ZEIT SPART GELD

Zusammen mit der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz überlegen einige Aktionäre der Stettiner Rückversicherungs AG, gerichtliche Schritte gegen den zwischen der Stettiner Rückversicherung und der Kölnische Verwaltungs AG Versicherungswerte abgeschlossenen Verschmelzungsvertrag zu unternehmen. Die Minderheitsaktionäre sind der Auffassung, daß man ihnen ein angemessenes Abfindungsangebot hätte machen müssen. Sie sind nicht damit einverstanden, daß sie mit der Aktie der Kölnischen Verwaltungs AG künftig ein nicht amtlich notiertes Papier in Händen haben werden. Dagegen ist die Aktie der Stettiner Rückversicherung amtlich notiert. Die Opponenten sind weiter gegen das Umtauschverhältnis 4:3. Geradezu erbost sind sie über das Angebot der an diesem Handel beteiligten Colonia National, Stettiner Rückversicherungs Aktien zum Kurs von 410 Mark übernehmen zu wollen, während der Wirtschaftsprüfer der Stettiner Versicherung versichert hat, daß ihr innerer Wert 750 Mark betragen würde.

Die Verwaltung der Finance and Investment Company (Bermuda) v Ltd mit Sitz in Bermuda und einem Büro in Zürich (siehe ZEIT Nr, 48 „Joseph Müller verdient immer") bestätigt, daß ihr Projekt — Bau chemischer Großanlagen in der Karibischen See — nicht die Unterstützung der Schweizer Banken gefunden hat. Eine Großbank hat zwar an der Ausarbeitung des Projekts mitgewirkt. Als die Bankvertreter dann eingeladen wurden, sich an Ort und Stelle ein Bild über die Bauvorhaben der Gesellschaft zu machen, gaben sie zum Teil keine, zum Teil ablehnende Antworten. Eine Großbank erklärte ausdrücklich, sich weder als Zeichnungsstelle noch zur Plazierung der Aktien auf fester oder auf Kommissionsbasis zur Verfügung stellen zu können, da das Vorgehen von Finance and Investment nicht den Usancen entspräche. Die Gesellschaft möchte auf dem internationalen Kapitalmarkt Aktien im Werte von 100 Millionen Dollar verkaufen.

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