• Ausgabe 07/1971

    Ausgabe 07/1971

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Andreas Kohlschütter berichtet aus Polen:

    Giereks Sieg in der Höhle des Löwen

    In Stettin und Danzig stehen die Menschen Schlange — aber nicht vor Lebensmittelgeschäften, sondern vor Zeitungskiosken. Kaum gedruckt, sind die Lokalzeitungen dieser beiden Ostseestädte auch schon ausverkauft.

    Von Polnische Arbeiter: „vorläufig hören sie uns ja noch zu - aber wie lange noch?&quot

  • Andreas Kohlschütter berichtet aus Polen:

    Giereks Sieg in der Höhle des Löwen

    Der polnische Parteichef erringt das Vertrauen der Werftarbeiter – Neuer Wirtschaftskurs

    Von Polnische Arbeiter: „vorläufig hören sie uns ja noch zu - aber wie lange noch?&quot

  • Nationales Unglück

    Daß ein Rolls-Royce ein Statussymbol sei, behaupten meist nur diejenigen, denen er zu teuer ist. Wer einen „Silver Shadow“ besitzt, schätzt ihn in erster Linie als Auto.

    Von Karl-Heinz Wocker

  • Ansätze zum Kompromiß

    Was reden sie von Institutionen, da redet keiner drüber.“ So soll der Vorsitzende des DDR-Ministerrates, Willi Stoph, dem Vorsitzenden der Sozialistischen Einheitspartei West-Berlins (SEW), Gerhard Danelius, geantwortet haben, als sich beide in der vorigen Woche in Ost-Berlin über West-Berlin unterhielten.

    Von Joachim Nawrocki

  • Ägyptens Arsenal

    Seit Beginn der Feuerpause im August des vergangenen Jahres hat Ägypten seine Positionen am Suezkanal in großem Umfang ausgebaut.

  • Durststrecke für Willy Brandt

    Von der sozialliberalen Koalition blättert der Lack ab – „Erfolge müssen wir haben“ / Von Rolf Zundel

    Von Rolf Zundel

  • Hartgesotten – liebenswürdig

    Semjon Zarapkin, der seit dem Sommer 1966 als sowjetischer Botschafter in Bonn amtiert, verläßt jetzt die Stadt am Rhein, in der er auf vielfältige Weise wirkte.

  • Am Suezkanal kann das Tauschgeschäft beginnen

    Zug um Zug zum Frieden?

    Das Tauschgeschäft zwischen Israel und Ägypten hat begonnen – dreieinhalb Jahre nach dem Krieg nach 1967 und sechs Monate nach Beginn der Feuerpause.

    Von Dietrich Strothmann

  • Späte Rache für Faschoda

    Eine starke Gruppe von Afrikanern stand im vergangenen November auf dem Friedhof von Colombey-les-deux-Eglises am Grabe de Gaulles.

    Von Ernst Weisenfeld

  • In Reggio sind die Unruhen wieder ausgebrochen

    Handgranaten von rechts

    Unruhe und Gewalttätigkeit, deren sich eine schwache Regierung eben nur schwach erwehren kann, bedrohen gegenwärtig – gefährlicher denn je in den letzten Jahren – die italienische Demokratie.

    Von Hansjakob Stehle

  • ZEITSPIEGEL

    Ist der Sohn des Zaren noch am Leben? Der amerikanische Schriftsteller Guy Richards behauptet, der Zarewitsch wohne unter dem Namen Michal Goleniewski in New York.

  • Das Offizium ist tot

    Das Heilige Offizium, welches 1542 das Erbe der Inquisition übernahm, um die katholische Kirche gegen Häresien zu verteidigen, und das 1965 von Papst Paul VI.

  • Selbstmord auf Raten

    Es ist kein Paradox mehr, daß Parteien an ihrer Jugend leiden. Die Freien Demokraten in Schleswig-Holstein sind in Gefahr, daran zugrunde zu gehen – jedenfalls als relevante Größe im politischen Kräftespiel des Landes.

    Von Hans Schueler

  • Wolf gang Ebert:

    Wettabrüsten

    Die Russen haben dem amerikanischen Rüstungspotential einen schweren Schlag versetzt und besonders im Pentagon Verwüstungen angerichtet, ohne eine einzige Rakete abzufeuern.

  • Wirtschaft
  • Zitate der Woche

  • Recht im Beruf

    Ein freiwillig versichertes Mitglied einer Ersatzkasse hat keinen Anspruch auf einen Krankenschein. Diese Entscheidung des Bundessozialgerichts ist von besonderer Bedeutung für alle Angestellten, die bis zum 31.

  • Die Löhne stiegen schneller

    In den letzten zehn Jahren haben sich die Einkommen aus unselbständiger Tätigkeit in der Bundesrepublik um 147 Prozent erhöht.

  • Drei Fragen an Heinrich Irmler

    Gewisse belebende Wirkung

    Die fortdauernde Restriktionspolitik der Bundesbank leuchtet nicht jedermann ein. Minister Schillers früherer Staatssekretär Klaus Dieter Arndt nennt sie sogar eine „Rezessionspolitik“.

