ZEITSPIEGEL

„Ich bin der Verlierer dieser Wahl " „Ich will Walter Scheel das Leben nicht schwermachen " Erich Mende „Wenn man unter links versteht, daß Privilegien bei Steuern und Bildung für die Reichen und Herrschenden abgebaut werden müssen, daß wirtschaftliche Macht kontrolliert werden muß, dann sind wir links " „Aber Strauß ist furchtbar, ein Scharfmacher, ein Mann, der mit Atombomben spielen will und der den Frieden gefährdet " Helmut Schmidt „Ich möchte Euch alle einmal in der Opposition sehen Marioime Strauß „Ein Selbstmord will bedacht sein " Rudolf Augstein „Kiesinger schlägt Beate Klarsfeld" ScMagzeie „Diese Linkskoalition ist doch ein Krampt " Franz Josef Strauß &„Sie haben viel über die NPD gehört, heute erfahren Sie zum letzten Male von der NPD " NPD Vorsitzender, in seinern letzten Fernsehauftrift vor der Wahl „Es ist eine besiegte Revolution " Professor Ota sik „Und Du bist halt a Lump, und Du bleibst halt a Lump Begrilßungsiriarsdi Der dritte Sekretär der indischen Hochkommission in Hongkong, L. T. Pudaite, hat nur zu Hause die Hosen sicher an. Die Hongkonger Polizei, auf der Jagd nach einem chinesischen Taschendieb, holte irrtümlicherweise Pudaite aus einem Autobus heraus und zog dem Diplomaten bei einer gründlichen körperlichen- Durchsuchung die Hosen aus. Der indische Hochkommissar protestierte bei der Hongkonger Regierung und meinte: „In Unterhosen "Wird Politik kompliziert " Nach, einem erst letzte Woche bekanntgegebenen Polizeiprotokoll hat Herbert Prochazka, CSU Bundestagsabgeordneter und Mitglied im Witikobund der Sudetendeutschen Landsmannschaft, seine eigenen demokratischen Vorstellungen. Am 17. Juni, dem „Tag der Deutschen Einheit", wurde der Abgeordnete auf Bonner Straßen von der Polizei als „hilflose Person" aufgefunden. Zuerst beschimpfte er die Beamten als Schweine, sang ihnen aber später im Polizeiwagen sein politisches Bekenntnis vor: „Ein Volk, ein Reich, ein Führer — wir werden immer dürrer. Die Juden immer fetter — Adolf Hitler ist der Retter!" Amerikanische Wissenschaftler beginnen den Mut zu verlieren. Die Weltbevölkerung läuft jeder Entwicklungshilfe davon, die Propaganda für freiwillige Geburtenbeschränkung hat nur geringe Erfolge. In einer Konferenz mit Beratern Präsident Nixons nahm Professor Gareth Hardin, renommierter Biologe an der Universität von Kalifornien, kein Blatt vor den Mund. Geburtenkontrolle auf der Basis der Freiwilligkeit sei Unsinn. Er schlug vor, die Bevölkerung der USA solle das Jubiläumsjahr 1976, in dem die Vereinigten Staaten 200 Jahre alt werden, als ein Jahr der Zeugungspause begehen, in dem die Geburtenrate auf Null gebracht werden sollte. Dieses gute Beispiel werde es auch anderen Staaten ermöglichen, Maßnahmen zur Senkung ihrer Geburtenziffern zu ergreifen. An welche Maßnahmen dabei gedacht sein könnte, klang auf der Konferenz bereits an: Es wurde vorgeschlagen, Familien mit mehr als zwei Kindern mit einer Strafe zu belegen.

Die Weltbevölkerung hatte im letzten Jahr zum erstenmal durchschnittlich etwas mehr zu essen. Nach Mitteilung der Welternährungsorganisation FAO stieg die Nahrungsmittelproduktion 1968 um drei Prozent, während die Weltbevölkerung nur um zwei Prozent zunahm. Eine überdurchschnittliche Steigerungsrate in Lebensmitteln verzeichnete der Nahe Osten; Lateinamerika, mit der am schnellsten wachsenden Bevölkerung, fiel jedoch im Nahrungsmittelsektor um zwei Prozent unter seine Vorjahrszahlen. Die Zahlen sind nur ein winziger Hoffnungsschimmer: Immer noch leidet ein Drittel alter Menschen Hunger.

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