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Ausgabe 02/1971

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Der Caudillo auf schwankendem Podest
Der Basken-Prozeß in Burgos hat Franco und sein Regime in eine tiefe Krise gestürzt. Der spanische Staatschef hat die Todesurteile in Haftstrafen umgewandelt.
Von Horst Bieber
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Schwarzer Humor in Conakry
Noch immer ist es für Bonn ein Rätsel, welche Motive und Umstände Präsident Sekou Touré bewogen haben, die in Guinea lebenden Westdeutschen des Landes zu verweisen.
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Leibholz ging zu weit
Bundesverfassungsrichter Leibholz ist in einer Rundfunksendung für eine gesetzliche Änderung der Eigentumsverhältnisse bei Grund und Boden eingetreten.
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Wolf gang Ebert:
Die CDU als Freund
Auch eine Regierung braucht Freunde – Menschen, die ihr gelegentlich die Wahrheit sagen, und zwar ungeschminkt, ihr einen guten Rat erteilen und sie vielleicht gar warnen.
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Ulbrichts Macht auf Zeit
Von seinem Hofbiographen Johannes Becher wurde SED-Chef Ulbricht einst mit den Worten bedacht: „Er legt keine Pause ein. Er folgt den Ereignissen und reagiert auf sie unmittelbar.
Von Andreas Kohlschütter
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Ostberlins neues Schreckgespenst
Die Verleumdungskampagne der DDR-Presse gegen die Bundesrepublik hat einen seit langem nicht erlebten Höhepunkt erreicht. Mit wütenden Angriffen gegen die Bonner Regierungskoalition versucht die SED, jegliche Entspannungspolitik zu blockieren.
Von Joachim Nawrocki
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Das Dilemma der Kirchen in der modernen Welt – ein Dokument der Bischöfe und eine Synode machen es deutlich
Das katholische Schülerparlament
Der Vorgang ist symptomatisch: Wer Anfang dieser Woche das Langschiff des Würzburger Kilian-Doms betreten wollte, mußte zunächst eine dreifache Ausweiskontrolle passieren.
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ZEITSPIEGEL
Leila Khaled, berühmte arabische Luftpiratin, ließ wieder von sich hören. Auf imitierten Flugscheinen mit Bildern von der Flugzeugsprengung in Jordanien verschickte sie zwanzig Neujahrsgrüße an das Personal des Londoner Polizeigefängnisses, in dem sie sechs Wochen lang festgehalten worden war.
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Madrid sucht nach Sündenböcken
General Franco und die Armee, das Fundament seiner Herrschaft, sind durch den innerspanischen und internationalen Aufruhr über den Burgos-Prozeß gedemütigt und lächerlich gemacht worden.
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Aufruf zum Kulturkampf
Um die Mitte der fünfziger Jahre beantwortete der Große Strafsenat des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe eine Rechtsfrage, die schon damals anachronistisch wirkte: ob nämlich der Verkehr zwischen Verlobten stets und ausnahmslos „unzüchtig“ sei.
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Auch von Geld war die Rede
Es war vorauszusehen. Die Kontroverse Löwenthal–Nannen hat sich in den Maschen der Justiz verfangen. Anwälte und Richter führen das Wort.
- Wirtschaft
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Das Wohlstands-Gefälle
Wenn man die Welt mit den Augen der USA betrachtet, so leben weit über die Hälfte der Menschen, nämlich 2,5 von 3,55 Milliarden, in Armut.
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Kostenwelle
Eine weniger erfreuliche Entwicklung stellt die OECD-Studie hingegen der Bundesrepublik in Aussicht: „Die deutsche Wirtschaft geht in eine schwierige Periode.
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Audi-Aktionäre verloren mehr als 50 Prozent
Am Jahresende 1969 wurden die Aktien von Audi/NSU mit 276 Mark je Stück bewertet. Zwischenzeitlich kletterte der Kurs dann bis 335; am.
