• Ausgabe 09/1971

    Ausgabe 09/1971

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Berliner Glasperlenspiele

    Nicht in der Hölle, wie es früher hieß, brennt ein Feuer; es brennt heute, wie vielerorts beobachtet werden kann, in der Kirche.

    Von Dietrich Strothmann

  • Nur zweite Wahl nach Karlsruhe?

    Sechs Bundesverfassungsrichter scheiden in diesem Jahr aus dem Amt..........................................................

    Von Theodor Eschenburg

  • Eindrücke in Washington:

    Rückzug aus Vietnam - aber wie?

    Machen Sie sich keine Sorgen wegen Laos? Der Mann im Weißen Haus, einer der engsten Berater Präsident Nixons, reagierte gelassen auf meine Frage.

    Von Theo Sommer

  • Strategie der grauen Zone

    Von Washington über Paris und London bis Bonn ist es eine Binsenweisheit: Die unentbehrliche Geschäftsgrundlage der Entspannungspolitik in Europa ist die Fortdauer des Kräftegleichgewichts zwischen Ost und West.

    Von Kurt Becker

  • Dieses Wochenende muß sich die Münchener SPD zwischen ihrem Oberbürgermeister Vogel und den Jusos entscheiden

    Unterwanderung mit kleinen Stiefeln

    Der Schock hält an, wenn die Führungsgremien der SPD an diesem Freitag in Bonn zusammentreten. Der drastische Entschluß des Genossen Hans-Jochen Vogel, sich nicht länger von den Jungsozialisten drangsalieren zu lassen, hat bei ihnen vielerlei Stimmungen und Strömungen ausgelöst.

    Von Carl-Christian Kaiser

  • Kein Rivale für die Präsidentin

    Als Indien vor knapp 24 Jahren aus dem britischen Empire entlassen wurde, verabschiedete sich ein hoher Kolonialbeamter von Freunden in Delhi mit den Worten: „Sollte es.

    Von Werner Adam

  • Der Kobold saß im Warnsystem

    Falscher Atom-Alarm durch falsche Lochstreifen – Amerika ließ sich nicht aufschrecken

    Von Joachim Schwelien

  • ZEITSPIEGEL

    „Hohn kennzeichnet diese Sprache, umwölkter Unmut, lächelnde Drohung, Sendungsbewußtsein und dazu eine unübersehbare Ölspur, auf der noch jeder ausgleitet: Die stammt von der großen bundesdeutschen Ölkanne, von Rainer Barzel.

  • Wolfgang Ebert:

    Genscher gekidnapped?

    Wenn man in Bonn mal zwei Stunden nichts von Innenminister Genscher hört, ist das für Bonn-Experten ein Anlaß zu wilden Spekulationen wie für China-Experten, wenn man zwei Monate nichts über Lin Piao erfährt.

  • Neue Fronten

    In seinem Kolonialkrieg hat Portugal eine neue Front eröffnet, diesmal im eigenen Land. In Lissabon stehen acht Männer, die meisten von ihnen Studenten, und zwei Frauen vor Gericht.

    Von Horst Bieber

  • Gestoppte Hoffnungen

    Mit dem der südvietnamesischen Armee erteilten Auftrag zum Vorstoß nach Laos verfolgen die Amerikaner ein dreifaches Ziel: den kommunistischen Nachschub an der Hauptschlagader des Ho-Tschi-Minh-Pfades abzuschneiden; dadurch die nordvietnamesischen Verbände zur Massierung zu zwingen, so daß sie von den amerikanischen Luftstreitkräften aufgerieben werden können, und schließlich die Bewährungsprobe der „Vietnamisierung“ eintreten zu lassen, damit der etappenweise Abzug der Amerikaner vollendet werden kann.

    Von Joachim Schwellen

  • „Die Kugeln bleiben blank“

    Die Stewardeß am Schalter der Middle East Airlines in Beirat zuckte die Schultern. Sie wußte wirklich nicht, warum die Maschine nach Amman vier Stunden Verspätung hatte.

    Von Sepp Schelz

  • Absage oder Kampfansage?

    Ihn erheitere mitunter der Computer, der unter seines Bruders Hut Entscheidungen zu treffen scheine, meinte kürzlich Bernhard Vogel, der CDU-Kultusminister von Rheinland-Pfalz.

    Von Kilian Gassner

  • Politisches Urgestein

    Die geprägten Charaktere und die farbigen Figuren der ersten Jahre der Bundesrepublik gehören endgültig der Vergangenheit an.

    Von Theodor Wieser

  • Wirtschaft
  • Betriebsverfassung

    Weitere 124 Paragraphen

    Am Aschermittwoch fing alles an. Zwei Tage lang veranstaltete der Bundestagsausschuß für Arbeit und Sozialordnung in dieser Woche ein öffentliches Hearing über das Betriebsverfassungsgesetz, um Material für die Beratung der dem Parlament vorliegenden Gesetzentwürfe zu sammeln.

  • Konzentration in der Schweizer Uhren Industrie

    Ein harmonisches Ticken

    Jeder Schweizer, sein eigener Uhrenhersteller. Gewiß ist dieser Satz übertrieben, bis vor kurzem jedoch hatte er durchaus seinen wahren Kern.

