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Ausgabe 37/1970

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Wieder eine Deutschstunde
ZDF, Mittwoch, 2. September: „Literarisches Colloquim“ Jetzt pfeift es das ZDF zu nachtschlafender Zeit von allen Bildschirmen: der Deutschlehrer vor der Klasse – ratlos.
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Ausgestorben
Deutschlands Unternehmer können, was den Fortbestand ihrer Spezies und ihr Ansehen in der Öffentlichkeit angeht, beruhigt sein.
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Michael Jungblut:
Alte Phrasen still begraben
Vielleicht wird man in einigen Jahren feststellen müssen, daß die Wähler den Unionsparteien im vergangenen Herbst doch die größere Chance gegeben haben: Statt sich in der ununterbrochenen Regierungsverantwortung weiter, zu verschleißen, erhielten sie die Möglichkeit, ihre überkommenen politischen Positionen, auf der Oppositionsbank kritisch zu überdenken.
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Hellmuth Karasek:
Deutschland, deine Dichter
Die Dichterlesung findet in Deutschland meist in geschlossenen Räumen geschlossener Ortschaften statt. Eine Buchhandlung Wendelich an: Ort gibt auf Plakaten stolz bekannt, daß es ihr gelungen ist, den bekannten XY zu einer Lesung aus seinem Lyrikband „Lauter lose Blätter“ oder besser: aus seinem Dokumentationsband „Akzelerationen“ zu gewinnen.
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Leipziger Herbst-Buchmesse
Zeit zu richtig langen Gesprächen
Nach Leipzig, drei Wochen vor der Frankfurter Buchmesse: Wer als „Büchermensch“ diese Reise unternimmt, muß schon in sehr dringlichen Geschäften reisen, oder aus Anhänglichkeit an den traditionellen Messeplatz, dem bereits Lessing bescheinigte, er sei ein Ort, „wo man die ganze Welt im kleinen sehen kann“.
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ZEITMQSAIK
Das im Dezember 1967 verabschiedete Filmförderungsgesetz verfolgt einen „wirtschaftsfördernden Zweck“ und ist nicht verfassungswidrig, befand ein Berliner Verwaltungsgericht.
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Im Sumpf
Die IOS-Affäre hat eine neue Wende genommen. Nicht nur weil der Gründer von Investors. Overseas Services, Bernie Cornfeld, wieder in den Aufsichtsrat der Gesellschaft reumütig zurückgeholt worden ist, aus dem er erst vor wenigen Wochen herausgewählt worden war, sondern in erster Linie durch die Tätigkeit von Harold Lever, Minister in der abgewählten englischen Labour-Regierung.
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So geht’s auch
Sommerlich heitere Atmosphäre lag über dem Film: Urlaub am Luganer See, Strandleben, in Timmendorf, Camping im Westerwald, eine Motorjacht – die Wirtschaftspolitik macht Ferien.
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REPORT AUS BONN
„Das war die beste Veranstaltung seit Adenauers Zeiten, urteilte Herbert Huber, Geschäftsführer des Wirtschaftsbeirates der CDU/CSU, über die letzte Nürnberger Beiratssitzung.
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Fernsehen
Emma II
Wenn man von einer Dame zur anderen wechselt, kann es Übergangsschwierigkeiten geben. Auch wenn die erste Dame Emma heißt und die zweite Tara.
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Rolf Liebermann wird sechzig
Die Masken des Musikers
Von zwanzig bis zweiundzwanzig Uhr feierten ihn (und die Altmeister Ernst Krenek und Frank Martin) letzten Montag Wolfgang Sawallisch und das Philharmonische Orchester.
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Vergleich ohne Sinn
Es wäre möglich gewesen, einen Film mit dem Titel „Zwei Schwestern“ zu machen, der, am Beispiel von Babette Gross und Margarete Buber-Neumann, das Schicksal von Frauen veranschaulicht hätte, die einen großen Teil ihres Lebens an der Seite von Kommunisten verbrachten, Hoffnungen und Enttäuschungen miterlebten, die Dialektik von Solidarität und Selbstverrat kennenlernten, die Entscheidung zwischen der Treue gegenüber der Revolution und der Treue gegenüber der Partei in der Stalin-Ära.