Von K
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Streikende Italiener blockierten fremde Firmen
AEG riß die Geduld
Wer in Italien Polizeihilfe gegen Streik-Übergriffe anfordert, wartet vergeblich: Die Hüter des Gesetzes hüten sich vor Arbeitermassen.
Von Friedhelm Croteke
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Verkehrstarife
Bumerang
Auf das Argument, das jetzt der deutsche Landkreistag und der deutsche Städtetag gegen die angekündigten Erhöhungen der Bundesbahntarife und Postgebühren vorgebracht haben, war Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller nicht gekommen, als er seinem Kollegen Georg Leber diese Erhöhungen hatte ausreden wollen: Sie führten die von der Bundesregierung betriebene Regionalpolitik ad absurdum.
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NAMEN
Karl Klasen, Bundesbankpräsident undDuzfreund von Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller, mochte die vom Börsenjahr 1970 enttäuschten deutschen Aktionäre nicht mutlos ins neue Jahr gehen lassen.
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Das neue Wirtschaftsbuch
Zum Überfluß gezwungen
Die Wirtschaftspolitik kann nicht besser sein als der Bildungsstand der Öffentlichkeit in gesamtwirtschaftlichen Fragen. Denn die Öffentlichkeit hat in der Demokratie wichtige Kontrollfunktionen“, stellt Professor Herbert Giersch, viele Jahre lang Primus inter pares im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, in seinem Geleitwort zu dem Buch von Grope fest.
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Wann schlägt Schillers Stunde?
Immer heftiger wird der Streit um die Konjunkturpolitik: Durchstarten oder bremsen?
Von Wolfgang Hoftmann
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Michael Jungblut:
...denn Armut handelt nicht
In Bonn darf man stolz sein. Im Wettlauf mit dem Hunger kann die Bundesrepublik eine Silbermedaille beanspruchen............
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Internationale Ölpolitik
Ein Kartell wird munter
Das Kartell der Öl-Exportländer, die OPEC (Organization of Petroleum Exporting Countries), wurde vor rund zehn Jahren gegründet – doch bisher war das Kartell machtlos: Die Kartell-Länder Algerien, Abu Dhabi, Indonesien, Irak, Kuwait, Libyen, Persien, Quatar, Saudi-Arabien und Venezuela einigten sich nie auf eine gemeinsame Politik gegen die internationalen Ölgesellschaften.
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USA
Entflechtung
Mehrere hochgestellte Persönlichkeiten der Antitrust-Abteilung im amerikanischen Justizministerium sollen ihrem Chef, Richard McLaren, eine Entflechtungsklage gegen die beiden Autohersteller Ford Motor Company und General Motors Corporation empfohlen haben.
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Wem nützt eigentlich Demagogie?
Die Tage der großen Worte sind vorüber, die Ansprachen und Jahresschriften mit ihren Rück- und Ausblicken schon wieder vergessen.
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Börsen-Report
Run auf die Renten
Banken und Sparkassen haben ihren Sparkunden am Jahresbeginn für etwa 10 Milliarden Mark an Zinsen gutgeschrieben. Weitere 2 Milliarden Mark sind am 2.
Von Ihr Securivs
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PREISE+ANGEBOTE
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REPORT AUS BONN
Die CSU (und in ihr besonders Franz Josef Strauß und Hermann Höcherl) geht immer mehr auf Kollisionskurs mit der CDU. Schon seit Monaten wird der Leiter des CDU/CSU-Planungsstabes, Johannes Frank, von konservativen CSU-Kreisen unter Beschuß genommen.
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Olle Kamellen
Mit einer Verspätung von mehreren Monaten – wegen eingehender Prüfung der eingereichten Unterlagen – sind die aus der Kapitalerhöhung vom Mai 1970 stammenden jungen Aktien der Norddeutschen Kreditbank AG, Bremen, an den Börsen in Bremen und Hamburg zugelassen worden.