  • Gegen Hasch und für Gemeinsinn

    Die Frankfurter Werbeagentur Young & Rubicam, in deren Händen Etats so bekannter Markenartikel wie Pfanni-Knödel und Camel-Zigaretten liegen, will sich nicht mehr allein an den Magen, sondern neuerdings auch an das Gewissen wenden: zugunsten entlassener Strafgefangener.

  • Chemie

    Nach vorn

    Die goldenen Zeiten der Chemie mit einem Umsatzzuwachs von 12, 15 oder gar 20 Prozent im Jahr sind vorüber. Wir wollen mit sieben Prozent jährlich zufrieden sein, die immerhin noch eine Umsatzverdoppelung in zehn Jahren bringen.

  • Das Geld lag an der falschen Stelle

    Januar und Februar 1971 waren für Börsianer Traummonate. An fast allen Börsen stiegen die Aktien. Auch die festverzinslichen Papiere kletterten nach oben, wenn auch prozentual weniger stark als die Aktien.

    Von Ihr Securius

  • Die beste Antwort an die Radikalen wären entschiedene Schritte zu einer vernünftigen Vermögensbildung

    Eigentum für wie viele?

    Im Wirtschaftsteil“, so meinte Helmut Lindemann im Bayerischen Rundfunk, „steht die ZEIT gewissermaßen rechts von sich selbst.

  • Konkurrenz

    In der vergangenen Woche haben die Betriebsräte in zwei von sieben Betriebsbereichen der Ruhrkohle AG (RAG) die Zusammenarbeit mit dem Vorstand aufgekündigt.

  • NAMEN

    Dr. Gerd Stieler von Heydekampf, langjähriger NSU-Generaldirektor, soll möglicherweise schon Anfang März seinen Posten niederlegen.

  • Babcock & Wilcox

    In der Kasse klingelt es

    Wenn die Aktionäre der Babcock & Wilcox AG, Oberhausen, am 19. März der vorgeschlagenen Kapitalerhöhung von 72 auf 90 Millionen Mark zugestimmt haben, wird Vorstandsvorsitzender Hans.

  • Charterfluggesellschaften schaffen Überkapazität

    Fertig machen zur Bruchlandung

    Im vergangenen Jahr hatte man der Branche prophezeit, daß mal wieder ein Bankrott fällig wäre. Aber wider Erwarten sind die deutschen Charterfluggesellschaften dann doch von spektakulären Geschäftsaufgaben verschont geblieben.

    Von Kai-D. Eichstadt

  • Unter der grünen Faust

    Der Riesenbecker Landedelmann, Großgrundbesitzer und Schloßherr von Surenberg, Constantin Freiherr Heereman vom Zuydtwyck, gab den Marschbefehl und fuhr dann zu einem einwöchigen Urlaub mit unbekanntem Ziel davon.

    Von Wolf gang Hoff mann

  • Börsen-Report

    Streit um die Stahl-Kurse

    Erhöhung der Hoesch-Dividende von 5 auf Mark sowie der Jubiläumsbonus von 1 Mark hat den Kurs der Hoesch-Aktien um nichts vorangebracht.

  • Auch Auslandsfonds verdienen wieder

    Von der im Januar weltweit günstiger gewordenen Börsentendenz profitierten auch die Sparer, die ihr Geld in ausländischen Investmentfonds angelegt haben.

  • Fragen zur Wehrbeschaffung an Dr. Günther Rabus

    Konzentration der Vorteile

    Dieser Tage entschied das Verteidigungsministerium über ein Vier-Milliarden-Programm für die Neubeschaffung von Fahrzeugen der Mittelklasse.

  • REPORT AUS BONN

    Landwirtschaftsminister Josef Ertl „zeigt Wirkung“. Er fühlt sich zunehmend getroffen von der Härte, mit der Oppositionspolitiker nicht nur gegen die Koalition, sondern auch gegen ihn persönlich polemisieren.

  • Neue Heimat fern der Heimat

    Ohne Zögern ließen die Genossen vom DGB antikapitalistische Bedenken fallen: Sie empfahlen „ihrem“ Bauunternehmen, der gewerkschaftseigenen Neuen Heimat, sich nicht nur um den Wohnungsbau zu kümmern.

  • Harvard muß um Dollar betteln

    An Amerikas Renommier-Universität Berkeley floß Blut. Die Studenten der progressivsten Universität der USA griffen zur Selbsthilfe: Sie spendeten Blut, um die Kasse ihrer Universität zu füllen.

  • Sowjet-Kredit soll Polen aus der Krise helfen

    Alle Stühle wackeln

    Polens Politik gleicht zur Zeit dem Versuch, einen gebrochenen Deich um jeden Preis und in aller Hast abzudichten. Die Arbeiter, die immer wieder ihren Unmut erkennen ließen, müssen beruhigt werden.

    Von Joachim Nawrocki

  • Wasserscheu

    In Berlin bereitet man dieses Jahr wieder die Funkausstellung vor. Sie soll im August stattfinden. Nach Angabe Von Hans J. Rohde, dem Vorsitzenden des Ausstellungsausschusses, ist sie nicht nur „das größte Ausstellungsereignis“ in der geteilten Stadt, sondern diesmal auch „international“.

  • Wem gehört die Wirtschaft?

    Statt Rathäusern und Kirchtürmen beherrschen heute die Verwaltungszentralen der Wirtschaft das Bild der modernen Großstadt – ins Gigantische erstarrte Wahrzeichen unternehmerischen Erfolgs.

