• Ausgabe 10/1971

    Ausgabe 10/1971

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Vom Rechtsanwalt zum Revolutionär

    Berlins Justiz hat er schon vor der APO-Zeit Kummer bereitet: Das war, als seine am Ende dann doch erfolglose Menschenrechtsbeschwerde in Sachen Wemhoff von der Europäischen Menschenrechtskommission angenommen wurde.

    Von Werner Dolph

  • „So zwischen 250 und 300 Leichen“

    In der Schlußphase des My Lai-Prozesses: Oberleutnant Calley streitet jede Schuld ab

    Von Joachim Schwellen

  • Amerika will nicht abdanken

    Fünfundsechzigtausend Wörter, fast zweihundert Schreibmaschinenseiten – das ist Richard Nixons zweiter Bericht über die amerikanische Außenpolitik.

    Von Theo Sommer

  • Inquisition oder Integration?

    Beides geschah in einer Partei. In Bonn diskutierte die SPD-Führung sachlich und mit freundlichen Umgangsformen die Abgrenzung der Partei nach links.

    Von Rolf Zundel

  • Wespenstiche

    Der britische Theaterdonner östlich von Suez beginnt abzuflauen. Was wie eine Neuauflage alter Weltgeltungsansprüche anmutete, entpuppt sich als leere Geste.

    Von Karl-Heinz Wocker

  • Thaddens Pleite

    Mit der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands geht es zu Ende. Ein Verbot, wie es dieser Tage wieder der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Heinz Kühn forderte, ist gar nicht mehr nötig.

    Von Dietrich Strothmann

  • Der Fall Vogel und die Folgen für die SPD: Die Beschwörung des Godesberger Programms und der Parteidisziplin

    „Keine Krise, kein Pogrom“

    Helmut Schmidt zur SPD-Kontroverse mit den Jusos Ein ZEIT-Interview von Werner Höfer

  • Tauziehen in Madrid

    Spaniens Kirche will sich offiziell vom Staat trennen. Fast 18 Jahre nach dem Konkordat vom 27. August 1953 sprach sich jetzt die Mehrheit der spanischen Bischöfe gegen den Entwurf eines neuen Konkordats aus, der sich von dem alten Vertrag kaum unterscheidet.

    Von Horst Bieber

  • ZEITSPIEGEL

    „Wie ich nicht bereit gewesen wäre, mit Franz Josef Strauß und seinen Claqueuren gegen die Okkupation der Tschechoslowakei zu demonstrieren, so kann ich nicht bereit sein, mit der DKP des Herrn Bachmann gegen die rechtsradikale „Aktion Widerstand“ Protest auszusprechen.

  • Die Rechtsreformen der Regierung scheiterten am Widerstand der Kirchen und an der Opposition innerhalb der SPD

    Gestolpert, doch noch nicht gestürzt

    In Bonn sitzt ein Mann, den manche deutsche Sozialdemokraten dafür verantwortlich machen, daß sie sich, kaum anderthalb Jahre an der Macht, wieder wie Bürgerschrecks der Jahrhundertwende vorkommen müssen.

    Von Hans Schueler

  • Vor-Urteil

    Wird Horst Mahler einen fairen Prozeß bekommen? Der Verteidiger des einstigen APO-Anwalts hat, als er am ersten Verhandlungstag das Berliner Schwurgericht in toto wegen Befangenheit ablehnte, die Frage an die ganze deutsche Justiz gestellt.

    Von H. Seh.

  • Wolfgang Ebert:

    Großes Flügelschlagen

    Ein paar Ereignisse dieser Tage zeigen, daß die Parteien nicht nur alle Hände voll damit zu tun haben, miteinander zu kämpfen und zu ringen.

  • Wirtschaft
  • Spirale der Inflation

    Im Vergleich zu anderen Ländern ist Deutschland noch einmal davongekommen. Nicht ganz vier Prozent betrug die Preissteigerung bei den Dienstleistungen und den Waren für den täglichen Verbrauch.

  • Zitat der Woche

  • Rom will in Süditalien neue Arbeitsplätze schaffen

    Mahnmal im Sand des Südens

    Wird der große Strom süditalienischer Gastarbeiter über die Alpen in die Bundesrepublik bald verebben? Werden Guiseppe und Giovanni den langen Marsch aus dem Frankfurter Baulager und dem Stahlwerk im Ruhrgebiet zurück nach Süden antreten, weil sie auch dort endlich einen Arbeitsplatz finden? Rom will die Investitionspolitik für den Mezzogiomo auf eine neue Grundlage stellen.

  • Londoner Zeitungen sind in finanziellen Nöten

    Furcht vor der Fusion

    Lord Rothermere, 72 Jahre alt, läßt die dritte Verlegergeneration zum Zuge kommen. Sein Sohn, der 45jährige Vere Harmsworth, übernimmt das Londoner Zeitungsimperium Associated Newspapers mit der Tochtergesellschaft Harmsworth Publications und deren Massenblättern Daily Mail, Daily Sketch und Evening News.

  • Börsen-Report

    Auf Suche nach neuen Rennern

    Die allgemeine Aufwärtsbewegung deutscher Aktien ist zum Stillstand gekommen. Ein Teil der spekulativ eingestellten deutschen Börsianer ist auf die amerikanische und japanische Börse ausgewichen, wo sie im Augenblick die besseren Gewinnchancen vermuten.

