferenz

    Er: Bleibt denn auf dieser Konferenz nichts geheim? Außerdem war das eine Nordvietnamesin, die zur Hanoi-Delegation gehört. Als wir gestört wurden, streckte sie gerade im Namen Hanois einen Friedensfühler aus.

  • Wirtschaft
  • ZEIT SPART GELD

    Die Sparkassen bieten nunmehr auch Hypotheken für Nicht-Bauwillige an. Die Kosten einer solchen Allzweck-Hypothek stellen sich jährlich auf 6 1/2 Prozent Verzinsung bei einer Auszahlung von 97 bis 98 Prozent.

  • Technologische Strategie für Europa

    Layton zeichnet mit dem typisch britischen Realismus auf, was getan werden muß, um die Integration des westeuropäischen Industriemarktes und den Aufbau europäischer Unternehmen zu fördern – von den einzelnen Unternehmen und von ihren Regierungen.

  • Wer heute Wirtschaft lehrt (VI): Helmut Arndt, Berlin

    Auf Kriegsfuß mit der Macht

    Es war ein Angebot, wie es großzügiger nicht hätte sein können: Einmal wöchentlich eine wirtschaftspolitische Kolumne, die auf Wunsch auch jemand anders geschrieben hätte, zum Preis von 12 000 Mark jährlich, auf Lebenszeit garantiert.

    Von Willi Bongard

  • Millionäre zahlen keine Steuern

    Harte Vorwürfe gegen die US-ölkonzerne werden zur Zeit vor einem Untersuchungsausschuß des amerikanischen Senats geprüft. Nach den Worten des Senators Edward Kennedy hat die Öl-Importbeschränkung zur Stützung der inländischen Ölförderung den amerikanischen Verbraucher in den letzten zehn Jahren 40 bis 50 Milliarden Dollar gekostet.

  • Tokios Börse schlägt alle Rekorde

    Als ich im September vergangenen Jahres, meine verehrten Leser, im Zusammenhang mit der Gründung eines Japan-Investmentfonds Ihre Aufmerksamkeit auf die japanischen Aktien lenkte, schien der Zeitpunkt zum Kauf eigentlich schon vorüber zu sein.

  • ZEITRAFFER

    In den USA wird künftig die Fusion großer Firmen meldepflichtig. Die Bildung von Unternehmen mit einem Betriebsvermögen von 250 Millionen Dollar und mehr muß in Zukunft den Behörden angezeigt werden.

  • NAMEN

    Änne Brauksiepe, Bundesminister für Familie und Jugend, ist die prominente Schirmherrin der jüngsten Werbekampagne deutscher Drogisten.

  • Nachdenken

    Die Beamten in Nordrhein-Westfalen haben nachgedacht. Sie sind zu einem bemerkenswerten Ergebnis gekommen: Die bisherige Regelung für den Plakatanschlag habe sich nicht bewährt.

  • Metallgesellschaft

    Die Decke ist zu dünn

    Die mit Prognosen traditonell zurückhaltende Metallgesellschaft AG, Frankfurt/Main, kann mit dem Geschäftsjahr 1967/68 (30. 9.

  • Kleinkariert

    Manche Holländer sind böse, viele geben sich empört. Es gefällt ihnen nicht, daß der Auftrag zum Bau des ersten großen Atomkraftwerkes der Niederlande an die deutschen Firmen Siemens und AEG vergeben wurde.

  • Philips

    Nur der Gewinn zählt

    Die Publizität der N. V. Philips’ Gloeilampenfabrieken, Eindhoven, läßt nichts zu wünschen übrig, wenn es um die Darstellung der Gewinne geht.

  • Allianz

    Flucht vor dem Zwang

    Die Möglichkeit, sich von der staatlichen Rentenversicherung durch den Abschluß einer privaten Lebensversicherung befreien zu lassen, bescherte dem größten Lebensversicherer Europas, der Allianz Lebensversicherungs-AG, ein außergewöhnlich gutes Geschäftsjahr 1968.

  • Kriminalität der feinen Leute

    In der vorigen Folge setzte sich Lundberg mit den Untersuchungen Robert Kennedys, Senator Kefauvers und Professor Bells über das Gangsterunwesen in der amerikanischen Wirtschaft auseinander.

    Von Ferdinand Lundberg

  • Internationaler Goldhandel

    In dunklen Kanälen

    Im klassizistischen Gebäude der Pariser Nationalversammlung zeigtesich Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister François-Xavier Ortoli empört.

  • Die Armen werden weniger

    Fünfzehn Jahre wirtschaftlicher Boom bescherten deutschen Familien ein stetig wachsendes Einkommen. 1953 hatten noch fast 60 Prozent aller Familien weniger als 500 Mark im Monat.