  • NAMEN

    Sir Anthony Barber, britischer Schatzkanzler, brachte im Unterhaus eine Gesetzesvorlage zur Verstaatlichung von Teilen der finanziell zusammengebrochenen Rolls-Royce-Werke ein.

  • Die großen Versender setzen zum Angriff an: In diesen Tagen überschwemmen sie Deutschlands Haushalte mit mehr als 15 Millionen Katalogen

    Die Bestseller des Konsums

    Zum Großeinsatz für Konsul Dr. Gustav Schickedanz, Chef des Groß-Versandhauses Quelle in Fürth, werden die Häftlinge der Strafanstalt München dieser Tage zusammengerufen.

  • Finanzbeamte wollen zum Lehrer ausgebildet werden

    Stiefkinder des Fiskus

    In einer Petition an Regierung und Parlament Schleswig-Holsteins gemahnten sie die Dienstherren versäumter Pflichterfüllung.

  • Bundeswehrkantinen werden neu organisiert

    Ärger mit den Marketendern

    Im Prinzip sind sich die Beteiligten einig, im Detail jedoch weitgehend zerstritten: Verteidigungsminister Helmut Schmidt auf der einen Seite, der deutsche Bundeswehrverband und der Bund deutscher Kantinenpächter auf der anderen.

  • Hermann Abs und Willy Ochel tauschten die Sessel

    Bereinigung im Revier

    Es wäre ja auch schade, wenn eine solche Kapazität brachliegen würde.“ So kommentierte die Dortmunder Hoesch AG die Berufung ihres ehemaligen Vorstandsmitgliedes und Aufsichtsratsvorsitzenden Willy Ochel in den Aufsichtsrat der Friede Krupp GmbH in Essen.

  • Allende in den Fußstapfen seines Vorgängers Frei

    Papier gibt er für Kupfer

    Mit der Schlagzeile „Ausverkauf der Freiheit in Santiago“ kommentierte Die Welt ein Ereignis, das bisher seinesgleichen sucht: Dr.

    Von Klaus-Peter Schmid

  • ZEIT SPART GELD

    Der Großbrand im Kühlmöbelwerk der Linde Hausgeräte GmbH in Wiesbaden-Kostheim, der immerhin einen Schaden von 140 Millionen Mark verursachte, hat den Linde-Börsenkurs nicht in Mitleidenschaft gezogen.

  • Verhärtet

    Die in den letzten Monaten geschlossenen Handelsabkommen mit Ostblockländern sollten ihre Krönung im Abschluß eines neuen deutschsowjetischen Handelsvertrages finden.

  • Sind die Kurse der Bankaktien ausgereizt?

    Der Kursanstieg der deutschen Bankaktien hat sich in den letzten Tagen verlangsamt, zum Teil hat es kleinere Rückschläge gegeben.

    Von Ihr Securius

  • Vereinsbank in Hamburg

    Knappe Kapitaldecke

    Der Bezugsrechthandel für die jungen Aktien der Vereinbank in Hamburg läuft glatt, obwohl die Aktionäre bei einem Ausgabekurs von 300 Prozent diesmal tiefer als sonst in ihre Tasche greifen müssen.

  • PREISE+ANGEBOTE

    „Decade“, Portfolio mit 10 Serigraphien, 91 × 84 cm, sign, und num., 200 Ex., Subskriptionspreis während der Ausstellung 4600 Mark Dieses Portfoliowird von der Edition Dornberger, Stuttgart-Bonlanden, Hölderlinstr.

  • Nach dem Lufthansa-Streik – ein Streit um die Prozente

    ... und keinen Deut mehr

    Als am Samstagvormittag vergangener Woche der Tarifstreit bei der Lufthansa beendet wurde, hatten die Rundfunkjournalisten Schwierigkeiten, die richtige Nachricht in den Äther zu schicken: In den Mittagsnachrichten waren es 15 Prozent Einkommenserhöhung für das Lufthansa-Bodenpersonal, am Nachmittag waren es 15,9 und abends dann wieder 15 Prozent.

  • Defizit im Repertoire

    Deutsche Staatstheater machen Schlagzeilen, allerdings nicht mit Inszenierungen oder Skandalen an der Rampe. Die Nachrichten kommen vielmehr aus dem Bereich hinter den Kulissen.

    Von Gunhild Freese

  • REPORT AUS BONN

    Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller griff das Thema „Ideologisierung des deutschen Außenhandels und der Entwicklungshilfe“ wieder auf.

  • Milchpreise

    Da irrte der Minister

    Ein Hamburger Einzelhändler will in der Hansestadt „den Milchpreis knacken“ (Hamburger Morgenpost). Er meint: „Es geht auch billiger“ und verkauft den Liter Milch zu 58 Pfennig, zum Selbstkostenpreis.

  • Mitbestimmung

    „Viele nicht zufrieden“

    Im Gegensatz zum Regierungsentwurf, der nur die Mitbestimmung der einzelnen Arbeitnehmer und der Betriebsräte regelt, bezieht die CDU/CSU auch die „Mitbestimmung im Unternehmen“ ein.

  • Börsen-Report

    Rückschlag droht vom Rentenmarkt

    Die Liste der in- und ausländischen Emittenten, die jetzt auf den deutschen Kapitalmarkt drängen, wird immer länger. Außerdem werden die deutschen Kreditinstitute mit Angeboten, sich an der Zeichnung von Fremdwährungsanleihen zu beteiligen, förmlich überschüttet.