  • Kurt Wendt:

    Peitsche für den Kleinaktionär

    Die Volksaktien-Äktionen der Jahre 1959, 1961 und 1965 waren ohne Zweifel ein großer Erfolg; Die Kaufauftrage gingen waschkorbweise bei den Banken ein, und die Volksaktionäre brauchten ihren Entschluß auch nicht zu bereuen.

  • BMW

    Prestigemodell

    Gerüchte über ein neues BMW-Flaggschiff gab es seit Monaten – nun wurden sie bestätigt: Die Bayerische Motorenwerke AG wird mit drei Varianten eines Drei-Liter-Wagens ihre Palette der Sechszylinder erweitern.

  • Des Wunders liebste Kinder

    Wer wissen will, wie reich die Reichen in der Bundesrepublik wirklich sind, wer erfahren möchte, in wessen Händen die großen Vermögen liegen, von wem das Produktivkapital der deutschen Wirtschaft kontrolliert wird und wie steil das Gefälle der Vermögenspyramide ist, dem wird es nicht leicht gemacht, sich die notwendigen Informationen zu beschaffen.

    Von Michael Jungblut

  • Gefährlich

    Die Sparer vor der schleichenden Inflation zu schützen, indem man sie selbst auf den Wogen der Inflation schwimmen läßt – dieser Vorschlag wird immer mal wieder laut.

  • ZEIT SPART GELD

    Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V. in Düsseldorf bereitet die Gründung einer Interessengemeinschaft der Parfund-Aktionäre vor.

  • Eintracht

    Die bei der Eröffnung der Frankfurter Frühjahrsmesse versammelten Unternehmer spendeten zufrieden Beifall: Wirtschaftsminister Schiller verkündete einmal mehr, die freie Preisbildung sei einer der Grundpfeiler der marktwirtschaftlichen Ordnung.

  • Die Machtprobe von Essen

    Eine Lehrstunde im „Einmaleins für Betriebserteilte Karl-Heinz Mross, Vorsitzen der der Arbeitsgemeinschaft der Betriebsräte der Ruhrkohle AG, im Verwaltungsgebäude der deutschen Kohleeinheitsgesellschaft ausgerechnet am Rosenmontag dem Vorstand des Unternehmens und der Öffentlichkeit.

    Von Wolfgang Müller-Haeseler

  • REPORT AUS BONN

    Die SPD-Fraktion im Bundestag möchte den deutschen Waffenexport künftig auf Nato-Länder beschränken. Verteidigungsminister Helmut Schmidt unterstützt diese Pläne.

  • Schlechter Rat

    Die private Ersparnisbildung hat sich in der Bundesrepublik im letzten Jahr beträchtlich erhöht. Rund 14 Prozent des verfügbaren Einkommens wurde zur Bank oder Sparkasse getragen.

  • Jetzt kommt die Belastungsprobe

    Der Monat Februar brachte den deutschen Aktien noch einmal beträchtliche Kurssteigerungen. Nur wenige Papiere sind nicht mehr geklettert.

    Von K. W.

  • Spätere Ehe ziemlich ausgeschlossen

    Als die ersten Nachrichten über die Zusammenarbeit der Dresdner Bank und der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank in die Öffentlichkeit drangen, begannen die Kurse beider Institute zu steigen.

    Von Ihr Securius

  • Wenn man den Mann mit dem Öl bestellt

    Koks wird teurer, sagte sich die Dame, Ölheizung ist modern und bequem. Was liegt also näher, als die Kokszentralheizung auf Öl umstellen zu lassen? Der Entschluß ist gefaßt, um-Installationsfirma schon bald beauftragt.

  • Die Ruhrkohle AG

    Die deutsche Kohleeinheitsgesellschaft wurde am 27. November 1968 gegründet. Sie umfaßt heute das Bergbauvermögen von 26 Einzelgesellschaften und rund 94 Prozent der Steinkohlenförderung des Ruhrreviers.

  • Wenn Bellinger kommt...

    Im Obergeschoß des Bekleidungskaufhauses Ott & Heinemann auf der Frankfurter Einkaufsstraße Zeil logieren einige hundert Brieftauben.

    Von Hans Ottoeglau

  • Nicht alle Händler schätzen das Preisschild

    Angst vor Dieben und Neidern

    Wenn Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller in seiner Heimatstadt Hamburg einen Einkaufsbummel macht, wundert er sich vor manchen Pelz- und Juweliergeschäften.

    Von Horst-Wolf gang Bremke

  • Röhrenkartell

    Mannesmann im Zwielicht

    Von einem Kartellverfahren gegen den größten deutschen Röhrenhersteller, die Düsseldorfer Mannesmannröhren-Werke AG, ist im Mannesmann-Hochhaus am Rhein noch nichts bekannt, obwohl Beauftragte des Kartellamtes vor 14 Tagen Unterlagen nach Berlin mitnahmen und inzwischen sogar ein Ordnungswidrigkeiten verfahren ankündigten.

  • Fragen zur Position des DIHT an Paul Broicher

    Verbände auf Einheitskurs?