  • AUS UNTERNEHMUNGEN

    Bei der Sparkasse der Stadt Köln stieg 1968 die Bilanzsumme um 13,4 Prozent auf 2,7 Milliarden Mark. Die Kundeneinlagen stiegen um 13,5 Prozent auf 2,5 Milliarden.

  • Deutschlands junge Parlamentarier waren uninteressiert Feldzug des Mißtrauens – „Franzosen, kauft französisch”

    Kein Echo aus Bonn

    Ihr seid Franzosen – kauft französisch ausländische Waren zu kaufen, bedeutet Arbeitslosigkeit: damit verneint ihr den Gemeinsamen Markt, der nur bei einem Gleichgewicht von Ein- und Ausfuhren verwirklicht werden kann.

  • Europäischer Airbus

    Der Dritte sprang ab

    Ausgangspunkt war 1965 ironischerweise ein britisch-französisches Projekt für den Bau eines Großraumflugzeugs für Kurz- und Mittelstrecken.

  • Nun droht der Bohnenkrieg

    Die Aktionäre können eigentlich zufrieden sein: Das Volkswagenwerk hat ein Rekordjahr hinter sich, ein noch besseres hat begonnen – 1969 wird VW wahrscheinlich mehr als 500 Millionen Mark verdienen.

  • ICI

    Attacke auf den Kontinent

    Der englische Industrieriese Imperial Chemical Industries Ltd. (ICI), mit 187 000 Beschäftigten in aller Welt und fast 12 Milliarden Mark Umsatz zweiter in der Weltrangliste der Chemie, setzt zum Sturm auf den kontinentaleuropäischen Markt an.

  • Algerien-Handel

    Russen im Geschäft

    Das Entwicklungsland Algerien will sich nach der politischen Selbständigkeit nun auch wirtschaftliche Unabhängigkeit erkämpfen.

  • Michael Jungblut:

    Milde Gaben für Konzerne

    „Auch der kapitalkräftigste Konzern finanziert heute neue industrielle Ansiedlungen nur noch mit öffentlicher Hilfe“, stellte kürzlich Dr.

  • Ciba

    Ein wenig offenherziger

    Ebenso wie die deutsche chemische Industrie, die 1968 einen Umsatzzuwachs von 14,9 Prozent erreichte, haben auch die großen Chemieunternehmen der Schweiz 1968 die Zuwachsraten des Vorjahres beträchtlich überschreiten können.

  • Wallstreet

    Fonds sind gerüstet

    Auf der Wallstreet flaniert man seit Wochen nur noch hin und her. Bekannte amerikanische Broker und europäische Spezialisten sind ziemlich einhellig der Meinung, daß der Bummel im großen und ganzen weitergehen wird, solange das augenblickliche Dilemma anhält – es sei denn, der Störenfried Vietnam könnte endlich unter Kontrolle gebracht, das Verteidigungsbudget damit um 20 Milliarden Dollar entlastet werden.

  • Der Himmel gehört den Reichen

    Mit 14 Tagen Verspätung rollte dieser Tage in Düsseldorf eine „Caravelle“ der LTU-Fluggesellschaft an den Start, um deutsche Urlauber an die sonnige Südküste Portugals zu bringen.

    Von Heinz Michaels

  • Dollarschulden

    Wenn sich ein internationaler Konzern valutafremd verschuldet, also Anleihen in fremder Währung aufnimmt, ist das eine kaufmännisch vernünftige Geflogenheit.

  • Börsen-Report

    Hoffnung für deutsche Aktien

    Das Klima an den deutschen Aktienbörsen wird sowohl durch die steigenden Zinsen als auch von der Möglichkeit einer Mark-Aufwertung gestört.

  • Der große Schweiger hat das Wort

    Seit einer Woche heißt der Gouverneur der Bank von Frankreich Olivier Wormser...............................................

    Von Egon Kaskeline

  • Schiffahrt

    Die schwimmenden Kisten

    Im Herbst dieses Jahres wird die amerikanische Reederei „Central Gulf Lines“ die ersten schwimmenden Container rheinaufwärts auf die Reise von Rotterdam nach Basel schicken.

  • Commerzbank

    Schonzeit für Aktionäre

    Auch für die Aktionäre der Commerzbank ist die Zeit der Pari-Kapitalerhöhungen vorüber. Das ist keine Überraschung, schon im vergangenen Jahr hatte der Vorstand die Aktionäre auf diesen Schritt vorbereitet.

  • Betten-Werbung

    Old Beddl geht um

    Er „glotzt durchs Knopfloch“ und betätigt sich intensiv – auf Plakaten und in Anzeigen – als Bettenkiller Nummer eins. Er will die Deutschen in ihren überalterten Betten wachrütteln und verschlingt dabei ungefähr 700 000 bis 800 000 Mark.