    Von Michael Jungblut

  • RWE sucht Absatzgebiete im Süden

    Vorstoß nach Bayern

    Setzt der „weiße Elefant“ von der Ruhr zum Sturm auf Bayern an? In München jedenfalls werden die Ambitionen des größten deutschen Stromerzeugers, der Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerk AG (RWE) in Essen, so verstanden.

  • Stern-Brauerei

    Allianz in Bier

    Eine der letzten großen Brauereien in Westdeutschland, die bisher noch nicht in den Strudel der Aufkäufe durch die Bayerische Hypothekenbank, Reemtsma oder Oetker geraten ist, die Stern-Brauerei Carl Funke AG in Essen, hat mit Jahresbeginn einen neuen Großaktionär bekommen.

  • Unternehmer

    FJS

    Wessen Namen Deutschlands Unternehmer auf ihre Fahnen geschrieben haben, erfuhren dieser Tage Gewerkschaftsfunktionäre in Heidenheim an der Brenz aus berufenem Munde.

  • Kurzsichtig

    Die amerikanische Luftfahrtaufsichtsbehörde, das CAB, hat sich nach langen Verhandlungen mit den amerikanischen Luftverkehrsgesellschaften dazu bequemt, den Chartergesellschaften das Leben leichter zu machen.

  • Bundeswehr

    Helmut Schmidt rüstet jetzt anders

    Einen Tag bevor Verteidigungsminister Helmut Schmidt seinen neuen Erlaß über die Haar- und Barttracht in der Bundeswehr fernschriftlich an alle Dienststellen und Einheiten durchtickern ließ, flatterte auf jeden Schreibtisch des Bonner Verteidigungsministeriums ein weit wichtigeres Dokument: Das „Papier aller Papiere“.

  • Dieter Piel:

    Auf Pump in die Inflation?

    Der Rausch läßt nach; doch bis zur völligen Ernüchterung dauert es dennoch recht lange. Die sozialliberale Bonner Regierungskoalition, die so vieles in so kurzer Zeit besser machen wollte, die allzu kühne Hoffnungen bei allzu vielen gesät hat.

  • Kreditgewerbe

    Zwei Banken – ein Bier

    Eine Pressekonferenz am Aschermittwoch ist für das faschingsfrohe München eine Rarität. Als die Dresdner Bank ausgerechnet zu diesem ungewöhnlichen Datum in die bayerische Hauptstadt einlud, kam das Gerüchtekarussell auf Hochtouren.

  • Benzinpreise

    Enteignen

    Schah Mohammed Resa Pahlewi hat gut reden. Nachdem unter seinem Vorsitz die Preisforderungen der Ölländer am Persischen Golf durchgedrückt worden waren, bleibt diesem Trostpflästerchen für die Verbraucher allenfalls ein rhetorischer Erfolg beschieden.

  • USA

    Chance

    Wenn wir unsere Textilindustrie nicht stützen, gibt es in den USA in fünf Jahren keine einzige Hemdfabrik mehr“, prophezeite Wilbur Mills, bevor Mills protektionistisches Handelsgesetz vom Senat auf Eis gelegt wurde.

  • Hier sind Gewinne steuerfrei

    Während in dem zu Großbritannien gehörenden Nordirland die inneren politischen Wirren in immer wieder neuen dramatischen Zuspitzungen kulminieren, ist in dem übrigen Teil der Grünen Insel eine Entwicklung in Gang gekommen, die nicht zuletzt auch für die deutsche Wirtschaft interessant ist.

    Von Wolfgang Krüger

  • Schlußlicht Deutschland

    Das Bruttosozialprodukt der Europaischen Wirtschaftsgemeinchaft (EWG) hat sich 1970 um 5,5 Prozent und damit etwas geringer als 1969 (sieben Prozent) erhöht.

  • Überdruß im Überfluß

    Es war einmal eine Frau, die auszog, die Welt das Gruseln zu lehren. Sie wollte dem unwissenden Publikum zeigen, daß wir alle von ein paar Großkonzernen beherrscht werden und daß die Chefs dieser Unternehmen mächtiger sind als Selbst der Präsident der USA.

  • ZEITRAFFER

    Der Zentralbankrat der Deutschen Bundesbank widersetzte sich erneut dem internationalen Zinssenkungs-Trend. Bundesbankpräsident Klasen erklärte zu der Entscheidung des Zentralbankrates, dem Diskontsatz nicht zu senken, die gegenwärtige Wirtschaftslage in der Bundesrepublik rechtfertige noch keine Änderung der derzeitigen Kreditpolitik.

  • Wissen
  • Vielleicht ein superschweres Element

    Ein von Dr. Christopher J. Batty am Rutherford Laboratorium der Universität Manchester geleitetes Physikerteam hält es für möglich, ein superschweres Element entdeckt zu haben, das Element mit der Ordnungszahl 112.

  • Schalter in der Zelle

    Molekularbiologen suchen seit langem schon nach dem „Schalter“, mit dem die Vermehrung von Zellen an- und abgestellt wird, nach dem Mechanismus also, der zum Beispiel dafür sorgt, daß bei einem sich entwickelnden Lebewesen die Organe nur so lange wachsen, bis sie ihre optimale Größe erreicht haben, daß sich eine Hautwunde wieder schließt oder daß unser Blut stets in der richtigen Menge vorhanden ist.

  • Neues Antibiotikum

    Ein neues Penicillin-Präparat, das mit der Markenbezeichnung „Maripen“ in den Handel kommen soll, haben ungarische Wissenschaftler in Debrecen entwickelt.