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Arabisches Roulett am Himmel
Es gab keinen Absturz, keine Katastrophe; und doch war der vergangene Sonntag ein schwarzer Tag für die Weltluftfahrt: Die Entführung von drei Transatlantikmaschinen, zwei amerikanischen und einer schweizerischen, nach Kairo und auf einen Feldflugplatz bei Amman; der Kampf an der Cockpittür des israelischen Flugzeugs, das dann in London landen konnte; die fanalhafte Sprengung des Jumbo-Jets in Kairo; und schließlich sechshundert Menschen in Händen der Entführer – das alles hat mit der Luftpiraterie „à la Cuba“, die in die Witzblätter einging, oder mit jener Flugzeugentführung „auf italienisch“, mit der ein neurotischer Heimwehkranker im vergangenen Jahr Schlagzeilen machte, nichts mehr gemein.
Von Alexander Rost
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Ein Ostberliner berichtet:
Hoffen auf Willy Brandt
Sebastian Haffner hat mich sehr enttäuscht. Von Guttenberg und jedem Springer-Journalisten kann man den notorischen Rückwärtsgang erwarten, doch wenn Haffner bei der richtigen Verteidigung des Moskauer Vertrages sich zur moralischen Anerkennung der fortschrittlichen DDR hinreißen läßt, dann wird man selbst hier, in der Provinz, hellhörig!“ Marga S.
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Die Kleinen haben es schwer
Die Tschechoslowakei teilt mit Polen einige geschichtliche Erfahrungen. Sie wurde 1939 Opfer der Deutschen, und ihr Bündnis mit den Westmächten half ihr gar nichts.
Von Peter Bender
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Das Fähnlein der Enttäuschten
Walter Scheel sei „arm dran und einer der unglücklichsten Menschen der Welt“, wenn es dem Außenminister nicht gelinge, aus Moskau ein befriedigendes Verhandlungsergebnis zurückzubringen.
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ZEITSPIEGEL
Die Arbeitslosenziffer der Afro-Amerikaner stieg im vergangenen Jahr um fünfzehn Prozent. In den USA waren im gleichen Zeitraum 31 Prozent, in Detroit 40 Prozent und in Los Angeles 46 Prozent aller jugendlichen Neger ohne Beschäftigung.
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Ein Westberliner berichtet:
Vitamine auf den Tisch
Da ist der pessimistische Rentner, der meint, es werde alles immer schlechter. Er will seine Laube ausbessern und bekommt dafür weder die hundert Ziegelsteine noch den Sack Zement, noch die fünfzölligen Nägel.
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Bismarcks Schritt vom Wege
Sedan – Sieg ohne Segen (II): Die Annexion Elsaß-Lothringens – Verbrechen oder Notwendigkeit?
Von Karl-Heinz Janßen
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Christen machen ernst
Der Weltkirchenrat unterstützt den Widerstand gegen Südafrikas Rassenpolitik
Von Sepp Binder
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Wirrwarr in der CDU
Zu Beginn des zweiten Regierungsjahrs der sozial-liberalen Koalition präsentiert sich die Opposition in schlechter Verfassung.
Von Carl-Christian Kaiser
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„Ich bin kein Staatsschauspieler“
Was hat ein Staatsoberhaupt zu erledigen, was zu ertragen? Mancherlei – etwa Hände schütteln und den Kopf hinhalten. Das eine ist beschwerlich, das andere ärgerlich, Bundespräsident Heinemann kann es aus erlittener Erfahrung bezeugen.
Von Werner Höfer
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Das große außenpolitische Thema dieses Herbstes ist Berlin. Worum es geht, schildert die ZEIT in einer dreiteiligen Serie
Der Zwang, mit der DDR zu leben
So ausschlaggebend die Verbindungen West-Berlins mit der Bundesrepublik für die Lebensfähigkeit dieser Stadt sind, so bedeutsam ist auch die Rolle der DDR in und um Berlin.
Von Joachim Nawrocki
- Wirtschaft
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Zitat der Woche
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Der Rausch ist vorüber
Jahrelang hat ein unaufhaltsamer Kunstboom gerade die Sommerauktionen der Moderne zu sensationsverdächtigen Aktionsfeldern für Sammler, Händler und Spekulanten gemacht.
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KARRIERE
Jürgen Tern, ehemaliger Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, wird möglicherweise künftig Mainzer Studenten in Publizistik einweisen.
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Lufthansa
Wenn die Kabine streikt
Gerhard Frühe, seit kurzem Vorstandsmitglied der Deutschen Lufthansa für den Bereich Personal, spottete über sich selbst: „Es hat nur der Bestellung eines Vorstandsmitgliedes für Personalfragen bedurft, um einen internationalen Ausnahmezustand zu beenden.
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ZEITRAFFER
Viktor Emanuel Preusker, Präsident des Zentralverbandes der Haus- und Grundbesitzer, hat Forderungen nach einem Mietpreisstopp zurückgewiesen.