    Broicher: Das wird man nicht sagen können. Wenn Sie eine Änderung unserer Politik meinen feststellen zu können, so würde ich sagen, das ist nur auf eine Änderung der Probleme zurückzuführen.

  • Luftverkehr

    Hindernisse auf dem Ostkurs

    Wenn am 16. März in Moskau die internationale Luftfahrt-Ausstellung „Aviaservice“ ihre Pforten öffnet, können sowjetische Ausstellungsbesucher vom Stand der Lufthansa aus per Computer in der Frankfurter Zentrale Reisen in alle Welt buchen.

  • England

    Exodus der Ausländer

    Europas Automobilindustrie sieht sich an allen Fronten bedroht. In Deutschland machen steigende Lohnkosten die größten Sorgen, in Frankreich stagniert der Markt, und in Italien drohen neue Arbeitskämpfe Am schlimmsten aber steht es in England.

  • Holsten-Brauerei

    Marsch nach Süden

    Die Aktionäre der Holsten-Brauerei, Hamburg, brauchen vorläufig nicht zu fürchten, daß ihre Gesellschaft zwischen den Mühlsteinen der Brauereiriesen Schultheiss, Oetker oder Reemtsma zerrieben wird.

  • Die leitenden Angestellten stehen im Mittelpunkt einer heftigen Kontroverse zwischen Gewerkschaften und Arbeit Kann der DGB ihre Interessen vertreten? Brauchen sie eigene Sprecherausschüsse? Bei der Ruhrkohle AG ist deswegen

    Wem gehören die Technokraten?

    Der Zustand ist fast gesetzwidrig. „Wir haben“, sagte Paul Stein, der Betriebsratsvorsitzende von Lurgi, „in unserem Betriebsrat zwei Handlungsbevollmächtigte, einer davon ist sogar stellvertretender Vorsitzender.

    Von Heinz Michaels

  • Algerien verstaatlichte französische Ölkonzerne

    Von den Kapitalisten gelernt

    Im internationalen Ölpoker wurde die zweite Runde eingeläutet – mit einem Schlag auf die Pauke..............................

    Von Klaus-Peter Schmidt

  • Neue Verkehrsschilder

    Teures Blech

    Kölns leitender Stadtbaudirektor Hans Joachim Sahr schickte Arbeitskolonnen auf die breiten Ringstraßen und schmalen Großstadt Pfade der Domstadt.

  • ZEITRAFFER

    Jeder Bundesbürger über 15 Jahre hat im vergangenen Jahr durchschnittlich 2500 Zigaretten geraucht. Der Verbrauch stieg damit um fast fünf Prozent im Vergleich zu 1969.

  • Wissen
  • Ist Zähneputzen schädlich?

    Viele Generationen haben gelernt: Häufiges Zähneputzen hilft Karies verhüten. Jetzt sieht es so aus, als könne übertriebene Reinlichkeit im Mund eher die Entwicklung der leidigen Zahnkrankheit fördern.

  • Tod im Gedränge

    Sie sperrten 24 einzelne Enten, zwölf Entenpaare und drei Entenvölker aus je acht Tieren in einen Käfig, der den Vögeln nur wenig Bewegungsfreiheit bot.

  • Im Nebel kein Echo

    Fledermäuse können Insekten bei Nacht, auch wenn es regnet, aufspüren, aber im Nebel sind die fliegenden Säugetiere offenbar hilflos.

  • Fiasko im Dschungel

    Saigons Elitebataillone verbluten auf der Höhe 31 in Laos. Aber ihre Führer Thieu und Ky werden von Tag zu Tag großmäuliger.

  • Klare Fronten im Schulstreit

    Über Bildung wird gestritten. Die Öffentlichkeit, die bisher gewohnt war, einen Begriff wie zum Beispiel „Gesamtschule“ den Experten als akademisches Disputationsfeld zu überlassen, ist ratlos: In der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung, die bis Ende Mai den nationalen Bildungsplan „vom Kindergarten bis zur Weiterbildung“ vorlegen soll, ist es zu einer scharfen Auseinandersetzung gekommen.

  • Lebensmotor Supernova

    Eine verheerende Katastrophe würde sich auf der Erde ereignen, wenn eine Sternexplosion, das Aufflammen einer Supernova, in der Nähe unseres Sonnensystems stattfände; in der Nähe bedeutet hier: nicht weiter als etwa hundert Lichtjahre entfernt.

  • Vogels Höhenflug

    Hans-Jochen Vogel ist seit dem letzten Wochenende nicht mehr nur Oberbürgermeister von München. Sein Sieg in der Kampfabstimmung über die Linksaußen seiner Partei hat ihn über Nacht zu einer imposanten Figur der Bundesrepublik aufsteigen lassen.

  • Bewegung in Berlin

    Haben die Staatssekretäre Bahr und Kohl bei ihrem Weg in den finsteren Wald, von dem Bahr sprach, eine Lichtung erreicht, auf der es sich gut plaudern läßt? Nähern sich zugleich die Vier Mächte einer Berlin-Regelung, und versucht der DDR-Ministerpräsident Stoph mit seinem Brief an den Berliner Regierenden Bürgermeister Schütz hilfreich zu sein? Noch ist nicht ausgemacht, was sich von alledem nur als Fata Morgana erweist.

