Unter der Überschrift „Was das Aufsichtsamt nicht weiß“ haben wir uns, meine verehrten Leser, in der Ausgabe Nr. 16 vom 17. April 1970 über den Par Fund unterhalten. Par Fund ist ein relativ neuer „Landerschließungs“-Fonds, der durch seine aggressiven Methoden viel von sich reden macht. Sozusagen als „Einstand“ handelte sich der in Luxemburg zugelassene Fonds eine „einstweilige Verfügung“ wegen seiner Werbung ein.

Dazu teilt mir der Par Fund mit:

„Die einstweilige Verfügung, die die Frankfurter Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs vor Wochen gegen die Werbung des Fonds erwirkt hatte, ist durch einen Vergleich längst aus der Welt geschafft worden. Danach ist es dem Par Fund nicht verwehrt, in seiner Werbung die Wertzuwachsgarantie von 15 Prozent zu erwähnen, wenn in gleicher Schriftgröße und im gleichen Zusammenhang darauf hingewiesen wird, daß die Garantie sich auf einen Zeitraum von achtzehn Monaten und auf den Nettowert der Anlage bezieht.

Mit Ihrer Bemerkung, niemand dürfe bei Verkäufen der Par-Fund-Zertifikate Auskünfte oder Darstellungen geben, die in dem Verkaufsprospekt vom 1. Januar 1970 nicht enthalten sind, erwecken Sie bei den Anlegern Zweifel hinsichtlich der Seriosität der Garantie. Tatsächlich sind solche Zweifel jedoch nicht berechtigt. Im übrigen ist gerade diese Garantie zwischen dem Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen und der IMCA Anlageberatung GmbH (Tochtergesellschaft der in Panama beheimateten Verwaltungsgesellschaft des Par Fund) wochenlang ausführlich diskutiert worden, weil das Amt die Interessen des Sparers klar sehen wollte, Ergebnis: Wie bereits erwähnt, darf der Fonds nach wie vor von dieser Garantie werblichen Gebrauch machen.“

Dazu meine Meinung: Da die Gewinngarantie von 15 Prozent auf den Nettowert nur für Anlagen galt, die vor dem 30. April vorgenommen worden sind, kann das Thema zu den Aktien gelegt werden. Klarstellen muß ich jedoch, daß sich diese Garantie auf den Nettowert (also angelegter Betrag abzüglich gezahlter Provision) bezieht.

Jetzt wieder der Par Fund:

„In Ihrem Artikel heißt es, zu den Ankaufsgebühren komme noch eine Rücknahmegebühr von zur Zeit einem Prozent des Reinvermögens. Ursprünglich war eine solche Gebühr zwar vorgesehen (wie sich auch aus dem-Prospekt vom 1. Januar 1970 ergibt). Sie ist jedoch längst gestrichen worden.“