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Ausgabe 14/1970

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Das Gespenst der Revolution
In der Woche vor Ostern tauchte in Frankreich wieder einmal das Gespenst von der Revolution auf, und mit einigem Schaudern denkt man an den kommenden Mai, denn der Mai 1968 steckt noch in den Knochen.
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Philosophie in Deutschland
Die Philosophie des Vorurteils
Sogar mit den Russen konnte der konservative Heidegger-Schüler, der gerade seinen 70. Geburtstag als Emeritus in Heidelberg gefeiert hat, nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges auskommen.
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Zu den Akten
Die Strafrechtsreform machte es möglich: Das „Handschellengesetz“ ist praktisch überholt
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Gefahr für Europas Balance
Der Kanzler wird in Washington vor einer einseitigen Truppenverminderung warnen
Von Kurt Becker
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Die politische Kraft des SDS zerrann in der Protestsucht
Wo sind sie geblieben?
Gründonnerstag 1968: Auf dem Berliner Kurfürstendamm zerrt der Anstreicher Josef Bachmann den Studentenführer Rudi Dutschke vom Fahrrad.
Von Sepp Binder
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Der Puritaner aus dem Beduinenzelt
Sieben Monate schon ist Muammar al-Ghadafi in Libyen an der Macht. Vor dem 1. September 1969, dem Tag seines Staatsstreiches, kannten ihn nur seine Offiziersfreunde.
Von Dietrich Strothmann
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Kein Machiavellist
Zum Tode des Reichskanzlers Brüning: Deutschland war ihm seit langem fremd geworden
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Die Kluft zwischen der Regierungskoalition und der Opposition ist größer geworden
Das Ende aller Eintracht
Wer heute Bundestagsabgeordnete der Union oder der SPD fragt, was eigentlich von der Großen Koalition noch übriggeblieben sei, erhält immer wieder die gleiche Antwort: „Fast nichts.
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ZEITSPIEGEL
Luftpiraten, die etwa die Absicht haben sollten, eine Maschine der koreanischen Luftfahrtgesellschaft, KAL, zur Kursänderung zu zwingen, werden sich künftig besonders wendigen Stewards gegenübersehen.
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„Hat sich das Fahrgeld gelohnt?“
Ich weiß nicht, wer widerwärtiger wirkt: Kiesinger mit seinem lauten Geschimpfe und dem bösen Gesicht, das an einen alten Fuchs erinnert, dem die Trauben der neubestimmten, politischen Richtlinien zu sauer schmecken, oder Rainer Barzel, der mit öliger Stimme der Demagogie abschwört, um sofort und kaum verhüllt seine demagogischen und unaufrichtigen Fragen zu stellen .
Von Arno Hahnert
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Von Müll überschüttet
Man hat das Gefühl, daß jetzt, da auf den Sturm von Nanterre Windstille folgte, alle Beteiligten ein schlechtes Gewissen haben.
Von Josef Müller-Marein
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Wolfgang Ebert:
Ostwestlicher Briefwechsel
Kossygin: Und was ist, wenn die Araber erfahren, was wir von den Arabern halten? Dann wäre doch unsere ganze Balance beim Teufel.
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Die Krise wurde vertagt
Italien hat wieder eine Regierung. Es ist die einunddreißigste seit dem Sturz des Faschismus. Genau 48 Tage hatte das Interregnum zwischen dem Rücktritt des christlich-demokratischen Minderheitskabinetts Rumor am 7.
Von Bernhard Voigt
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Neuer Sprint im Waffenwettlauf
Von einer wirklichen Rüstungsbegrenzung kann vorerst keine Rede sein / Von Joachim Schwelien
Von Joachim Schwelien
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Flossenbürg – 9. April 1945
Ein deutscher Gedenktag
Am 9. April 1945 schlug das tobende Regime in der Raserei des nahenden Endes noch einmal zu: Im Konzentrationslager Flossenbürg wurden sieben Häftlinge hingemordet, die in Gesinnung und Verantwortung zu den Männern gehörten, die am 20.
- Wirtschaft
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Funktionäre ohne Fußvolk
Montagabend, 21 Uhr. Im ersten Fernsehprogramm gab es gerade „Panorama“ oder „Report“. Die Zuschauer warten auf den üblichen Krimi.
Von Ingeborg Zaunitzer-Haase
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Ciba/Geigy
Aktionäre auf der Wartebank
beiden Papiere mit Kurs/Gewinn-Verhältnissen von 10 bis 12 im internationalen Vergleich ausgesprochen preiswert. Denn Schweizer Chemiewerte, mit ihrem hohen, gewinnträchtigen Pharma- und Landwirtschaftsgeschäft, sind nicht mit den Aktien der Grundstoffchemiefirmen zu verwechseln.
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Die Hälfte ist Schweigen
Kaum ein wirtschaftliches Thema hat die Gemüter im vergangenen Jahr so erhitzt, wie die Aufwertung der D-Mark. In dieser Frage war – und ist heute noch – die Öffentlichkeit ebenso zerstritten wie die vom Dezember 1966 bis zum September 1969 amtierende Regierung, der Großen Koalition.
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ZEITRAFFER
Mit einem Werfthilfeprogramm für die Jahre 1973 bis 1975 will die Bundesregierung die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Schiffbauer auf dem Weltmarkt verbessern.
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Bayern-Hypo
Gestöhnt wird nicht
Ungewöhnlich befriedigt zeigten sich alle Sprecher der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank, München, auf ihrer diesjährigen Pressekonferenz.
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Grüne Front gegen Unilever
Manchmal umsonst
Die Warnungen der Gesundheitsexperten vor den Folgen der Fettleibigkeit haben bisher so wenig gefruchtet wie die staatlich geförderte Aktion, mehr Fett zu konsumieren.