    Von Joachim Nawrocki

  • Junge Karibische See

    Ähnliche Probleme stellen sich heute den Geophysikern: Auch sie haben inzwischen einen großräumigen Überblick von Aufbau und Struktur der Erdkruste erarbeitet; auch sie haben noch einige weiße Flecken zu erforschen – etwa die komplexe Krustenbeschaffenheit der drei Mittelmeere in Europa, Asien und Amerika.

  • Bauernzorn gegen Brüssels Bürokraten

    Als am Wochenende 60 000 Bauern in Bonn aufmarschierten und eine Erhöhung der Agrarpreise um zehn Prozent forderten, meinten viele Hausfrauen schreckerfüllt, nun würden automatisch die Verbraucherpreise um den gleichen Betrag steigen.

    Von Marion Gräfin Dönhoff

  • Knall von Apollo

    Geräuschbelästigung aus 188 Kilometer Höhe? Das wäre übertrieben, aber Meßgeräte auf den Bermudas haben niederfrequente Schallwellen registriert, die von den Raketen der Raumschiffe Apollo 12 und 13 stammten, als sie über die Inselgruppe flogen.

  • Juristerei aus dem Computer

    Die Kenntnis des geltenden Rechts bleibt immer mehr dem Zufall überlassen.“ Diese erschreckende. Feststellung stammt nicht von einem enttäuschten Rechtsuchenden, einem abgewiesenen Kläger oder verurteilten Angeklagten, sondern von einem Professor der Jurisprudenz, der sich intensiv damit befaßt hat, wie die Flut von Gesetzen und anderen Rechtsquellen dem Rechtsanwender heute zugänglich gemacht wird.

  • Reisen
  • Ferienkataloge

    Die regionalen Fremdenverkehrsverbände, ein paar Schritte näher an der Praxis als der Deutsche Fremdenverkehrsverband, haben – ehe es einen deutschen Ferienkatalog (ZEIT Nr.

  • reisenachrichten

    Olympia-Camping: Besucher der Olympischen Spiele 1972 in München, die im eigenen Zelt oder Caravan wohnen wollen, können sich ab 19.

  • Karl Cerny: Reisen in der Vergangenheit (III)

    Phantastische Wanderung

    Am 21. Januar 1824 schrieb Heinrich Heine, sechsundzwanzig Jahre, fortgeschrittener Student der Jurisprudenz, aus Hannover seinem Berliner Studienfreund Moses Moser: „Wenn Du glaubst, daß ich kein guter Jurist bin, so irrst Du Dich.

  • Bad Reichenhall

    Kur und Komfort

    Bad Reichenhall, traditionsreicher Alpenkurort, wird in diesem Jahr 125 Jahre alt. Willkommener Anlaß für das Management des Bayerischen Staatsbades, die Kureinrichtungen einer Art Fitnesstest zu unterziehen.

  • Urlaub in Deutschland

    Zweiundzwanzig Tage Karussell

    KOFFER IN LÜBECK: Wer die alte Ostsee-Hansestadt vor dem 30. April besucht, nimmt am besten den „Lübeck-Koffer“. Das ist ein Sonderangebot aus zwei Hotelübernachtungen mit Frühstück, zwei stattlichen Marzipanbroten „Lübecker Spitzenqualität“, einer Flasche „lübeckischen Rotweins“ und einer Gutscheinmappe „Lübecker Gastgeschenke“ der hansestädtischen Geschäftswelt und Gastronomie.

  • Brücke über den Bodensee?

    Zehn Minuten bis Konstanz

    Mit Postkarten, auf denen kaffeebraune Afrikanerinnen „Entwicklungshilfe“ für die Bodenseebrücke sammeln, wirbt die „Studiengemeinschaft Seebrücke-Seetunnel e.

    Von Renate Röber-Kingma

  • Musisches zwischen Neckar, Jagst und Kocher

    Treppen, Burgen Schloßfassaden...

    Optisch war es ganz entschieden ein Höhepunkt, wie der Wind der Welt in die Kleider fuhr. Man sah ihr nicht einmal an, daß sie fror.

  • Autowandern: zwei Tage im Schwarzwald

    Eichhörnchen am Wasserfall

    Gebirge lernt man am besten beim Wandern kennen. Aber wenn’s nicht anders geht... Es ging nicht anders; Tante Grete wandert nicht.

  • Neue Ferienzentren an der Ostsee

    Torremolinos vor der Tür

    Torremolinos liegt in diesem Sommer vor Hamburgs Haustür: Entlang der 400 Kilometer langen Ostseeküste türmen sich Ferienwohnungen, Apartments und Hotels zu Hochhäusern und Betonfestungen auf.

  • Die Sterne des Herrn Michelin

    Ein Stern geht über Knödeln und Schnitzel Holstein auf, ein einziger bloß; „trotz mehrerer Festessen hintereinander (wurde) in der Bundesrepublik keine Küche gefunden, die eine Auszeichnung mit zwei Sternen, hervorragende Küche, die einen Umweg lohnt, verdient“.