  • Springschwänze entschärfen DDT

    Springschwänze (Collembola) sind lichtscheu, nur wenige Millimeter lang, haben eine zarte Haut und treten zu Hunderttausenden in einem Quadratmeter Erdreich auf.

  • Fortschritt im Schneckentempo

    Die Gespräche der alliierten Botschafter werden jetzt auch offiziell als „Verhandlungen“ bezeichnet. Sie waren es schon einige Zeit lang, doch nun werden sie auch offiziell so genannt.

  • Schneller Brüter ohne Gewähr

    Das Kernforschungszentrum Karlsruhe erlebte am 15. Februar eine Premiere besonderer Art: Erstmals wurde versucht, Vorzüge und Nachteile eines technisch-wissenschaftlichen Großprojekts – der Entwicklung sogenannter schneller Brutreaktoren – in aller Öffentlichkeit zu erörtern.

    Von Albrecht Fölsing

  • Eine Zeitbombe in Bio–Waschmitteln?

    Wir denken nicht daran, den Hausfrauen die enzymhaltigen Waschmittel, die ein echter Fortschritt sind, wieder zu nehmen, nur weil ein paar geltungsbedürftige Mediziner die Enzyme verteufeln und professionelle Scharfmacher dies in der Presse hochspielen.

  • Die Jukos von Frankfurt

    Die Überraschung war perfekt. Zwei Hundertschaften smarter Frankfurter Kaufleute, Jungmanager, Anwälte und Bankiers nebst ihren Frauen und Freundinnen krempelten die Machtverhältnisse in Frankfurts CDU um.

  • Ist zuviel Vitamin C ungesund?

    Nachdem der zweifache Nobelpreisträger Linus Pauling hochdosierte Vitamin-C-Gaben als Schutz vor Infektionskrankheiten empfohlen hatte – mit dem Erfolg, daß binnen kurzer Zeit in den amerikanischen Drug stores und Supermärkten die Vitamin-C-Tabletten ausverkauft.

  • Revolution in Raten

    Die Revolution in Polen vollzieht sich in Raten. Von den alten deutschen Hafenstädten der Ostsee ist sie auf Lodz, die Textilstadt Kongreß-Polens, übergesprungen.

  • Wende im Orient

    Was ehedem wie ein Wunder anmuten mußte, scheint nun Wirklichkeit zu werden: Nach 23 Jahren bitterer Feindschaft und nach drei verlustreichen Kriegen ist ein Friedensschluß zwischen Juden und Arabern näher als die nächste Schlacht.

    Von Dietrich Strothmann

  • Die bayerische Krankheit

    Sozialdemokratie und Christliche Demokraten behandeln einander gegenwärtig mit viel dick aufgetragener Teilnahme. Beide Parteien sorgen sich wechselweise um den Zustand der Konkurrenz.

  • Reisen
  • Höhere Bundesbahntarife

    14,25 Pfennig

    Am 1. März erhöht die Bundesbahn die Tarife: Der Kilometer in der zweiten Klasse wird dann statt bisher 8,5 Pfennig 9,5 Pfennig kosten, in der ersten Klasse steigt der Preis von 12,75 Pfennig auf 14,25 Pfennig.

  • Flutlicht in den Karpaten

    Neben den Sommer-Sonne-Schwarzmeer-Ferien entwickelt sich in Rumänien ein neuer Schlager: Skiurlaub in den Karpaten. Die Busse des „ONT“, des staatlichen Fremdenverkehrsamts „Carpati“, rollen in wöchentlichen Kolonnen von Bukarest nach Brasov, Sinaia, Predeal und Timis; vorwiegend gefüllt mit jüngeren Leuten, Gruppen, Familien.

  • Musik mit Schnörkeln

    Es gibt grobe Klötze. Auch in Amsterdam. Einer sagte: „Die Stadt erklären? – Rembrandt, das Anne-Frank-Haus und eine Grachtenfahrt.

  • Hummels Bahnreisenprogramm: Sommer ’71

    Urlaub für Zeitgenossen

    Hummel öffnet das Reisetor nach Frankreich. Der hannoverische Reiseveranstalter im Verband der Touristik Union International (TUI) mit einem üppigen und grundsoliden Bahnreisenangebot, entkräftet das Vorurteil vom allzu teuren Reiseland Frankreich.

  • Reisebüros bieten an: Amsterdam

    Bahnreisen: Pauschalreisen von Städten der Bundesrepublik aus zum Beispiel ab Hamburg: zwei Übernachtungen mit Frühstück und Netzkarte für öffentliche Verkehrsmittel in Amsterdam Bahnfahrt erster Klasse 142,30 Mark; Mittelklasse-Hotel und Bahnfahrt zweiter Klasse 85,10 Mark.

  • Davos im Graubündner Land

    Pisten am Zauberberg

    Lassen Sie sich von Scherzbolden, die bei der Erwähnung von Davos makabre Witze machen, nicht ins Bockshorn jagen: seit Thomas Mann hier oben war, hat sich einiges geändert.

    Von Gretel Rieber

  • Ohne Furcht nach Ägypten

    Seit am Suezkanal die Waffen schweigen und damit gerechnet werden kann, daß sie noch länger schweigen werden, ist es eine Fahrt ohne Furcht – von Kairo bis nach Abu Simbel, eine Strecke von ein paar hundert Kilometern, per Flugzeug und Dampfer, quer durch das Nilland, mitten durch eine Landschaft, die daliegt wie im tiefsten Frieden.