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NAMEN
Herbert Schneider, CDU-Bundestagsabgeordneter und Geschäftsführer des Bundesverbandes der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie, verschickte an alle Abgeordneten des Bundestages eine Stellungnahme zu den Finanzsperren im Bereich der Weltraumforschung.
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Nicht für die Erben sterben
Nie war er so wertvoll wie heute. Der ältere Mensch, von den Regisseuren des modernen Massenkonsums lange vor seinem Tod für tot erklärt, sieht sich plötzlich überschwenglichen Gunstbezeugungen ausgesetzt.
Von Hans Otto Eglau
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Gemüse
Es regt kaum noch jemanden auf, daß die EWG wieder einmal von einer Krise bedroht ist – sie ist schon an so vielen stärker geworden.
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Wolfgang Krüger:
Die Versuchung der Utopie
Wo stehen die deutschen Gewerkschaften und was führen sie im Schilde? Die Frage hat permanente Brisanz; der aktuelle Anlaß, sie jetzt wieder einmal zu stellen, ist eine Veranstaltung, die vor einigen Tagen in der DGB-Bundesschule Bad Kreuznach stattfand.
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Fusionskontrolle
Besser als nichts
Bevor Karl Schiller in den Osterurlaub fuhr, wurde ihm noch ein Teilerfolg beschert. Obgleich die FDP auf Koalitionsgesprächen über Schillers geplante Fusionskontrolle bestand, bekam er in der letzten Woche doch noch „grünes Licht“ für sein Gesetz.
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Abbitte
Was durch eine (gezielte?) Indiskretion bekannt wurde, ließ Deutschlands Bauern bisher kalt. Dabei hätten sie allen Grund, die Arbeiten am Agrarprogramm von Bundesernährungsminister Ertl mit Aufmerksamkeit zu verfolgen.
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Börsen-Report
Wird Audi geschluckt?
Die Millionenumsätze in VW-Aktien bei stabilen Kursen (auch dann, wenn die Börse schwächer tendiert) führen zu immer neuen Kombinationen.
Von Ihr Securius
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Dammbau in Mozambique
Angestauter Ärger
Während Entwicklungsminister Erhard Eppler in Daressalam über die deutsche Hilfe für Tansania verhandelte, erhielt Bundeskanzler Willy Brandt einen offenen Brief aus dem benachbarten Mozambique.
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Noch kann Klasen nicht zurück
Ein Hauch von Frühling war auch bei uns zu spüren. In den USA hat der Beginn des langerwarteten Abbaus des Zinsniveaus an den Börsen zu einem kurzen Rausch des Optimismus geführt, an den deutschen Aktienmärkten regte sich die Hoffnung auf bessere Tage etwas zaghafter.
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Hohe Schule für Spekulanten
Wenn sich der Terminplan halten läßt, wird es vom 1. Juli an in der Bundesrepublik wieder einen Effekten-Terminhandel geben.
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Werftindustrie
Kartell auf Kiel gelegt
Der Leiter der Abteilung Verkehrspolitik beim Bundesverband der Deutschen Industrie, Dr. Eichler, gab sich zugeknöpft: „Es haben überhaupt keine Gespräche stattgefunden.
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Zitate der Woche
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Gesellschaftspolitik
Vermögensbildung à la Scheel
Ein modernes Sozialempfinden könne „vermögenslose Massen oder Gruppen nicht mehr hinnehmen“. Mit dieser Feststellung wird ein „Programm einer liberalen Vermögenspolitik“ begründet, das gegenwärtig in Bonn als Verschlußsache unter Politikern der FDP zirkuliert und als Grundlage für ein vermögenspolitisches Programm der Freien Demokraten dienen soll.
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Das neue Wirtschaftsbuch
Bewährungsprobe kommt noch
Leo Brawand hat in dem von Professor Bracher herausgegebenen Sammelband über das erste Vierteljahrhundert der zweiten deutschen Demokratie das Kapitel über die Wirtschaftspolitik dieser Zeitspanne bearbeitet.
Von Günter Scbmölders
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Auf ewig?
Die Pessimisten haben einmal mehr recht behalten. Die 1960 für eine befristete Zeit eingeführte Heizölsteuer wird erneut – über den 30.
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Konzentration in Frankreich
Staat als Ehestifter
Nach dem italienischen Beispiel der IRI wurde in Paris eine neue Gesellschaft gegründet, die dem Land zu einer modernen Industriestruktur verhelfen soll.
Von George Louis Puech
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St. Gobain
Zuviel versprochen
1968 und 1969 sind ebenso aufregende wie ungewöhnliche Jahre für den großen internationalen Glaskonzern Saint Gobain (Paris) gewesen.
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Der Messe-Boom
Vor zwei Jahren wurde die Biennale der internationalen Kunstolympiade in Venedig von den Linken niedergeschrien. Kunststudenten und SDS demonstrierten gegen die „Show des internationalen Kapitalismus“.
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Preise Angebote
Die wichtigste Versteigerung dieses Frühjahrs fand Ende Februar bei Parke-Bernet in New York statt. Angeboten wurden Impressionisten, moderne Gemälde und Skulpturen des 19.
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Die japanische Herausforderung (II)
Am Reichtum ersticken
In einem gigantischen Kraftakt will Japan in denkommenden 15 Jahren die gesamte EWG und die UdSSR überrunden. Mit welchenOpfern dieser Wachstumsfanatismus erkauft wird, schildert die zweite Folge unseres Vorabdrucks aus dem Buch des Schweden Hakan Hedberg.
Von Hakan Hedberg
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Degussa
Geerntet wird später
Der Abschluß 1968/69 der Degussa in Frankfurt wird manchen Aktionär enttäuscht haben. Nach einem Umsatzzuwachs von 25 Prozent im Vorjahr waren es in der Berichtszeit nur noch magere sieben Prozent.