  • Neue Ferien Ordnung

    Urlaubselend – Postkarte genügt

    Es bleibt dabei: die Kultusminister bestrafen Eltern mit schulpflichtigen Kindern. Wer in unserer bundesrepublikanischen Gesellschaft zu dieser bedauernswerten Gruppe gehört, wird weiterhin nur in der Hauptsaison Ferien machen können, also überhöhte Preise zahlen und Massenbetrieb auf Straßen und an Stränden, in Pensionen und Restaurants in Kauf nehmen müssen.

  • Naturparks: Verein zur Verwilderung Deutschlands

    Daß die Heide Heide bleibe

    Immer mehr Menschen wollen in der Stadt leben, deshalb fressen sich die Städte, wie ein Betongeschwür, immer weiter in die Landschaft hinein, werden so groß, daß sie sich, wie New York, nicht mehr verwalten lassen.

  • Der Reisesommer, der jetzt vor der Tür steht, ist eine gute Gelegenheit, Urlaub in Deutschland zu machen, in Deutschland – wie es immer ist. 1972 werden wir ein Reise-Deutschland haben, wie man’s zwischen Kiel und München für die Olympischen Spiele zurechtgemacht hat Dieses Jahr gehört der Rhein uns noch fast allein, im nächsten aber ... der ganzen Welt

    Was gut und teuer ist

    Von zehn Erdbewohnern, die Bayern kennen, kennen es neun als Ferienland;, für acht von ihnen ist Bayern mehr oder weniger identisch mit „Oberbayern“, der Gegend südlich von München bis zur österreichischen Grenze.

  • Reisen und Recht

    Versprechungen

    Reisebüros, die Urlaubern Unterkunft im Luxushotel versprechen, müssen diese Zusicherung einhalten. Andernfalls müssen sie einen Teil der Reisekosten ersetzen und dem Urlauber Schadenersatz für verlorene Urlaubsfreuden zahlen, entschied das Landgericht München.

  • ...und fahren, wohin du nicht willst

    Die deutschen Reisebüros verkaufen Italien und Spanien, Ceylon und Kenia – und (auch) Deutschland. Aber sie verkaufen Deutschland nicht gut genug.

  • DIE ZEIT
  • KRITIK IN KÜRZE

    „Analytische Sozialpsychologie und Gesellschaftstheorie“, von Erich Fromm. Erich Fromm war mit Wilhelm Reich unter den ersten Wissenschaftlern, die das psychoanalytische Interpretationssystem Freuds kritisch weitergedacht und mit gesellschaftlichen Kategorien verknüpft haben.

  • Gesellschaft
  • Persischer Golf

    Rückzug Londons

    Großbritannien wird bis Ende 1971 seine Truppen aus den Öl-Scheichtümern an der Südküste des Persischen Golfes zurückziehen.

  • Schwarze Kunst

    Wenn der Schneidermeister A für 200 Mark Tuch einkauft, daraus einen Anzug fertigt und ihn für 400 Mark verkauft, so ist in diesem Produktionsvorgang zu einem ursprünglichen Wert ein zusätzlicher hinzugekommen, ein Mehrwert (200 Mark).

  • Israel beharrt auf seinen Bedingungen

    Nach hoffnungsvollen Anläufen sind die Bemühungen um eine friedliche Lösung des Nahost-Konflikts erneut ins Stocken geraten.

  • Fernsehen

    In neuem Glanz

    Zart und sehr klug muß es inszeniert werden, dieses „Viel Getu’ um nichts“ – ein Spiel an der Grenze von Sein und Schein, Metaphorik und Eigentlichkeit, eine Verkleidungskomödie der verzwicktesten Art: das Gesicht als Maske, die Maske als Gesicht! (Was Benedikt und Beatrice zu sein vorgeben, sind sie in Wirklichkeit nicht; das Rollenspiel, das ihnen aufgezwungen wird, entspricht hingegen ihrem wahren Naturell.

  • Laos-Invasion

    Kein Erfolg

    Seit zwei Wochen liegen die nach Laos eingedrungenen Südvietnamesen etwa 25 Kilometer westlich der Grenze fest. Nach Gegenangriffen von nordvietnamesischen Truppen, deren Stärke auf 30 000 Mann geschätzt wird, mußten; sie innerhalb einer Woche vier wichtige Stützpunkte räumen.

  • Kindesentführung

    Täter gefaßt

    Der Fall des am Rosenmontag entführten siebenjährigen Michael Luhmer aus Niederbachem bei Bonn ist aufgeklärt. Der der Tat dringend verdächtige 32jährige Kaufmann Jörg-Hagen Roll würde am Dienstagabend festgenommen und gestand die Tat.

  • Am Waffenhandel die Finger verbrannt

    Das Debakel in Guinea und die Lieferung deutscher Unterseeboote an das Militärregime in Griechenland haben erneut die Frage nach Nutzen und Kosten von Militärhilfe und Rüstungsexporten aufgeworfen.

  • „Lohengrin“ im Münchner Nationaltheater

    Intendant müßte man gewesen sein

    Wenn der Vorhang sich zum erstenmal öffnet, darf der Zuschauer folgendes bestaunen: rechts und links vom Bühnenportal je fünf Etagen Säulenheilige, drei Figuren pro Etage, goldene Gewänder mit gotischem Faltenwurf; dazu einen Rundbogen, aus zwei gekrümmten Rohren zwischen die Figurentürme gespannt – vermutlich das Christliche darstellend.