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Kunstmarkt 1970
Baisse bei Picasso Boom bei Beuys
Zwei Tendenzen beherrschten den Kunstmarkt im vergangenen Jahr: Der Markt für die sogenannten „Klassischen Modernen“ zeigte eine deutliche Beruhigung bei sinkenden Preisen, während die etablierten Künstler der Gegenwart höher bewertet wurden.
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Rüstungswirtschaft
Ökonomen an die Front
Mitte Februar will Verteidigungsminister Helmut Schmidt mit seinem kompletten Planungsstab, 13 Generälen und Abteilungsleitern, in Klausur gehen, Dann soll entschieden werden, wie die Rüstung der Bundeswehr in Zukunft organisiert werden soll.
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Preisbindung
Die Lückensucher von Berlin
Zum Jahresbeginn kommt aus Berlin frohe Botschaft: Die Verbraucher können bald mit einem Preisrutsch bei kosmetischen Produkten rechnen.
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Recht und Wirtschaft
Versicherung bleibt Pflicht
Ohne Rücksicht auf die Höhe ihres Verdienstes bleiben alle Angestellten versicherungspflichtig. Diese Entscheidung fällte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe auf Grund von Verfassungsbeschwerden mehrerer Angestellter, die durch das Gesetz vom 21.
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Deutsches Geld für britische Stahlindustrie?
Dementis um Milliarden
Wenn sich die Wahrheit hinter Dementis verbirgt, so erörtert das britische Kabinett Heath gegenwärtig die Pläne eines ausländischen Stahlproduzenten, sich mit einer Stahlfabrik (Jahreskapazität: zehn Millionen Tonnen) in Großbritannien niederzulassen.
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Pfandbriefreform macht die Hypotheken teurer
Bärendienst für den Wohnungsbau
In der jüngsten Krise des Kapitalmarktes entdeckte die Bundesregierung ihr Herz für die Sparer von langfristigen Werten.....
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Provisions-Haie
Die Affären um IOS, Parfund und Gramco haben dem Investment-Geschäft im vergangenen Jahr erheblich geschadet. Die Umsätze sind auf ein Niveau gesunken, das weit unter dem des Glanzjahres 1969 liegt.
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Doppelzüngig
Die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände hat für 1970 nur einen „Blick zurück im Zorn“. Sie, beklagt, daß die Mark 1970 mehr von ihrer Kaufkraft verloren hat, als in irgendeinem anderen Jahr seit der Korea-Krise.
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MARKTNOTIZEN
Nun hat auch Berlin (nach Köln) seinen Kunstmarktstreit. 13 Berliner Galerien haben sich zu einer „Arbeitsgemeinschaft“ zusammengeschlossen, um gegen die „Interessengemeinschaft Berliner Kunsthändler“ zu protestieren.
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ZEITRAFFER
Zum 1. Januar wurden die EWG-Außenzölle entsprechend der vierten und letzten Senkungsrate der Kennedy-Runde um durchschnittlich fünf Prozent gesenkt Unverändert blieben jedoch die Außenzölle für Uhren und Chemieprodukte auf dem Stand vom Juli 1968, da die Schweiz und die USA noch nicht die vereinbarten Gegenkonzessionen gemacht haben.
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RWE-Aktien – Notgroschen für die Kommunen
Die Aktionäre der Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk AG, Essen, werden demnächst zur Kasse gebeten. Sie sollen ihrer Gesellschaft, dem größten europäischen Versorgungsunternehmen, 345 Millionen Mark zur Verfügung stellen.
- Wissen
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Bummeln für wen?
Dienst nach Vorschrift“ – so nannten zuerst die Flugverkehrslotsen, später die Bediensteten der Bundespost ihre Bummelstreiks.
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Ende der Durststrecke?
Gunnar Jarrings, des UN-Vermittlers, dritter Anlauf zum Frieden in Nahost ist von Israelis und Ägyptern mit solch düsterem Pessimismus untermalt worden, daß sich die Frage nicht unterdrücken läßt, warum sie sich dann überhaupt auf eine so hoffnungslose Sache eingelassen haben.