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Wettlauf in den Wohlstand
Japan überholte die Bundesrepublik im Bruttosozialprodukt schon 1968. Bis 1980 werden die Ostasiaten Westdeutschland auch im Sozialprodukt pro Kopf der Bevölkerung überrundet haben.
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Tankstellen
Masche mit Marken
Wo und wieviel Vater tankt, bestimmt seit einigen Wochen in Millionen deutschen Familien sein Sprößling, Wie dessen Entscheidung ausfällt, hängt wiederum ganz davon ab, ob sein Herz mehr für Briefmarken (Esso), Nummis (BP) oder Münzen (Shell) schlägt.
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AEG-Telefunken
Wenn Kreibich kommt
Am Freitagmorgen der vorletzten Märzwoche standen vor den Toren des AEG-Telefunken-Werkes im Berliner Stadtteil Reinickendorf fünf vermummte Gestalten und verteilten 800 Flugblätter.
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MARKTNOTIZEN
Günther Uecker macht die „Leibbeschreibung eines Nagels“. Die Graphikmappe mit acht Hochdrucken, Auflage 1000 Exemplare, numeriert und signiert, Format 46 mal 46 cm, wird von der Galerie Klaus Lüpke, Frankfurt, Große Eschenheimer Straße 16/18 angeboten.
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Japans 25 Wachstumsfaktoren
Sparsamkeit: Das höchste privat: Sparniveau der Welt, etwa 18 Prozent des verfügbaren Einkommens gegenüber 12 Prozent in der Bundesrepublik und 7 Prozent in Großbritannien und den USA.
- Wissen
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Fünf Gramm Mond für vierzig Mark
Noch sind Gesteinsproben vom Mond für Geld nicht zu haben, und wären sie es, dann würde ihr Grammpreis, nach den Beschaffungskosten kalkuliert, nicht eben volkstümlich sein.
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Berliner Barrieren
Der lange Marsch in die Verhandlungen über Berlin hat begonnen. Ob die Schließung des alliierten Reisebüros, die am Tage des ersten Gespräches verkündet wurde, als Marscherleichterung wirkt, wird sich erst zeigen müssen.
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Zellen ohne mütterliche Gene
Einer der Gründe dafür, daß Bakterien als genetische Studienobjekte beliebter sind als Zellen höherer Organismen, hängt mit der Tatsache zusammen, daß ein Bakterium von jedem Chromosom gewöhnlich nur ein Exemplar enthält, während die Zellen höherer Organismen (mit Ausnahme der Geschlechtszellen) diploid sind, also von jedem Chromosom zwei Exemplare enthalten – eines, das die genetische Information des einen Elternteils und eines, das die genetische Information des anderen trägt.
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Leiche an Bord
Wo schon Professoren Bomben basteln, um für Menschenrechte zu demonstrieren, kann es mit der Freiheit nicht weit her sein. Der Athener Massenprozeß gegen Professoren, Beamte, Schriftsteller, Offiziere und Studenten soll die Opposition gegen die Militärjunta inner- und außerhalb der Grenzen einschüchtern.
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Frißt der Krieg sich weiter?
Nun ist das fragile Gleichgewicht, mit dem das Genfer Abkommen 1954 den französischen Indochina-Krieg nach achtjähriger Dauer beendete, endgültig zerstört.
Von Marion Gräfin Dönhoff
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Wenn das Polareis explodiert
Wenn’s dem Südpol zu warm wird, versinkt Europa in fast ewigem Eis. Dann kühlt der Südpol wieder etwas ab – und die Eiszeit geht zu Ende.
Von Peter Roese
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Nixon in der Klemme
Schon in den kommenden Wochen könnte sich entscheiden, ob die von Präsident Nixon betriebene Vietnamisierung des Krieges in Südostasien durch eine zunehmende Amerikanisierung der Kampfhandlungen in Laos und Kambodscha zum Stillstand gebracht wird.
Von Joachim Schwellen
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Zwangs-Robe
Trauer muß der Anwalt tragen; das Bundesverfassungsgericht ist für das „lange Schwarze“. Das Gericht sagt nicht, daß Roben noch wünschenswert sind oder zeitgemäß.
Von W. Dph.
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Nach Pullach
Jetzt aber hat die SPD des Unguten doch wohl zu viel getan. Auf den seit eineinhalb Jahren vakanten Vizepräsidenten-Posten des Bundesnachrichtendienstes hievte sie einen weithin unbekannten Parteifunktionär: Dieter Blötz, 38 Jahre alt, Geschäftsführer der SPD-Landesorganisation Hamburg.
- Reisen
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Es gibt 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 Restaurants
Erfahrungen im Hotel in Japan – Zum Beispiel Yukata / Von Rudolf Walter Leonhardt
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Miet-Bungalows und – Apartments in Spanien
Die Vielen und die Feinen
Spaniens neuer Apartmentführer gibt Auskunft: Wo überall an der Küste und im Binnenland werden Apartments vermietet? Wo stehen Bungalows? 840 Seiten stark ist dieses Lexikon der Ferienfreude; es bietet für 1970 über 29 000 Objekte mit insgesamt 105 000 Betten an, das sind – nüchtern, trocken ausgedrückt – 18,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
Von Ilse Meudtner
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Als Gast in Japan – in Hotels und Klöstern
Wenn man – in Hotels – japanisch leben möchte, sind die „ryokan“-Hotels empfehlenswert. Hier wird der Gast an- und ausgekleidet, er schläft auf dem „futon“ auf der Erde und ißt in seinem Zimmer.