  • Die Stickstoffindustrie klagt über Bonn

    Streit um Rabatte

    Die deutsche Düngemittelindustrie ist fest entschlossen, sich die Preise nicht länger von der ausländischen Konkurrenz verderben zu lassen, „Selbst wenn wir an Umsatz verlieren, werden wir nicht weiter so hohe Rabatte gewähren“, erklärt Karl-Heinz Tillmann, Spartenleiter für Düngemittel der Ludwigshafener Badischen Anilin- und Soda-Fabrik AG.

  • Italienische Währung

    Schwäche

    Die Währungs-Händler an den italienischen Geldhandelsplätzen horchten in der vergangenen Woche auf. Erstmals seit einem halben Jahr bekam die italienische Lira deutliche Schwächeanfälle.

  • Am Beispiel von Siemens...

    Es ist erstaunlich, wie kräftig der Kursaufschwung an den deutschen Börsen ausgefallen ist. Ein Gewinn von mehr als zwölf Prozent innerhalb von fünf Wochen – das ist erheblich mehr, als selbst ein überzeugter Optimist zu Jahresbeginn vorauszusagen gewagt hätte.

  • Drei Fragen an Erhard Eppler

    UN-Schutz für Entwicklungshelfer

    In Guinea wurden deutsche Entwicklungsexperten Opfer innenpolitischer Machtkämpfe...........................................

  • In der Pleite nicht mehr nobel

    Export is fun – exportieren macht Spaß, hatte Tory-Premierminister Harold Macmillan seinen Briten vor zehn Jahren suggeriert, und Anthony Wedgewood Benn, Technologieminister im Labour-Kabinett Wilson lobte 1968 ein Unternehmen für den größten Exportauftrag der britischen Geschichte mit einer Rede, die im Parlamentsprotokoll ganze sechs Seiten füllte.

    Von Franz C. Widmer

  • Leipziger Messe

    Warten

    Die Leipziger Messe bekommt ein neues Gesicht. Schon in den letzten beiden Jahren sind etliche Branchen der Investitionsgüterindustrie – wie die Grundstoffchemie, der Fahrzeugbau, die optische Industrie und die Möbelindustrie – vom Frühjahr auf die Herbstmesse umdirigiert worden, die bislang eine reine Konsumgütermesse war.

  • Ein verlorenes Jahrzehnt für Investmentsparer

    In unserer nebenstehenden Tabelle ist erstmals das Jahr 1970 in die Mehrjahresvergleiche voll einbezogen worden. Für das Jahrzehnt 1960–1970 ergibt sich eine erschreckende Bilanz, die deutlich zeigt, wie fragwürdig es ist zu behaupten, daß der Aktionär (beziehungsweise der Investmentsparer) am Wachstum der Wirtschaft „voll“ teilnimmt.

  • Diskreditiert

    Eigentlich waren die 1968 von den Währung experten der Welt erdachten Sonderziehungsrechte eine akzeptable Verlegenheitslösung.

  • Zöpfe ab

    Weibliche Arbeitnehmer sind in der Bundesrepublik immer noch Aschenputtel, wenn es um Lohn und Gehalt geht. Frauen konnten im Herbst letzten Jahres nur einen durchschnittlichen Stundenlohn von 4,65 Mark mit nach Hause nehmen, während ihre männlichen Kollegen 6,75 Mark je Stunde verdienten.

  • Gramco

    Nicht akzeptiert

    Deutsche Anleger hatten bei dem Usif Real Estate Immobilienfonds der exotischen Gramco-Gruppe rund 110 Millionen Mark angelegt, als die Fondsmanager die Kasse zumachen mußten.

  • Siemens

    Richtig rechnen

    Zum elftenmal sollen die Aktionäre der Siemens AG, Berlin/München, die gewohnte Dividende von 16 Prozent erhalten. So lautet der Vorschlag an die Hauptversammlung am 25.

  • Rot-China sucht Prestige in der Luftfahrt

    Briten-Jets für Mao

    Die größte Nation der Welt, China, spielt im internationalen Luftverkehr bislang nur eine untergeordnete Rolle. Allein die Luftverkehrsgesellschaft des von Amerika protegierten Tschiang-Kai-schek-Staates vertritt; gegenwärtig Chinas Namen auf internationalen Strecken.

  • Erdöl

    Diktat

    Wir haben grundsätzlich den Gesetzesweg beschlossen, aber wir lassen die Tür für die Rückkehr der Gesellschaften zur Annahme unserer Bedingungen offen.

  • MARKTNOTIZEN

    Nach Earth Art und Eat Art ist nun endlich eine Art erfunden, die Kunst und Geld verbindet: Money Art. Die Galerie Schmücking, Braunschweig, Lessingplatz 12, ediert zum Dürerjahr 100 Zehnmarkscheine mit einer Signatur von Horst Antes und einem Prägestempel der Galerie.