Von Karl-Heinz Janßen
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Gegen die Lungenkrebs-Epidemie
Seit dem 2. Januar gibt es im amerikanischen Rundfunk und Fernsehen keine Werbung für Zigaretten mehr. Außerdem hat das US-Ministerium für Gesundheit, Erziehung und Wohlfahrt verfügt, daß der Wortlaut der Warnung, die in den USA seit einigen Jahren auf allen Zigarettenpackungen vermerkt sein muß, die schärfere Formulierung erhält: „Der Surgeon General (Amtsbezeichnung für den leitenden Arzt der Gesundheitsbehörde) hat festgestellt, daß Zigarettenrauchen für Ihre Gesundheit gefährlich ist.
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Gezeiten im Feld
Das rhythmische An- und Abschwellen des Meeresspiegels brachten Küstenbewohner bereits frühzeitig mit den Umläufen des Mondes in Verbindung: die Gezeiten stimmen augenfällig mit der Bahn des Erdtrabanten überein.
Von Günter Haaf
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Lautloser Tod
Zwei vietnamesische Bauern ziehen, starr vor Staunen, durch einen toten Wald. Sagt der eine: „Gott läßt die Bäume wachsen, die Bäume erzeugen den Sauerstoff, und die Vereinigten Staaten produzieren die Entlaubungsmittel.
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Freiheit als Krisenpreis
In den schicksalsschweren Vorweihnachtstagen, als der polnischen Nation das Chaos drohte, hat die katholische Kirche verantwortungsvoll geschwiegen.
Von A. K.
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Spiegelfechtereien um Berlin
Die Nebelwerfer sind am Werk. Berlin – das Thema, das Thema des Jahres 1971 – verschwindet allmählich im Dunst der Gerüchtefabrikanten und der Bangemacher.
Von Theo Sommer
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Geburtsschäden durch Waschmittel?
Ob die Menschheit auch nur die kommenden dreißig Jahre zu überleben vermag, hängt nach Meinung des amerikanischen Krebsforschers Van Rensselaer Potter vor allem von der Bereitschaft ab, das Konsumbedürfnis zu zügeln.
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Das sogenannte Nationalbewußtsein
Die Bundesbürger sollten wieder lernen, so lautet eine Forderung, „auf natürliche Weise deutsch zu sein“. Andere Politiker Und Publizisten formulieren die gleiche Mängelrüge schlichter; sie erwarten vom Volk, daß es mehr Nationalbewußtsein oder Nationalgefühl entwickelt, als es das gegenwärtig spontan tut.
Von Gustav Adolf Henning
- Auto
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AUTOFAHRER-NOTIZEN
Wunschtraum bleifreies Benzin: Acht Jahre wird es voraussichtlich noch dauern, bis „sauberer“ Kraftstoff ohne Bleizusätze in den Motoren unserer Autos verbrennt.
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Beim Autolicht noch viel Schatten
Die ersten Autofahrer hatten es leicht und schwer zugleich: Kein Dach, kein Fensterpfosten, keine Windschutzscheibe behinderte den Blick vom hohen Wagen – freilich um den Preis, daß einem Wind und Wetter um die Nase wehten.
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Die neue Straßenverkehrsordnung
Abstand und Geschwindigkeit
Die meisten Verletzten gibt es bei Unfällen durch überhöhte Geschwindigkeit. Nach der neuen Straßenverkehrsordnung darf der Autofahrer nur so schnell fahren, daß er sein Fahrzeug „ständig beherrscht“.
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PS UND PARAGRAPHEN
Das geschah: Der angeklagte Autofahrer ist Gerichtsreferendar. Er liest, wie Deutschlands Gerichte entscheiden. Und wußte: Das Bundesverwaltungsgericht hatte 1967 verkündet, daß Parkverbote mit „Behördenvorbehalt“ (Parkverbot mit Zusatz: „Außer für Angehörige der X-Behörde“) rechtswidrig seien.