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Busineßland, Fräuleinland, Expoland
Gesang beim Sake
Vogelgezwitscher oder Radiomusik wecken den Hotelgast, statt der schrillen Telephonklingel. Telephone haben keine Drehscheibe mehr, man drückt Knöpfe.
Von Eka von Merveldt
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Ausflüge um Lissabon (III)
Autobummel durch Korkeichenwälder
Von allen zehn Provinzen Portugals ist das Alentejo die größte, abwechslungsreichste, typischste. Diese Provinz beginnt etwa 50 Kilometer südlich von Lissabon, wird im Osten von Spanien, im Westen vom Atlantischen Ozean und im Süden von der Touristenprovinz Algarve begrenzt.
Von Heidi Wunderlich
- Auto
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Bilanz nach zehn Jahren
Die Optimisten, die vor zehn Jahren, als der Kreiskolbenmotor von Felix Wankel zum erstenmal der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, dem Hubkolbenmotor à la Otto ein frühes Ende prophezeiten, haben nicht recht behalten.
Von Kai D. Eichstiidt
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PS UND PARAGRAPHEN
Das geschah: Der Kläger, unschuldiges Opfer einer Karambolage, hatte sein Auto selbst repariert. Vom Schädiger forderte er den Preis, den eine Werkstatt üblicherweise berechnet hätte.
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Verführt und schafft Gelegenheiten
Das Auto – Mittel zum Sex?
Das Buch heißt „Sex auf Rädern“ (Rico Remberg: „Sex auf Rädern“, PPS-Verlag, Stuttgart, 448 Seiten, 25 Mark). Es enthält als provokative Behauptung und zeugnishafte Anekdote, was der Klappentext andeutet.
- Gesellschaft
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Vierergespräche werden fortgesetzt
Bundesregierung sieht in Berliner Verhandlungen „Ergänzung“ ihrer Ostkontakte
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Massenprozeß in Athen: 34 Angeklagte
Unter starken Sicherheitsvorkehrungen findet in Athen zur Zeit der bisher größte Massenprozeß Griechenlands statt. Angeklagt sind 34 angebliche Mitglieder der Widerstandsorganisation „Demokratische Verteidigung“ (unser Bild), unter ihnen der 69jährige Generalleutnant a.
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Welle von Entführungen dauert an
Deutscher Botschafter in Guatemala gekidnappt – Siebter Menschenraub seit September 1969
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Hamburger Pop- und Blues-Festival 70
Trotz Erfolg eine Pleite
Drei Tage lang Pop-Musik. Das klingt vielversprechend. Für den, der sie mag. Und das ist noch immer die Minderheit. Eine friedliche Minderheit.
Von Helmut Salzinger
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Libanon
Blutige Karwoche
Nach den blutigen Kämpfen während der Karwoche herrscht im Libanon weiter Hochspannung. Den Auseinandersetzungen zwischen palästinensischen Freischärlern und Angehörigen der rechtsgerichteten Falange-Organisation, die mehr als 30 Todesopfer gefordert hatten, folgten während der Osterfeiertage Sprengstoffanschläge auf amerikanische Einrichtungen in der libanesischen Hauptstadt.
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Botero-Ausstellung in Baden-Baden
Paradies der Dicken
An der Kasse kann man Luftballons mit aufgedruckten Figuren kaufen. Wenn man sie aufbläst, hat man keinen Original-Botero in der Hand.
Von Gottfried Sello
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Das Scheidungsrecht ist überholt. Ein Bundestagsabgeordneter der SPD skizziert ein Programm zur Reform
Scheiden tut weh
Das geltende Scheidungsrecht ist seit Jahren Gegenstand nachhaltigen Unbehagens und zunehmender Kritik. Das beweist eine Flut kritischer Äußerungen und Stellungnahmen von Verbänden und die Diskussion im Rahmen beider Kirchen.
Von Mariin Hirsch
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Italien
Wieder Linke Mitte
Nach einer 49 Tage dauernden Regierungskrise in Rom ist es dem christlichdemokratischen Politiker Mariano Rumor gelungen, ein neues Kabinett zu bilden.
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Sihanouk gibt nicht auf
Das südostasiatische Königreich Kambodscha steht am Rande des Bürgerkrieges. In mehreren Provinzen des Landes kam es in den letzten Tagen zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern des entmachteten Staatschefs Prinz Sihanouk und Truppen der neuen Regierung in Pnom Penh unter General Lon Nol.
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Federico Fellinis Film „Satyricon“
Mixtur aus Byzanz und Pop
Fellinis „Satyricon“ ist ein einzigartig verrückter und barbarischer Film, voller Auswüchse und Ungeheuerlichkeiten, das krause und unverdauliche Konzentrat einer unmäßigen Phantasie, ein Kröten-und-Elefanten-Film, Sumpf und Basalt, rotzgrün und weinfarben, ein Trödlerladen und Kitschpalast kultureller und mythischer Schätze und Trivialitäten.
Von Siegfried Schober
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Kämpfe in Laos verschärft
Die Aussichten auf eine baldige Einstellung der Kämpfe in Laos haben sich weiter verschlechtert. Nachdem der laotische Ministerpräsident Souvanna Phouma einen Friedensvorschlag der Pathet-Lao-Bewegung ablehnte, wird in absehbarer Zeit nicht mehr mit der Aufnahme von Gesprächen zwischen den streitbaren Parteien gerechnet.
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Dokumente der ZEIT
„Ich weigere mich formell, zuzulassen, daß die reaktionären Verräter unsere Ideale, Rechte und nationalen Grundsätze zerstören und niedertreten unter Verwendung amerikanischer Dollars oder Bajonette.