  • Lohnpolitik

    Opfer der eigenen Taktik

    Der DGB behauptet, daß die durchschnittlichen Tariflohnsteigerungen im ersten Quartal dieses Jahres – betroffen wurden rund sechs Millionen Arbeitnehmer – 6,4 Prozent betrugen und sich damit preisneutral im Rahmen des lohnpolitischen Orientierungsdatums gehalten hätten.

  • Wissen
  • Blutdruck nach Belieben

    Seit Plato schon glaubte man, das Nervensystem des Menschen und der höheren Tiere entsprechend seiner Kontrolle durch den Willen in zwei, prinzipiell verschiedene Komplexe untergliedern zu können: das zerebrospinale (animale) Nervensystem, dem Willen unterworfen und für Funktionen der Skelettmuskulatur wie etwa Sprechen, Laufen, Atmung verantwortlich, und das autonome (vegetative), die „unwillkürlichen“ Aktionen wie zum Beispiel Herzschlag, Blutdruck, Nierentätigkeit und Drüsensekretion kontrollierende, von dem man bisher annahm, daß es vom Willen unbeeinflußt arbeite und nur sozusagen automatisch auf Außenreize und Emotionen oder deren physiologische Konsequenzen im milieu Interieur des Organismus anspreche.

    Von Tilman Neudecker

  • Virus erzeugt Tumor bei Affen

    Viren, die für eine Affenart völlig harmlos sind, lösen, anderen Arten injiziert, Krebs aus. Von diesem ersten gesicherten Fall einer virusinduzierten Krebsentstehung bei Primaten berichteten Forscher der Harvard-Universität auf der Jahrestagung der „International Academy of Pathology“ in San Franzisko.

  • Maulkorb für Generäle?

    Darf ein General sagen, was er denkt? Der rednerische Handstreich des stellvertretenden Heeresinspekteurs, Generalmajor Hellmut Grashey, vor der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg macht es einem nicht leichter, diese Frage so zu beantworten, daß man weder einem konformen Duckmäusertum der Militärs das Wort redet noch ihrer Unbotmäßigkeit.

    Von Kurt Becker

  • Wenn das Ende naht

    Ein Seminar, das jedesmal von einer anderen – nämlich sterbenden – Person geleitet wird, veranstaltet eine Psychiatrie-Professorin für Medizinstudenten, Ärzte und Krankenschwestern an der Universitätsklinik Chikago.

    Von Mary Smith

  • Gelockerter Gips

    Der griechische Diktator Georgios Papadopoulos ging kein Risiko ein, als er letzte Woche drei Grundrechte der Verfassung wieder in Kraft setzte.

  • Korrigierter Mißgriff

    Vor mehr als zwei Jahren, im Februar 1967, statuierte Heinz Ruhnau, Innensenator der liberalen Freien und Hansestadt Hamburg, ein Exempel: Er ließ den nigerianischen Medizinstudenten Obi Ifeobu mit polizeilicher Eskorte direkt nach Lagos expedieren.

    Von D. Z.

  • Dialoge mit Moskau

    Jahrelang hat die Vorstellung, Bonn könne womöglich eines Tages auf den Gedanken kommen, selbständig mit Moskau zu verhandeln, alle unsere Partner das Gruseln gelehrt.

    Von Marion Gräfin Dönhoff

  • Fördert Zölibat den Krebs?

    Eine Arbeitsgruppe des amerikanischen National Cancer Institute hat die Todesursachen von 31 658 römisch-katholischen Nonnen untersucht, die zwischen 1900 und 1954 gestorben sind, und dabei festgestellt: Dickdarm-, Brust-, Gebärmutter- und Eierstockkrebs war bei den Ordensschwestern wesentlich häufiger diagnostiziert worden, als nach den für weiße Amerikanerinnen in jenem Zeitraum geltenden Statistiken zu erwarten gewesen wäre.

  • Chirurgen-Kongreß

    Der Tod auf der Warteliste

    In dem kleinen Nebenraum im deutschen Museum in München waren auf dunkelgrün gedecktem Tisch das Modell eines Herzens und Operationsbestecke säuberlich ausgerichtet aufgebaut.

    Von Heinz-Georg Wolf

  • Inflation der Ausschüsse

    Bei der NATO-Tagung in Washington hat Präsident Nixon neue Verfahren zur Vertiefung der Konsultation im westlichen Bündnis vorgeschlagen.

  • Reisen
  • Deutsche Bäder im Wandel der Zeit

    Eine Kneippkur für St. Blasien

    Als ich das Schwarzwaldstädtchen St. Blasien nach einem Dutzend Jahren wiedersah, entdeckte ich ein paar neue Häuser (natürlich auch das „Eurotel“), aber sonst hatte sich nicht viel geändert.