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Trostlose Aktienmärkte bis zum Jahresende?
Dazu der Wochenbericht der Dresdner Bank: „Die Kostensteigerungen werden nicht kleiner werden. Da der Markt entsprechende Preise im allgemeinen nicht hergibt und die Rationalisierungsreserven immer geringer werden, dürfte die jetzt schon bestehende Tendenz der Ertragseinengung in den kommenden Monaten eher noch ausgeprägter werden.
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Die ehrbaren Kaufleute von Moskau
Heinz Hufnagel, mit langen Osthandelserfahrungen ausgestatteter Verkaufschef von Deutschlands zweitgrößtem eisen- und stahlverarbeitenden Unternehmen, der Düsseldorfer Mannesmann AG, dämpft die allzu optimistischen Osthandelserwartungen nach dem Abschluß des deutsch-sowjetischen Vertrages: „Für eine Euphorie besteht kein Anlaß.
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Börsen-Report
Spiel mit Exoten
Abkehr von den klassischen deutschen Aktien und Wendung zu den Nebenwerten und sogenannten Exoten – so sieht es zur Zeit in den deutschen Börsensälen aus.
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ARBEITSMARKTTELEGRAMM
Für die Akademiker in der chemischen Industrie laufen in den Bezirken Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Tarifverhandlungen.
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AUS UNTERNEHMUNGEN
Die Bremer Treuhand Gesellschaft für Wohnungsbau GmbH feierte in diesem Jahr ihr zwanzigjähriges Bestehen. In dieser Zeit hat sie rund 30 000 Wohnungen gebaut.
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Englische Stahlindustrie
Zu groß für die EWG?
Die Engländer spekulieren über eine Schützenhilfe der EWG zur Lösung eines nationalen Problems: Die EWG-Wettbewerbsgesetze sollen der konservativen Londoner Regierung eine gute „Ausrede“ für die Entnationalisierung der britischen Stahlindustrie liefern.
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Elektronen-Rechner auch im Ostblock gefragt
Computer-Bande mit Moskau
Die Prognose war sehr vorsichtig und zurückhaltend: Das Haus Siemens hofft im nächsten Jahr Aufträge im Wert von etwa 40 Millionen Mark für Datenverarbeitungsanlagen aus den Ostblockländern buchen zu können.
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Der Tod zahlt Dividende (V und Schluß) Von George Thayer
Die roten Waffenhändler
Der Waffenhandel war immer ein bedeutendes Instrument der sowjetischen Außenpolitik, seit das Land nach dem Zweiten Weltkrieg, zur Weltmacht wurde.
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Wie gefährlich sind die neuen Atomkraftwerke?
Die BASF ist ratlos
Die Badische Anilin- und Soda-Fabrik AG (BASF) in Ludwigshafen steht einem Mini-Sterverdikt etwas überrascht und ratlos gegenüber.
Von Konrad Müller
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Photounternehmen flüchtet vor steigenden Lohnkosten
Ins Ausland getrieben
Allabendlich verlassen die Herren John Tan Soy An, Loi Peng Kiong und Wong Thong Peng das Rollei-Werk in Braunschweig. Die ausländischen Mitarbeiter kommen aus Singapur und gehören zu einem Führungskader von dreißig Angestellten, die das Braunschweiger Unternehmen in dem südostasiatischen Stadtstaat angeheuert hat.
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Teure Sehnsucht nach Sonne
Seit Mitte der fünfziger Jahre gehört die „Urlaubsindustrie“ zu den Wirtschaftszweigen mit besonders hohen Wachstumsraten. Rund zehn Milliarden Mark werden bis Ende des Jahres über die Grenze geflossen sein.
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Standardaktien wenig gefragt
Der August hat an der deutschen Börse nicht gehalten, was der Juli versprach. Die allgemeine Aufwärtsbewegung hörte auf. An ihre Stelle traten Aufwärtsschwünge einzelner Papiere, die zum Teil auf Anlagekäufe von Investmentfonds (Versorgungs-, Bank- und Kaufhausaktien) oder auf spekulative Erwägungen des Berufshandels zurückzuführen sind.
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Zur Freude der Opposition
Der Tagespresse war zu entnehmen, daß die FDP, deren Bundeshauptausschuß in Frankfurt tagte, sich nun einer strikten Stabilitätspolitik verschworen habe, die zwangsläufig auf einen Bruch mit der „offiziellen“ Wirtschaftspolitik der sozial-liberalen Koalition hinsteuere.
