J.M.-M.: Herein - aber brav!

ge, tu das nicht; laß das; sei brav!"), so wird erst deutlich, was ein braver Ausländer vermeiden muß, wenn man weiß, wer gemeint ist. Im französischen Fernsehen war der italienische Filmregisseur Pasolini gemeint., , Pasolini, so hieß es im Fernsehen, wolle die französische Staatsbürgerschaft erwerben, und dies wohl deshalb, weil er die italienische Zensur los sein möchte.

Und weiter hieß es: Wie weit würde er in seiner Pornographie und „Bestialität" erst gehen, wenn er vonllem Zwang befreit wäre! Die Frage lautete: „Will er nur deshalb unser Mitbürger werden, um straflos seinen kinematographischen Dreck auf unserem Boden abzusetzen?" Daß diese Frage: auch rhetorisch gemeint war, kann deshalb vermutet werden, weil Pasolini die französische Staatsbürgerschaft gar nicht beantragt hat.

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Es ist anzunehmen, daß der Im übrigen ivarenes nicht etwa Mann vor der Kamera iem „Mann vorm Schirm" den Spaß an der gefilmten „Pornographie" und „Bestialität" nehmen vollte. Und es mag sein gutes Recht sein, dies zu versuchen, sofern dieser Spaß am Dreck vorhanden ist. Der Sturm im Wasserglas entstand auch nicht deshalb. Er entstand, weil man sich fragte, wieso denn ein Ausländer brav sein und etwas unterlassen soll, was man den Mitbürgern nicht verbieten will. Sofern sich Altbürger als Filmregisseure mit dem „Dreck beschäftigen, und das tun sie dann und wann: traurig, aber man muß es erdulden. Die demokratische Freiheit, versteht sich! Wem aber ein Ausländer „Dreck auf unserem Boden absetzen" will, muß man dem : Einhalt gebieten, besonders dann, wenn er, wie im Falle Pasolini ein Gerücht sagte, ein Neubürger werden will.

Ausländer oder Neubürger, die den „Sturm im Wasserglas" entfesselten, sondern Intellektuelle waren es, die in dem, was im Fernsehen gesagt wurde, eine Spekulation auf die Ressentiments von gestern, auf die engen, allzu engen Nationalgefühle witterten. Gut dosiert, „kommen sie noch immer , Es muß noch gesagt werden, daß nicht irgendwer diese Warnung „Brav sein!" an Pasolini richtete.

Es war Michel Droit, der Chefredakteur des „Figaro Litteraire", der prominente Journalist, der ein vielbeachtetes Fernsehinterview mit de Gaulle gemacht hat, damals, als der General sein Verbleiben an der Macht von einem „Ja" des Volkes zu seinem übereilten Plan der „Regionalisierung" abhängig machte, worauf er, da das „Nein" überwog, die Konsequenzen zog. Dennoch: Droits Interview war fesselnd.

Niveanisenkung, daß, Droit vort de Gaulle auf Pasolini kam. Senkung des eigenen Niveaus.

 
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