  • Der Kandidat aus der Kiste

    Die schweigende Mehrheit der CDU hat ihren Mann gefunden, einen Mann, der ihre gesellschaftspolitischen Ziele artikuliert. Alfred Dregger, Landesvorsitzender der hessischen CDU, kopierte den Trick des amerikanischen Vizepräsidenten Spiro Agnew, der gleichfalls für eine schweigende Mehrheit zu sprechen vorgibt, und erhielt Zuspruch.

    Von Dieter Piel

  • ZEITRAFFER

    Die Verschuldung der Bundesbürger hat sich, gemessen am Gesamtvolumen der Konsumentenkredite, zwischen 1966 und 1970 um 60 bis 100 Prozent erhöht.

  • Investitionsprogramm

    Erinnerung an den Notfall

    Über das Hin und Her der Konjunkturpolitik geriet die Anregung des Wirtschafts-Sachverständigen Prof. Claus Köhlers etwas in Vergessenheit, wie die Wirtschaft wieder stärker belebt werden könne.

  • Die Gewerkschaften scheinen auch für 1971 zu einer harten Tarifpolitik entschlossen zu sein. ÖTV und die Drucker setzten die Signale Heinz Michaels:

    Kein Respekt vor Schillers Warntafeln

    Vergeblich predigte Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller den Gewerkschaftsführern, wirtschaftliche Vernunft walten zu lassen, beschwor sie, in ihren Lohnforderungen maßvoll zu sein, sagte: In diesem Jahr kann der Schluck aus der Pulle nicht so groß sein wie im letzten Jahr.

  • Wissen
  • Nordlicht geregelt

    Nordlicht ist eine zwar schöne, jedoch den Funkverkehr erheblich behindernde Naturerscheinung. Es entsteht, wenn elektrisch geladene, energiereiche Partikel, die aus dem – etwa 55 000 Kilometer hohen – Van-Allen-Strahlengürtel stammen, mit den Teilchen der F-Schicht in der (etwa 250 km) hohen Erdatmosphäre kollidieren.

  • Das Ja-Wort

    Mit Jordanien, Kuwait, Saudi-Arabien, dem Jemen und Liechtenstein gehörte die Schweiz bis zum letzten Sonntag zu den Ländern, in denen Frauen das Stimm- und Wahlrecht vorenthalten wurde.

  • Gefahr im Dschungel

    Als Akt der Selbstverteidigung rechtfertigen Washington und Saigon die Invasion in Laos. Der Angriff folgte logisch aus dem Abenteuer in Kambodscha.

    Von K. H. I.

  • Signale von Callisto

    Radioastronomen sind gemeinhin auf der Jagd nach immer entfernteren und exotischeren Himmelsobjekten. In jüngster Zeit jedoch haben sie ein faszinierendes Studienobjekt für ihre Antennen entdeckt, das gleichsam vor der Haustür liegt: den Planeten Jupiter und seine Trabanten.

  • Was führt Moskau im Schilde?

    Die Überraschung über die Kritik eines Sowjet-Diplomaten in den USA an der Ostpolitik des Kanzlers ist Anfang der Woche, nach einem Dementi der sowjetischen Botschaft in Bonn, in Verwunderung umgeschlagen.

    Von Theo Sommer

  • EWG-Brise

    Nach dem Kollaps im Dezember ist es dem EWG-Ministerrat am Dienstag dieser Woche nun doch noch gelungen, die Sechser-Gemeinschaft zur Wirtschafts- und Währungsunion weiterzuentwickeln.

  • Wenn Amerika Asien räumt

    Wie provinziell unser Denken und Diskutieren geworden ist! Wer in Asien gesehen hat, welche gewaltigen Wandlungen in der Welt vor sich gehen, der ist verblüfft, nach fünf Wochen Abwesenheit festzustellen, daß in der Bundesrepublik noch immer die gleichen Themen die Diskussion beherrschen: Haben Brandt, Scheel, Bahr deutsche Rechtspositionen verschenkt? Hätten Kiesinger, Strauß, Barzel sie dem Vaterland erhalten können? Wer hat Illusionen, die Linken mit ihrer Ostpolitik – die Rechten mit ihrem Status-quo-Denken und so weiter, und so weiter.

    Von Marion Gräfin Dönhoff

  • Strom aus der Luft

    Der erfindungsreiche Benjamin Franklin hatte die Idee schon vor über dreihundert Jahren: ein Elektromotor, der von der Luftelektrizität gespeist wird.

  • Brücke zwischen Amerika und Europa

    Noch vor zwei Millionen Jahren muß es einen interkontinentalen Wanderweg gegeben haben

  • Warum synchron?

    Teenager haben es immer schon behauptet: Bei engen Freundinnen pendelt sich der Merstruationszyklus so ein, daß sie schließlich zur selben Zeit ihre Tage haben.

  • Hormon unter Krebsverdacht

    Prolaktin, ein Hormon der Hypophyse, das die Milchproduktion im Organismus anregt, ist – jedenfalls bei Ratten – entscheidend an der Entstehung und am Wachstum von Brustkrebs beteiligt.

  • Reisen
  • reisenachrichten

    Wintersport in Belgien: Skifahrern aus dem Köln-Aachener Raum, die die lange Anfahrt in die Wintersportgebiete der Alpen scheuen, bietet sich ein Skigebiet fast vor der Haustür an: die belgischen Ardennen.