Von Hartwig Meyer
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MARKTNOTIZEN
Timm Ulrichs, lange Zeit belächelt, gilt neuerdings, seit es „concept art“ gibt, als Tip. Deutschlands erster Konzeptkünstler (erste Publicity als „Erstes Lebendes Kunstwerk“ auf der juryfreien Kunstausstellung 1965 in Berlin, jetzt Gesamtausstellung im Haus Lange, Krefeld) macht nun eigene Editionen, um die Preise seiner Objekte niedrig zu halten: Ein Landschaftsphoto auf Leinwand, überzogen mit Tarnstoff „1.
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Tips für Stellensuche und Bewerbung (I)
Den „Traumjob“ im Visier
Berufstätige mit gleicher Ausbildung und gleichem Alter erhalten am Monatsende oft sehr unterschiedliche Beträge auf ihren Konten gutgeschrieben.
- Wissen
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Frost über Nahost
Der Nahost-Konflikt wird nun schon, teils militärisch, teils diplomatisch, an sechs Fronten ausgetragen: am UN-Verhandlungstisch, zwischen den Großmächten, unter diesen und ihren Schützlingen, zwischen Israel und den arabischen Staaten, unter den arabischen Regierungen, zwischen diesen und den Palästina-Partisanen und sogar unter den Freischärlern selber.
Von D. St.
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Neues Kuba in Chile?
Ergebnis und Folgen der chilenischen Präsidentschaftswahl können schwerlich überschätzt werden: Chile, die letzte Bastion der Demokratie in Südamerika, gilt seit langem als Testfall für die „Revolution auf friedlichem Wege“.
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Neuer Buhmann
Marschall Tito blies zum Sammeln. Und wie schon 1961 in Belgrad und drei Jahre später in Kairo, erschienen sie wieder in großer Zahl und großer Besetzung: Die blockfreien Länder, vierundsechzig an der Zahl, trafen sich diesmal in Lusaka, der Hauptstadt Sambias.
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Kein Bruderkuß
Mit gerunzelter Stirn haben einige Oppositionsmitglieder den Besuch Wehners bei Tito als „Brückenschlag zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten“ kritisiert.
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Die Last der Giganten
Großmacht zu sein, scheint mehr Sorgen als Vergnügen zu bereiten. Unsereiner denkt manchmal, wie gigantisch die Möglichkeiten der beiden Supermächte doch sind, wie stark sie sich fühlen müssen mit allen ihren Ressourcen im Schutz des atomaren Patts.
Von Marion Gräfin Dönhoff
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Drogensüchtige Babys
Von einer aufsehenerregenden, wenngleich etwas makabren Beobachtung berichteten kürzlich amerikanische Ärzte vom Morrisiana Hospital in New York: Rauschgiftsüchtige Mütter, so fanden sie, bringen bereits drogensüchtige Babys zur Welt.
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Cholera – Schicksal oder Schuld?
Das zwanzigste Jahrhundert hat die Krankheiten des neunzehnten noch nicht abgeschüttelt. Mitten in die Ferienlaune platzte die Furcht vor der Cholera.
- Reisen
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Reisen mit Popier
Für Damen Rosa, für Herren Blau
Das Orly-Hilton-Hotel geht mit der Zeit. An der Rezeption wird der geschätzten Kundschaft ein exzeptionelles Angebot unterbreitet.
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DAS ANGEBOT
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Wo im Oktober noch Sommer ist
Faulenzen auf Lemnos
Willkommen am Ende der Welt!“ sagt sie. Wahrscheinlich sagt sie es jedem ihrer Reisegäste, die hier aus dem Flugzeug steigen, mitten auf Lemnos, der Insel des Hephaist in der nördlichen Ägäis, die der humpelnde Gott des Erdfeuers nicht etwa freiwillig zu seinem Wohnsitz gemacht hatte, wohin er vielmehr von Vater Zeus verbannt worden war.
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Kalorienpromenade und Schweißtropfenbahn
Fit auf harmlose Weise?
Es riecht nach Turnhalle. Die sechzig Leute – so viele mögen es sein – haben gerötete Gesichter und sehen etwas angestrengt aus; nur ein zierliches Persönchen von vielleicht sechs Jahren hüpft umher, als sei dies alles gar nichts.
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Grand Hotel mit allem Komfort
An der Adria – zum letztenmal
Ich verlasse die Hauptstraße und biege in eine Nebenstraße ein. Pinienwald steht links und rechts, eine stille Lagune taucht auf und verschwindet im Vorbeifahren.
