Zeitspiegel

„Ich will lieber ein Präsident mit nur einer Amtsperiode bleiben, als ein wiedergewählter Präsident, der Amerika zu einer zweitrangigen Macht degradiert sieht, die zum erstenmal in ihrer stolzen 190jährigen Geschichte eine Niederlage erleidet Richard Nixon „In unseren Gefängnissen gibt es heute 5000 leere Plätze Gustao Husdk .

„Diplomatie ist kein Fußballspiel, das mit einem für jedermannsichtbaren Torverhältnis endet Walter Scheel „Wir sind, so wie wir erscheinen, keineswegs in allem das Idealbild für die Menschendrüben Bainer Barzel „Ich bin kein Catcher "

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„Ich bin der Prototyp eines Intellektuellen , „Mao hat ein Buch über Taktik geschrieben - aber das hat nichts mit meiner politiscBfia Einstellung zu tun, wenn ich Mao lese "

Am Hosenanzug der SPD Bundestagsabgeordneten Lenelotte von Bothmer schieden sich die Geister. Nachdem Bundestagsvizepräsident Richard Jaeger (CSU) sich als Hosenfeind zu erkennen gab, bekam Frau von Bothmer eine Flut von Briefen. Ein anonymer Schreiber aus Schwäbisch Gmünd: „Sieh da, eine superrote Adlige! Ein unanständiges, würdeloses Weib! Armes Deutschland, so tief bist du gesunken mit den roten Parteiweibern!" Artur E aus Heilbronn beschwerte sich gar beim SPD Parteivorstand über Frau von Bothmer. Der Hosenanzug, so klagt er, sei ein Zeichen für die schwindende Moral der Frau.

Willy Brandts Feststellung, am 8. Mai 1945 sei Deutschland „zugleich besiegt und befreit" worden, löste jetzt eine Polemik der ostpreußischen Landsmannschaft aus. Im Pressedienst der Landsmannschaft hieß es: „Brandt war nicht Deutschland und Brandt ist nicht Deutschland . Der Bundesbürger muß sich darüber klar werden, daß auch seine Heimat an Weser, Isar und Rhein im höchsten Grade gefährdet ist, wenn Ostpreußen und Schlesien endgültig und mit Brief und Siegel versehen der Annexion anheimfallen "

In dieser Woche feierte die UdSSR den „Tag der Sowjetpresse". Die rund 8000 sowjetischen Zeitungen haben zur Zeit eine Gesamtauflage von mehr als 130 Millionen Exemplaren. Rekord Auflagenhöhe erreichen das Organ der Kommunistischen Partei, die Sowjet herausgegebene Iswestija, (8 3 Millionen). Es folgen die Komsomolskaja Prawda. werkschaftszeitung Tmd (4 1 Millionen). Außerparlamentarische Hilfestellung gibt die Humanistische Union dem Bundestag bei den Beratungen zum Entwurf des Städtebauförderungsgesetzes. In dem Gesetzentwurf sind Voraussetzungen für gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse (Licht, Luft und Sohne) bis ins Detail aufgeführt. Nähere Ausführungen über die erforderlichen gemeinnützigen Anlagen, so stellt die Humanistische Union in einem Brief an den Bundestag fest, fehlen jedoch in dem Entwurf. Immerhin gibt es in Großbritannien zwanzigmal mehr Kinderspielplätze als in der Bundesrepublik, die mit ihrer Zahl an solchen Plätzen an letzter Stelle in Europa liegt: „Durch die Aufzählung derartiger Anlagen soll es den Gemeinden erschwert werden, deren Bedeutung zu übersehen "

Die amerikanische Automobilarbeiter Gewerkschaft (UAW) fordert die Rüstungsindutrie heraus. Dem Senat unterbreitete sie einen Gesetzesvorschlag, der die Umstellung der Rüstungsbetriebe auf Friedensproduktion vorsieht. Einer der Punkte des Vorschlages: ein staatlicher Treuhandfonds, der aus den Gewinnen aller Rüstungsunternehmer gespeist werden soll. Aus dem Fonds sollen Belegschaftsmitglieder unterstützt werden, die bei der Umstellung auf Friedensproduktion umgeschult: werden und Lohnminderungen in Kauf nehmen müssen. ärgert sich über den neuen Fremdenführer für Polen, der in Warschau in englischer Sprache erschien. Sie bezeichnet ihn als einen „Selbstunterricht für Unzufriedene". Als Kostproben zitiert die Zeitschrift aus dem amtlichen Führer: „Das Zimmer gefällt mir nicht. Die Matratze ist völlig ruiniert. Die Bettwäsche ist ganz einfach schmutzig. Mein Zimmer ist nicht aufgeräumt. Es kommt kein warmes Wasser. Das Licht ist ausgegangen. In meinem Zimmer ist es zu kalt. In der Rechnung ist ein Fehler " Unverständlich, so findet die satirische Zeitschrift, sei nach diesen Klagesätzen, die der Besucher am besten auswendig lernen sollte, die Schlußfolgerung: „Ich werde das Hotel meinen Freunden empfehlen "

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