- DIE ZEIT
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ZEITMOSAIK
Das bislang ehrgeizigste aller Projekte, die elektronischen Massenmedien zum Fernunterricht der Massen heranzuziehen, ist am 3.
- Gesellschaft
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Feydeaus „Einer muß der Dumme sein“ in Hamburg
Eine Gesellschaft in flagranti
Setzt sich auf der Bühne jemand in ein Glas Heidelbeerkompott oder verliert zur unrechten Zeit am unrechten Ort die Hosen oder wähnt als Liebhaber den Ehemann weit fort, während der doch im nächsten Augenblick durch die Tür kommen wird, dann neigen Kunstfreunde dazu, die Nase zu rümpfen: sie fürchten, unter ihr Niveau zu steigen.
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Streit in Stuttgart
Mit Auseinandersetzungen über ein gesellschaftspolitisches Programm begann am Montag das traditionelle Dreikönigstreffen der FDP Baden-Württembergs.
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Im Himmel versichert
Nach seiner Priesterweihe war er in einer progressiven Industriekleinstadt gewesen, eine kurze Zeit nur, aber lange genug, um eine Menge reformerischer Ideen verwirklichen zu können, die Jugend war begeistert, die Erwachsenen liefen mit, und der Pfarrer übersah, was er nicht verstand.
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Würzburg
Synode konstituiert
Nach fast zweijähriger Vorbereitungszeit ist in dieser Woche in Würzburg die erste gemeinsame Synode der römischkatholischen Bistümer in der Bundesrepublik zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammengetreten.
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Verstimmung zwischen Bonn und Conakry
Der Botschafter der Bundesrepublik, Johann Christian Lankes, wurde von der guinesischen Hauptstadt Conakry nach Bonn zurückgerufen.
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Revoluzzer als Beamte?
Es ist das wichtigste, gute Leute zu berufen, dann geht alles andere in Ordnung“ – das Wort stammt von einem der geistigen Begründer des deutschen Liberalismus: Wilhelm von Humboldt, Richter, Diplomat und Minister in Jahrßischen Diensten zu Anfang des vorigen Jahrhunderts.
Von Theodor Eschenburg
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Todesurteile aufgehoben
Nach weltweiten Protesten und Bitten haben Madrid und Moskau Milde geübt: Staatschef Franco wandelte das Todesurteil gegen sechs baskische Separatisten in 30jährige Haftstrafen um.
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Wer filmt Olympia – und wie?
Gesucht: ein Oberregisseur
Ende dieser Woche wird der Vorstand des Organisationskomitees für die Olympischen Spiele 1972 darüber beraten, von wem und wie der Olympiafilm zu produzieren ist; und wenn auch noch keine Entscheidung bis zum Vertragspunktum fallen dürfte, so werden jetzt doch die Weichen gestellt.
Von Alexander Rost
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Prag
Schlag gegen Husak
Im Zuge der Re-Zentralisierung ist es am Wochenende zu einer einschneidenden Umbildung der tschechoslowakischen Bundesregierung gekommen.
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Indien
Vorzeitige Wahlen
Indiens Parlament ist 14 Monate vor Ablauf seiner auf höchstens fünf Jahre begrenzten Legislaturperiode aufgelöst worden. Staatspräsident Giri unterzeichnete nach längerem Zögern die von Ministerpräsidentin Indira Ghandi vorgelegte Auflösungverordnung.
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Warschau
Forderung der Kirche
Die katholische Kirche Polens ist überraschend mit weitreichenden Forderungen an die neue Staats- und Parteiführung herangetreten.
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Neuer Versuch von Jarring
Mit sehr gedämpftem Optimismus haben Israel und Ägypten die indirekten Friedensgespräche unter Vermittlung des UN-Beauftragten Jarring wieder aufgenommen.