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reisenachrichten
Benzin teurer: In Italien stiegen die Benzinpreise; die Benzingutscheine, die vom Deutschen Touring Automobil-Club verkauft werden, sind nun entsprechend teurer geworden: Normalbenzin auf Gutscheine kostet jetzt 57 Pfennig je Liter, Superbenzin 62 Pfennig, das sind zwölf beziehungsweise elf Pfennig mehr als bisher.
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Ben Witter in Bad Kohlgrub
Hochwertiges Moor
In Murnau wurden die Kurswagen nach Oberammergau vom Seefeld-Expreß abgekoppelt. Zehn Minuten später ging es langsam bergauf.
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Camping-Urlaub in der Nachsaison
...abends in die Oper
Die Erinnerung an sich überkreuzende Zeltschnüre, schnarchende Zeltnachbarn, Camperfrauen in der Küchenschürze, verschmutzte Waschräume und laute Abendfeten ist sicher nicht dazu angetan, das Verlangen nach einem weiteren „Urlaub auf der Rheumawiese“ zu wecken.
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Bares Geld
Die meisten Scheckkarten-Besitzer wissen noch gar nicht, wie wertvoll ihr kleiner Plastikausweis auch im Ausland ist. Vor einem Jahr einigten sich Vertreter ausländischer Kreditinstitute mit ihren deutschen Kollegen darüber, Schecks – bei Vorlage der Scheckkarte – ohne umständliche, kostspielige und zeitraubende Prüfungsverfahren auszuzahlen.
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Reisen und Recht
Nachts ruhig schlafen
Das Amtsgericht Hannover hat kürzlich ein für die Haftung der Reiseveranstalter bedeutsames Urteil gefällt. Der Kläger hatte mit seiner Frau eine vierzehntägige Reise nach Gran Canaria gebucht.
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Charterflug, Erster Klasse – 100 Mark mehr
Den etablierten Gesellschaften für Urlaubsfreuden ist mit g-u-t (Gemeinwirtschaftliches Unternehmen für Touristik) ein ernstzunehmender Konkurrent erwachsen.
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Fremde Küche
Schnitzelei
Bläh die Lunge, red in fremder Zunge und prob, was Köche dir nach Landesweise garen. Gesagt, getan? Wenn das so leicht nur wäre! Seit sich die Köche Riminis und die Köche Kataloniens und die Köche am Goldstrand darin überbieten, den deutschen Fremden Heimatliches vorzusetzen, ist das eine Kunst geworden.
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Alpamare
Tölz bleibt Tölz
Wir haben das Meer über die Alpen geholt“, versichern die Werbeleute ebenso bündig wie großspurig. Wer allerdings mit „Meer“ Salzwasser assoziiert, ist auf dem Holzweg, denn nur an Wellen hätte er denken dürfen.
- DIE ZEIT
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Pop-Festivals sind paradox
Es wäre zu schön gewesen, wenn es mit dem Beweis geklappt hätte: Hunderte, Tausende, Hunderttausende können zusammenkommen und den Frieden, die Liebe, die Droge und die Musik feiern – und solange sie nur unverdorben-bedürfnislos genug sind, um auf den dekadenten Komfort der Zivilisationskrüppel verzichten zu können, werde sich alles übrige von selber finden und ordnen, ohne die umständlichen und einengenden Vorkehrungen und Reglements, die die kranke übrige Gesellschaft aufbieten muß, damit sie nicht im völligen Chaos versinkt.
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Schlag auf Schlag ins Wasser
Jochen – er selber hat sich umbenannt in „Timmy“, aber seine Freunde rufen ihn „Nase“: seit Juni ist er „auf Reise“. Mit Schlafsack, Zahnbürste, Seife, Shampoo, zwei Badehosen zum Wechseln und einer Gitarre war er zuerst in Neapel und Rom, wo er von der Botschaft eine Fahrkarte bis zur Grenze erhielt.
- Gesellschaft
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Vietnam
Vietcong im Angriff
Eine politische Lösung des Indochinakonflikts ist noch nicht in Sicht. Das 82. Vietnamgespräch in Paris, bei dem der zurückgekehrte nordvietnamesische Delegationschef Xuan Thuy vorige Woche zum erstenmal dem neuen amerikanischen Unterhändler David Bruce begegnete, endete ergebnislos.
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Streit um Raketenbasen
Die Nahostfriedensgespräche sind in eine Sackgasse geraten. Nach intensiven Beratungen hat die israelische Regierung beschlossen, sich so lange nicht mehr an den Gesprächen unter Leitung des UN-Sonderbeauftragten Jarring zu beteiligen, bis Ägypten seine während des Waffenstillstands vorgeschobenen Raketenbasen aus der Kanalzone zurückgenommen hat.