- Grundstücksmarkt
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MARKT-GEFLÜSTER
Günter Schmölders, Ordinarius für Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft und Ex-Rektor der Universität Köln, wird im nächsten Jahr emeritiert und möchte aus diesem Anlaß ein kompliziertes Grundstücks-Tauschgeschäft vornehmen.
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Nur wer seriös erscheint, ist angenehm
Ich hatte einmal eine nette Kommune...“ Der Münchner Makler A. hatte den jungen Leuten ein Haus vermittelt das sie gegen einen monatlichen Mietzins von 900 Mark in Münchens Vorstadt anmieteten und eineinhalb Jahre lang ohne besondere Vorkommnisse bewohnten.
Von Ingeborg Zaunitzer-Haase
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Alles bleibt beim alten
Um Paragraphen abzuschreiben, braucht man kein wissenschaftliches Institut zu bemühen.“ Das ist der Kommentar des Deutschen Mieterbundes in Köln zu dem vom Städtebauminister Lauritz Lauritzen nach einigem Zögern (siehe DIE ZEIT Nr.
Von Heinz Heininger
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PREIS-SPIEGEL
Belgiens reizvolle Feriengebiete finden erst seit kurzer Zeit Interesse bei ausländischen Anlegern. Aber man muß schon die belgische Küste oder die Ardennen sehr lieben, um sich dort teuer einzukaufen.
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Die Seeufer sind vollgebaut
Der italienische Immobilienmarkt wird von deutschen Kunden unter ständiger Beobachtung gehalten. Viele Bungalows in den vom Tourismus bevorzugten Gebieten gehören deutschen Staatsbürgern.
- Kultur
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Das Zitat
Diese beiden Sätze sind ebenso beweiskräftig wie auch unbeweisbar. Man muß daher eine recht komplizierte und weitschweifige geistige Arbeit auf sich nehmen, bevor man sich für einen von beiden entscheidet.
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Ein Schauspieler, eine Rolle (IV):
Schwarzfuß Philoktet
Philoktet hatte einen eiternden, von Schlangenbiß vergifteten Fuß. Helmut Griem zu Beginn des Spiels, in dem er den Philoktet spielt, deutlich sichtbar auf dem Rand des Spielpodestes sitzend, zieht sich einen schwarzen Strumpf über den linken Fuß.
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28mal Wandel
In der „Neuen Wissenschaftlichen Bibliothek“ verdienen die jetzt erschienenen „Theorien des sozialen Wandels“ ein besonderes Lob.
Von Martin Jänicke
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Magie und Gesellschaft
Welch bizarre Epoche! Gerade in dem Augenblick, in dem der Positivismus aus allen Lungen bläst, erwacht der Mystizismus und beginnen die Torheiten des Okkulten .
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Im Satz abgebrochen
Es ist jetzt hundert Jahre her, daß auf Thera, einer 75 Quadratkilometer großen Kykladeninsel etwa 100 Kilometer nördlich von Kreta, zum erstenmal Menschen der Neuzeit auf Spuren der vor dreieinhalb Jahrtausenden untergegangenen Hochkultur der Minoer stießen.
Von Gerhard Prause
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Wie Onkel Tacitus starb
Die Geschichte, wie Onkel Tacitus starb, ist bislang noch nie erzählt worden. Alle Eingeweihten haben seinen Wunsch geachtet, den Mantel des Schweigens darüber auszubreiten.
Von Klaus Millau
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KRITIK IN KÜRZE
„Junge Knaben beim Spiel“, Erzählung von Draginja Dorpat. Sympathisanten, Aspiranten, Damen und Delegierte aus der Provinz“ treffen sich zu einem Informations-Sit-in im Landhaus eines reichen,„gigsüchtigen“ Apothekers.
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Im Amt zerbrochen
Vor nun fast einem Jahrhundert war er die Sensation des jungen Deutschen Reichs und der europäischen Diplomatie – der Konflikt zwischen Bismarck und Arnim, zwischen dem ersten Reichskanzler und dem ersten deutschen Botschafter im geschlagenen Frankreich nach 1871.
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ZEITMOSAIK
Die Hans-Christian-Andersen-Medaille, prominenteste Ehrung auf dem internationalen Kinderbuchmarkt, wurde von einer aus 36 Ländern in Ost und West bestehenden Jury für das Jahr 1970 einstimmig dem Amerikaner Maurice Sendak zugesprochen.
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Schlamm für Enteignung
Freimütig gesteht der Betrachter am Bildschirm, daß ihn seit vielen Jahren kein Augenblick stärker erregt, keine Sekunde sein rot pochendes Herz mächtiger bewegt hat als jener Moment, da verwegen gekleidete Gestalten, blankbusige Mädchen und bärtige Männer, Berlins Kommunarden, unter dem Ruf „Willi! Willi!“ einen Mann auf den Schultern aus dem Gerichtssaal heraustrugen, den man bis dahin für der APO ingrimmigsten Gegner und den Todfeind der Linken ansah: Nicht Willy Brandt, nicht Willi Stoph, sondern keinem Geringeren als William S.
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Als die Liberalen regierten...
Die Geschichte des deutschen Liberalismus ist bis heute nicht geschrieben worden. Auch die „bürgerliche“ Geschichtswissenschaft hat sich seit 1945 weit intensiver mit der Geschichte der sozialistischen Arbeiterbewegung als mit der Geschichte des liberalen Bürgertums befaßt.
Von Reinhard Riimp
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Die Stones unter den Tisch gerockt und gerollt
Popmusik auf dem schwarzen Markt? Die Idee klingt ein wenig abstrus. Denn das Geschäft mit Folk-, Pop- und Rockmusik wird heute zwar mit Vorliebe in psychedelisch-bunten Läden abgewickelt, aber die Firmen machen aus den von ihnen erzielten Umsätzen kein Hehl: 1969 erreichte die Schallplattenindustrie in den Vereinigten Staaten den Rekordumsatz von über zwei Milliarden Dollar.