  • Kursbuch zur See

    Alle reden von Kreuzfahrten, wenn Seereisen im Gespräch sind. Viele reden auch von den erholsamen, gepflegt-langweiligen Reisen auf Frachtschiffen, für die sich immer mehr Leute interessieren.

  • Berufliche Studienreisen

    Schlachter nach Chikago

    Weiterbildung, Erfahrungsaustausch und Information im Berufsleben können heute nicht mehr allein mit der Lektüre von Fachzeitschriften bestritten werden.

  • Karl Cerny: Reisen in der Vergangenheit (I)

    Die Auserlesenen der „Quaker City“

    Die Vergnügungsreise ist eine Neuerscheinung unter den Reisearten, eine Errungenschaft der Moderne mit ihren billigen und leistungsfähigen Transportmitteln und mit ihrer relativ hohen Sicherheit von Reisewegen.

  • Ein Hauch von Abenteuer

    Noch ist es zu früh, eine Prognose über den geschäftlichen Erfolg der kommenden Kreuzfahrtsaison zu stellen. Doch der Optimismus, den die Seereisenveranstalter verbreiten, ist nicht unbegründet.

  • Deutschland – Ferienkatalog

    389 mal Urlaub daheim

    Der Prospekt soll im Sinne der Bundesbahn-Werbung Lust auf Urlaub in Deutschland machen, darum ist er folgerichtig in deutscher Sprache, abgefaßt und wird in einer Auflage von 600 000 Exemplaren an Fahrkartenausgaben und Reiseschaltern verteilt.

  • Osterreinen 1971

    Minireisen für Rechner

    Kurzurlaubsreisen kommen immer mehr In Mode. Um ein paar Feiertage herum, die zusätzliche Urlaubstage bescheren, läßt sich ein solcher Mini-Urlaub gut placieren.

  • In Piratenhand

    Seereisen – so liest man’s in den Prospekten – vermitteln Touristen jenen Hauch von Abenteuer, den sie an Land so schmerzlich vermissen.

  • Smørrebrød ab Genua

    Wenn vom Fährverkehr gesprochen wird, denkt man in erster Linie an die vielen bekannten Fährverbindungen, die zwischen den skandinavischen Ländern bestehen.

  • Flirt mit Anna

    Anna C“ heißt der Musikdampfer. Und jetzt, wo am siebenten Tag die Reise mit „Anna“ zu Ende geht, wissen alle Spazier-Seefahrer, daß sie es eine Woche mit einer seriösen älteren Dame zu tun hatten: mit Tante Anna.

  • Kreuzfahrten mit TS „Hamburg“

    Herbst-Schwarzmeerfahrt: 27. September bis 11. Oktober und 12. bis 26. Oktober Route: Genua–Malta–Istanbul–Jalta–Odessa-Constanźa-Piräus-Catania/Sizilien-Genua.

  • Solange die Schiffe noch fahren...

    „... den Einsatz der Schiffe für ihre eigentlichen Zwecke flexibler zu gestalten, habe ich mich nach eingehender Prüfung aller Gesichtspunkte entschlossen, auf den Schiffen meiner Reederei ab 1.

  • Traum von einer heilen Welt

    Auf Postkarten, in Prospekten und Kunstbänden sieht man nie, daß einige der berühmten delischen Löwen Holzbeine haben – roh Zugeschnittene Dachsparren, auf die sie ihre schweren Oberkörper stützen.

    Von Gerhard Prause

  • DIE ZEIT
  • Sprecher für Küchenfeen und Physiker

    Der Lufthansa-Streik hat Heinz Kluncker nicht beliebter gemacht. 79 Prozent der Bundesbürger, so ermittelten die Wickert-Institute, lehnten den Ausstand des Bodenpersonals ab.

    Von Carl-Christian Kaiser

  • Von der „Mondsucht“ befreit?

    Als sich Alan Shepard und Edgar Mitchell mit ihrem zweirädrigen Handkarren mühsam auf dem steilen Anstieg zum Rande des Mondkraters Cone vorarbeiteten, entfuhr ihnen manches erbitterte „Donnerwetter“ und „verdammter Mist“.

  • Gesellschaft
  • Ausstellung in München

    Epoche mit dem Januskopf

    Zwei Epochen des Historismus begegnen sich mit aus Hochachtung und Verachtung gemischten Empfindungen: Unsere Zeit, gekennzeichnet durch das bedächtige Wiederkäuen von künstlerischen Innovationen aus dem ersten Jahrhundertdrittel, entdeckt ihre Wahlverwandtschaft mit dem neunzehnten Jahrhundert.

  • „Yvonne“ in Bremen

    Wir Normalen

    Sicher kann man sich Witold Gombrowiczs „Yvonne, Prinzessin von Burgund“ offener, weniger eindimensional vorstellen, als sie in Bremen in der Inszenierung von Wilfried Minks wirkte.

    Von Hellmuth Karasek

  • Moskauer Verwirrspiel

    Auch das 14. Berlin-Gespräch der Siegermächte brachte am vergangenen Montag kein sichtbares Ergebnis. Während des knapp dreistündigen Treffens, bei dem nach sowjetischen Angaben eine „gute Atmosphäre“ geherrscht hat, wurde ein Experten-Papier zur gegenwärtigen Lage der Dinge behandelt.