    Von Heinz Josef Herbort

  • „Laß’ mein Volk gehen“

    In der belgischen Hauptstadt Brüssel ging in der vergangenen Woche die erste „Weltkonferenz für die Juden in der Sowjetunion“ zu Ende.

  • „Kasimir und Karoline“ in Hamburg

    Ein Ensemble inszeniert

    Die Hamburger Kollektivinszenierung durch das Ensemble kam aus Not (der Regisseur erkrankte) und nicht aus Vorsatz zustande: es wäre also verfehlt, aus der „Kasimir und Karoline“-Aufführung Schlüsse über Vor- und Nachteile des schauspielerischen Regie-Teamworks zu ziehen.

    Von Hellmuth Karasek

  • Norwegen

    Borten gestürzt

    Die norwegische Koalitionsregierung unter Ministerpräsident Per. Borten ist zurückgetreten. Anlaß der Regierungskrise war eine Indiskretion des Ministerpräsidenten, der am Wochenende zugeben mußte, zwei entschiedenen Gegnern eines norwegischen EWG-Beitritts Einsicht in ein vertrauliches Dokument gestattet zu haben.

  • Neue Berlin-Sperre

    Wichtiges Angebot

    DDR-Ministerpräsident Stoph hat dem Regierenden Bürgermeister Schütz vorgeschlagen, Verhandlungen über den Besuch von Westberlinern „in der DDR, einschließlich ihrer Hauptstadt“ aufzunehmen.

  • Streit um die Berufung eines Marxisten

    Fetscher contra Holz

    Wie sich die Zeichen gleichen ... Hans Jochen Vogel, der Münchner Oberbürgermeister, ein progressiver, aber beim Bürgertum hoch angesehener Sozialdemokrat, holte aus zum Donnerschlag gegen die Jusos.

    Von Karl-Heinz Janßen

  • München

    Sieg für Vogel

    Auf dem außerordentlichen Parteitag des SPD-Unterbezirks München errang Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel einen klaren Abstimmungssieg.

  • Dokumente der ZEIT

    „Wir haben die Tatsache nicht aus den Augen verloren, daß etwas sehr Wichtiges (auf ägyptischer Seite) geschehen ist. Wenn beide Seiten bereit sind, von diesem Punkte auszugehen, könnte etwas von noch größerer Bedeutung eintreten.

  • FILMTIPS

    „Stille Tage in Clichy“, von Jens Jørgen Thorsen. Die gelungene Literatur-Adaption zeigt Henry Miller 1933 in Paris, sein verrücktes Leben zwischen Mädchen, Hunger und Poesie; sie zeigt viel Sexualität, ausführlich und unverfälscht, nicht als steriles dämliches Verzückungs-Getue nach Kolles Art, sondern voll Charme, natürlicher Freude und einer fast kreatürlichen Schönheit.

  • Grundstücksmarkt
  • Kaufen – dann sparen

    Errst als am 15. März 1951 das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde, waren in Deutschland die rechtlichen Grundlagen für Eigentumswohnungen geschaffen.

    Von Kai D. Eichstädt

  • Eigentumswohnungen: Trend nach oben

    Noch vor wenigen Jahren galten 750 Mark pro Quadratmeter als eine „unüberwindliche psychologische“ Schwelle beim Verkauf von Eigentumswohnungen.

  • Karriere
  • Das kann Brandt nicht bezahlen

    Die „Kernreformen“, die in der Regierungserklärung angekündigt worden waren, will das Kabinett Brandt voll verwirklichen. So sprach Conrad Ahlers nach eingehenden Beratungen der Minister in der vergangenen Woche.

    Von Diether Stolze

  • Der sicherste Weg nach oben

    Wer in deutschen Großunternehmen Karriere machen will, muß aus einer gutbürgerlichen Familie stammen, in einer Großstadt geboren und evangelisch sein.

    Von Heidi Dürr

  • Heißer Brei und viele Köche

    Erhard Eppler, Bundesminister für Wirtschaftliche Zusammenarbeit, hegt den Verdacht, daß „der Begriff Steuergerechtigkeit doch sehr abgegriffen“ ist.

    Von Dieter Piei

  • AUFSTIEG JOB VERDIENST

    Großbritannien ist auf dem besten Weg, zu. den Spitzenreitern unter den Streikländern aufzurücken. Im Vergleich zu 1969 erhöhte sich die Zahl der Streiks um ein Viertel.

  • Kultur
  • Das Wesen, das sich emporlügt

    Das „Omegabet“ verhält sich zum Alphabet wie das Omega zum Alpha, das Ende zum Anfang. Manganellis erste Prosadichtung – das ist ein Verlegenheitsterminus, hier zur Kontrastierung gegenüber seinen literarischen Essays gebraucht – hieß „Ilarotragedia“ und in Toni Kienlechners kongenialer Übersetzung „Niederauffahrt“.

    Von Francis Bondy

  • ZEITMOSAIK

    Wir Männer und Frauen sind unglücklicherweise so stupide, daß wir nie den Mut zu einem wirklichen Fortschritt aufbringen können, es sei denn, wir werden dazu durch Leiden angetrieben, die beinahe jedes Maß übersteigen.