    Von Dietrich Strothmann

  • Ab Bremerhaven

    Die traditionsreiche Kolumbuskaje in Bremerhaven gewinnt in den letzten Jahren wieder an Bedeutung. Nachdem im vergangenen Jahr die „France“, French-Line, erstmals Passagiere für New York (über Le Havre und Southampton) an Bord nahm, sind auch in diesem Jahr wieder fünf Abfahrten vorgesehen.

  • REISESPIEGEL

    Scharnows Mallorca“ ist nicht mehr Scharnows Mallorca. „Ich habe zwar schon gehört, daß die Deutschen Mallorca erobert haben sollen.

  • Auto
  • Automobil und Sicherheit

    Ziehharmonika auf Rädern

    Noch immer glauben zahlreiche Autofahrer, daß man den Aufprall auf ein festes Hindernis mit Armen und Beinen abfangen könne.

  • Neu auf den Straßen: Ford GT 70

    Prototyp aus USA

    Die Attraktion des Brüssel er Automobilsalons kam aus Amerika. Nicht, daß den Amerikanern ein besonders aufregendes Modell der Mittelklasse gelungen wäre, ein Modell, das auch für den Normalverbraucher erschwinglich gewesen wäre.

  • PS UND PARAGRAPHEN

    Das geschah: Immer wieder glauben Kraftfahrer, die Fahrerlaubnis dürfte ihnen dann nicht entzogen werden, wenn ein Strafgericht die Entziehung und die Verhängung einer Sperrfrist ausdrücklich abgelehnt hat.

  • Gesellschaft
  • Fernsehen

    Freud bei der Freud

    Wenn Herren reiferen Alters, der liebe Adolf und der liebe Karl-Heinz, zwischen Schlückchennehmen und Seiten umblättern Sätze artikulieren, die ihrer Ansicht nach eine Pointe enthalten, weshalb sie dann auch am Satzende innehalten, die Herren, und warten, und das Publikum tut’s ihnen nach, hält inne und wartet, bis sich dann einige Leute erbarmen, unten im Saal, und klatschen und lachen, dann gibt’s einen Tusch, und zum Schluß dankt der Herr Vorsitzende oben am Tisch dem lieben Adolf und dem lieben Karl-Heinz für ihre gehaltvolle und humorvolle Darbietung, worauf sich dieselben dankbar verneigen und unter Marschmusik hinausgebracht werden, mitsamt ihrem Manuskript, den darin enthaltenen Witzen und deren Niveau: Was, Sie verstehen mich nicht, Herr Wehner (So, in der Bütt, ein telephonierender Scherzbold.

  • „Münchner Freiheit“ in Düsseldorf

    Martin Sperrs unheimliche Hauptstadt

    Die Trilogie ist beisammen: Was 1962 mit den „Jagdszenen aus Niederbayern“ auf dem Dorf begann, sich dann mit den „Landshuter Erzählungen“ in die Kleinstadt fortsetzte, hat mit der „Münchner Freiheit“ die bayerische Hauptstadt erreicht.

    Von Hellmuth Karasek

  • Fortschritt in Berlin?

    Auch in dieser Woche dauerten die diplomatischen Bemühungen um eine Berlinregelung an. Im Mittelpunkt der Gespräche, die Walter Scheel mit seinem amerikanischen Kollegen Rogers in Washington führte, standen das Berlinproblem und die Handelsbeziehungen zwischen den USA und der EWG, die vor der Aufnahme neuer Mitglieder steht.

  • München

    Vogel verzichtet

    Münchens Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel will im Frühjahr 1972 nicht mehr für das Amt des Stadtoberhauptes kandidieren. Der SPD-Politiker, der 1960 zum erstenmal an die Spitze der „Weltstadt mit Herz“ gewählt wurde, begründete seinen aufsehenerregenden Schritt mit der Erklärung, daß er den Kurs der Münchner SPD nicht länger vertreten könne.

  • Der polnische Schock im Ostblock

    Allzu harmlos umschreiben die Begriffe „Ost und West“ den Gegensatz handfester Interessen und Ideen, der seit Jahrzehnten die Welt beunruhigt, statt sie – wie die Ideologen beider Richtungen vorgeben – vom Übel zu befreien.

    Von Hansjakob Stehle

  • Bertoluccis Film „Der große Irrtum“

    Dekadenz, betörend schön

    Ein peinlicher Fall für linke Cineasten: Da ist einer KP-Mitglied, redet und handelt politisch progressiv, aber jeder seiner Filme ist eine raffinierte Phantasmagorie hoffnungslos schöner Kunstfiguren.

  • Brüssel

    Jüdischer Kongreß

    Gegen den Jüdischen Weltkongreß, der am Dienstag in Brüssel eröffnet wurde, richtete die sowjetische Presse in der letzten Woche heftige Angriffe.

  • In memoriam

    Wegen eines Beinbruchs kam sie ins Krankenhaus: Tilla Durieux, die kürzlich als Neunzigjährige gefeiert wurde, hat sich von diesem Unfall nicht mehr erholt.

  • Zwist unter den Gaullisten

    Zwei halbe Sätze eines Mannes, dessen Namen Frankreich vor einem Monat noch gar nicht kannte, haben, mehr Schwächen des Regimes bloßgelegt als es die Opposition je vermochte.