  • Aktion Bundesbahn: Millionen erreicht

    Die Bundesbahn hat mit ihren Sonderaktionen, billige Preise für eng begrenzte Personenkreise, überraschende Erfolge erzielt.

  • Do it yourself für Drehflügler

    Sein Urahn ist das Windmühlenflugzeug der zwanziger Jahre, sein kompliziertester Verwandter der Hubschrauber unserer Tage: Gyrocopter, der Mini-Tragschrauber aus dem Baukasten.

    Von Kurt Trettner

  • VERKEHRSSPIEGEL

    Die Fahrplan-Experten des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHT) wollen nicht mehr nur Fahrpläne machen, sie wollen die Bundesbahn mit guten Ratschlägen auf den richtigen Weg führen.

  • Rhodesien;

    Tanz mit den Ba-Tonga

    Wer die Psyche der Afrikaner begreifen will, muß ihre Tänze kennen. In den unverfälschten Volkstänzen offenbaren die Menschen nicht nur ihre Sehnsüchte, sondern auch ihre Beziehungen zu der ihnen bekannten Welt.

  • Driver-Clinic

    Gehirnwäsche für Autofahrer

    Der Fahrer des Wagens, der da rechts herankommt, scheint nicht zu wissen, was er will. Er hat Vorfahrt, aber er zögert, gibt wieder Gas und schaut hin und her.

    Von Gerhard Hölther

  • Deutsche Bankiers drängen ins Reisegeschäft

    Auf der Suche nach Touristen

    Der jüngste Angriff auf die Urlaubskassen deutscher Familien kommt von der Bank der Gewerkschaften, der Bank für Gemeinwirtschaft (BfG).

    Von Rolf Diekhof

  • reisenachrichten

    Saison für Senioren: Die Schweizer locken ältere Touristen (Frauen ab 62 und Männer ab 65 Jahre) mit einem Sonderprogramm zu ermäßigten Preisen.

  • Zu Schiff über die Ostsee

    Finnen vereint

    In den vergangenen Jahren konnte der Besucher von Helsinki zuweilen kurz nach 23 Uhr mitten im Hafen ein eindrucksvolles Bild sehen: zur gleichen Minute lösten sich zwei große, weiße, hell erleuchtete Schiffe von ihren Kais und steuerten lautlos in Richtung See.

    Von Horst Fuchs

  • Heimliche Bestseller

    Handbücher für Autopflege und Reparaturen sind in den letzten Jahren zu heimlichen Bestsellern deutscher Fachbuch-Verlage geworden.

  • Das Angebot:

    Jugend erlebt das Reich Fidel Castros

    Für „interessierte und unternehmungslustige junge Leute“ hat der CVJM zum erstenmal eine Flugreise nach Kuba („Jugend erlebt Kuba“) ausgeschrieben.

  • Ferrari: Sportwagen werden zu Limousinen

    Ein Renner für vier

    Es gibt zwei Möglichkeiten, sich auf der Autobahn Platz zu machen: Auf Handtuchlänge auffahren, volles Licht und Hupkonzert oder ganz schlicht rechts überholen.

  • DIE ZEIT
  • KRITIK IN KÜRZE

    „Happening in der Park Avenue“, New Yorker Geschichten von Alfred Gong. Beginnt man in diesem Band nicht vorn, sondern in der Mitte zu lesen, etwa bei „Jiddische Gliken“, einer Impression aus der Enklave des New Yorker Ostjudentums, so könnte man glauben, es handle sich um besonders gewitzten Journalismus, der die Wirklichkeit zubereitet, ein bißchen dabei flunkert, aber doch eine Menge Informatives bereithält.

  • Ein Bad für Bellingen

    Bellingen am Oberrhein, 20 Kilometer vor Basel, war ein Dorf von 500 Einwohnern, als eine Erdölbohrung im Jahr 1955 begann, seinen Charakter zu verändern.

  • Mehr „Krull“ als „Tell“

    Von Rolv Heuer Seit Kriegsende fahndet das deutsche Gewissen nach Widerstandskämpfern gegen das Dritte Reich. Auf der Suche nach der verlorenen Kollektivunschuld könnte es nun geschehen, daß sich die Deutschen an Otto Strasser erinnern – um so leichter, als Strasser sich schon seit 24 Jahren als der Widerstandskämpfer gegen Hitler in Erinnerung bringen will.

  • Gesellschaft
  • Es geht eine Träne auf Reisen

    Da ist er – Adamo, Salvatore Adamo. Er steht noch in der Bühnenseitentür, die Band spielt schon auf zwei elektronischen Orgeln, zwei Gitarren, einem Gitarrenbaß, dem Schlagzeug, jetzt geht er los, er hat genug Platz, aber er tut, als müsse er sich zwischen Wand und Flügel nach vorne schlängeln, rempelt beinahe den Lautsprecher an.