  • Heino Griem:

    Das Verhalten im Dritten Weltkrieg

    Im Kriege wähle ich immer die nächste Deckung, einen Keller, einen Graben, ein Erdloch, eine Bodenwelle oder ein Fahrzeug. Befinde ich mich schon in einem Fahrzeug, halte ich am Straßenrand an und lasse sämtliche Insassen sich die nächste Deckung suchen.

  • An den geliebten Genossen

    Sibylle vom stern hat vor etlichen Wochen Rosa Luxemburg entdeckt – spät, aber immerhin. Seither mochten alle in diesem Lande, denen Frauenemanzipation und Kommunismus gleichermaßen ein Greuel sind, beruhigt sein, denn nach Sibylle war die „rote Rosa“ „vor allem eine Liebende“, mit „zwar männlichem (!) Denken, aber höchst weiblichem Fühlen“, „ein Mädchengemüt, dem die Schulter fehlte, um den Kopf anzulehnen“.

    Von Karl-Heinz Janßen

  • Kunstkalender

    Micus ist Gründungsmitglied der Gruppe SYN, mit der speziellen SYN-Problematik vertraut und belastet, mit deren Hilfe er, ohne die theoretische Basis aufzugeben, zu den muntersten, persönlich gefärbten Ergebnissen gelangt.

    Von Gottfried Sello

  • Wider den sterilen Nachtwächtergeist

    Der Satz „Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden“ ist beinahe ein Allgemeinplatz geworden, seit ihn Politiker verschiedenster Couleur immer wieder zitieren und strapazieren.

  • VON ZEIT-MITARBEITERN

    Mario Szenessy: „Tibor Déry“. Der Autor versucht eine kurze Gesamtdarstellung des Lebensweges, der ideologischen Entwicklung und der Werke des ungarischen Romanciers zu geben.

  • Ins Wasser gefallen

    Die Aktion, die das Karlsruher Atelier Bast/Maertin am vergangenen Donnerstag auf Einladung des Göttinger Kulturamtes während des ganzen Tages von 8 bis 22 Uhr im Städtischen Hallenbad inszenierte, war vorher nicht publik gemacht worden.

    Von Heinz Ludwig Arnold

  • Belanglosigkeit will sich behaupten

    Fortsetzung einer Diskussion über das Selbstverständnis des heutigen Liberalen

    Von Jean Amery

  • Stark überspitzte Menschengeschlechts-Merkmale

    Eine Karikatur, so erklärt der Brockhaus, „Ist eine Darstellung, die durch Übertreibung hervorstechender Merkmale komische Wirkungen erzielt und Menschen und ihre Handlungen lächerlich macht“.

  • Krise der Bühnen (I)

    Das Ende der absoluten Fürsten

    In 77 deutschen Gemeinden, so weist es die Statistik aus, wird an 188 Spielstätten Theater gespielt. Dreißig dieser Spielstätten (sprich: Bühnen) unterstehen den Länderregierungen; 107 haben Städte als Rechtsträger, 51 existieren in privater Rechtsform, was nicht bedeutet, daß es sich hierbei um Privattheater handelte.

  • Abroad • Del extranjero • De l’étranger

    Seid einig für Gilles Guiot

    Obwohl er nicht einmal lange Haare hat und obwohl er aussieht und sich beträgt, wie bürgerliche Eltern es von ihrem Sohn nur wünschen können, kam Gilles Guiot in Konflikt mit der Polizei.

  • Südamerikanische Jahre

    Es sei wahrscheinlich, daß er einige seiner Leser mit diesem Buch überraschen werde. „Es ist kein politisches Buch, das in der Reihe jener Arbeiten steht, die ich nach dem Kriege über die USA und China veröffentlicht habe.

  • DIE NEUE SCHALLPLATTE

    Einer der letzten großen alten Männer des Blues demonstriert seine unübertroffene Meisterschaft des Bottleneck-Gitarrenstils.

  • Unser Seller-Teller Februar 1971

  • Vom Anzug angezogen

    Wovon handelt „Carmen“? Der Stoff ist zu reich, weil zu wirklich; keine einzelne Antwort konnte ihn bisher umgreifen. Mérimées „Carmen“-Erzählung, der Ursprung aller Versionen, handelt jedenfalls von Natur: von der Rache dieser Unüberwindlichen an allen, die sie zu beherrschen wähnen.

  • Ein Bestseller aus USA: Von B l zu Bill

    Revolution ohne Gewalt

    Wie in den letzten Jahrzehnten mehrmals, kam wiederum durch einen Vorabdruck in „The New Yorker“ (September 1970) eine nicht nur für Amerika hochbedeutsame Schrift heraus, welche die öffentliche Meinung in den Vereinigten Staaten stark bewegt und polarisiert hat.

    Von Richard Schmid

  • Peter Gan: QUA „SOLILOQUIA“

  • Flucht in die Operette

    Wenn dem Schriftsteller die Wirklichkeit abhanden kommt oder verstellt wird, flieht er in Formen, die Totalität zwar behaupten, diese aber nur noch scheinhaft erfüllen müssen.