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Abrüstung
Meer ohne Waffen
Die diesjährige Sitzungsperiode der bereits achteinhalb Jahre dauernden Genfer Abrüstungskonferenz endete letzte Woche mit einem Teilerfolg.
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Suharto
Kurzer Besuch
Ohne Zwischenfälle ging am Wochenende der dreitägige Staatsbesuch des indonesischen Präsidenten Suharto in der Bundesrepublik zu Ende.
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Ostpolitik bleibt Thema Nummer 1
In der CDU hielt die Diskussion um den deutsch-sowjetischen Vertrag unvermindert an. Während der ehemalige Außenminister Schröder seiner Partei empfahl, strittige Passagen positiv zu interpretieren, kritisierte der „Bayernkurier“ in ungewöhnlich scharfer Form die „fruchtlose Debattierkunst“ der Union, die darüber das Hauptziel, den baldigen Sturz der Regierung, aus den Augen verliere.
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Europas letzte Chance
Der Vertrag zwischen Moskau und Bonn mag eine Folge des wachsenden allseitigen Willens zur Entspannung und die gefeierte Ursache für weitere weltweite Entspannung sein; In der Bundesrepublik selber hat er jedenfalls bis heute diese Entspannung nicht gebracht.
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Chile
Sozialisten-Sieg
Chile sieht unruhigen Wochen entgegen. Nachdem die Präsidentenwahlen vom vergangenen Freitag keinem der drei Bewerber die absolute Mehrheit brachten, muß nun der Kongreß am 24.
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Dokumente der ZEIT
„Ich meine, daß die CDU/CSU an der Tatsache der Unterzeichnung des Vertrages und an dem derzeitigen Inhalt des Vertrages nichts zu ändern vermag.
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Nasser fehlt in Lusaka
Am Dienstag trat in Lusaka, der Hauptstadt Sambias, die dritte Konferenz der blockfreien Staaten zusammen. Etwa sechzig Länder haben, hauptsächlich dank unermüdlicher Vorarbeiten des jugoslawischen Staatschefs Tito, ihre Teilnahme zugesagt.
- Karriere
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Die Partner werden kritischer
Unvermindert groß ist die Nachfrage, nach Ingenieuren. Das ergab eine Untersuchung der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung in Frankfurt.
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Millionen müssen den Beruf wechseln
Experten schätzen, daß innerhalb der EWG in den nächsten zehn Jahren mindestens jeder zehnte Berufstätige seine gegenwärtig ausgeübte Tätigkeit aufgeben muß.
- Kultur
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Zu leicht befunden
Franklin D. Roosevelt ist eine der Schlüsselfiguren des 20. Jahrhunderts. Er steht am Beginn des spektakulären Aufstiegs der Vereinigten Staaten zur Weltmacht.
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KRITIK IN KÜRZE
„Die Bildnisse Richard Wagners“, herausgegeben von Martin Geck. Die Stars waren auch schon vor hundert Jahren außerordentlich empfindlich.
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289 – Stadt für Sie
Blond, ernst und mit erwartungsvollen Augen saßen der Oberprimaner Holger Brandes und der Unterprimaner Harald Wedemeyer aus Nordenham in Friesland bei uns auf der Redaktion in Hamburg.
Von Nina Grunenberg
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Das Recht zur Revolution
70 Jahre vor dem „Kapital“: Johann Benjamin Erhard – ein zu Unrecht vergessener deutscher Jakobiner
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1000 Seiten Klassik
Kurz nach seinem Tod, 1959, und jetzt wieder erschienen weitere Auflagen. Das ist beinah erstaunlich, denn heutzutage – wo zudem häufig über Geschichtsverdrossenheit geklagt wird – greift kaum noch jemand zu Büchern mit gut tausend Seiten.
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Hort der Unfreiheit?
Jubiläen ähneln zuweilen Leichenfeiern, bei denen einiges an Vergangenem gern in rosiges Licht getaucht, anderes dagegen, vor allem das Unbequeme, aus taktischen, persönlichen oder einfachen Pietätsgründen kaschiert, zur Ehrenrettung des Verblichenen häufig auch ganz verschwiegen wird.
Von Peter Fuhrmann
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Engagiertes Erbe
In einem Brief an eine Freundin schrieb Carl Einstein 1923: „Eigentlich Leben für Biographien; werden aber keine haben dank Wilhelm und Stinnes.
Von Karoll Stein
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Abroad • Del extranjero • De l’étranger
La Paz – zurück zu den Indios
La Paz, die Hauptstadt Boliviens, zeigt in der Altstadt noch den Glanz der spanischen Kolonialzeit, einen vergangenen Glanz, den es mit Hauptstädten kleinerer Länder Lateinamerikas wie Quito, Guatemala oder Santo Domingo teilt.