    Von Manfred Sack

  • Kleine Schritte – an Frankreich vorbei

    Nur rückständige Nationalisten können bestreiten, daß die politische und wirtschaftliche Einigung Europas dringender denn je ist.

    Von Ernst Majonica

  • Absage an Hussein

    Unter dem Grollen der Geschütze am Suezkanal und im Jordan-Tal trafen die UN-Botschafter der vier Großmächte am Montag in New York zu ihrem dritten Gespräch über den Nahostkonflikt zusammen.

  • Streit um die Unterschrift

    Die Bundesregierung hat am Dienstag ihre Antwort auf eine große Anfrage der FDP zur Deutschlandpolitik beraten, die nächste Woche vom Parlament behandelt werden soll.

  • Revolution – nach Hausmannsart

    Die historischen Schauspiele im Schiller-Epigonentum gleichen sich im Grunde wie ein Ei dem anderen, ob die Handelnden nun Sarazenen oder Hugenotten, Römer, Perser oder Ritter sind, ob der Konflikt sich fromm vor die biblische Legende kniet oder sich trutzig um vaterländische Gedanken schart.

    Von Hellmuth Karasek

  • Gerüchte um Dubcek-Reise nach Moskau

    Inmitten eines Wirrwarrs von Reden und Gerüchten über eine bevorstehende Kraftprobe in Prag, von Meldungen und Dementis über sowjetische Truppenverstärkungen in der ČSSR hielt sich am Dienstag das Gerücht: Parteichef Dubček werde zu Verhandlungen nach Moskau reisen, aber zurückkehren, bevor das Zentralkomitee der KPČ am Donnerstag zusammentritt.

  • Nordkorea schoß US-Flugzeug ab

    Fünfzehn Monate nach dem Aufbringen des Nachrichtenschiffes „Pueblo“ hat sich zwischen Nordkorea und den USA ein neuer schwerer Zwischenfall ereignet.

  • NATO auf vorsichtigem Entspannungskurs

    Die NATO-Staaten wollen „in enger Konsultation untereinander“ bei den Sowjets und ihren Verbündeten sondieren, wie sich Verhandlungen über Sicherheit und Frieden in Europa am besten einleiten lassen.

  • Salondame in Moll

    Das Düsseldorfer Schauspielhaus und, das Braunschweigische Staatstheater hatten in der verflossenen Woche zwei deutschsprachige Erstaufführungen kurzfristig abgesagt.

  • Italien

    Sturm gegen Rumor

    Als vorige Woche zwei Arbeiter in Battipaglia in der Nähe von Salerno bei Streikunruhen gegen die angekündigte Schließung einer Zuckerfabrik und gegen Kurzarbeit in einer Tabakmanufaktur erschossen wurden, erhob sich der Ruf nach einer Reform der Polizei.

  • Dokumente der ZEIT

    Zweitens: Nachdem das Bündnis seinen ursprünglichen Zweck erfüllt hat, muß es sich den Gegebenheiten des Erfolges anpassen, und nachdem die Furcht nicht mehr so sehr wie einst der zusammenschweißende Faktor ist, müssen wir neue Bande schmieden, um unsere Einheit zu wahren.

  • Hegel - aufgehoben, aufgeschoben

    Was wie das Treffen eines ermüdeten, in Ehren ergrauten Traditionsvereins wirkte, war in Wirklichkeit der VII. Hegel-Kongreß, zu dem Dr.

    Von Hellmuth Karasek

  • England

    Unmut über Wilson

    Nach Wochen des Schwankens und des Zögerns ist Premierminister Wilson scheinbar willens, eine „neue entschiedene Führerschaft“ zu beweisen, die ihm politisch Kopf und Kragen kosten kann: Schatzkanzler Jenkins forderte die Bevölkerung am Montag vor dem Unterhaus nicht nur zum Sparen und Maßhalten auf, sondern kündigte vor allem Maßnahmen der Regierung gegen das ruinöse Streik-Unwesen an.

  • Frankreich

    Zweifel an de Gaulle

    Knapp drei Wochen, bevor 29 Millionen Franzosen über die Umwandlung des Senats und die Regionalreform abstimmen werden, versuchte General de Gaulle das Referendum zur nationalen Schicksalsfrage hochzuspielen.

  • Die vierzehn wichtigsten Oscars

  • Grundstücksmarkt
  • PREIS-SPIEGEL

    Wie man sein Haus „verrenten“ kann

    Die ZEIT veröffentlicht heute statt der an dieser Stelle sonst zu findenden Durchschnittspreise für Immobilien aller Art eine sogenannte Verrentungstabelle.

  • Das umstrittene Immobilien-Leasing

    Sind Mieter Käufer?