  • Affenmensch als Serienheld

    Salon-Tarzan mal zweiundvierzig

    Wie bei den Spielfilmen, über die sich der Schöpfer der Tarzan-Figur immer geärgert hat, steht auch vor jeder Folge der neuen Tarzan-Serie: „Nach einer Idee von Edgar Rice Burroughs.

  • Schweiz

    Die Frauen wählen

    Im zweiten Versuch haben die Schweizerinnen am Wochenende erreicht, was ihnen bisher verwehrt wurde: Mit 621 403 gegen 323 596 Stimmen billigten ihnen die Schweizer Männer das Stimm- und Wahlrecht auf Bundesebene zu.

  • Apollo 14

    Mondflug beendet

    Apollo 14 ist unversehrt zurückgekehrt. Mit einer Präzisionslandung in der Nähe der vor Samoa wartenden Bergungsflotte beendeten die drei Astronauten Alan Shepard, Stuart Roosa und Edgar Mitchell ihren neuntägigen Raumflug.

  • Waffenruhe verlängert

    Ägypten hat zugestimmt, daß die Waffenruhe am Suezkanal um weitere 30 Tage bis zum 7. März verlängert wird. Vor der Nationalversammlung verlangte Staatspräsident Sadat, Israel müsse in dieser Zeit einen Teil seiner Kräfte aus den besetzten Gebieten abziehen.

  • Fernsehen

    Lessing am Tatort

    Es fing ganz harmlos an. Am Sonntagabend um 20 Uhr 12 wurde ein Standphoto gezeigt, auf dem zu sehen war, wie der Herr Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, Dr.

  • Neue Kämpfe in Nordirland aufgeflammt

    Die Lage in Nordirland hat sich erneut zugespitzt. Am letzten Wochenende flammten in der nordirischen Hauptstadt Belfast heftige Kämpfe zwischen der britischen Armee und der katholischen Minderheit auf.

  • Südvietnamesen marschieren in Laos ein

    Mit Unterstützung durch amerikanische Artillerie und Luftwaffe haben in der Nacht zum Montag südvietnamesische Truppen die Grenze nach Laos überschritten.

  • FILMTIPS

    Im Fernsehen: „Der Löwe hat sieben Köpfe“ (1969), von Glauber Rocha (Bayern III am 14. Februar). Nur der Originaltitel gibt, mit dem Grammatikfehler, einen Eindruck: „Der Leone have sept cabecas“, weil er die Sprachen der Kolonialmächte kombiniert und zerstört, über die Rocha als Vorkämpfer der Dritten Welt mit diesem Film triumphiert.

  • Dokumente der ZEIT

    Erste Frage: Kann Entspannung durch widerrechtliche Handlungen, also durch Unrecht erreicht werden? Nur absolute politische Dummköpfe könnten dies bejahen.

  • Polen

    Gomulkas Ende

    Das Plenum des Zentralkomitees der polnischen Kommunisten, das am Wochenende tagte, endete mit einem klaren Erfolg für den Parteichef Ecward Gierek.

  • Karriere
  • AUFSTIEG • JOB • VERDIENST

    Die Zahl der Arbeitslosen, die 54 Jahre und älter sind, ist erfreulich zurückgegangen. Nach der neuesten Statistik, die von der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg veröffentlicht wurde, gehörte Ende September 1970 nur noch knapp ein Drittel (31,3 Prozent) aller Arbeitslosen dieser Altersgruppe an.

  • Pauken für die Karriere

    Deutsche Manager zerbrechen sich den Kopf. Sie haben eingesehen, daß sie fachlich stets topfit sein müssen, wissen aber nicht, wie sie das Ziel erreichen sollen.

    Von Rosemarie Winter

  • Kultur
  • ZEITMOSAIK

    In soziologischen und politischen Erwägungen wird oft der Alkohol-Konsum in verschiedenen Ländern (oder auch „Gesellschaften“) als Argument angeführt, der ja in der Tat einen gewissen Aussagewert hat – welcher übrigens um so größer ist, je richtiger die Zahlen sind.

  • Auf schmalem Grat

    Seine Gedichte sind eine Art Gedankenlyrik; im Ton oft an Erich Kästner, in den Themen jedoch häufiger an Goethe erinnernd; Gedichte eines poeta doctus, dem das humanistische Bildungsgut leicht durch die Hand läuft und der ohne Prätention im gleichen Zug etwa von der Pille redet; Gedankenlyrik, streng und ohne Ausnahme gereimt, und zwar raffiniert gereimt, manchmal so abenteuerlich (zum Gespött in / Göttin; Gemüt / pommes frites), wie es sich sonst einer nur aus Jux oder beim Parodieren gestattet.

    Von Ernst Nef

  • Träumer nach vorwärts

    Die kleinliche Beckmesserei eines Rezensenten* hat das Buch ins Gespräch gebracht. Über seinen Inhalt wußte er freilich nichts zu sagen, und der allein zählt.

  • Kunstkalender

    Die Schweiz hat Richard Paul Lohse, der zur Gruppe der „Zürcher Konkreten“ gehörte, auf der Biennale 1968 als repräsentativ für den Konstruktivismus herausgestellt.