Von H. C. F. Mansilla
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Kunstkalender
Die Rauschenberg-Show hat der Kunstverein gleichzeitig mit der Straßenkunst und dem Altstadtfest gestartet, eine museale Absicherung der spektakulären Unternehmen: Wir machen nicht bloß Klamauk, wir zeigen auch weiterhin seriöse Kunst.
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Der Mythos von Woodstock
Vom 15. bis 17. August 1969 fanden sich in White Lake, 96 Kilometer südlich von Woodstock im Staat New York, 400 000 Jugendliche zu dem größten und wohl einzig wirklich gelungenen Pop-Festival der Geschichte zusammen.
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Dornröschen in Asien
Die Ausweitung des Vietnamkrieges zu einem Indochinakrieg, die Kämpfe in Laos und Kambodscha haben die Blicke der Weltöffentlichkeit, die bisher vor allem auf China und Japan konzentriert waren, nun auch auf die anderen Länder in Südostasien gelenkt.
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DIE NEUE SCHALLPLATTE
Das fünfzehnte „offizielle“ Stones-Album, „Get Yer Ya-Ya’s Out“, ist ein Live-Mitschnitt zweier Konzerte im Madison Square Garden, bei denen die Rolling Stones als das vorgestellt wurden, was sie immer schon waren: „The greatest rock and roll band in the world“.
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Welkender Ruhm
Der Ruhm der Kennedys gehört schon der Vergangenheit an. Vor allem seit dem „Unfall“ Edward Kennedys an der Brücke von Chappaquiddick sind die Zweifel an der Legitimität der Kennedy-Legende immer lauter hervorgetreten.
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Nett zu sich selber
Aus mehr als dreißig Ländern waren mehr als dreihundert Germanisten, ihrerseits mehr als zehn Fächer vertretend, zum idyllischen Campus der altenglisch furnierten elitären Princeton University gereist, wo der Präsident der „Internationalen Vereinigung für Germanische Sprach- und Literaturwissenschaft“ Victor Lange ihnen einen perfekten Rahmen und eine bestechende Szenerie gerichtet hatte.
Von Peter Wapnewski
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FILMTIPS
„Rote Sonne“, von Rudolf Thome. Zuerst haben die vier Mädchen spontan reagiert auf männliche Überheblichkeit. Ihr erster Toter ergab sich, als Sylvie ihren treulosen Verlobten vom Balkon stieß.
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Visionen vom schlimmen Amerika
Er ist achtundfünfzig Jahre alt und gilt als einer der größten und wichtigsten Regisseure der Gegenwart. Jeder seiner Filme ist als ein Schlüsselwerk unserer Zeit in der ganzen Welt gezeigt worden: „Der Schrei“ (1957), „Die mit der Liebe spielen“ (1959), „Die Nacht“ (1960), „Liebe 61“ (1961), „Die rote Wüste“ (1964), „Blow up“ (1967); frühere Filme wie „Kinder unserer Zeit“ (1952) oder „Die Freundinnen“ (1955) warten noch auf ihre Wiederentdeckung durch Publikum und Kritik.
Von Wolf Donner
- Länderspiegel
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Kraftakt im Gerichtssaal
„Bin ich Krankenpfleger?“
In Bad Homburg wacht gemeinsam mit einigen Kollegen Amtsrichter Arnold Effinowicz über Recht und Gesetz. Richter Effinowicz gilt als recht: eigenwilliger Kauz, der gelegentlich, wie so manche Dienstaufsichtsbeschwerde andeutet, seine Entscheidungen nach alter Gutsherrenart zu finden pflegt, doch kursierten die derben Anekdoten über seine individuelle Amtsausübung bislang nur unter Eingeweihten und Kollegen.
Von Karl-Heinz Krumm
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Der Narr von der Leine
Der Pförtner nahm nervös Haltung an. Dietrich Kittner, laut Hannoverscher Presse „zur Zeit Deutschlands bestes Ein-Mann-Kabarett“, betrat das Rathaus seiner Image losen Vaterstadt, stimmte seine Harfe und bat die Ratsherren in demutsvollem Rezitativ um Absolution: „.
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Fall Zimmermann, 2. Teil
Keiner will ihn halten
Der Parteifunktionär telefonierte zweimal. Befragt, was er als CSU-Prominenter von den neuen Angriffen gegen seinen Parteifreund Friedrich Zimmermann halte, hielt er sich beim ersten Mal an die Parteilinie und an die Gebote des bevorstehenden Wahlkampfes: der Vorwurf des Stern, Zimmermann habe sich zugunsten der CSU krimineller Praktiken bedient, werde von der Partei energisch zurückgewiesen.