Von Franz Schöler
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Be–er–de?
Abkürzungen sind unschön. Verkehrsampeln auch. Das will heißen, daß diejenigen, die sich mit sprachlichem Feingefühl gegen die Abkürzungssucht wehren, ein wenig übersehen, wie sehr in einer Welt der Fernschreiben, der kürzelhaften Verständigung Abbreviaturen zwangsläufig geworden sind.
Von Hellmuth Karasek
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Das Vermächtnis von Buchenwald
Als Willy Brandt im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald an den Gedenkstätten für den Sozialdemokraten Breitscheid und den Kommunisten Thälmann Blumensträuße niederlegte, hat merkwürdigerweise keine deutsche Zeitung – weder im Osten noch im Westen – an das „Buchenwalder Manifest“ erinnert, das erste Bekenntnis zur Einheit der deutschen Arbeiterklasse, entworfen vor fünfundzwanzig Jahren von dem Sozialdemokraten Hermann Brill.
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Pommerland ist abgebrannt
Hans Werner Richter ist in die Literatur zurückgekehrt. Vom Stuhl des Mentors der Gruppe 47 hat er sich wieder unter uns Sterbliche begeben, wo der rauhe Ton der Kritik herrscht, aber auch die dauerhafteren Ehren vergeben werden, die den Funktionären und Moderatoren versagt bleiben.
Von Martin Gregor-Dellin
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Brecht – unser neuer Schiller?
Das Schönste an Brechts 1948 geschriebenem Stück „Die Tage der Commune“, das jetzt – nach der Aufführung vor rund zwei Jahren vom Berliner Ensemble – in Stuttgart für die Bundesrepublik erstaufgeführt wurde, ist jener gelebte Augenblick der errungenen Freiheit und verwirklichten Utopie, ist jener Moment, da von dem Pariser Proletariat aller Druck abgefallen ist, es für einen Moment glauben kann und darf, die Welt der Staats- und Kaufzwänge, der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen sei vorüber.
Von Hellmuth Karasek
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Ausverkauf im Anderen Kino
Die Mammutschau deutscher Kurzfilme für den internationalen Wettbewerb in Oberhausen
Von Wolf Donner
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Unser Seller-Teller März 1970
DDR: Tolstoi, „Krieg und Frieden“; Prus, „Pharao“; Autorenkollektiv, „Operationsforschung in der sozialistischen Wirtschaft“; Träger, „Einführung in die Molekularbiologie“; Schramm, „Krebs – Wachstum wider das Leben“ (laut Literaturbeilage des „Neuen Deutschland“ 3/70).
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Studienreform per Buchreihe
Die vielen Buchreihen, Bibliotheken, Editionen, die auf dem Büchermarkt angeboten werden, sind seit etwa vier Jahren um ein umfängliches Unternehmen des Verlages Kiepenheuer & Witsch vermehrt worden.
Von Günter Plum
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Unsere Paradiese
Gestern in diesem großen Selbstbedienungsladen ging es mir wieder blitzschnell durch den Kopf: Natürlich, das genau ist es, und darüber wolltest du doch schon immer etwas schreiben, nicht wahr? Vergiß das nicht, halt es fest, es ist wichtig, obwohl es natürlich auch wieder lächerlich ist, lauter Nebensachen.
Von Hotst Krüger
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Zum Beispiel Düren
Kaum ein junger Lehrer will in die Provinz. Aber für den, der sein Lehramt in Düren antreten muß, gibt es Schlimmeres. Referendare, die von der Universität in Köln kommen oder von der Pädagogischen Hochschule, brauchen nicht einmal umzuziehen, sofern sie Autobesitzer sind oder linksrheinisch wohnen und einen Bahnhof in der Nähe haben: Düren liegt an der Autobahn Köln–Aachen und ist mit dem Zug zwanzig Minuten von Köln entfernt und zehn Minuten von Aachen.
Von Nina Grunenberg
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Kunstkalender
Im wiederhergerichteten Alten Kurhaus, das aus dem späten Rokoko stammt, hat Aachen ein Museum für aktuelle Kunst eröffnet, keine provinzielle Angelegenheit, sondern progressiv, auf internationalem Niveau.
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Vergreist geboren
Zwei allzu lange Jahre schon existiert jetzt die Filmförderungsanstalt (FFA) des Bundes. Diese Tatsache ist für die Herren ihres Vorstands Anlaß genug, sich mit dem neuesten Schwank von dem früher einmal berühmten Regisseur Wolfgang Staudte und mit einem Grundsatzreferat über den kolossalen Erfolg der Anstalt und ihres Bestehens unter die Leute zu Anstalt Da erzählt dann beispielsweise ein Robert Backheuer, daß die Attacken auf die FFA in erster Linie von falsch unterrichteter Seite kämen: Es wäre irrig zu glauben, die FFA sei die Folge eines Kulturgesetzes, vielmehr fuße sie auf einem Wirtschaftsgesetz.
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Fernsehen
Seid nett zueinander
Der Gründonnerstag war diesmal den Zeitungsmagnaten gewidmet. Im ZDF sollte Springer persönlich erscheinen (tat’s aber nicht), die ARD hielt sich derweilen an Augstein (dargestellt von Peter Pasetti), indem sie der Spiegel-Affäre gedachte.
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Die letzten Neuheiten auf der Kirchenorgel
Auf die beiden Lautsprecher neben dem Altar wird man erst nach einiger Zeit aufmerksam, wenn nämlich plötzlich in das Säuseln und Brummein tiefer Orgelregister das Klingeln eines Weckers einbricht.