    Miete ist im Geschäft mit Immobilien keineswegs ein ungewohnter Begriff. Schön gar nicht ist er umstritten. Denn normalerweise käme niemand auf die Idee, den Mieter einer Wohnung als ihren Eigentümer zu betrachten.

    Von Ingeborg Zaunitzer-Haase

  • IMMOBILIENTELEGRAMM

    Wer ein Haus oder eine Eigentumswohnung kauft und deshalb erhöhte Abschreibungen nach § 7b des Einkommensteuergesetzes in Anspruch nehmen kann, muß zwar auch als Lohnsteuerpflichtiger eine Einkommensteuererklärung abgeben.

  • Ein Verkaufsgespräch

    Spekulation mit dem Alter

    Ich darf noch einmal kurz zusammenfassen“. Hausmakler Sch. schob die Unterlagen in seine Aktenmappe: „Das Grundstück ist dreihundertfünfzig Quadratmeter groß, der umbaute Raum zweiundsechzig, voll unterkellert.

    Von Ben Witter

  • Kultur
  • Ist die Buchmesse noch zu retten?

    Gedroht, auf künftigen Buchmessen nicht mehr zu erscheinen, haben im letzten Herbst etliche dem linkeren Flügel zuzurechnende Verleger, die die Art der Veranstalter, sich der Ruhestörung durch Polizeihilfe zu erwehren, nicht hinzunehmen entschlossen waren.

  • Die Landschaft ist die Sprache

    Von Stéphane Mallarmé stammt der Satz: „Alles auf der Welt existiert nur, um in ein Buch zu münden.“ Er hat ihn zu seinen Lebzeiten mehrfach wiederholt, was bei einem Mann, der äußerst sparsam, ja asketisch mit dem Wort umging, darauf hindeutet, welche grundsätzliche Bedeutung er ihm beimaß.

    Von Marianne Kesting

  • War Adolf Hitler ein großer Mann oder nur ein wildgewordenen Kleinbürger ? Kurz vor seinem 80. Geburtstag, 24 Jahre nach seinem Untergang, wurde durch einen Fernsehfilm von Joachim Fest die Diskussion um den „Führer“ wieder aktuell

    Das Phänomen Adolf Hitler

    Es war, um das Urteil vorwegzunehmen, eine große Stunde des Deutschen Fernsehens. Sie ließ etwas von den noch längst nicht und viel zu selten ausgeschöpften Möglichkeiten dieses Mediums ahnen, Phänomene der Zeitgeschichte vor einem Massenpublikum (und nicht nur vor dem anspruchsvolleren Kreise des Dritten Programms) zu analysieren.

    Von Karl-Heinz Janßen

  • Von Plato bis Max Weber

    Trotz eines enorm gewachsenen Angebots hören die Klagen nicht auf, es fehle für den politischen Unterricht an deutschen Schulen an verwendbaren Texten, die etwa bei der Einführung in politische Denksysteme nützlich sein könnten.

    Von Friedrieb Andrste

  • ZEITMOSAIK

    Jahr für Jahr lädt das „Berliner Theatertreffen“ zu seinen ausgewählten besten Inszenierungen auch eine Bühne aus Ostberlin ein – mal das Berliner Ensemble, mal das Deutsche Theater.

  • Aus den Hauptstädten der Welt

    Tokio - Politik und Marter-Orgien

    Hitler als japanischer Dramenschurke – Die treuen Hunde des Kabuki – Der Sumo-Ringer ist König

  • Kunstkalender

    Immer wieder gern gesehen, zerfetzte Plakate, Realität aus zweiter Hand, dekollagiert, Mädchen, Waschmittel, Maschinen, Fruchtsäfte auf zerrissenem Papier, die Risse und Knitterfalten so virtuos gemalt, daß man darüber hinzustreichen versucht ist.

    Von Gottfried Seih

  • Mit Brennesseln und Peitsche

    Eben habe ich eine hübsche Anmerkung von Knut Hamsun über die Rolle des menschlichen Weibes im Leben und auf der Bühne gelesen.

    Von K. H. Kramberg

  • Stifter und Schenker

    Wer, aus Europa kommend, zum erstenmal durch ein paar große amerikanische Museen und Kunstsammlungen gegangen ist, der weiß danach ein Lied zu singen nicht nur von den Dürers, Rembrandts und Picassos sondern auch von den Fords, Guggenheims und Rockefellers: Ohne die Lust der letzteren am Geld, an der Kunst, am Stiften wären die Werke der ersteren wohl kaum dorthin gekommen, wo sie jetzt sind.