  • Hoffnung für Nahost

    Im Nahostkonflikt hat Ägypten einen wichtigen Schritt zu einer friedlichen Lösung getan. Zum erstenmal seit 23 Jahren gestand Kairo am Wochenende zu, den Staat Israel ausdrücklich anzuerkennen, mit ihm zu verhandeln und einen Friedensvertrag abzuschließen – drei Schritte, die von der arabischen Gipfelkonferenz von Khartum (1.

  • Vormarsch in Laos gestoppt

    Der südvietnamesische Vormarsch in Laos ist steckengeblieben. Nach verfrühten Erfolgsmeldungen wurde am Wochenende deutlich, daß die Saigoner Truppen nicht einmal Tschepone, 40 Kilometer westlich der Grenze, genommen haben, sondern nach etwa 25 Kilometern durch, ungewöhnlich heftige Gegenangriffe zurückgeworfen wurden.

  • Schlager mit Politik

    Udo der Patriot

    Wenn ein Schlagersänger von Leitartikelschreibern wahrgenommen wird, muß etwas Schreckliches passiert sein. Vielleicht, argwöhnt man, ist er zu Hause Bezirkshauptmann oder bei uns Kommunist geworden, hat er vielleicht Gustav Heinemann die Zunge rausgestreckt oder dem Pathet Lao einen bedeutenden Geldbetrag überwiesen, hat womöglich als aktiver Helfer von Amnesty International von sich reden gemacht oder, in aktuellem Protest, einem bayerischen Juso den Vogel gezeigt.

    Von Manfred Sack

  • Falschgeld

    Die Groschen fielen, falls sie fielen, wie in leere Automaten. Nichts kam heraus. „Insterburg & Co.“, die herrlich heimtückischen Musikanten, wurden als Zugabe zum Nichts verschleudert; sie sollten Schadenersatz verlangen: von Marcus Scholz (Manuskript), Günther Hassert (Regie), Reinhard Münchenhagen (Entertainment) und Hans-Joachim Hüttenrauch (Redaktion).

    Von Alexander Rost

  • Dokumente der ZEIT

    „Der von den sozialistischen Län-– dem unterbreitete Vorschlag zur Einberufung einer gesamteuropäischen Konferenz findet immer mehr die Unterstützung der Völker Europas und der europäischen Öffentlichkeit, die mit Recht der Auffassung sind, daß eine solche Konferenz eine wichtige Etappe auf dem Wege zur Festigung des Friedens und der Sicherheit in Europa sowie zur Anbahnung einer allseitigen und gegenseitig vorteilhaften Zusammenarbeit zwischen den europäischen Ländern sein wird.

  • Karriere
  • Textverarbeitung:

    Neue Chancen im Büro

    Der Mangel an Schreibkräften in deutschen Büros nimmt allmählich katastrophale Formen an. Allein das Arbeitsamt Stuttgart suchte im Oktober 1970 nicht weniger als 9000 Stenotypistinnen.

  • Recht im Beruf

    Verzicht auf Lohnfortzahlung zulässig

    Ein Arbeitnehmer kann unter bestimmten Umständen auf seinen Anspruch auf Lohnfortzahlung verzichten. Zu diesem Ergebnis kam das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz im Prozeß zwischen einer Krankenkasse und einem Unternehmer.

  • DGB-Umfrage:

    Frauenarbeit minderwertig?

    An jedem dritten Arbeitsplatz in der Bundesrepublik steht oder sitzt eine Frau: Neun Millionen Arbeitnehmerinnen zwischen 15 und 60 Jahren sind mehr als nur ein kleines Rad im Getriebe der deutschen Wirtschaft.

  • Unklarer Anspruch

    Ein Angestellter des öffentlichen Dienstes, der nicht mindestens in die Vergütungsgruppe VII des Bundesangestelltentarifs (BAT) eingestuft ist, hat keinen tariflichen Anspruch darauf, zu einem Verwaltungslehrgang geschickt zu werden.

  • Nur ein Kindergeld

    Das Bundessozialgericht hatte folgenden Fall zu entscheiden: Ein geschiedener Mann bekam für ein von ihm unterhaltenes Kind kein Kindergeld, weil seine frühere Frau die Kinderzuschläge als Bedienstete einer Stadt kassierte.

  • Diskussion um Löhne

    In zwei Urteilen hat der erste Senat des Bundesarbeitsgerichtes entschieden, daß der Betriebsrat ein Recht auf Mitbestimmung hat, wenn Arbeitnehmer nach Abschluß neuer Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen in neue Lohn- oder Gehaltsgruppen eingestuft werden.

  • Stadt-Job ist teurer

    ußergewöhnliche Kosten für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz können in der Regel als Werbungskosten neben den üblichen Pauschsätzen geltend gemacht werden.

  • AUFSTIEG - JOB - VERDIENST

    Innerhalb eines Jahres quittiert jeder achte Staatsdiener den Öffentlichen Dienst Dies ergab eine Untersuchung des Statistischen Bundesamtes.

  • Kultur
  • ZEITMOSAIK

    Um eineinhalb Millionen Jahre älter als bislang angenommen erweist sich unsere Spezies, wie der 28jährige Professor Vincent J.

