Mord an den Panthern

Sch., Washington, im Dezember

In Amerika naht das Ende für die „Schwarzen Panther" nicht sogleich die Türen ihrer Parteilokale öffnen und die Hände hochheben. In Chicago wurden bei einer solchen Razzia in der vergangenen Woche wieder zwei Mitglieder der Organisation erschossen — die Zahl ihrer Todesopfer in knapp zwei Jahren hat sich damit auf 28 erhöht. Die „Panther" sind gewiß auch mit der weißen Polizei grob umgesprungen, die als Symbol der Unterdrückung und der Ungerechtigkeit von ihnen verfemt wird. Doch rechtfertigt das den Rachefeldzug der Ordnungshüter? Die beiden Pantherführer, die in Chicago erschossen wurden, sind einfach niedergemetzelt worden — und nicht in einem Feuergefecht gefallen. Mehrere Negerorganisationen wollen jetzt ihr eigenes Land, die USA, vor den Vereinten Nationen des „Völkermordes" an den „Schwarzen Panthern" angeklagt. Der Rassenbürgerkrieg in Amerika erlebt schaudervolle Auswüchse.

 
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