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FILMTIPS
Im Fernsehen: „Barravento“ (1962), von Glauber Rocha. Mit einer widersprüchlichen Verbindung von Naturalismus, Surrealismus und Lyrismus dokumentiert Rocha in seinem ersten Film die soziale Misere schwarzer Fischer im Nordosten Brasiliens.
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Dokumente der ZEIT
„Das Grundgesetz bekennt sich zum sozialen Bundesstaat, und das Bekenntnis zum Sozialstaat hat dieselbe Bedeutung wie das Bekenntnis zum Rechtsstaat, Die Aufforderung ist also heute an den Gesetzgeber angesichts offensichtlich zutage liegender Mißstände, dafür Sorge zu tragen, inwieweit diesem Mißstand durch eine Änderung der bestehenden Eigentumsinhaltsbestimmung begegnet werden kann.
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Fernsehen
Keine Arbeit über Arbeiter
Welches Stück er nun gelesen haben mag, der für die Ansage verantwortliche Herr, kann ich nicht sagen: Jochen Ziems Fernsehfilm „Unternehmer“ war es wohl kaum.
- Grundstücksmarkt
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Der Zins für Spareinlagen entscheidet
Nur wenig Hoffnung auf billige Hypotheken
Dreimal wurde im zweiten Halbjahr 1970 derDiskontsatz um jeweils ein halbes Prozent gesenkt. Am Jahresende stand er bei sechs Prozent und damit wieder auf gleicher Höhe wie zu Jahresanfang.
Von Kai D. Eichstädt
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Nicht mehr als 3,5 Prozent
Die gesetzlichen Bestimmungen über Sonderabschreibungen für Wohngebäude sind in der Vergangenheit mehrfach geändert worden. Dabei wurden vor allem die Vergünstigungen für Bauherren von Renditeobjekten immer weiter abgebaut.
- Karriere
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Was halten Sie von Herrn X?
Viele personelle Entscheidungen hängen davon ab, wie der Vorgesetzte die Arbeitsleistung und das Verhalten seines Mitarbeiters beurteilt.
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Bei der BOAC stehen Jumbos nutzlos herum
Teure lahme Vögel
Vor fast einem Jahr, am 12. Januar 1970, pilgerten Londoner Bürger zu Tausenden auf ihren Flugplatz, um bei der ersten Europa-Landung einer Boeing 747 dabeizusein.
Von Frangois Claude
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AUFSTIEG JOB VERDIENST
Nicht nur die Berufsberatung für Schul- und Hochschulabsolventen gewinnt immer mehr an Bedeutung in der Bundesrepublik. Als Folge des im Juli 1969 in Kraft getretenen Arbeitsförderungsgesetzes soll mit gezielten Maßnahmen auch der Berufswechsel erleichtert werden.
- Kultur
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Eine germanistische Bilanz
Das Wort von der Germanistik in der Krise droht in die Krise zu geraten. Das hat seinen Grund zum einen im sich verschleißenden Reizwert der Provokation.
Von Peter Wapnewski
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Neill als Erzieher
Summerhill, wie ich es erlebt habe, entspricht nicht ganz den Vorstellungen, die man aus Neills Büchern davon gewinnen könnte.
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Abroad • Del extranjero • De l’étranger
Vernünftige Verrücktheiten
In Straßburg: Kultur und Kommerz der Leberpasteten – Zimmersuche im Münster und etwas Statistik
Von Marie-Luise Scherer
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Zwischen Diktatur und Anarchie
Brasilien hat in den letzten Jahren traurige Berühmtheit, erlangt. Das größte, volkreichste und potentiell mächtigste Land Südamerikas droht in Anarchie zu versinken oder unter einem gnadenlosen Polizei- und Militärregime zu ersticken.
Von Horst Bieber
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Kunstkalender
Den bedeutendsten Bremer Künstler neben Paula Modersohn nennt ihn Günter Busch in seinem Hommage zum 75. Geburtstag. Kein Widerspruch, bis auf die geographische Nuance, daß Radziwill nicht in Bremen, sondern seit 1921 in Dangast am Jadebusen lebt.