  • VON ZEIT-MITARBEITERN

    Peter Demetz: „Die süße Anarchie“ – Deutsche Literatur seit 1945, eine kritische Einführung. Peter Demetz, 1922 in Prag geboren, Verfasser unter anderem eines Buches über „Marx, Engels und die Dichter“ und einer Fontane-Studie, ist Professor für germanische Sprachen an der Yale-Universität in New Haven, Connecticut; und für amerikanische Studenten wurde dieses Buch ursprünglich geschrieben.

  • Die glatte Welt des ZDF

    Intendant Holzamer wird wiedergewählt – vielleicht weil sein Nachfolger bereits gewählt ist?

    Von Nina Grimenberg

  • Hitlers Doppelspiel im abessinischen Krieg

    Kanonen für den Negus

    Wieder einmal müssen die Zeitgeschichtsbücher korrigiert werden: Bislang gehörte es zu den kaum bezweifelten Ergebnissen historischer Forschung, das Bündnis der faschistischen Diktatoren Hitler und Mussolini, die sogenannte „Achse“ Berlin–Rom, sei während des italienisch-abessinischen Krieges 1935/36 entstanden.

  • Credo zur Reform

    Die Rolle der Westdeutschen Rektorenkonferenz, dargestellt von ihrem Präsidenten Hans Rumpf

  • Schönes Standbild in gebührender Entfernung

    Immer wieder wird Tarzan mit Königinnen und Priesterinnen konfrontiert, die ihn ihren Göttern opfern wollen. „Aber aus Liebe zu ihm sehen sie jedesmal davon ab“, stellt auf einer Tarzan-Sonderseite Le Monde fest, „und das zeigt, daß er selber ein Gott ist, und zwar der mächtigere.

    Von Wolf Donner

  • Die Grenzen liberaler Relevanz

    Rolf Düspohl, der hier in unserer Liberalismusdiskussion auf den Essay „Die Grenzen liberaler Toleranz“ von Jean Améry, erschienen in der ZEIT Nummer 4/1971, antwortet, studierte Politikwissenschaft in Berlin, arbeitet zur Zeit als Wissenschaftlicher Referent bei der Alexander von Humboldt-Stiftung in Bad Godesberg, promovierte über „Das Verhältnis von Theorie und Praxis der revolutionären Opposition“ und versteht sich selber als Linksliberaler.

    Von Rolf Düspohl

  • KRITIK IN KÜRZE

    „Sturmjahre“, Roman von Cameron Hawley. Dem Mann, von der Emanzipation mehr in die Enge getrieben denn je, bleibt nach Ansicht des Autors nichts weiter übrig, als nach den seit Jahrtausenden erprobten Waffen der Frau zu greifen und zum Beispiel die Eitelkeit geschickt im Kampf um die Symbole des Erfolgs einzusetzen.

  • DIE NEUE SCHALLPLATTE

    Was diese Musik zweier Barockkomponisten, deren einer (Johann Heinrich Schmelzer) kaum, deren anderer (Johann Joseph Fux) nur wenigen bekannt ist, dennoch so ungemein hörenswert macht, ist die Eigenart der Aufführung.

  • Karl ist kein Adam

    Thalias Premierenpublikum war begeistert: schon als sich ein auf Planken gemaltes Dörfchen öffnete, um die Stube von Dorfrichter Adam (Bühnenbild: Toni Businger) in ihrer detailverliebten Schmuddelwirtschaft den Blicken freizugeben, prasselte der Szenenapplaus.

  • Abroad • Del extranjero • De l’étranger

    Lyrik im Schneesturm

    Die Vorgeschichte wäre eine Schnulze, wenn sich nicht ein symptomatisches Phänomen dahinter verbärge. In der Septembernummer der literarischen Monatszeitschrift „Junostj“ (Jugend), die mit zwei Millionen Exemplaren nun schon seit Jahren die Spitze der belletristischen Periodika in der Sowjetunion hält, erschien der erste Teil von Andrej Wosnessenskijs lyrischem Triptychon „Eis-69“.

    Von Helen von Ssachno

  • Rektoren rufen zur Reform

    Das Hochschulrahmengesetz hat mit vielen anderen Gesetzen den wenig attraktiven Titel gemeinsam. Der verkauft sich schlecht.

    Von Rtidolf Walter Leonhardt

  • Jammer als ästhetischer Genuß

    Eben hatte der Clown „Ich bin ein Klohn“ gesagt und „Du bist auch ein Klohn“ und „Ganze Welt ist voll Klohns“, als ein Beweisstück für diese Behauptung den Hotelsalon durchmaß, eine dralle Frau in einer clownsbunten Patchworkbluse aus Samt.

    Von Manfred Sack

  • Länderspiegel
  • Berichte aus der DDR

    Beat am Altar

    Walter Ulbricht umarmt Leonid Breschnjew auf dem Flugplatz Schönefeld und, während er die rechte Gesichtshälfte küßt, murmelt er ihm ins Ohr: „Hast du mir auch was Schönes mitgebracht?“ Danach das breite Gesicht des Russen linksseitig an sich ziehend, fordernder: „Es darf auch aus dem Westen sein!“ – Die Kinderabteilung des neuen Ostberliner Kaufhauses „Centrum“ am Alexanderplatz sucht Inder und Liliputaner.