    Von Petra Kipphoff

  • Profit für die Praxis

    Die Kunst, einen politischen Essay zu schreiben, anspruchsvoll im sprachlichen und intellektuellen Niveau, breit genug, um Probleme nicht nur anzurühren, sondern sie auch wirklich zu erörtern, gehört nicht zu den Gaben, die in deutscher Sprache eben weit verbreitet sind.

  • Der neue Glaube

    B: Im pseudokritischen Jargon ist mystisch gleichbedeutend geworden mit nebelhaft, und verschwommen, metaphysisch mit dunkel, hintergründig mit unklar, und einen Mythos pflegt man in der pfiffigen halblinken Publizistik schon eine Behauptung zu nennen, die sich nicht beweisen läßt.

  • Europas Bananenrepublik

    Nach zwei Jahren Diktatur in Griechenland verfügen wir nur über ein paar Bücher historisch-politischer Analyse, aber dieses Wenige enthält genügend Information und Exemplarisches, um deutschen Lesern Fragen nach der Zukunft von Demokratie schlechthin aufzudrängen.

    Von Ansgar Skriver

  • Die Gewalt der Lüge

    Die Periode des Stalinschen Terrors von 1935 bis 1939 und die von Stalin durchgesetzten Nachholungen dieses Terrors nach dem Krieg in den neu unterworfenen Ländern sind die schwerste Hypothek auf dem moralischen und politischen Prestige der Sowjetunion und der sowjetrussischen Kommunistischen Partei.

    Von Richard Schmid

  • Drittelparität gibt es nicht wirklich

    In den Hochschulreformplan der SPD wie in die meisten Hochschulgesetzentwürfe der Länder ist die „Drittelparität“ eingegangen oder doch „die angemessene Mitbestimmung aller akademischen Gruppen in den Entscheidungsgremien“.

  • Engelchen macht weiter

    Kein Zweifel, Hans Toussaint ist der größte. Wer es nach über einem Jahr heftiger Auseinandersetzungen der gesamten am Film interessierten Öffentlichkeit immer noch nicht wußte oder glaubte, dem wurde es nun via Fernsehdiskussion frei Haus geliefert: Herrn Hans Toussaint, Dr.

  • FILMTIPS

    „Die Chronik der Anna Magdalena Bach“ und „Der Bräutigam, die Komödiantin und der Zuhälter“, von Jean-Marie Straub. „Paris gehört uns“, von Jacques Rivette.

  • DIE NEUE SCHALLPLATTE

    Bach im Land der Elektronen

    Praktische Versuche, Fragen dieser oder ähnlicher Art sozusagen im Nachhinein zu beantworten – Hamlet im Frack war ein solches Ergebnis oder Figaro aus der Sicht Sigmund Freuds –, haben manch einem Regisseur zu einem nicht unbedeutenden Namen verholfen; ob er den bewahren konnte, ob die Ergebnisse künstlerisch den Ansprüchen standhielten, ob die Versuche dem Theater weitergeholfen haben, alles das steht auf einem anderen Blatt.

    Von Heinz Josef Herbort

  • Länderspiegel
  • 1:0 für die Löwen:

    Schuß aufs Siegestor

    In München steht nicht nur ein Hofbräuhaus sondern auch ein Siegestor. Was dann auch in Reiseführern vermerkt wird: „Den Abschluß der Ludwigstraße bildet im Norden das berühmte Siegestor.

    Von Kilian Gassner

  • Menschen im Hafen:

    Barkassenführer Wriede

    Schiffer G. Wriede hörte mit seinen Werbesprüchen auf. Er hatte genug Passagiere für eine Hafenrundfahrt und machte die Leinen los.

    Von Ben Witter

  • Fackel von links

    Die „Nordwoche“, Schleswig-Holsteins Wochenzeitung, erschien am 11. April erstmalig mit 30 000 Exemplaren. Für weitere zwei Jahre wird die Bonner SPD-Führung mit einer Million Mark Starthilfe dafür sorgen, daß das Blatt sich mausert.

    Von H. A.

  • Brauner Bruder

    Anti-Kominternbund sucht Freunde“, so las man im Herbst letzten Jahres in der rechtsradikalen Deutschen National-Zeitung. Wolf-Dieter Eckart, Freundsucher und brauner Jungbarde aus Hamburg, hatte mit seinen Anzeigen ungeahnten Erfolg.

    Von Sepp Binder

  • Vier Nägel – sechs Ohrfeigen

    Feinmechanikermeister Töpfer aus Mannheim versteht die Welt nicht mehr. Er schlug sechsmal hintereinander in das Gesicht seines achtzehnjährigen Lehrlings Wolf gang Jerrentrup, der bei ihm im vierten Lehrjahr steht.

    Von Karin Zeller

  • Rot ist die Hoffnung

    Als Hannelore Kaub 23 Jahre alt war, setzte sie ihre Beerdigung bei 30 an. Wenn sie dieses Alter erreicht hätte, dachte sie damals, müsse Schluß sein mit dem Kabarett.