  • Was ein wandelnder Mythos namens Warhol unter deutschen Journalisten anrichtet

    Andy was here

    Kommt er, oder kommt er nicht? Das Blumen-Orakel stand eher auf nein, ein bißchen Zweck-Pessimismus davor ist auch besser zu verkraften als die Demütigung der Enttäuschung danach.

    Von Petra Kipphoff

  • Im Dunkeln einen nassen Baum ersteigen

    Bücher, die man schnell durchschaut, die leicht zu klassifizieren sind, weil sie vielem ähneln, was gleichzeitig so geschrieben wird, sind langweilig.

    Von Jörg Drew

  • Der Anarchismus der Wörter

    Natürlich hätte Karl Valentin für die hochgreifende Charakterisierung als „Stückeschreiber“, die Heinar Kipphardt. ihm im Programmheft zuschreibt, eher nur Spott übrig gehabt.

    Von Ernst Wendt

  • Ein Kranz auf Heines Grab

    In diesem Jahr sind es rote Nelken. Sie bilden einen Kranz: genauso breit wie Heines Grab. So verdeckt der frische Kranz das marmorne Rosenornament und auch die Inschrift derer, die 1899 das Grabmal gestiftet haben: „die freisinnigen Wiener“.

    Von Josef Müller-Marein

  • Kunstkalender

    Eindrucksvoll und an knapp hundert exzellenten Beispielen demonstriert die Ausstellung Glanz und Elend der deutschen Buchkunst in diesem Jahrhundert.

    Von Gottfried Sello

  • Leussinks Lage in der Nation

    Klaus von Dohnanyi, von dem bekannt ist, daß die Rolle des zweiten Mannes nicht für ihn geschrieben wurde, beklagte sich bei einem Mitglied des Brandt-Scheel-Kabinetts über seine schwierige Lage als Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Bildung und Wissenschaft.

  • Hans Maier:

    Wider das bildungspolitische Konsumdenken

    Als ich kürzlich in Bonn sagte, Bildung sei kein beliebig abrufbares Konsumgut, sondern setze persönliche Bemühung und Leistung voraus, und der pädagogische Nulltarif sei meine Sache nicht, erhob sich prompt ein bundesweites Wehgeschrei.

  • VON ZEIT-MITARBEITERN

    „Hisako Matsubara’s kleine Weltausstellung“ – Ein literarischer Pavillon. Hisako Matsubara, Tochter eines hohen Shinto-Priesters in Kyoto, Literatur- und Religionsgeschichtlerin, mit einem deutschen Wissenschaftler verheiratet und zur Zeit in Köln ansässig, versammelt in diesem ihren zweiten Buch (das erste erschien 1968 und hieß „Blick aus Mandelaugen“) achtzehn.

  • David und Saul zugleich

    Man braucht, um Kokoschka zum 85. Geburtstag zu feiern, nicht zum hundertsten Mal herunterzuzählen, was er mit 20 und mit 30 Jahren geleistet hat, oder wieder einmal seine kunsthistorische Position innerhalb der Malerei des 20.

    Von Gottfried Sello

  • Marxismus und Psychoanalyse

    Es werde gewiß das Bestreben jedes Erziehers sein, die Kinder möglichst angstfrei zu erhalten – „denn die Angst... bedeutet regelmäßig eine mehr oder minder schwere Beeinträchtigung der seelischen Freiheit des Kindes.

  • Alte Hüte in neuen Serien

    Der Mord findet wenn möglich noch vor dem Vorspann statt. Erst nach der Themamusik beginnt dann die eigentliche Arbeit. Recherchen bringen Hintergründe an den Tag.

  • „Pädagogischer Nulltarif“?

    Die Worte des Vorsitzenden

    So jung und schon ein Fossil – mit diesen unzarten Worten bedachte der Pressedienst der FDP-Bundestagsfraktion niemand anderen als Hans Maier, neununddreißig Jahre alt, Politikwissenschaftler an der Universität München, seit vorigem Jahr Kultusminister von Bayern und in der vergangenen Woche turnusmäßig zum neuen Präsidenten der Kultusministerkonferenz (KMK) avanciert.

    Von Dieter E.zimmer

  • Abroad • Del extranjero • De l’étranger

    Kleine und große Schweinereien

    Du bist so positiv, so ohne Falsch und herrlich rund, schwärmt Cyrus Futz, während er seiner Geliebten zärtlich die bloßen Brüste streichelt.

    Von Thomas von Randow

  • 461. Brief in die chinesische Vergangenheit

    Min-tschen und sein Fo-Ho-Gel

    Anmerkung des Herausgebers: Es handelt sich um einen der etwa tausend Briefe des chinesischen Mandarins Kao-Tai an seinen Freund Sing-Li, die dieser auf einer Zeitreise schrieb.

  • DIE NEUE SCHALLPLATTE

    Das mustergültige Opern-Museum auf der Platte: Beispiele dafür, wie kultiviert sensibel trotz der engen Formschemata schon in den ersten Jahrzehnten der Operngeschichte Klage-Arien sein konnten, und der Nachweis, daß Affekt und Technik, schöner Ton und virtuose Verzierungskunst, Kraft und Kantabilität auch heute noch beherrschbare und vereinbare Kategorien sind.

  • KRITIK IN KÜRZE

    „Notizen während der Abschaffung des Denkens“, von Ernst Herhaus. Ein Mann, der mit seinen vor Klugheit klirrenden Einfällen das Gedankenrepertoire gegen den Spätkapitalismus vergrößern möchte, wächst sich in den vierundfünfzig Marginalien dieses Bandes zum Großdenker aus.