    Von Arno Hahnen

  • Großraumplanung

    Ferngesteuert von Frankfurt

    In Hessen sind die Kassen leer. Mit anderen Worten: Die Pläne Albert Osswalds für „Hessen 80“ sind vorläufig auf die lange Bank geschoben worden.

    Von Gerbard Ziegler

  • Olympia-Norm

    Waldi nach Maß

    Auf der 22. Internationalen Spielwarenmesse in Nürnberg ist er soeben zum erstenmal öffentlich und sofort korrekt aufgetreten; seine Konstruktion entsprach den technischen Zeichnungen seiner Kreatoren: der „Olympia Waldi“.

  • Der Chronist von Bonn

    Walter Henkels, nach einem Wort des Bundespräsidenten Heinemann auch „der bekannte Bonner Heimatdichter“ genannt, ist 65 Jahre alt geworden.

  • Auf- oder Abstieg für Peter Boenisch?

    „Man kann nicht immer siegen“

    In seinem Arbeitszimmer im sechsten Stock des Hamburger Springer-Hochhauses steht immer noch die langstielige, rote Rose auf dem Schreibtisch, ein geleertes Weinglas und die Porträts von Axel Springer (beim Golfspielen), von John Kennedy (beim Händedruck mit Peter Boenisch) und von Konrad Adenauer.

    Von Nina Grunenberg

  • Verschobenes Statut

    Das sagen zwar nicht alle, aber denken doch sehr viele der über 250 Redakteure und redaktionellen Mitarbeiter, die in Deutschlands größter Regionalzeitung – Auflage am Wochenende über 600 000 – vom Rhein bis Unna, von Recklinghausen bis Velbert schreiben.

    Von Horst Bieber

  • War es wirklich Notwehr?

    Die Sache ist schlimmer als der Fall, heißt es in der Berliner Innenverwaltung, und sie ist es auch: der 38jährige Polizeiobermeister Horst Salzwedel ist unter dem Verdacht des Totschlags an einem Autodieb verhaftet worden.

    Von Joachim Nawrocki

  • Lebensart
  • SCHERZ, SATIRE & IRONIE

    Sogar der Alt-Karnevalist Jacques Königstein hat es bestätigt: Der Karneval liegt in den letzten Zügen. Wenn wir, die wir um seine Erhaltung besorgt sind, nicht sofort etwas tun, kann es für immer zu spät sein.

  • Im Grunde wird ein Lesebuch nie fertig

    Es entsteht aus Erfahrung und Experiment – Ohne Schulpraktiker geht es nicht

  • Die „Rebellion der Jungen“

    In ihrem Leitartikel „Das zermürbende Nebeneinander“ (DIE ZEIT Nr. 1/71) sprach Marion Gräfin Dönhoff von einer Rebellion der Jungen“.

  • Nachtschicht in der Raffinerie

    Im Leitstand unter Überdruck

    Es noch nach Öl. „Finden Sie?“ meinte Wilhelm Kumpfmüller, 43, Betriebsschichtleiter und verantwortlich für eine halbe Million Mark Benzin und Öl, das in dieser Nachtschicht unter seiner Aufsicht durch die Raffinerie fließen wird.

  • J.M-M:

    Was Pferde atmen

    In einer seiner kleinen Geschichten, in denen er unübertrefflich war, hat Victor Auburtin dem lieben Gott zugesehen, wie er die Welt betrachtete, die er einst so paradiesisch geschaffen hatte.

  • Die Süditalienerin, die 32 Kinder gebar

    Ihr Mann behauptet: „Die Pille ist Lüge“ – Liebe, Armut, Atavismus und Unwissenheit

  • Das Geld kommt viel zu spät

    Wenn Susanne jemanden begrüßt, macht sie den Knicks, der früher für Mädchen obligatorisch war. Sie hat keine Arme, an den Schultern nur die kleinen Finger.

  • Sport
  • Immer Ärger mit den Preisrichtern

    Nun stehen sie nicht mehr auf dem glatten Eisparkett mit ihrem Bauchladen, aus dem sie Noten zückten, mit Beifall bedacht oder mit Buhrufen überschüttet; jetzt sitzen sie außerhalb der glitzernden Arena vor einer Tastatur: die Preisrichter.

  • Japan probt Olympia

    Sechs Monate vor den XX. Olympischen Sommerspielen 1972 in München und Kiel feiert Japan seine zweiten Olympischen Spiele innerhalb von acht Jahren.

  • Catcher vor 4000 Jahren

    Wenn der Tourist in der Sowjetunion einmal auf ein sauber gedrucktes Buch stößt, ist dies fast immer in Leipzig verlegt und trägt dann den Vermerk: Printed in the German Democratie Republic.

  • unzugeordnet
  • Raub wird Ware

    Der Original-Raubdrucker wohnt in Köln und heißt Thomas Hornemann. Er kam vor dem Kunstmarkt 69 auf die Idee: „... auf einer Party Diskussion über Kunst, Manipulation derselben, Abschaffung derselben, Möglichkeiten, der gut geölten Kunstmaschine etwas Sand ins Getriebe zu streuen.