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DIE NEUE SCHALLPLATTE
Immer wieder versucht jemand das „Gesamtkunstwerk“. Neben der großen Multi-Media-Bewegung unserer Tage spielt der Italiener Sylvano Bussotti nur eine kleinere Rolle: Er intendiert das Gesamtkunstwerk seines Schaffens.
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Erstaunliche Möglichkeiten des Gedächtnisses
Als ich bei meinem Freund W. R. Borg ankam, konnte ich nicht ahnen, daß ich Zeuge eines wirklich außerordentlichen Schauspiels sein und dabei ein Verfahren zur erheblichen Verbesserung meines Gedächtnisses kennenlernen würde.
Von E. Barsan
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FILMTIPS
Im Fernsehen: „Die Sammlerin“ (1967), von Eric Rohmer. Eine von mehreren „Moralischen Geschichten“ in der Tradition Voltaires und La Bruyères, deren jede einen Testfall konstruiert.
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„Dann ohne mich!“
Heute – mehr als zwanzig Jahre nach der „Deutschen Katastrophe“ (Friedrich Meinecke, 1946), nach „Wahn und Wirklichkeit“ (Erich Kordt, 1948) – ist eine Unmenge Publikationen verfügbar, die über das Dritte Reich berichten, die keinen naiven Antifaschismus bieten, sondern Analysen.
Von Werner Homung
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ZU EMPFEHLEN
Der alte Ben Gurion, der sich auf der Feuerleiter des Waldorf-Astoria-Hotels zu Bundeskanzler Adenauer begibt; Staatssekretär Shimon Peres und Asher Ben Nathan in geheimer Mission auf vereister Autobahn dem Haus von Franz Josef Strauß entgegeneilend; Generalstaatsanwalt Bauer, der dem israelischen Geheimdienst die Information über Eichmanns Versteck zuspielt – diese und andere aufregende Details aus zwanzig Jahren deutsch-israelischer Beziehungen enthüllt die Korrespondentin Inge Deutschkron in der ersten Monographie über eines der spannendsten, trickreichsten und ressentimentgeladensten Kapitel bundesrepublikanischer Geschichte.
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Aus den Hauptstädten der Welt
Wiens Flieder und Finken
Wiens Opernskandale, einstmals von einer leuchtenden Gloriole umgeben, sind nicht mehr, was sie einmal waren. Vorbei die Zeiten, da das Staatsopernpersonal Karajan das Licht abdrehte und da im Zeichen der neuen Fünftagewoche Brünhilde zwar auf ihrem Felsen eingeschläfert, hinterher aber nicht mehr aufgeweckt werden konnte.
Von Otto F. Beer
- Länderspiegel
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Prominenter Geburtshelfer vor Gericht
„Es kann mal passieren...“
Einer der prominenten Frauenärzte Deutschlands, der Hamburger Gynäkologe Dr. Rudolf Hellmann, wurde unter der Anklage des versuchten Totschlags an einem Siebenmonatskind vor ein Schwurgericht gestellt.
Von Karl-Heinz Janßen
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Jumbo und die 20 000
Wäre ein Elefant höchstselbst, einer von Hagenbeck, dem mit Großtierhandlung verbundenen Hamburger Zoo, über die Hansestadt hinweggeflattert, an Fledermausflügeln oder sonstwie – die Sensation hätte kaum größer sein können, als es am Ostermontag die Ankunft des ersten Jumbo-Jets für die Deutsche Lufthansa war.
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Die Moral geht über alles
Ein evangelischer Pfarrer in Düsseldorf stellte die Moral eines einzelnen über das Wohl von über hundert unmündigen und behinderten Kindern: Pastor Ernst Schmittart hat es in einem Konflikt mit dem Erzieher Helmut Wasserscheidt erreicht, daß nur noch die Schließung des Oberlin-Heimes für Kinder aus zerrütteten Ehen und unerträglichen Wohnverhältnissen als Lösung bleibt.
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Moralischer Portier
Sie trägt ein langes, rotes Kleid mit schwarzen Sternen, eine grobgehäkelte bunte Weste, keinen BH, schwarze Strümpfe und rote Schuhe.
Von Felickas Zscbocke
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Sie haben den Chef nicht mehr nötig
Wenn man in Herdecke, von der Autobahn kommend, sich an der einzigen großen Verkehrskreuzung des Ortes rechts hält, dann fällt zum erstenmal ein nagelneues Hinweisschild „Krankenhaus“ ins Auge.
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Bürgerkriegsspiele
Das Luftwaffenausbildungsregiment I im schleswig-holsteinischen Pinneberg vermittelte den Soldaten politische Bildung auf dem Truppenübungsplatz.
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Immer wieder: Vera Brühne
Was Anwälte und Journalisten in jahrelangen Bemühungen nicht vermochten, könnte jetzt einem Schriftsteller gelingen: Die Öffentlichkeit so aufzurütteln, daß die Justiz dem Drängen nach Wiederaufnahme des Mordprozesses gegen Vera Brühne und Johann Ferbach nachgibt.
- Lebensart
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Kopfnüsse
Ein professioneller Killer soll innerhalb einer Woche dreizehn Personen aus dem Weg räumen. Für jeden Tag hat er jedoch nur zwei Patronen zur Verfügung.
Von Joachim Schwedhelm
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J.M-M: Straßensperren
In Westdeutschland dürfen Lastwagen von mehr als 7,5 Tonnen sonn- und feiertags von Mitternacht bis 22.00 Uhr nicht fahren. Sie dürfen es schon Samstagnachmittag nicht auf den Autobahnen.
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Logelei
Wie Sie sich erinnern, hatten wir am vergangenen Freitag zusammen mit unserem gemeinsamen Freund Dreinudel im Gasthaus gesessen.
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Rudolf Walter Leonhardts Fernöstliches Tagebuch (II)
Die Expo gehört den Kindern...