  • FILMTIPS

    Im Fernsehen: „Die Docks von New York“ (1928), von Josef von Sternberg (Bayern III am 27. Februar), zeigen den Regisseur auf dem Gipfel seiner Meisterschaft, der gleichzeitig ein Gipfel des Stummfilms ist: der optischste aller Filme.

  • Unsere Sprache

    Tokyo zum Beispiel

    Ob einer moskau sagt oder maskwa, mag von seinen weltläufigen Neigungen herrühren oder von seiner Bereitschaft, den Sowjets russisch zu kommen.

  • Wer hat den Reichstag angesteckt? Waren es doch die Nazis? Dies behauptet ein „Europäisches Komitee“, das mit deutschen Steuergeldern finanziert wird. Den Beweis ist es bisher schuldig geblieben. Dokumente, die der „Stern“ einsehen durfte, wurden den Experten vorenthalten. Deshalb hat die Fachwelt geschwiegen. Jetzt aber, meint der Bochumer Zeitgeschichtsforscher Mommsen, sei Zurückhaltung nicht mehr angebracht.

    Auf falscher Fährte

    Der Streit um die Urheberschaft des Reichstagsbrandes vom 27. Februar 1933 ist so alt wie das Ereignis selbst. 1961 publizierte Fritz Tobias seine umstürzende These, daß der Reichstag nicht von den Nationalsozialisten, sondern von einem Einzeltäter angesteckt worden, sei: von dem holländischen Wanderarbeiter Marinus van der Lübbe.

    Von Hans Mommsen

  • Länderspiegel
  • Locken unterm Helm

    Im Bonner Verteidigungsministerium wurde kürzlich entschieden, daß die Soldaten der Bundeswehr lange Haare tragen dürfen. Sie müssen allerdings, so lautet die militärische Order, ihre langen Locken unter ein Haarnetz stopfen.

  • Verschleppte Affäre

    Seit zwei Jahren ist das Amt des Berliner Landeskonservators vakant. Von Kurt Seeleke, dem früheren Inhaber des Amtes, spricht heute kein Mensch mehr: Seine Wirksamkeit war derart, daß Außenstehenden die Vakanz gar nicht auffällt.

    Von Günther Kühne

  • Im Handstreich

    Jetzt sind Frankfurts Sozialdemokraten an der Reihe, sich Sorgen über die Entwicklung im Lager des politischen Gegners zu machen.

    Von G. Z.

  • Jerry Cotton vor Gericht

    Sein Gerechtigkeitssinn, seine Unbestechlichkeit, seine Dienstauffassung und sein Eifer, wenn es um die gute Sache geht, sind schlechthin vorbildlich“, schreibt der Bastei-Verlag in Bergisch-Gladbach in seiner Arbeitsanleitung für Autoren über Jerry Cotton, den von Narben aus vielen Gangsterschlachten gezeichneten Helden einer in Millionen erschienenen Taschenheft-Reihe.

    Von Rolf Düdder

  • Lebensart
  • „Und man ist fix nervös”

    Die Kinder stehen zum Halbdutzend vor den Haustüren herum. Spielplätze und Spielwiesen“ sind leer,, und leer sind tagsüber auch die Straßen.

    Von Gisela Stelly und Stefan Aust

  • SCHERZ, SATIRE & IRONIE

    Die Überraschung, die den Touristen im Mount-Lavinia Hotel am Palmenstrand von Ceylon erwartet, heißt Eisbein mit Sauerkraut.

  • Immer geht es um ,,Mengen“

    Thomas fährt mit seinem Zeigefinger über die Köpfe der Menschen auf. einem Bild, in seinem Mathematikbuch. Mit heller Stimme beschreibt der Siebenjährige seinen Mitschülern in der 1 c einer Hamburger Grundschule: „Das ist die Menge der Kaffeetrinker.

    Von Wolfgang Rieger

  • Mit Computern und Sprachlabor:

    In Heidelberg finden sie die Zukunft wieder

    „Was wollen Sie machen? Nehmen wir mal das Buch elekl, die erste Aufgabe.“ Lernkabinettschef Baumbach tippte es in den Computer-Terminal, der aussieht wie eine elektrische Schreibmaschine: „a0l0.

  • J.M-M:

    Der Meisterschütze

    Römisch war der Streik auf dem Londoner Flugplatz im vorigen Jahr. Die Maschine mit Fluggästen aus Paris landete; die Triebwerke standen still.

  • Lieber die alte Methode

    Zwei Biochemiker der Universität von Kalifornien in San Francisco, Dr. Li und Dr. Yamashiro, gaben kürzlich bekannt, daß es ihnen gelungen sei, das menschliche Wachstumshormon synthetisch herzustellen.

    Von Gabriel Laub

  • Sport
  • Wenn die Achillessehne hält

    Nach schwerer Verletzung: Erhard Kellers Weg zur Eissprint-Weltmeisterschaft

    Von Ulrich Kaiser

  • „Flüsterndes Monster“ ohne Chancen?

    Nur noch wenige Tage trennen den Rennsport-Fan vom Beginn der neuen Saison: Am 6. März werden die Motoren wieder aufheulen und die besten Fahrer der Welt sich Runde auf Runde jagen, um die heißbegehrten Weltmeisterschaftspunkte ihrem Konto gutschreiben zu können.

    Von Horst Rautenhaus