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Alltag in der DDR (I):
Die Blumeiers vom Block 602
Halle-Neustadt, eine der aus dem Boden gestampften ostdeutschen Satellitenstädte. 1964 wurde der Grundstein gelegt. Heute wohnen hier schon 35 000 „neue“ Menschen (Durchschnittsalter 24 Jahre).
Von Andreas Koblschiitter
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Olympia-Entscheidungen
Ohne Maßband, ohne Bikini-Show und ohne „Schiebung“-Zwischenrufe fand eine notable Jury die „schöne Münchnerin“. Sie ist blond und blauäugig und machte das Rennen vor allem wegen ihrer Natürlichkeit und ihrer körperlichen wie auch geistigen Frische.
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Klecksen in Kampen
Ganz nackig? fragte die sechsjährige Nanne und fuchtelte mit einem Borstenpinsel in der Bauchnabelgegend der Paradiestochter herum.
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Schlafmützen protestieren
Startverbot für die LH 791
Weil die eitlen sich um 23 Uhr 50 nicht mehr die Ohren zuhalten wollen, müssen die anderen sich die Haare raufen. Und das nicht nur zehn Minuten vor Mitternacht.
- Lebensart
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Kinder, Kinder...
Der Vater überlegt, wie er es seinem vierjährigen Sohn beibringt, daß er bald ein Geschwisterchen bekommen wird. Nach langem Nachdenken entschließt er sich für die gute alte Geschichte mit dem Klapperstorch.
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Logelei
Nirgendwo wird so eifrig Fußball gespielt wie im Landkreis Bolzen, in dem alljährlich die inzwischen schon berühmt gewordenen Miniliga-Wettspiele stattfanden.
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Kalendersprüche
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Amerikaner wandern aus
Langsam, aber stetig, wächst die Zahl jener amerikanischen Bürger, die die Vereinigten Staaten verlassen. Die Zahl der amerikanischen Einwanderer nach Kanada ist in den letzten zwei, drei Jahren erheblich gestiegen.
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Der Opa, der zu langsam lief
Hätten Sie Lust, in einer Fernsehsendung ein paar verbindende Worte zu sprechen, Herr Siebeck?“ Eine überraschend angenehme Stimme war das, die mich da am Telephon zu Probeaufnahmen ins Fernsehstudio einlud.
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Randspalten-Lyrik
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J.M-M: Abschied von den Augustern
Den vergangenen Monat hindurch sprach der französische Rundfunk Millionen von Menschen mit „Liebe Auguster“ an. Gemeint waren jene, die im August Urlaub hatten, im bevorzugten Ferienmonat.
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Schluß mit dem Chaos!
Die gerade zu Ende gegangenen Sommerferien waren wahrlich schlimm. Die Bilanz enthält viele neue traurige Rekorde...........
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„Mord zum Sonntag“
Die nach Werner Höfers „Frühschoppen“ älteste Sendereihe im deutschen Fernsehen, das „Wort zum Sonntag“, soll vom Bildschirm verschwinden.
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„Das Wunder des Lebens“
Bienen, Kälbchen, Kätzchen
Der weiße Titel „Das Wunder des Lebens – Aufklärung für Kinder“, auf Wiesengrün gesetzt, verblaßt, und eine freundliche Stimme fragt: „Wie fängt das Leben einer Möwe an?“ Dieser erste Satz einer zwölfteiligen, je zehn Minuten langen Fernseh-Aufklärungsserie für Kinder ist nicht untypisch für das ganze Unternehmen, das vom 20.
- Sport
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„Schwarz ist schön“
Jesse Owens, der Welt bekanntester Leichtathlet, hat sich endlich dazu durchgerungen, seine Lebensgeschichte aufzuzeichnen, besser gesagt: seine Meinungen und Ansichten zu Papier zu bringen.
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Das olympische Geschwader
Zwei Tage bei leichtem Wetter, dann zwei bei mittlerem und schließlich an zwei Schwerwettertagen wurden auf der Kieler Förde die Internationalen Deutschen Segelmeisterschaften in den sechs olympischen Bootsklassen entschieden.
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Der plötzlich heiß umworbene Sport:
Ein Omnibus für Trittbrettfahrer
Ein Zeitungsinserat ließ Deutschlands Sportfreunde erstarren: Noch, so besagte der Text, spielten unsere Kinder Martin Lauer und Manfred Germar.