Asiaten, also auch Japaner, seien unendlich geduldig. Das hatte ich gelesen. Gemerkt habe ich davon bisher noch wenig. Hektisch läuft das Leben auch in Japan.
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„Schulangst“ schreckt ab bei der Mitbestimmung
Elternrecht, was heißt das schon?
Wenn man als „engagierte Mutter“ mehr als fünfzehn Jahre Mitarbeit in Elternbeiräten oder Schulpflegschaften, und das in drei verschiedenen Bundesländern, hinter sich hat, wächst die Versuchung, beim Stichwort „Elternrecht“ nur noch müde die Achseln zu zucken.
Von Helene-Marie Krapp
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Eine Salbe macht noch keinen Sommer
Ich fühle mich verpflichtet, auf einen Umstand aufmerksam zu machen, der, besonders jetzt in den ersten Frühlingstagen, von der Öffentlichkeit leichtfertig übersehen wird: der Umstand nämlich, daß in weniger als sechs Monaten Oktober ist.
Von Wolfram Siebeck
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Flüssige Limericks
Von Helmut Liepelt
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Später Dank an Würdenträger
Nicht wenige von denen, deren Leistung es hier zu würdigen gilt, sind schon nicht mehr unter uns. Keiner von ihnen blieb ohne Nachruf.
Von Hansjürgen Schubert
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Künstlerpech
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Ein Kernproblem im Strafvollzug
Zwangsarbeit für 20 Mark im Monat
Niemand zweifelt: Die Arbeit ist das sicherste Mittel, einen Rechtsbrecher an ein geordnetes und geachtetes Leben in der bürgerlichen Gesellschaft zu gewöhnen.
Von Hans Peter Bull
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„Ne Alkoholfahne wie’n Heiligenschein“
Die unterirdische Leistungsgesellschaft – Schon zwanzig Jahre im Bunker zu Bremen
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Keine Hilfe mehr
Gabriela Alexandra Freiin zu Wagefels ist, kaum daß sie ins Licht einer breiten Öffentlichkeit getreten war, dahingeschieden.
- Lesebriefe
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Kranz vom Flugzeug
Der erwähnte „zweite deutsche Läufer“, der später aufgab, war Rudolf Böcher von der Berliner Teutonia. Übrigens: Nicht nur sangen die Zuschauer damals im SCC-Stadion das Deutschlandlied, ein Sportflugzeug warf aus niedriger Höhe einen großen Siegerkranz ab.
- Leserbriefe
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Sind Ostpreußen lächerlich?
Bisher habe ich mich nicht voll hinter die Politik der Vertriebenen verbände gestellt, im Gegenteil, ich habe sie teilweise kritisiert.
Von Werner Funk, Sprendlingen
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Lamentieren gehört in die Mottenkiste
Beim Lesen Ihrer Beiträge „Anarchistischer Arzt“ und „Schwierigkeiten bei einer Habilitationsarbeit ...“ wird einem wieder einmal so recht klar, daß die Endlösung der deutschen Hochschulfrage nur durch eine baldige Liquidation der reaktionären Professoren-Mafia zu erreichen sein wird.
Von Hamburg
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Genießen mit Schuldgefühl
Die Menschen lassen sich in zwei Klassen einteilen: in solche, die Geld haben, und in solche, die kein Geld haben. Erstere fahren im Sommer nach Mallorca, letztere im Winter.
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Alexander Dubcek und Ota Sik mußten abtreten. Jetzt drehen die konservativen Wirtschaftsplaner in der CSSR die Uhr wieder zurück
Wie man lahme Enten züchtet
Anderthalb Jahre brauchten Prags orthodoxe Kommunisten, ehe sie es wagen konnten, wieder Opa Stalins ausgetretenen Weg der zentralen Planwirtschaft zu beschreiten.
Von Joachim Nawrocki
- Sport
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Weder Fisch noch Wurm
Das Tier heißt Tullimonstrum gregarium, gleicht auf den ersten Blick einem Fisch, auf den zweiten einem Wurm und entpuppt sich bei genauem Hinsehen als ein Unikum, das mit keiner bekannten Tierart zu vergleichen ist.
Von Jürgen Dahl
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Psychologen: Nicht mehr hinab zu den Müttern
Die „Aktionsgemeinschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie existiert noch nicht; auf einer Mini-Pressekonferenz machte sie gleichwohl schon von sich reden.
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Olympisches, Politisches, Versöhnliches:
München, Moskau und das Mißtrauen
Konstantin Andrianow ist zweifellos der führende Sportfunktionär im Ostblock. Er ist Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) der UdSSR.
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Moderne Fußballmythologie
Nichts scheint mir uninteressanter zu sein, als noch eine Fußballweltgeschichte anzuzeigen. Das Material ist bekannt, die Darstellung gewöhnlich so langweilig wie das „Nachspielen“ am Stammtisch alter Skatfreunde.
Von Alex Natan
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Für Unterwäsche
Sie sind fröhlich für Unterwäsche (Uwe Seeler), testen Uhren (Gerd Müller), posieren schokoladebeißend (Rudi Altig). Drei Profis, drei Namen, drei Markenzeichen.
Von W. S.
- unzugeordnet
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Erfolgsbilanz deutscher Investmentfonds
Nur mit Verstand
Seit einem Jahr ist die Erfolgsbilanz der meisten deutschen Investmentfonds wieder negativ. Ausnahmen; bilden im wesentlichen Adiverba, ein Fonds, der Bank- und Versicherungsaktien repräsentiert, sowie der Brauereifonds, dessen günstiges Abschneiden mit der Konzentrationsbewegung in der deutschen Brauwirtschaft zusammenhängt.
Von Heinz Steinberg