Von Gottfried Sello
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Der Doktorgrad wird promoviert
Daß über die Grundsätze der Hochschulpolitik ein Consensus zwischen den Hochschulgruppen einerseits und mit den Politikern andererseits schon aus prinzipiellen Gründen nur schwer möglich ist – das ist ungefähr die einzige Binsenwahrheit, auf die sich noch alle einigen können.
Von Nina Grunenberg
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Farbenblind gegen rote Intoleranz?
Über den Bund „Freiheit der Wissenschaft“ und die Professoren Mitscherlich, Pross und Lepenies
Von Richard Löwenthal
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Kenneth-Anger-Retrospektive in Deutschland
Orgie und Analyse
Man hat Kenneth Anger den Magier des Underground-Films genannt. Der heute Achtunddreißigjährige ist einer der bedeutendsten Anreger des modernen Kinos, einer der intensivsten und faszinierendsten Regisseure des New American Cinema.
Von Wolf Donher
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Geteilt, aber einig?
Die von den Engländern künstlich herbeigeführte Einheit zwischen Hindus und Moslems auf dem indischen Subkontinent fand am 14.
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Die zermalmende Zeit
In Frankreich gilt Claude Simon als der legitime Erbe Prousts. Dessen großes Thema „Zeit und Erinnerung“ wurde von keinem der neueren Romanciers mit gleicher Radikalität in die Romanform übergeführt.
Von Marianne Kesting
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Fünfzehn Frauen von einst
So schrieb 1799 Dorothea Veit an den Freund Friedrich Schleiermacher: „Die Fichte habe ich besucht, Gott bewahre uns! Wie konnte der Mann seinen Mangel an Poesie so beurkunden!“ Ein Stückchen Klatsch im Brief und außerdem wohl ein Signal: Eine selbständige Literatin, eine denkende Romantiker-Geliebte, fiel über ein Eheweib der älteren und gröberen Sorte her.
Von Christa Rotzoll
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Neuere Publikationen zur gründlichen Information über Summerhill
Alexander S. Neill: „Summerhill“; Pelican, Penguin Books, London 1962, Neuauflage 1970; 336 S., 4,65 DM. Deutsche Übersetzung von Herman Schroeder und Paul Horstrup unter dem Titel „Erziehung in Summerhill“; Szczesny Verlag, München 1965 (nicht mehr, greifbar) – unter dem Titel „Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung – Das Beispiel Summerhill“; rororo Sachbuch 6707/8, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1969; 338 S.
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Erlöste Sklaven
Über die politische Verantwortung der Kirchen, die Beziehung zwischen dem christlichen Glauben und politischen Entscheidungen wird seit dem Ende des Krieges unablässig diskutiert.
Von Hans-Werner Bartsch
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Die Welt als Lexikon
Das Roman-Debüt des vierzigjährigen Österreichers Andreas Okopenko wäre kaum wert, auch nur erwähnt zu werden, wenn sich in ihm nicht einige Irrtümer oder Ungereimtheiten widerspiegelten, die für gewisse literarische Tendenzen typisch sind und deshalb Interesse verdienen.
Von Christian Sehultz-Gerstein
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KRITIK IN KÜRZE
„Die Jagd nach Liebe“, Roman von Heinrich Mann. Eine „verfehlte Existenz“ von vornherein ist Claude Marehn, der da nach Liebe jagt, genauer: nach dem „starken, schönen Leben“, als das er eine etwas exaltierte, Minderbegabte Schauspielerin mißversteht; denn zu den ersehnten „starken Empfindungen“ geht dem großbürgerlichen Décadent und Erben, der reich genug ist, gänzlich der Kultivierung seiner Schwächen zu leben, nach dem Willen seines Autors das nötige „reichere Blut“ ab.
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DIE NEUE SCHALLPLATTE
Ray Davies blättert im Familienalbum der Kinks, meditiert teils melancholisch, teils ironisch über das Showgeschäft, feiert das glorreiche Comeback der Kinks mit besten hard-rock-Nummern und singt Verse wie: „I’ll be your Tarzan and you’ll be my Jane! I’ll keep you warm and you’ll keep me sane“.