    Von Marie-Luise Scherer

  • Recht in unserer Zeit:

    Er wollte Maria heißen

    Warum der Kläger so ist, wird ganz nicht zu klären sein, der Kläger ist Transvestit. In einer Gesellschaft, die uneheliche Geburt noch immer als Makel ansieht, mag der Wunsch nach Verwandlung ein naheliegender Ausweg sein.

  • Hatz auf Berger

    Er verlangte eine Zigarette und einen Kamm. Erst dann ließ er sich von den Pressephotographen knipsen, die Beine lässig übereinandergeschlagen, den weißen Rollkragenpulli geordnet, einen Anflug von Lächeln im Gesicht.

    Von K. G.

  • Lebensart
  • Kalendersprüche

    Von Jutta Piechtdek

  • Brummel was here

    Die Mode – des reichen Mannes schwache Stelle – lenkt ihn durch Ablenkung von der Ablenkung ab.“ Diese Botschaft Marshall McLuhans finde ich in seinem April-Rundschreiben, das hier auf dem Kamin liegt.

    Von Wolfram Siebeck

  • Damit Beatfans tanzen lernen

    Die Beine in den schwarzen Lederstiefelchen arbeiteten den Beatrhythmus mit, der schmale Hintern unter dem schwarzen Leder-Minimini zuckte nach rechts und nach links, schiebt sich vor und dann zurück.

    Von Karin Zeller

  • Was bedeutet minderjährig? Wer ist abhängig? – Die Liebenden der Weltliteratur, von Helena ...

    Unfug mit Unschuld und Unzucht

    Mit seiner Freiheit büßt nach deutschem Strafrecht sowie nach der Strafgesetzgebung vieler anderer Länder, wer andere, die von ihm abhängig oder die minderjährig sind, zur Unzucht mißbraucht oder sie zu unzüchtigen Handlungen verleitet.

    Von Rudolf Walter Leonhardt

  • Preis für Porträts

    Porträt, sagt die Photographin Liselotte Strelow, ist nicht Abbildung von Äußerlichkeiten, sondern „Ausdruck einer seelischen Existenz“.

    Von Manfred Sack

  • Alltag, Chancen, Feierabend des Arbeiters (I)

    Als Schweißer auf der Werft

    „Ein zweites Kind können wir uns nicht leisten“ – 1100 Mark brutto im Monat Schluß mit Fußball, doch Übung bei der Feuerwehr

  • Homosexuelle Episode im Kinderbuch

    Kinder sollen ein ehrlicheres Bild vom Leben erhalten, als es bisher vertretbar zu sein schien: Dieser Tage wurde in New York ein Kinderbuch veröffentlicht, das auch eine homosexuelle Episode im Leben zweier dreizehn Jahre alter Jungen enthält.

  • Am 25. April sterben die Dales

    Nach 21 Jahren endet die längste Familienserie, die jemals im Rundfunk gesendet wurde

    Von Robert Lucas

  • Leserbriefe
  • G. Weisenborn

    Günther Weisenborn ist vor einigen Tagen gestorben. Warum hat die ZEIT nichts über sein Leben und Wirken geschrieben? Immerhin hat er schon in seinen ersten Büchern vor 1-933 gezeigt, wie sehr der Nazismus Deutschland bedrohte; er hat registriert und gewarnt.

    Von R.W. L

  • Der einsame Häftling im 1000-Mann-Gefängnis

    Rudolf Heß „feiert“ am 26. April als letzter Gefangener im 1000-Mann-Gefängnis Berlin-Spandau seinen 75. Geburtstag. Am 10. Mai beginnt sein 29.

  • Spann Odysseus nur Seemannsgarn?

    Navigation mit Homer – Zwei deutsche Forscher konnten ein altes Rätsel (fast) lösen

    Von Alexander Rost

  • Sport
  • Achillesferse

    Deutschlands Bodenturner sind zu unfreiwilligen Nachfahren des Achill geworden. Die Wettkampfbestimmungen machten, es nötig.

  • Grand-Prix-Rennen

    Schwarze Serie mit Publicity

    Der Wagen schoß mit etwa 150 Stundenkilometern durch die überhöhte Linkskurve. Dann gab der Fahrer Vollgas: Die Bergabstrecke läßt sich im höchsten Gang mit Höchstdrehzahl nehmen.

    Von Günter Muncke

  • Rugby – ein Phänomen

    Die Phänomenologie ist die Lehre von den Wesenserscheinungen der Dinge. Wer ihre Methoden und Erkenntnisse einmal auf den Sport anwenden möchte, findet im Rugby ein ausgezeichnetes Experimentierfeld für diese Zwecke.

    Von Alex Natan