    Von Ernst Wendt

  • ZU EMPFEHLEN

    Des Kritikers Fluch schleudert der „herostratische Amokläufer“ nicht nur gegen Uhland, sondern vor allem gegen Schillers Hymne „An die Freude“ und gegen Autoren verschiedensten Ranges von Heine bis zu Binding in einer Leseübung mit bösem Blick – neun Zehntel Karl Kraus, ein Zehntel Beckmesser – die immer unterhaltend instruiert und fast immer überzeugt.

  • Länderspiegel
  • Café-Tod

    Nein, Bürgersinn haben die Hamburger nicht; nichts spricht gegen den Verdacht, sie seien allesamt asozial. Nur so ist auch begreifbar, warum sie so gelangweilt zur Kenntnis nahmen, was ihnen ihre Lokalzeitungen mit schlafmütziger Trauer bekanntgaben: daß eine alte hamburgische Institution zerstört wird, ein Café, schon wieder ein Café, eines der letzten mit unverwechselbarem Charakter und keineswegs nur „von alten reichen Tanten“ besucht, nebenbei die älteste deutsche Konditorei.

    Von Manfred Sack

  • Publicity und Kidnapping

    Der Coup des Anwalts Burger

    Ein dunkelblauer BMW 2800 mit dem polizeilichen Kennzeichen M-XA 194 raste am Freitag vergangener Woche im Schneetreiben bei Rotlicht über einige Straßenkreuzungen der Münchner Innenstadt in Richtung Autobahn Nürnberg.

    Von Kilian Gassner

  • Aktion Widerstand

    Mit schwacher Stimme

    Die „Stimme des Reiches“ war zu schwach. Was Zehntausenden über Ultrakurzwelle, 102 Megaherz, nationale Erbauung bieten sollte, konnte wegen mangelnder Sendequalität nicht einmal auf Tonband mitgeschnitten werden.

  • Lebensart
  • Warnung für den Ernstfall

    Früher, wenn es ernst wurde, dann kam zuerst der Botschafter des Landes, das es ernst meinte, zur Regierung seines Gastlandes, legte Hut und Mantel ab, beantwortete die Frage nach Sherry mit „Sherry“, nippte mit dem Ministerpräsidenten ein Gläschen, plauderte vom Wetter und Befinden und legte dann die Kriegserklärung auf ein silbernes Tablett.

  • SCHERZ, SATIRE & IRONIE

    Jetzt gibt es sie auch in Deutschland, und die ersten Exemplare, die sich auf unseren Straßen bewegen, dürfen sicher sein, die Aufmerksamkeit der anderen Verkehrsteilnehmer auf sich zu ziehen.

  • Privatflug in die Katastrophe

    Wie gefährlich ist der nichtkommerzielle Luftverkehr? – „Noch haben wir Zeit, Entscheidendes zur Senkung der Unfallraten zu tun“

  • Hund, Papagei und Fernseher

    Nur Frau und Auto fehlen noch – Nach neunzehn Jahren Zuchthaus fand Karl G. sich in der Freiheit schnell zurecht

  • Deutschlands erste Großraumschule

    „Wenn ihr lesen wollt, legt euch hier vor die Tür“

    Vier oder fünf Kinder drängten aus der Tür des Klassenzimmers, gefolgt von ihrer Lehrerin. Sie brachten zwei Bücher mit. Die Lehrerin, ein Twen, sagte: „So, wenn ihr lesen wollt, legt euch hier vor die Tür, dann habt ihr eure Ruhe, und die andern auch.

  • J.M-M:

    Beispiel Fiat

    Der leitende Mann von Fiat in Frankreich war bisher Jacques Vandamme, ein Monsieur trotz seines holländischen Namens. Er wurde soeben auf einen wichtigen Posten in der Direktion des Hauptwerkes nach Turin berufen.

  • Keine andere Wahl

    Ich bin gegen den Krieg, weil ich glaube, daß Krieg Mord ist. Im Frieden sehe ich die einzige Möglichkeit für die Menschen, vernünftig miteinander zu leben und dauerhaft zu überleben.

  • Hundert Mark Eintritt für die Wohltätigkeit

    Ein kritischer Rückblick auf die Ballsaison – Sie tanzen, und sie wissen nicht wofür

  • Nicht nur Bier am Klavier

    Der Party-Macher Paul Kuhn – „Lieber ein paar Noten mehr als Worte“ „Jazz ist die Hauptsache“ – Gespräche ohne Show (1)

  • Muß Wehrdienst verlorene Zeit sein?

    Schon lange vor meiner Einberufung zur Bundeswehr habe ich mich – widerwillig – mit dem Gedanken vertraut gemacht, nach meiner Schulzeit dienen zu müssen.

  • Sport
  • Kunst auf Kufen

    Eiskunstläufer der Bundesrepublik aber bei der Weltmeisterschaft ohne Chancen

  • Am 6. März beginnt die Grand-Prix-Saison:

    Sterben will keiner

    Rolf Stommelen hat im Laufe der Zeit eine gewisse Abneigung gegen Interviews entwickelt. Nicht, daß er ein getrübtes Verhältnis zu den Journalisten hätte.

    Von Rolf Kunkel