- Länderspiegel
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Ist „Che“ ein Name?
Revolutionäre haben es schwer in unserem Land. Segeln sie nach mühevollen Demonstrationsjahren erschöpft und resigniert in den Hafen bürgerlicher Ehe, so erinnert das nicht selten an Kapitulation.
Von S. B.
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Der Traum von Dresden
Dresden resden – es war eine zufällige und sehr flüchtige Bekanntschaft auf dem Weg von Westberlin nach Prag. – „Ein, zwei Stunden können Sie meinetwegen in Dresden bleiben und essen“, hatte mir der Volkspolizist am Grenzübergang Drewitz auf eine entsprechende Frage zugebilligt, „länger auf keinen Fall.
Von Marlies Menge
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Landtagswahl in Schleswig-Holstein
Rangeln um die Richtung
Das Jahr beginnt mit Spekulationen: Wenn die Freien Demokraten am 25. April bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein wieder mit vier Mandaten in das Abgeordnetenhaus der Kieler Förde einrücken, wird Oppositionsführer Joachim Steffen (SPD) Ministerpräsident; im Bundesrat erhält die sozial-liberale Bonner Koalition dann die Mehrheit.
Von Hannelore Asmus
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„Ihr müßt gewinnen“
Er riß die Tür auf, sah die Erwachsenen, fragte atemlos: „Darf ich einen Stuhl haben, wir spielen Schule, ich bin der Lehrer“, er kam tänzelnd wie ein Boxer näher, als jemand ihm zurief: „Bleib einen Augenblick bei uns, erzähl uns von deinen Geschwistern.
Von Lilo Weisheimer
- Lebensart
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Höllericks
Von Dieter Höss
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SCHERZ, SATIRE & IRONIE
Künftige Wissenschaftler werden es leicht haben, wenn sie nach unseren Verhaltensweisen forschen. Ein Blick in alte Magazine genügt: Jede Ausgabe ein Psychotest, der Auskunft darüber gibt, ob wir mit unserem Partner richtig umgehen oder ob wir es im Berufsleben zu etwas bringen werden.
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J.M-M:
Städte-Heirat
Im „Monde“, der großen liberalen Pariser Tageszeitung, hat das Städtchen Bernhausen annonciert. Es sucht Bekanntschaft mit einer ähnlichen Gemeinde in Frankreich zwecks späterem „Jumelage“.
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Keine Rettung vor der Müll-Lawine?
Die schwere Ottomane läßt sich nur mühsam ans Fenster schieben. Es ist, als ahne sie ihr Schicksal – den nächtlichen Sturz aufs Straßenpflaster vom dritten Stock.
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Nicht schießen, sondern singen...
Bei den Cowboys waren gute Sänger mehr gefragt als gute Schützen, mag das auch lächerlich klingen. Der monotone, melancholisch klingende Sprechgesang, die „Texas Lullabys“, hatten nämlich die Funktion, die Herde zu beruhigen.
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Wo die Welt ohne Zäune war
Cowboys, wie sie wirklich lebten – Das Film- und Fernsehbild wird korrigiert – Ein Kapitel amerikanischer Kulturgeschichte
Von Kenneth Porter
- Sport
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Sprung in den Profit
Seit Jahren wird die deutsch-österreichische Springertournee mit Erfolg durchgeführt. Eine Addition der jeweils um die Jahreswende in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen gezeigten Leistungen gilt für die Sachverständigen zu Recht als eine inoffizielle Weltmeisterschaft.
Von W. K.
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Olympiawerbung mit Understatement
„Die einfachen Spiele in der kleinen Stadt“
„Wir haben damit die Chance, der Weltöffentlichkeit das moderne Deutschland vorzustellen!“ (Willy Brandt in seiner Regierungserklärung vom 28.